Google this site (~ 2000 pages):

Home
RSS Feed RSS Feed

Eigentlich wollte ich zu Faymann und Failmann nichts schreiben, wurde eh schon alles gesagt. Aber Ö3 wollte eine Wortspende zu Faymanns falschen Facebook-Freunden:

Außerdem schreit Stefan Bachleitners Kritik am Kanzlerdouble Werner Failmann nach Widerspruch. Er kritisiert das Satireprojekt (und die Reaktion der Twittersphäre darauf):

Wo bleiben die Grundregeln jedes demokratischen Diskurses? (..) Wollen wir fröhlich schunkelnd mitklatschen, wenn eine demokratische Institution unseres Landes nachhaltig beschädigt wird?

Ein Kanzler, der eine 6-stellige Summe unseres Geldes dafür ausgibt, sich durch eine (zweite) Homepage sowie eine Smartphone-App – beides völlig ohne Erkenntnisgewinn – huldigen zu lassen, nachdem er viele Millionen Steuergelder auf fragwürdige Art und Weise dazu verwendet hat, sich die Gunst von Printmedien zu kaufen in Printmedien in Szene zu setzen, ein Kanzler, dessen ganzes System auf Korruption gebaut (geschrieben 2008!) ist, MUSS kritisiert werden.

Wenn Kritik zu Konsequenzen führt, wie sie Michael Jeannee (beinahe), Wolfgang Ainetter und Andere, deren Fälle nicht öffentlich sind, erleiden mussten, dann ist es verständlich und begrüßenswert, wenn die Kritik anonym geführt wird. Die Gefahren für die demokratischen Institutionen gehen wohl von anderer Seite aus als von einem anonymen Satireaccount.

Mir tun das Teamkanzler und Angelika Feigl aufrichtig leid, weil sie Prügel für etwas bekommen, für das sie nichts können.

Doch Werner Failmann ist nur der Geist, den Werner Faymann rief.


Auf den Medientagen postulierte der Vorarlberger Medientycoon Eugen Russ den Triumph der mobilen Apps: „In zwei Jahren ist das Web ziemlich tot.“ Tatsächlich deutet einiges darauf hin: Während zur Jahrtausendwende 50% des Traffics über Browser lief, sind es heute kaum noch 20%. Und erst kürzlich kündigte Facebook eine vielversprechende Mobile API an: Dritt-Apps sollen direkt auf Funktionen der Facebook-App wie Likes oder Benachrichtigungen zugreifen können, und man wird sie direkt aus Facebook heraus aufrufen können.

Doch was nach einem weiteren Sargnagel für die mobile Browsernutzung aussieht, zeigt in Wahrheit die großen Schwächen der App-Welt auf, die hier nur notdürftig ausgebessert werden: Man kann nicht in sie verlinken, Suchmaschinen können sie nicht crawlen und man muss sie für jeden Handsethersteller extra entwickeln. Sie sind die einsamen Inseln der Online-Welt.

Als in den 90ern das Netz populär wurde, wurde es das zuerst in den abgeschlossenen Welten von AOL und Compuserve. Zu unübersichtlich und hässlich war das WWW. Als Walled Gardens waren AOL & Co – wie Apps heute auch – ökonomisch leichter verwertbar. Das mobile Web ist drauf und dran, dank HTML5 die Bequemlichkeiten der App-Welt zu lernen. Wie damals könnte es die Insellösungen bald wieder auf die Ränge verweisen.

Auch wenn das den Medientycoons nicht schmeckt, die die App-Welt schon als Retter der Medienwelt sahen.

Meine Kolumne im aktuellen UPDATE-Magazin. Illustration: (cc) BY SA Geek & Poke
 


Letzte Woche war ich unter dem etwas großspurigen Titel “Mit dem Internet die Welt verändert” bei Alois Schörghuber im Ö1 Nachtquartier zu Gast. Hier die Aufzeichnung:

Die Themen:
(Auf Vimeo sind die Zeitangaben klickbar, aber erst wenn das ganze Video geladen ist)

03:18 – Blogging, Social Media
05:15 – Abgrenzung zu Journalismus
06:50 – ♬ Kutiman: Mother of all Funk Chords
11:25 – Die disruptive Kraft des Netzes
17:00 – “Wie verändern Sie die Welt mit dem Internet?”
18:50 – Anrufer 1: Wird die Rolle des Internets in der ägyptischen Revolution überschätzt?
21:50 – Anrufer 2: These, dass Internet ähnliche Rolle zukommt wie Erfindung des Buchdrucks
23:40 – Wikipedia
27:30 – Laafi und Laafi.at/Amazon
29:40 – ♬ Sour: 日々の音色
32:50 – Zur Facewall von ORF Contra
34:30 – Anrufer 3: Angst vor dem Internet
37:00 – Warum das Internet unsere Gesellschaft demokratischer macht
38:50 – Wie sehr wir negative Auswirkungen von Veränderung überschätzen
41:20 – ♬ Clazz: This is magic
42:50 – A comment a day
44:00 – Kobuk
47:20 – Wer finanziert Journalismus?

