Google this site (~ 2000 pages):

Home
RSS Feed RSS Feed

Aus der Reihe Comic-Übersetzungen – und passend zu “Netzdeutsch“:

Xing-Kontakte

(cc) Rob Cottingham | via ReadWriteWeb

Flatrate (wir nennen es Abo)

November 18, 2009  

An der Echtzeit-Funktion hapert’s noch ein bisschen. (Via Netzlogbuch)

Angewandte Ufologie

November 8, 2009  

Musste wieder mal ein Comic übersetzen:

lapulgasnob-ufo

Im Original: Verschleierung, aus La Pulga Snob (Der versnobte Floh) des Argentiniers Andres Diplotti (via Microsiervos).


wbf300x100b

  • 6.11.: Vortrag im besetzten Hörsaal 1 der TU Wien: Über Grassrootsbewegungen und die politische Macht von Online-Vernetzung
  • 7.11.: Gespräch mit Franz Zeller (Ö1) über Geo-Dienste und Openstreetmap, Lange Nach der Forschung, Akademie der Wissenschaften
  • 8.11.: Expertenpanel, Startup-Weekend Vienna, Microsoft Innovation Center
  • 9. bis 12. 11.: World Blogging Forum, Bukarest
  • 20.11., Innsbruck: Podiumsdiskussion der Grünen Wirtschaft über gesellschaftliche Implikationen technologischer Entwicklungen

 

Hier noch ein Rückblick auf den Digiday09 (inkl. Video meines Vortrages, leider tw. mit kaputtem Ton).

Update: TU Wien und Grüne Wirtschaft Innsbruck added.

Update 2: Slides des TU-Vortrags:


n97storm

..neben diesen Sturmtruppen Martin, Johannes Brötz, Richard Haderer (dem wer Permalinks erklären sollte), Erhard Wenger und Markus Huszar.

Ah, darum geht’s. Die Gewinner wurden aus allen Teilnehmern bei Meral, Ritchie, Luca, Helmut und mir (und natürlich auf Twitter, etc.) gezogen. Die Ziehung hat Mathias übernommen, heute abend werden die Handies im WerkzeugH übergeben.

Mein Testbericht wird noch ein bisschen warten müssen. Das N97 ist kein Handy, mit dem man schnell warm wird, die Gewöhnungsphase ist lang, zumindest für Menschen, die das Iphone gewöhnt sind. Ein Fazit jetzt würde eher schlecht ausfallen, aber ich geb dem Handy noch etwas Chance sich zu bewähren. Für Ungeduldige: Helmut Hackl hat die Problembereiche gut zusammengefasst. Für mich als Nicht-Symbian-Geübter kommt zumindest noch ein weiterer Minuspunkt dazu: Die Benutzerfreundlichkeit von Betriebssystem und Applikationen ist grottenschlecht. Dazu ein andermal mehr.

Photo (cc) by Julien Min GONG


Update 30 Juli: Der befragte Presse-Redakteur, Martin Stuhlpfarrer, hat per Email geantwortet. Ich veröffentliche sie mit seiner Erlaubnis unten, eingerückt.

presse

Sehr geehrter Martin Stuhlpfarrer,

in der “Presse am Sonntag” vom vergangenen Wochenende haben Sie den Artikel “Die grüne Facebook-Rebellin” über die Grünen Vorwahlen verfasst, prominent als Aufmacher des Wien-Teiles der Zeitung.

Es finden sich darin einige Ungereimtheiten und eigenartige Annahmen. Darum habe ich ein paar Fragen an Sie – ich würde mich über Antworten freuen:

  • Sie schreiben, Petra Köstinger, einer der 422 Grünen Vorwähler, habe die Grünen “ins Chaos” gestürzt. Mir ist entgangen, dass die Grünen in irgendein Chaos gestürzt wären. Wie kommen Sie darauf?

