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..hinzuschreiben wär’ kürzer gewesen:

was-fuer-ein-kontaktformular

Gesehen hier.


Hatte grad Zeit mir Mjam.at genauer anzusehen, das neue Startup von Enki, Angelo und Fin, alle drei aus der Metalab-Ecke.

mjam_logo

Mjam ist (von ein paar frühen Bugs abgesehen) ein Gedicht, was das User-Interface betrifft: Die ganze Website ist eine einzige Ajax-Anwendung (die trotzdem volle Bookmarkfähigkeit und Browser-Navigation zulässt) und der Weg zu einer Bestellung ist flott und einfach. Die Applikation denkt in jeder Hinsicht mit: Die Auswahl richtet sich automatisch nach aktuellen Öffnungszeiten und Bestellort des Users (der wiederum per Autocomplete denkbar einfach angegeben werden kann). Auch ohne (sowieso optionale) Registrierung erinnert sich Mjam an Standort und Bestellhistorie, zumindest solange man seine Cookies nicht löscht.

mjam-metadata

Die große Stärke von Mjam liegt aber im sogenannten “QualityRank”: Der wird aus einer Mischung aus Informationen wie Bewertungen, Kommentaren, vor allem aber auch automatisiert aus der Stammkundenquote ermittelt, und wird, so sich Mjam durchsetzt, die Zustellbranche zu höheren Standards zwingen. Zeit wär’s ja.

mjam-kommentar

Was meines Erachtens noch fehlt, ist eine API und/oder Widgets, die Diensten wie Tupalo eine einfache Integration ermöglichen.

Die Herausforderung für Mjam ist jetzt, möglichst viele User zu erreichen, dann wird man auch Bestellprovisionen oder Platzierungskosten für Premiumplatzierungen verlangen können. Ein potentielles Geschäftsfeld ist auch der Software-as-a-Service-Markt, wo tausende teuer handgestrickte und meist schlecht gemachte Bestellwebsites von Lokalen und Ketten weltweit jährlich neu online gehen und sich meines Wissens noch kein taugliches Mietmodell etabliert hat.


Konkret: Der Website-Hintergrund von Straches Site sieht dem von Obamas zum Verwechseln ähnlich. Nach dem Sloganklau von Haiders Kampagne 1994 schon der zweite schamlose Ideendiebstahl. Bald hoppst HC noch mit “Yes we can” durch die Wirtshäuser, oder vielleicht lobt er ja auch die Beschäftigungspolitik irgendeiner Epoche. :-)

Oben das (verkleinerte) Hintergrund-Bild von barackobama.com, unten das von hcstrache.at:

bg-obama

Quelle: http://www.barackobama.com/images/bg.jpg

bg-strache

Quelle: http://www.hcstrache.at/08/bilder/bg3.jpg

Der Vollständigkeit halber: Ich unterstelle keine Straftat, nur ein moralisches Vergehen.

(via c3o)


Mein Bruder schickt mir eben über Skype einen Hinweis auf einen Artikel aus dem aktuellen BrandEins. Aber irgendwie haut das nicht hin:

skype-brandeins-permalinks

BrandEins verwendet Session-IDs (&sid=su8713912374880114) in den URLs, die damit nicht als Permalinks taugen. Permalinks sind ein derart simples Konzept, dass man leicht übersieht, dass sie das Fundament des Social Webs darstellen. Ohne Permalinks wäre das Internet wie TV: oberflächlich und vergänglich. Echte Konversation braucht Permalinks.

Session-IDs in URLs zu schreiben ist eine alte Unart, zurückzuführen auf unerfahrene Konzeptionisten (“Kann man diese URL nicht irgendwie kürzer machen?”) und faule Programmierer (“Nein, das ist technisch leider nicht möglich.”).

Ich sehe richtig vor mir, wie’s danach weiterging bei BrandEins:

Chefredakteur ruft Konzeptionisten an: “Du, man kann unsere Artikel gar nicht weiterschicken?!”

Konzeptionist: “Gut, dann bauen wir halt eine Funktion ‘Artikel versenden‘…”

Update: Ein Michael von Brandeins meldet in den Kommentaren (das ging flott!), dass Abhilfe schon in der Pipeline ist.


