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Morgen werden Christian Spanring und ich im Rahmen von Digitalks 8 etwas über Geo-Services erzählen.. allerdings nur für bereits Angemeldete – die Veranstaltung ist ausgebucht. Aber Digitalks richtet sich eh an Einsteiger, also nicht an die Leser dieses Blogs ;-)

Wir werden den Bogen von den frühen Tagen der webbasierten Kartenapplikationen über die ersten Mashups mit Start von Google Maps, die Mashups und Location-based Services der Gegenwart bis zum großen, gesellschaftspolitischen (Aus)Blick auf das Thema spannen. Wenn’s ein Video davon gibt, poste ich es hier – Slides werden wir keine verwenden.

Update: Hier das Video – danke fürs Filmen, Luca!


porn-apps (c) joy of tech

Im September schrieb ich, warum Google Chrome ein Betriebssystem ist, und kein Browser. Heute – beim Schreiben des G1-Reviews – wurde mir klar, dass Google Android (das Betriebssystem des G1) ebenso nur ein weiterer Mosaikstein zum globalen Web-Betriebssystem von Googles Gnaden ist.

Noch ist das G1 kein Gerät, das die Welt zum Staunen bringt. (Wobei: Hätte es das Iphone nicht gegeben, wäre das anders.) Aber bereits jetzt ist absehbar, dass Google mit Android genau das gelingt könnte, woran Symbian und Openmoko leider gescheitert sind: Den Standard für Handy-Betriebssysteme zu setzen. Ich kann mir vorstellen, dass mittelfristig auch Windows Mobile durch Android unter Druck kommt.

Das Betriebssystem Android ist solide und – im Gegensatz zu Windows Mobile oder dem Iphone – in alle Richtungen offen. Die Strategie heißt “Out-Open your competitors”. (Etwas, das Yahoo gerade – allerdings aus der Position des Verlierers – mit der Yahoo Open Strategy und BOSS versucht.)

Noch gibt es noch nicht viele aufregende Applikationen, aber das wird sich ändern. Die Android-Plattform wird es ermöglichen, dass Programmierer und Startups das Paradigma “Handy” gänzlich neu definieren. Außerdem werden wir vermutlich auch andere Geräte sehen, auf denen Android läuft: Netbooks, Kühlschränke, Digitalkameras, GPS-Geräte, Fernbedienungen, MP3-Player, Roboter, Autos.

Die Macht der Hersteller – Größen wie Sony, Motorola, HTC, LG, Samsung und Garmin arbeiten an Android-Hardware – und der Netzbetreiber wird durch die Offenheit auf ein erträgliches Maß zurückgestutzt. Langfristig werden Netzbetreiber lediglich die Rolle des kabellosen Internetproviders spielen – alle Dienste die in diesem Netz laufen (auch Voice) werden dem freien Markt unterliegen. Beschränkungen wie heute üblich sind auf offenen Plattformen wie Android technisch leicht umgehbar. Interessant zu sehen, wie Google die Branchengrößen vor sich hertreibt und zwingt, ihre eigenen Monopole abzutragen.

Neben der Offenheit profitiert natürlich Google: Ähnlich wie Microsofts Webdienste davon leben, dass viele Windows-User ihre Standard-Einstellungen nicht verändern, ist Android direkt mit Google-Webdiensten verbunden. Wetten, der erste große Android-Antitrust-Prozess gegen Google ist weniger als fünf Jahre entfernt?

Doch im Gegensatz zu Microsoft, deren Integration Betriebsystem <--> Webdienste hauptsächlich der größeren Reichweite zweiterer dient, beginnt Googles Strategie mit dieser Integration erst: Googles Stärke Nummer eins ist die “Computing Power”. In dutzenden Datenzentren rund um den Globus stehen hunderttausende Server.

Auf diesen Servern läuft das globale Internet-Betriebssystem (WebOS), das auch Android-Usern eine ganze Reihe von Diensten leistet: Übersetzungen (bald auch Voice und Realtime?), Spamschutz, Email, Kalender, Spellcheck, Kontaktverwaltung, Dokumentverwaltung, Presence (über Google Talk), Informationsmanagement (Google Reader), Navigation und Verkehr (Maps), Suche (Search und Local), etc.

google-g1

Übrigens fehlt Google zur universellen Strategie noch die richtige Voice-over-IP-Technologie. Was die alten Google-buys-Skype-Gerüchte wieder aufwärmen könnte. Ebay will Skype eh los werden.

Android ist kein Betriebssystem, es ist Teil eines Betriebssystems. Des Betriebssystems.

Foto (cc) Dekuwa. Thanks for sharing!


Seit ein paar Wochen teste ich das Google-Handy G1, das mir T-Mobile zur Verfügung gestellt hat. Ich hätte das Gerät gerne mehr getestet, war aber im Testzeitraum zu oft im Ausland unterwegs (wo die zur Verfügung gestellte Simkarte nicht funktionierte) und hatte auch sonst einfach zu wenig Zeit.