    Stuhlpfarrer: Landesgeschäftsführer Robert Korbei spricht offiziell (APA) von der größten Spaltung seit 10 (!) Jahren, Grüne Spitzenpolitiker korrigieren sich ständig, Parteistatuten werden hastig geändert, und Sie fragen mich: Wo ist das Chaos? Entweder haben Sie eine besonders origionelle Sicht auf die Dinge, oder es ist wie so oft im Leben: Die Innensicht ist anders als die Außensicht.

  • Sie beginnen mit “Eine Gruppe von Facebook- und Twitter-Nutzern rollt die gemütlichen Wiener Grünen auf” und setzen “Facebook” gar in den Titel. Da die meisten Vorwähler mit Twitter oder Facebook nichts am Hut haben, zur Kommunikation rund um die Grünen Vorwahlen aber auch Email, Telefon und abendliche Treffen eingesetzt wurden: Warum haben Sie Ihren Artikel nicht “Köstinger, die Email-Rebellin” genannt? Oder vielleicht “Die Fax-Rebellin” – immerhin kamen die meisten Anmeldungen ja per Fax.

    Stuhlpfarrer: Wenn Internet-basierte Dienste wie Facebook, Blogs & Co nicht der Motor hinter der Mobilisierung der Grünen Vorwähler waren, sondern das Fax, bin ich gerne bereit mich zu korrigieren.

  • Sie zitieren mich – wobei Sie meinen Namen falsch schreiben – wörtlich mit: „Unsere Gemeinderäte und Parlamente sind voll von Abgeordneten, die an uns Wählerinnen und Wählern vorbeigeschummelt wurden. (..) “ Der Satz steht auf gruenevorwahlen.at, stammt aber nicht aus meiner Feder (auch wenn ich mich mit ihm identifizieren kann). Wie kommt es dazu, dass Sie mir diesen Satz in den Mund legen?

    Stuhlpfarrer: (keine Antwort)

  • Wenn Frau Köstinger im Interview den Stadtrat David Ellensohn mit der Aussage zitiert, die Initiative sei ein Versuch der liberalen Kräfte, den linken Flügel zu entmachten, Sie diesen Satz dann aber einem “hohen Grün-Funktionär” zuschreiben, kann es sein, dass Sie zu bequem waren, zu recherchieren, wo er ihn gesagt hat, und ob wirklich? Wenn ja, hätten Sie ihn dann nicht besser weg gelassen?

    Stuhlpfarrer: (keine Antwort)

  • Was sagen Sie als Redakteur einer seit 1848 existierenden Qualitätszeitung dazu, wenn eine interviewte Person Ihren Artikel mit “Verzerrte Aussagen und Unrichtigkeiten auf Boulevard-Niveau” umschreibt?

    Stuhlpfarrer: Petra Köstinger habe ich als engagierte, kritische Frau kennengelernt. Deshalb bedauere ich, dass sie sich missverstanden fühlt – wobei es Fr. Köstinger natürlich frei steht, sich auf ihre Weise zu artikulieren. Ich habe auch Verständnis dafür, dass Fr. Köstinger als Diskurspartnerin und nicht als Rebellin bezeichnet werden möchte. Nur: Wenn eine Gruppe Grün-affiner Menschen beschließt alte Politikstrukturen aufzubrechen, massiv in die Listenerstellung der Grünen einzugreifen und eine Initiative startet um die bisherige (alte) Ordnung zu ändern, erlaube ich mir, das als Rebellion gegen politische Strukturen zu bezeichnen. Wenn Sie, Herr Fahrnberger, diese, meine Sicht als Niedergang des Qualitätsjournalismus bezeichnen wollen – weil sie nicht ihrer persönlichen Sichtweise entspricht – werde ich das nicht verhindern können. Ich kann nur wiederholen (siehe oben): die Innensicht ist hier offensichtlich eine völlig andere als die Außensicht.

  • Wenn Sie bei einem Interview “schemenhaft mitkritzeln”, wie die Interviewte berichtet, warum lassen Sie sich die Zitate, die Sie ihr in der Folge in den Mund legen, nicht wenigstens autorisieren?