Seit es in Österreich BarCamps gibt (Was ist das?), organisieren sich diese über eine MediaWiki-Installation auf barcamp.at. Da ich dieses Wiki hoste, und da in Deutschland die BarCamp-Szene beim Organisieren offenbar lieber auf Mixxt.de setzt, bin ich immer wieder gefragt worden, warum wir das nicht auch tun.

mixxt-vs-wikiway

Eric Eggert, einer der Organisatoren der Webmontage (die ebenfalls ein Wiki verwenden), erklärt in seinem Weblog, warum ein Umstieg auf Mixxt keine gute Idee ist.

Ich möchte aus der Sicht von BarCamps noch hinzufügen: Ein Dienst wie Mixxt funktioniert nach dem Lock-In-Prinzip und stellt Gruppen/Vereinen/etc. Infrastruktur zur Verfügung, die sonst mit Mühen und Kosten verbunden wären. Zulasten der Offenheit. (Und bitte kommt mir jetzt nicht mit der OpenID-Unterstützung..!)

BarCamps leben zwar auch davon, in geschlossenen Kommunikationsmedien wie Facebook oder Twitter empfohlen und weiterverbreitet zu werden. Mixxt zähle ich hier bewusst nicht dazu, Mixxt ist kein Kommunikationsmedium, sondern will Veranstaltungen eine Website geben. Diese Website, über die die Veranstaltung dann abgewickelt wird, muss jedoch offen sein – ohne Mitgliedschaft in irgendwelchen Social Networks zu verlangen, und am besten überhaupt ohne Registrierung. Auf barcamp.at funktioniert das recht gut.

BarCamps sind offene Systeme – in jeder Hinsicht. Die damit verbundenen Mühen und Kosten (die mit etwas Knowhow recht niedrig sind) sollten wir auf keinen Fall scheuen. Ich trage mit Hosting und Domainkosten für barcamp.at gerne meinen Teil dazu bei.

In diesem Sinne, Deutschland: Wie wär’s mal mit einem gemeinsamen, offenen Wiki für alle deutschen BarCamps?

Übrigens: Ich kann ja verstehen, dass sich die Unternehmen hinter diesen Plattformen gerne mit BarCamps schmücken würden. Und ich hab auch nichts gegen Mixxt oder Groops (das gerade in München eingesetzt wird). Das sind gute Tools. Aber nicht für BarCamps.

In der Webmontag-Community ist mittlerweile ein Streit um die von manchen als feindliche Übernahme empfundenen Mixxt-Avancen entbrannt: 1, 2, 3, 4, 5, 6.


Gestern ging die seit einem Jahr angekündigte Del.icio.us 2.0 online, das jetzt endlich auch auf einer merkbaren Domain, nämlich Delicious.com läuft. Für technisch Interessierte ist auch spannend, dass Delicious auf Basis des PHP-Frameworks Symfony komplett neu geschrieben wurde.

delicious

Ich verwende Delicious seit 2.600 Bookmarks und 4 Jahren (es war Liebe auf den dritten Blick) und die Liebe ist ungetrübt.

Wobei.. wenn ich mir was wünschen dürfte: Ich hätte gerne meine Bookmarks (plus die meines Delicious-Networks) als persönlichen Suchmaschinen-Index.


In den letzten Monaten bin ich öfters gebeten worden, auf österreichische Startups/Websites hinzuweisen, das hole ich hiermit nach. Keines der Produkte hat mich restlos überzeugt, darum gab’s dazu keine Einzelpostings. Aber als Übersicht vielleicht interessant. Chronologisch geordnet:

facesearch

Facesaerch.com (man beachte die Falschschreibung) ist die Suchmaske zum relativ unbekannten Filter auf Gesichter bei Google-Images (man hängt dort &imgtype=face an die URL an). Dazu ein von Apple inspiriertes, Javascript-lastiges Interface, das die Sache schöner, aber nicht unbedingt praktischer macht.

Das ganze ist ein Projekt von Franz Enzenhofer, der hier in Wien ein ähnliches Beratungsportfolio anbietet wie ich selbst. Wird Zeit, dass wir uns mal persönlich über den Weg laufen, Franz! (Barcamp?)