Warum Android strategisch ein großer Wurf ist, schreibe ich im nächsten Beitrag. Hier ein Abriss der High- und Lowlights des G1 mit Android.

g1

Georg beschreibt das G1 recht treffend als Das Anti-Iphone:

Für wen ist das G1 ein Muss? Für alle echten Technik-Fans, die mit kleineren Mängeln bei der Hardware leben können. Softwareseitig reift es gerade und wird sicher immer besser.

Positiv:

Negativ:

Negativ – aber vermutlich bald behoben:

Tipps für Anwender:

Applikationstipps:

Applikationen, die ich (noch) nicht gefunden habe, aber dringend vermisse:

Tipps für Fortgeschrittene:

Foto (cc) Miniroom549 – thanks for sharing!


Während die Google-Watch-Welt über jedes gesichtet Google-Auto in europäischen Städten berichtet, ist die rumänische Firma Norc Google zuvorgekommen und hat ganz Wien abfotografiert. Die Fotos sind interaktiv als Streetview-Klon auf www.norc.at zu sehen:

Alles noch ein bisschen buggy, aber ist ja auch noch “beta”. Weitere erfasste Städte gibt es in Rumänien, Tschechien, Slovakei, Polen und Russland.

(via Hinweis vom Bodensee)


Vor 25 Jahren, genau heute am 24.1.1984, kam der erste Macintosh auf den Markt. Vor 15 Jahren begann ich mit Windows zu arbeiten. Zuletzt nur noch widerwillig. Seit heute ist Windows für mich Geschichte:


Ob T-Mobile einen Blogbeitrag wie diesen hier im Sinne hatte, als sie neun österreichische Blogger, darunter mich, mit einem Exemplar des neuen Google-Handys mit dem vielversprechenden Betriebssystem Android ausstatteten, bezweifle ich.

Aber so ist das bei Bloggern, die sind noch weniger leicht einzuschätzen als Journalisten. Was sie dann schreiben, ist schwer vorherzusagen. Trotzdem zeichnet sich bereits ab, dass sich die Aktion auszahlt. Warum, und wie das ganze ablief, versuche ich hier nachzuzeichnen:

Die Kontaktaufnahme erfolgte über jemand, den ich persönlich kenne und der, nachdem ich Interesse bekundet hatte, den Kontakt zu T-Mobiles Agentur, Ambuzzador, herstellte. (Ambuzzador ist auf Buzz Marketing spezialisiert, neudeutsch für Mundpropaganda.) Nicht dass persönliche Kontaktaufnahme Voraussetzung für so eine Aktion wäre, aber es hilft.

Ambuzzador hatte nach Inhalten und Reichweite eine Liste von Bloggern zusammengestellt, die zum Thema passen aber auch genügend Reichweite und Google-Juice haben: Max, Michi, Luca, Peter, Ritchie, Robert, Martin, Peter und Georg. (Jana fällt krankheitsbedingt aus – gute Besserung!)

Ein gute Mischung: Thematisch breitere Blogs mit Reichweite sowie auf Mobil- und Technikthemen spezialisierte Blogs. Zur Auswahl hat sich Ambuzzador relativ eingehend mit den Blogs auseinander gesetzt, wie eine versehentlich beim Kennenlerntermin liegengelassene Liste zeigt: Nicht nur die Themen jedes Blogs waren sauber recherchiert, die Blogs waren auch nach diversen Reichweitenkriterien wie Technorati-Authority, Page-Rank, Feedburner-Zahlen und Google-Backlinks bewertet. Dazu wurde mit Mobileblogger.at ein Blog-Aggregator eingerichtet, der all unsere Beiträge zum Thema aggregiert.

Die Kontaktaufnahme erfolgte bei jedem persönlich. Die übermittelten Infos waren ok, auch wenn ein paar Wünsche ans Christkind dabei waren (“Regelmäßiger Bericht in deinem Blog, idealerweise mit Fotos und Screenshots bebildert, im Idealfall mindestens 3-mal wöchentlich..”, “SEO-Optimierung deines Blogs auf die Suchworte T-Mobile G1, HTC, Google, Handy, Wikitude, Shopsavy und Android.”). Ein dreimalig stattfindendes Treffen im WerkzeugH, Catering included, sorgt für genügend Schnittflächen mit den involvierten T-Mobile-Mitarbeitern und ist – ob geplant oder nicht – gleichzeitig eine kostengünstige Fokusgruppe für ein Produkt, dessen Positionierung am Markt ohnehin schwer festzumachen ist.

Kostenpunkt der Aktion: Die Agentur, neun Testhandies (müssen wir nicht zurückgeben), neun auf die Dauer der Aktion beschränkte T-Mobile-Simkarten und ein bisschen Catering. Überschaubar.