    Stuhlpfarrer: (keine Antwort)

Es tut mir leid, Herr Stuhlpfarrer, wenn Sie nun ein bisschen den Frust abbekommen, der sich durch die vielen schlecht recherchierten Artikel unter den über 60 Presseberichten, die seit dem ersten April über die Grünen Vorwahlen erschienen sind, bei mir aufgestaut hat. (Verstehen Sie mich nicht falsch, die Presse war den Grünen Vorwahlen sehr gewogen, aber ich ziehe Qualität als Zeitungsleser einfach vor.) Ihr Artikel war auch sicher nicht der schlechteste unter diesen. Vielleicht muss ich nur endlich meine unrealistischen Vorstellungen über Qualitätsjournalismus (“Check, re-check, double-check”) über Bord werfen.

Stuhlpfarrer: Ich habe kein Problem wenn bei mir Frust abgeladen wird; ich habe auch kein Problem mit der Grünen Vorwahl-Bewegung, die ich durchaus als spannende Initiative sehe. Ich frage mich nur, warum in diesem Fall die Innensicht derart stark von der Außensicht abweicht. Und warum ich offensichtlich nicht der einzige bin, der diese(Außen)Sichtweise teilt.

Über eine Antwort würde ich mich dennoch freuen.

Mit freundlichen Grüßen,
Helge Fahrnberger


Kürzlich hatte ich einen Traum, in dem über die Grünen Vorwahlen Headlines gedruckt wurden wie: “Grüne experimentieren mit neuen Partizipationsformen”, “Vorwahlen-Experiment aus dem Web mobilisiert Nichtwähler” und “Grüne mit Beteiligungsmodell erfolgreich – Politik wieder in?”. Doch 200 Blogposts und etwa 35 Zeitungs- und TV-Berichte nach Start unseres kleinen Demokratieexperiments schaut die echte Welt leider anders aus.

gruenevw-help

Gestern abend tagte der Landesvorstand der Wiener Grünen, um endgültig darüber zu entscheiden, ob die Hundertschaften von Grünsympathisanten, die sich in den letzten Monaten als Vorwähler gemeldet haben, als Unterstützer der Grünen a) aufgenommen, b) abgelehnt oder c) erst nach Beantwortung einer Rückfrage nach Mitarbeitsbereitschaft aufgenommen werden. Die ersten Ablehnungsschreiben werden heute verschickt. Verrückt: Immerhin sind in den vergangenen Jahren nie Unterstützer abgelehnt worden (außer in Ausnahmefällen wie der Mitgliedschaft in einer anderen Partei) und mussten sich auch keiner Befragung nach Mitarbeitsbereitschaft unterziehen.

Im Vorstand sitzen ganz offensichtlich Menschen, denen die Erweiterung der Basis und Öffnung der Partei ein Grauen ist. Sie fürchten, dass dadurch irgendwelche Selbstdarsteller – das Voggenhuber-Gespenst geht um – Aufwind gewinnen und das “Kollektiv” an Einfluss verliert. Andere wie beispielsweise Stadtrat David Ellensohn haben Angst, wir Grünwähler könnten nicht so links sein wie die Funktionärsbasis und die Linken damit ihres Einflusses berauben. Zitat Ellensohn: “Derzeit sind die Grünen eher links als liberal. Das ist ein Versuch gegenzusteuern.”