Der Dienst ist schön und ganz offensichtlich mit viel Knowhow umgesetzt. Für ein 1-Mann-Nebenbeiprojekt: Alle Achtung!

Ich finde aber Google Image Search in Kombination mit PicLens nachwievor praktischer. Einen Boost könnte Facesaerch übrigens die Ausschaltung der SafeSearch-Option bringen – Porno soll ja Traffic bringen.

youxcity

Heute bat mich Karin Schmollgruber, die youXcity.com (gesprochen: You cross the city) PR-mäßig betreut, was darüber zu schreiben. Bürgerbeteiligung auf Kartenbasis – grundsätzlich eine gute Idee. Die Grünen haben ja mit ihrer Radfalle schon mal gezeigt, dass das ganz gut funktionieren kann. Und als (vermutliches) Businessmodell ist eine Finanzierung durch die öffentliche Hand durchaus vorstellbar.

Leider nur sehr dürftig umgesetzt. Klarer Fall von Gerümpeltotale und von neu erfundenen Interface-Elementen, mit denen sich der User rumschlagen muss.

123people

Heute fand ich 123people.com erstmals echt nützlich, als ich für ein Maturatreffen Hinweise auf verschollene Ex-Mitschüler gesucht habe – was für sechs von sieben recht gute Ergebnisse brachte. Die Personensuchmaschine zapft dabei Quellen an, die man als versierter Internetuser auch selbst probiert hätte – aber das Ganze geht dann doch einiges schneller.

Sie liefert bei der Suche nach Österreichern bessere Ergebnisse als andere Personensuchmaschinen, da einige lokale Quellen angebunden sind. Doch der österreichische Markt ist für so ein Nischenprodukt zu klein, international ist das Gedränge dicht und 123people liefert keine besseren Ergebnisse als andere.

123people ist ein Produkt des Inkubators i5invest. Das 123people-Blog wirkt eher ausgestorben – Stefan, any News?

emailcharity

Emailcharity.com ist ebenfalls ein Projekt von i5invest. Vereinfacht gesagt: User sollen grafische Werbe-Signatures in ihre Emails einbauen, deren Vermarktung NGOs ihrer Wahl zugute kommt.

i5-Gründer Markus Wagner hat mich mal um Feedback gebeten, damals habe ich ihm geschrieben:

Hier auf kritische Masse zu kommen ist eine Herausforderung. Ich habe mir kurz überlegt, ob ich so ein Werbemittel für meine eigene NGO in meinen Emails haben wollen würde – eher nicht.

Für andere NGOs: Definitiv nicht. Außerdem blocken m.W. die meisten Email-Clients Remote Images (“web bugs”) per default. Abgesehen davon, dass das das Businessmodell grundsätzlich beeinträchtigt, würde ich als User nicht wollen, dass bei meinem Empfänger ständig entsprechende Fehlermeldungen aufpoppen.

Ich habe (außer von i5-Leuten) noch nie ein Mail mit Emailcharity-Signatur gekriegt, das sagt auch schon einiges über den Erfolg aus.

presentify

Presentify.com ist eine österreichische Variante der ebenfalls sehr dicht besiedelten Einladungs- und Event-Organisier-Website-Landschaft. Dahinter steckt ein junger Oberösterreicher, Sebastian Moser, der, sollte Presentify nicht aufgehen, sicher noch mit spannenden Projekten von sich reden machen wird.

Im Großen und Ganzen ist die Sache sauber umgesetzt, das genaue Featureset ist Geschmackssache. Wäre da nicht eine Sache – der absolute Liebestöter: Anstatt auf “gradual engagement” zu setzen, wird man mit einer Registrier-Hürde konfrontiert. Viel besser machen das Doodle oder Pingg.

