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Chorherrs Kampagnenaufruf – Zwischenbilanz nach 24h

Wow. Christoph Chorherrs Aufruf gestern, die grünen Parteigremien doch mit Vorschlägen zu einer Plakatkampagne für den kommenden Wahlkampf unter Druck zu setzen, ist auf einige Resonanz gestoßen.

In nur 24h sind

  • Blogbeiträge in 18 verschiedenen Blogs
  • Dutzende Tweets auf Twitter
  • 40 Kommentare bei Chorherr (und mindestens nochmal soviel in den verschiedenen Blogs)

erschienen. Nicht schlecht. Die Aktion schaffte es damit gar an die Spitze von Rivva.

Noch beeindruckender die dutzenden Plakatvorschläge, u.a. von Smi, Georg, Tom, Jana (deren köstlicher Vorschlag nur den Twitter-Usern was sagen wird, denen aber umso mehr..), Laurenz, Oliver, weitere sind meines Wissens in Arbeit.

Hier ein paar Beispiele, von Smi:

Smis Ideen

..und von Tom:

Toms G-Punkte

Aus Sicht einer wahlwerbenden Partei stehen unterm Strich dieser Aktion vor allem zwei Dinge: Erstens haben sich die Grünen gerade eine Fokusgruppe gespart. Nicht dass die paar tausend Euro ins Gewicht fallen würden, aber so eine Fokusgruppe dauert 1-2 Wochen und liefert weniger wertvolle Ergebnisse. So tiefgehendes Feedback zu den Inhalten (siehe Maschis Sorgen eines potentiellen Nichtwählers) oder Formen (siehe Max’ Ideen für einen Internetwahlkampf) eines Wahlkampfs wird eine Fokusgruppe nicht liefern.

Zweitens, und das ist der wesentliche Punkt: Es geht weniger um die Ergebnisse des “Crowdsourcings” als um den Weg dorthin. Die Aktion selbst ist bereits Wahlkampf. Wir Wähler machen Wahlkamp, wie Heinz es ausdrückt. Ein paar tausend Blogleser haben sich gerade auf relativ neue Art und Weise mit grünen Positionen auseinandergesetzt: in sie hineinversetzt.

Natürlich stellt sich jetzt die Frage: Grüne, was macht ihr draus? Hört da überhaupt wer zu, außer Chorherr und den üblichen Verdächtigen?

6 replies on “Chorherrs Kampagnenaufruf – Zwischenbilanz nach 24h”

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