Jetzt liegt sie vor, die unsägliche Vorstandsentscheidung, die ich nie für möglich gehalten hätte: Die Grünen lehnen die Anträge auf Unterstützerschaft von Dutzenden Grünsympathisanten ab, ohne mehr über sie zu wissen als ihren Namen – und damit in klarem Kontrast zum langjährigen Vorgehen. Zudem stehen diese Ablehungen in klarem Widerspruch zum Statut der Partei, in dem es heißt:

Wer der Landespartei gegenüber erklärt, dass sie/er sich mit den Grundsätzen und dem Programm der Grünen einverstanden erklärt und bei der Partei mitarbeiten und mitentscheiden will, ohne Parteimitglied zu sein, erwirbt mit Aufnahme durch den Landesvorstand den Status einer Unterstützerin/eines Unterstützers. (§ 5.7.1 )

Die Ablehnung der Bewerber erfolgt nun aber mit der Begründung – siehe diese Videos – der “Wunsch mitzuarbeiten” sei aus den Anträgen nicht hervorgegangen, obwohl alle Vorwähler wörtlich folgenden Satz unterschrieben haben: “Ich möchte bei der Partei mitarbeiten und mitentscheiden und bin nicht Mitglied einer anderen Partei.”

Wie kommt nun der Landesvorstand trotzdem zur Ansicht, ein Wunsch mitzuarbeiten läge nicht vor? Diese Frage stellte auch die Grüne Bezirksrätin Gerda Medek an Vorstandsmitglied Markus Rathmayr:

Wie kommst Du/kommt Ihr zu den Schluss, dass manche Leute gar nichts von Euch wissen wollen, obwohl Du/Ihr ihre Anträge vor Dir hast?

Markus Rathmayr antwortet und outet dabei das Ankreuzen der Option “Ich bitte darum, meine Adresse nicht für Massenzusendungen zu verwenden – ich informiere mich online selbst” als Grund:

von den selbst gestrickten anmeldeformularen. wenn mir jemand sagt ich such mir die infos schon selbst zusammen und will von euch nix bekommen, dann ist das wohl eindeutig, oder?

Das bleibt also nach dem ganzen Geschwurbel rund um die Ablehnungskriterien als Essenz über. Und das obwohl auch auf dem offiziellen Parteiformular steht: “Ich möchte via E-Mail über aktuelle Veranstaltungen und Termine der Grünen Wien informiert werden (Zutreffendes bitte ankreuzen): ❑ ja ❑ nein”

Aber warum das Ganze? Warum will man unbedingt Leute ablehnen, selbst um den Preis, dafür Begründungen an den Haaren herbeiziehen zu müssen? Dafür habe ich nur eine Erklärung: Die Grünen wollen die Vorwähler am 15. November zahlenmäßig so “klein” halten, dass sie bestehende Machtverhältnisse nicht gefährden. Landesgeschäftsführer Robert Korbei bestätigt in diesem Video, dass sich die Debatte genau darum drehte:

Es ist natürlich immer um die Quantitätsgeschichte gegangen. Die Debatte war tatsächlich, wieviel Einfluss nimmt sowas bei der Landesversammlung am 15. November.

(Wer sich für den Kontext der Aussage interessiert, schaue sich die Vollversion an.)

Ich fasse zusammen: In krassem Kontrast zur langjährigen Vorgangsweise werden neue Hürden eingeführt und auch Leute ohne jede Rückfrage abgelehnt, um den Einluss der Grünwähler auf die Listenerstellung möglichst gering zu halten (my words, not theirs) – unter Zur-Hilfe-Nahme fadenscheiniger Begründungen. Das passt ja ganz gut zu einer weiteren Statutenbestimmung, in der es heißt:

Die Grünen streben die Beteiligung der Bevölkerung an politischen Planungs- und Entscheidungsprozessen an. (§ 2.1 )

Ein “Streben” habe ich festgestellt, aber es war mehr das Steben nach der Verhinderung einer solchen Beteiligung.

Ich muss ehrlich sein, ich war drauf und dran, meine eigene Unterstützerschaft (ich wurde inzwischen angenommen) zurückzulegen und das Projekt Grüne Vorwahlen als gescheitert zu betrachten. Was allerdings dagegen spricht, ist, dass diese Vorstandsentscheidung illegitim und vor allem statutenwidrig ist – dem muss man sich nicht unbedingt beugen. Am kommenden Sonntag ist zudem Landesversammlung, auf der ein neuer Vorstand gewählt wird. (Oh welch Zufall, dass der scheidende Vorstand nach zweieinhalb Monaten des Wie-das-Kaninchen-vor-der-Schlange-Hockens in der letzten Sekunde vollendete Tatsachen schafft.)

