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Coolaustria – “Web 2.0” alleine reicht nicht

Die Österreich-Werbung, die schon durch ihr Blog positiv aufgefallen ist, hat, wie ich gerade bei Karin lese, eine – Eigendefinition – Web-2.0-Plattform gelauncht: Coolaustria.com.

Coolaustria-Screenshot

Die Site ist auf den ersten Blick sauber umgesetzt und bietet einiges von dem, was seit ein paar Jahren so hip ist: Folksonomies, eine Google-Maps-Einbindung, ein Social Network, Photo Sharing und Bewertungen. UGC eben. Im Detail sind einige Schnitzer passiert (hässliche/unklare URLs, viiiel zu viel Neugier bei der Registrierung, und wie man auf die Idee kommen kann, bei einer Site mit dieser Zielsetzung einen Banner-Platz vorzusehen, erschließt sich mir sowieso nicht – eine alte Regel lautet: Don’t put ads on pages you’re selling something on), aber in Summe ist die Site recht ok.

So sie funktioniert. Das ist noch fraglich. Wieder einmal war der Gedanke “Wie schön wär’s wenn die ganze Welt bei uns..” Vater der Umsetzung. Dass für die wunderbaren Netzwerkeffekte einer großen Reisecommunity erst einmal ein persönlicher, direkter Nutzen für den einzelnen User existieren muss, wurde hier möglicherweise übersehen. Oder anders formuliert: Warum soll ich meine Reisefotos, -berichte und -bewertungen gerade auf Coolaustria veröffentlichen?

Und mir fehlt die Öffnung nach außen (zb. durch RSS-Feeds, vernünftige Permalinks, OpenID, o.ä.) und für außen (Möglichkeit der Einbindung von Inhalten von Flickr, Youtube & co, Aggregation von Blog-Posts, etc.). Walled-Gardens sind so gar nicht webzweinullig. Siehe auch meine Communiynotizen.

Ps. Falls das jemand von den Verantwortlichen liest: Wollt ihr das Projekt nicht am BarCamp im Juni vorstellen?

19 replies on “Coolaustria – “Web 2.0” alleine reicht nicht”

Die haben ja wirklich alles, was eine Klischee-Web2.0-Site haben muss. Ich sehe nur den Sinn der Site nicht. Weshalb sollte man da mitmachen?

Danke für Eure Kommentare und Anregungen. Wir haben coolaustria.com in einer pre-launch Phase mal freigeschalten – uns ist auch bewusst, dass es noch viele Optimierungsmöglichkeiten gibt. Für uns ist es ein wichtiges Projekt um mit dem Thema “Web 2.0” aktiv umzugehen – natürlich müssen wir noch einiges lernen.

Markus Gratzer, Österreich Werbung

Hallo, einige Punkte wie RSS, Foren usw. sind schon in der Umsetzung. Brauchen leider noch ein wenig Zeit. Die AGBs werden überigens auch noch überarbeitet.

Leider kann ich das Projekt nicht beim BarCamp im Juni vorstellen. Bin leider im Ausland. Markus

was ich gehört hab, wechselt der markus ja von der österreichwerbung zu mindtake – smarte methode vor dem wechsel noch ein bissi aufheben um das projekt zu machen, das einem später das leben finanziert

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