prooms

UPDATE:
Jörg Hofstätter bittet mich per Twitter, auch noch ein paar Zeilen über Prooms.com zu schreiben, ebenfalls ein österreichisches Produkt. Prooms steht für “Private Rooms” und ist sowas wie der Missing Link zwischen Couchsurfing und Hotels. Man kann hier seine Wohnung – oder auch nur eine Couch oder ein Zimmer – tageweise an Reisende vermieten. Die Bezahlung erfolgt unkompliziert in bar vor Ort; um die Provision für Prooms kümmert sich der Vermieter. Prooms deckt damit eine echte touristische Marktlücke ab und stiftet ganz klaren Nutzen. Auf der Negativseite stehen wieder eine massive Registrierungshürde und noch recht unterentwickelte “Reputation Systems” (Lesetipp), also Möglichkeiten für den Vermieter, abzuschätzen, wen man sich da in die Wohnung holt. (Couchsurfing kriegt das zb. sehr gut hin.) Beides – und möglicherweise noch zu geringe Bekanntheit – führt dazu, dass das Angebot an vermietbaren Objekten noch etwas dünn ist.


Und weil ich grad beim erbetenen Schreiben bin: Mirjam Mieschendahl möchte gerne auf das BarCamp für Frauen (Geheimtipp für geekige Single-Männer!) am 30. August in München hinweisen.


Kennst du Rivva? Irgendwer sagte kürzlich “Ist mir schon aufgefallen, aber ich dachte, das ist so ein suchmaschinenspammender Blog-Aggregator”.

Stimmt nicht. Rivva aggregiert nicht einfach nur sondern gruppiert automatisch Diskussionen in der Blogospäre – selbst wenn die entsprechenden Beiträge nicht miteinander verlinkt sind. Und gewichtet diese: Auf Rivva sieht man, welche Themen gerade “heiß” sind. Echt nützlich.

rivva-logo

Übrigens zeigt Rivva auch, was leider wie mir scheint immer mehr abnimmt: Wie wichtig und nützlich Referenzen auf Beiträge anderer Blogger sind.

Seit wenigen Tagen gibt es auch eine Blogkarte aller indizierten Blogs, eine Live-Map nach Twittervision-Vorbild sowie “Planets” für die wichtigsten Städte – siehe zb. Planet Wien.

Um da gelistet zu sein, muss man sein Blog aber erst mal lokalisieren – Rivva-Macher Frank Westphal schreibt wie’s geht.

@Frank: Die Blogkarte ist schon recht langsam und wird bald – wenn mehr Blogs lokalisiert sind – kaum mehr benutzbar sein, zuviele Marker. Die Lösung heißt Clustering. Muss man nicht wie wir auf Bikemap aufwändig serverseitig umsetzen, das geht auch clientseitig mit der Javascript-Library Clusterer2. Siehe zb. Hackszine. Hope that helps.


Auf Techcrunch erschien heute dieses Video, das zeigt, woran man bei Google gerade bastelt. Man orientiert sich dabei ganz offensichtlich an Wikia, der Suchmaschine von Jimmy Wales, und an Digg. Wir User sollen Suchergebnisse nach oben oder unten voten und diese kommentieren.

Seit Jahren (seit es Del.icio.us, Slashdot, Digg & Co gibt), war klar, dass das die Zukunft ist. Warum es so lange gedauert hat, weiß ich nicht.


Die Tour-de-France startet morgen und wir hoffen, dass wir mit Bikemap marketingmäßig etwas mitsegeln können. Ein User hat die gesamte Tour auf Bikemap nachgezeichet und jetzt steht sie nicht nur dort, sondern als Widget überall zur Verfügung. Hier das Widget der Königsetappe, samt interaktivem Höhenprofil (mit der Maus übers Profil gehen):

Überhaupt haben Widgets, also einbettbare Karten, einen enormen Anteil am Erfolg von Bikemap, Runmap und Inlinemap: An Spitzentagen sehen um die 4000 Unique Users die Widgets in diversen Blogs und anderen Websites. Vor allem auch Hotels und touristische Regionen haben Bikemap-Widgets als wertvolle Ergänzung ihrer Websites entdeckt.

So gesehen kann ich nur jedem raten, der eine soziale Webplattform betreibt, sich Gedanken über die Einbettbarkeit seiner Inhalte in andere Websites zu machen. Ein echter Erfolgsmotor.

Hier noch das Widget mit allen Tour-de-France-Etappen:

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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