Wie wird der neue Vorstand mit Anträgen umgehen? Was wenn alle abgelehnten Vorwähler dem neuen Vorstand einen neuen Antrag schicken? Wenn das nichts hilft, gibt es noch immer die Möglichkeit, dass jemand die Entscheidungen des Vorstands schlichtweg beeinsprucht. Meines Wissens kann das Partei-Friedensgericht alle Vorstandsentscheidungen aufheben. So himmelschreiend statutenwidrig wie die sind besteht da jede Menge Hoffnung.

Umgekehrt ist es für mich derzeit schwer vorstellbar, Unterstützer und Wähler einer Partei zu bleiben, die ihre eigenen Statuten aus Gründen des puren Machterhalts Einzelner so missbraucht, und, was schwerer wiegt, die ihren eigenen Wählern mit Ablehnung, ja mit Hass (habe ich mal hier skizziert) begegnet. Der Slogan der Vorwahlen war von Anfang an “Die Grünen brauchen Veränderung”. Wenn ich gewusst hätte, wie sehr..!

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. In den Statuten steht immerhin:

Ziel der Grünen ist die Zusammenführung aller grün und/oder alternativ denkenden Menschen in Wien. Dabei sind Toleranz und Pluralismus oberste Kriterien. (§ 2.4)

Was denkt ihr? Dürfen wir die Grüne Bewegung einzelnen Betonierern überlassen? Wird das noch was?

Update: Zu köstlich, von Heinz:

ablehnungskriterien


Heute abend findet eine interessante Veranstaltung (hier das Facebook-Event dazu) statt, die sich Jana Herwig einfallen hat lassen: Ein OpenHouseCamp, also ein Hybrid aus einem OpenHouse (dem Veranstaltungsformat der Wiener Grünen) und einem BarCamp (dem Format der Webszene).

Ich werde da, wenn Interesse besteht, eine Abwandlung der Präsentation geben, für die mich die Grüne Wiener Parteispitze kürzlich gebucht hat (noch bevor sie von den Grünen Vorwahlen wussten):

Der Titel dieses Blogposts ist übrigens Wunschkonzert – mal schauen, was wirklich dabei rauskommt.


Die kommende EU-Wahl stellt mich vor eine schwierige Entscheidung: Zur Wahl stehen vier Angst verbreitende Männer ohne politische Vision (Martin, Mölzer, Strasser, Stadler), ein Sozialdemokrat mit schwachem Profil, eine Grüne mit für mich relativ unattraktiver Agenda (und Voggenhuber-Malus), sowie eine mir unbekannte Truppe an jungen Liberalen.

Jetzt habe ich meine Kandidatin gefunden: Ich wähle Eva Lichtenberger, und zwar mit Vorzugsstimme. Denn was viele nicht wissen: Lichtenberger ist DIE österreichische Internet-Expertin im Europaparlament. Siehe dazu ihre Positionen zu Internetsperren, Softwarepatenten, Online-Zensur oder Copyright. Wer ihre Online-Kompetenz anzweifelt, möge Heise.de nach ihrem Namen durchsuchen.

eva_lichtenberger

Eine Vorzugsstimme für Lichtenberger ist übrigens eine doppelte Stimme für sie: Zum einen bangen die Grünen um ihr zweites Mandat – das Mandat Lichtenbergers. Zum anderen genügen etwa 7% der Grün-Stimmen, um sie per Vorzugsstimme vorzureihen, wie wir seit Mölzer 2004 wissen. Damit bekäme Lichtenberger auch bei einem schlechten Abschneiden der Grünen statt Lunacek den Parlamentssitz.

Eine Bitte: Weiterbloggen, retweeten und auf Facebook verbreiten!