Auf der anderen Seite stehen dutzende Blogbeiträge zum Thema schon ein Monat vor offiziellem Verkaufsstart. Die Anzahl der Leser dieser neun Blogs alleine rechtfertigt den Aufwand jedoch nicht: Schon der Technikredakteur eines mittleren Regionalblatts erreicht mehr Leser als wir zusammen.

Das im Firmennamen der Agentur verkündete Ziel, “Buzz”, wird durch Blogleser – die selbst oft auch Blogger, Journalisten oder Twitterer sind – jedoch viel mehr erzeugt, als das bei Zeitungslesern der Fall ist. Der spontan vereinbarte “Hashtag” g1at wird auf Twitter beispielsweise auch schon von anderen, nicht an der Aktion beteiligten Twitterern verwendet.

Außerdem, und das halte ich für den wesentlichen Effekt der Aktion: Einen Monat vor Verkaufsstart sorgen dutzende Blogbeiträge auf gut gerankten Blogs dafür, dass sich T-Mobile für den zu erwartenden Suchmaschinentraffic zum Thema wappnet. Schon jetzt, kurz nach dem Start ist ein Blogpost der Aktion auf Seite 1, wenn man auf Google nach “T-mobile G1” sucht. Weiters wird Mobileblogger.at nachhaltig und glaubwürdig für gute Suchmaschinenplatzierung zum Thema sorgen.

Zum Handy selbst ein anderes Mal mehr. Leider umfasst die Testvereinbarung kein Roaming, also wird’s die nächsten Tage nichts mit Testen – da bin ich in Deutschland unterwegs, und das Handy ist berüchtigt dafür, ständig “nach Hause zu telefonieren” und auch ohne bewusste Internetnutzung hohes Datenvolumen zu erzeugen.

Wer’s nicht erwarten kann: Auf t-mobileg1.com gibt es ausführliche Demos.

Zum Foto: Der vorinstallierte Browser ist für Iphone-verwöhnte Menschen eine Enttäuschung. Zum Glück gibt es im Android-Applikationsmarktplatz einen kostenlosen Browser namens Steel, der keine Wünsche offen lässt. Oder, doch, einen: Multitouch für Zoom geht beim G1 nicht (bzw. nicht ohne irgendwelche Hacks).

Update: Auch bemerkenswert: Der 10. Platz wurde ausgeschrieben, den Zuschlag bekam Barbara. Die 22 weiteren Blogger, die sich bewarben, lädt T-Mobile zu einer Testveranstaltung vor Verkaufsstart. Sauber, so macht man das.


Zum ersten Mal ever gibt es eine freie Straßenkarte von Wien. Frei im Sinne von frei und kostenlos nutzbar, auch für kommerzielle Zwecke. Denn seit kurzem ist die Openstreetmap von Wien komplett und umfasst etwa 7.000 Straßen. Wer sich überzeugen will, um wieviel die OSM detaillierter ist als Google Maps kann das mit diesem Überblend-Tool machen.

Da drängt sich die Frage auf: Wann reagiert ViennaGIS auf die OSM? Wieso stehen diese mit Steuergeldern produzierten Daten nicht unter einer freien Lizenz?

Und das war die Openstreetmap 2008:

(via Christian und Peter)


Four and a half years ago I wrote a post called RSS Usability Guidelines (on a top position on Google ever since) which to my surprise was widely referenced in the blogosphere and quoted by the likes of Robin Good, Stephen Downes or Lockergnome. It’s even been translated to Spanish by someone but the page seems to have vanished.

RSS has somehow gone mainstream by now, and there are plenty of great tips for feed publishers out there. Right from my feed reader: 10 useful RSS hacks for WordPress.

It’s still amazing how useful that technology is, and yet how few people really use it.


..predigt Michael Rosenblum, der Vater des Videojournalismus, vor einer Gruppe britischer Zeitungsverleger: “you are in the business of going into your communities, finding the stories, delivering them, and charging advertising for eyeballs.”

Sehenswerte 10 Minuten über den Paradigmenwechsel im Nachrichtengeschäft (und warum schon 9-jährige professionelles Fernsehen machen könnten):

Fortsetzung hier. Via Heinz Wittenbrink.


Eben hat Christoph zugesagt, dass ein BarCamp rund um afrikanische Themen in der Walz stattfinden kann, und zwar am 31. Januar 2009: AfrikaCamp Wien.

Das erste AfrikaCamp in Österreich! Und das zweite weltweit – das erste fand im Oktober im Google-Hauptquartier in Mountain View statt.

Hat wer eine Logoidee? Mir schwebt sowas wie ein Baobab-Umriss in der BarCamp-Flamme vor, aber ich bin nicht so der Grafiker. Alles, nur bitte kein so verkitschtes Massai-Schild-Logo wie das aus vom US-AfricaCamp ;-) Logovorlagen gibt’s auf barcamp.org.

Über Co-Organisatoren und Sponsoren freue ich mich auch sehr!

Update: Das neue Logo ist da und stammt von Walter Krivanek:

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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