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Wie brauchbar sind Studien zur Internetnutzung?

statistics often lie

Im Austrian Internet Monitor zum ersten Quartal 2008 wurde auch die Nutzung von MySpace & Co erhoben, wie ich im Werbeplanung.at-Blog zu lesen ist:

  • 47 % oder 2,2 Mio. der österreichisch Internetnutzer (Total 4,72 Mio. Österreicher über 14 Jahre) haben im letzten Monat Wikipedia genutzt
  • 34 % oder 1,6 Mio. YouTube
  • 11 % oder 520.000 MySpace
  • 9 % oder 420.000 StudiVZ und
  • 4 % oder 190.000 Facebook

190.000 Facebooknutzer über 14 Jahren? Hmm, der Ad-Manager von Facebook spuckt weniger als die Hälfte aus, nämlich 92.300 User. Das Werbeplanung-Blog dazu:

Zu beachten ist hier, dass es sich um eine Offline-Befragung (CATI) handelt und daher die Erinnerungsleistung möglicherweise die tatsächliche Nutzung überschätzt.

Bin gespannt, wieviele Medien den AIM-Müll ohne zu relativieren nachdrucken.

Pic (cc) by mac steve

3 replies on “Wie brauchbar sind Studien zur Internetnutzung?”

Das Problem ist: Diese Umfragen werden in einer bestimmten geografischen Region gemacht, ich vermute mal Wien. Da kanns leicht sein, dass der Anteil an Facebook-NutzerInnen doppelt so hoch ist wie im Rest-Österreich. Bei Communities spielt das eine ganz wesentliche Rolle, weil sich die Leute immer da anmelden, wo auch die FreundInnen dabei sind.

Außerdem ist das alles relativ. Ich kenne wenigstens eine Community, die man zwischen MySpace und StudiVZ einreihen müsste. Nur danach fragt das Meinungsforschungsunternehmen nicht.

Zu Ad-Manager von Facebook: Der spuckt nur die Leute aus, die auch im “Austria”-Netzwerk sind – viele sind da aber nicht angemeldet.

@Sebastian: Der Ad-Manager spuckt alle aus (warum soll sich auch Facebook freiwillig das eigene Ad-Inventory verkleinern?), im Austria-Network sind nur 71.815 Leute.

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