Update: Gerald Bäck hat jetzt eine Facebook-Gruppe dazu gestartet.

Update2: Die Tiroler Tageszeitung berichtet:

Der bekannte Internet-Blogger Helge Fahrnberger wirbt auf seiner Homepage offen für die Tiroler Politikerin. “Die kommende EU-Wahl stellt mich vor eine schwierige Entscheidung: Zur Wahl stehen vier Angst verbreitende Männer ohne politische Vision, ein Sozialdemokrat mit schwachem Profil, eine Grüne mit für mich relativ unattraktiver Agenda (und Voggenhuber-Malus), sowie eine mir unbekannte Truppe an jungen Liberalen”, meint der Grün-Sympathisant, der bereits bei den Wiener Gemeindewahlen für Aufsehen sorgte, indem er mit Internet-Aktionen versuchte die Partei zur Öffnung zu bewegen. “Jetzt habe ich meine Kandidatin gefunden: Ich wähle Eva Lichtenberger, und zwar mit Vorzugsstimme. Denn was viele nicht wissen: Lichtenberger ist DIE österreichische Internet-Expertin im Europaparlament”, schreibt er weiter.

Jetzt schaffen’s meine Wahlentscheidungen schon in die Zeitung.. :-) Vielleicht hilft’s ja.

Update3: Jetzt werden (zb. auf DerStandard.at) Werbe-Banner geschalten, mit genau meiner Formulierung:

veva-banner

Auch wenn mir das Gefühl schmeichelt, mit diesem Blogbeitrag sowas ausgelöst zu haben, befremdet mich die Wahlkampfstrategie (oder das Fehlen selbiger) der Grünen – die gerade um 50% ihrer Mandate in Brüssel zittern müssen! – ganz ordentlich. Darüber werde ich nach der Wahl mal was schreiben.


.. oder so ähnlich dürfte nach der Befürchtung mancher Grüner die Motivationslage hinter den Grünen Vorwahlen sein.

Eine solche Paranoia legt zumindest diese Aktion nahe, in der jemand von einem Parteicomputer aus versucht hat, über Max Kossatz’ Bannergenerator zb. folgende Texte in den Seitenkopf von Gruenevorwahlen.at zu schleusen:

Ich bin Vorwählerin, weil ich die linken Fundis bei den Grünen loswerden möchte
Ich bin Vorwähler, weil ich den ganzen tag vorm Internet sitze und keine Freunde habe
Ich bin Vorwähler, weil ich von der ÖVP dafür bezahlt werde
Ich bin Vorwähler, weil ich glaube, dass Bloggen Politik ersetzen kann
Ich bin Vorwähler, weil ich linke politik nicht mag
Ich bin Vorwähler, weil mir Heide Schmidt keinen Job verschafft hat
Ich bin Vorwähler, weil mir beim wort Feminismus schlecht wird
Ich bin Vorwähler, weil ich in meinem penthouse sitze und mir fad is
Ich bin Vorwähler, weil ein freies land auch freie märkte braucht
Ich bin Vorwähler, weil Maggy Thatcher mein Vorbild ist
Ich bin Vorwähler, weil Martin Margulies zu links ist

Auch wenn das, das zeigen Einzelgespräche, die Stimmungslage Mancher widerspiegeln dürfte, halte ich das – genauso wie die beiden Gesinnungstests – für eine armselige Aktion eines Einzelnen. (Die zugegebenermaßen über die Wiener Grünen auch etwas aussagt.)

Die Mehrheit der Grünen in Wien, und das muss auch mal betont werden, steht den Grünen Vorwahlen positiv gegenüber und stemmt sich nicht gegen Offenheit. (So zumindest mein Eindruck.) Ich hoffe nur, dass sie sich gegen die militant-paranoide Minderheit durchsetzen kann.

PS. Ich sehe die Gerüchte in grünen Kreisen schon kreisen, einer der Vorwahlen-Initiatoren fordere in seinem Blog eine neoliberale Wende bei den Grünen..

corner