Ich wollte auch das vielversprechende Buch “Soziale Bewegungen und Social Media” (by Kellerabteil) empfehlen, aber irgendwie hat das Gespräch einen anderen Verlauf genommen. Sei hiermit nachgeholt.


Heute Abend ab Mitternacht bin ich bei Alois Schörghuber im Ö1-Nachtquartier zu Gast. Auslöser war meine Frage, ob destruktives Verhalten in Onlineforen Naturgesetz ist – ich glaube nicht. Foren und Websites sollten an ihrer Partizipationsarchitektur arbeiten, hier ein Ansatz dazu.

Ich werde diesen Beitrag anschließend mit URLs ergänzen, die im Nachtquartier erwähnt werden. (Ich hoffe, ich vergesse nicht, die Laafi-Amazon-Aktion zu erwähnen, die man einfach in den Bookmarks haben sollte.)

Meine Musikvorschläge für die Sendung:

Sehenswertes Video der japanischen Band Sour, das ausschließlich mit den Webcams von 80 Fans, über den Globus verteilt, aufgenommen wurde.

Der Musiker Kutiman verwendet Youtube-Videos als Instrumente. Er mischt was er so findet zu neuen Songs. Großartig.

Dann noch CLAZZ, die Band meiner Schwägerin, Lulu and the Lampshades und Yamore von SALIF KEITA und CESARIA EVORA.


At my company we use Basecamp every day for project management (also with our customers involved) and for internal time tracking.


Today a link to a survey popped up asking for feedback on how to improve Basecamp. A chance to improve a great product we use so many hours every day. Therefor I care. Basecamp is better than every other project management tool I have seen and tested, yet it sucks in some important aspects. Here’s the feedback I gave:
 

What do you like least about Basecamp? What are we completely missing?

 

1. No Meta Data for To Do’s

We have to write names and dates (!!) into the text field for to do’s in order to later know who to ask and how old an item is. You don’t have to clutter your interface with meta data – a simple tool tip would be enough.

2. Drowning in Emails

People from different companies will cc entire companies when they don’t know whom to contact. In consequence entire conversations often spam many people. A real problem!

Ways to deal with that:

  1. Promote the function field in profiles (and display those functions). When I add new people from other companies as admin I often don’t know their function. Make it clear to them when they sign up that the function field matters.
  2. Make it easy to unsubscribe oneself or other people from conversations. People often refrain from answering as they see that answer would go to too many people, yet they can’t influence the recipient list. (With email they can!)
  3. Equally: Make it easy to subscribe oneself or other people to conversations! People now cc everybody as there’s no way to later change the recipients.

 

4. Weak Findability

Basecamp feels like an obscure data dump. You know you saw that file or information somewhere, yet where? Fulltext search is slow, well hidden and doesn’t give very good results. And there are too many places where one can post something.

5. The Dashboard Sucks

 

6. Contact Information Missing

I regularly want to contact someone whose name I see (eg. on overview page), yet I can’t click their name to get a telephone number or something. I have to hunt that information down. Think hypertext please!
 

7. Time Tracking is only almost great

Time tracking is simple and can be attached to To Do’s. That’s great and the main reason we chose Basecamp. Yet if a project is owned by another company we can’t use it for time tracking (although we have a plan that includes time tracking). We have to replicate the project and its To Do’s, that’s crazy.
 

What are we doing well with Basecamp, but could improve on?

 

Ease of use. Basecamp is easy to use, yet could be so much easier.

 

If you integrate Files with Messages plus Notes with Messages (attached to To Do’s) that will boil down Basecamp to one single news feed. You could even easily merge the messages list with the overview list. See? Same functionality, yet half as complex.


 

Is there anything else you’d like to share?

 

Basecamp is great. Really. But it sucks at most astonishing places.

I could rant about the poor integration with Highrise (which we also use) and many features that may be missing. But I don’t. Please don’t add new features. Just don’t. Simply streamline what you have. Not feature-wise, but process-wise. Think like someone with many lively projects and then start to remove those daily nuisances, make stuff easier to find, people easier to get in touch with and projects easier to get an overview of.

Thanks for making it easier to make our job every day. (You already do.)

Die Unbequemen kommen

June 8, 2011  

Meine Kolumne im aktuellen UPDATE-Magazin.

Russland ist wie Österreich, nur grasser: Kein öffentlicher Auftrag ohne dass jemand einen großzügigen Schnitt macht. Das gehört zum Alltag, die meisten Russen haben sich trotz Armut damit abgefunden.

Nicht Alexey Navalny. Das Time Magazine nennt den unbequemen Blogger „die russische Erin Brockovich“. Im November veröffentlichte er interne Dokumente aus der staatlichen Transneft, die zeigen dürften, wie sich die Geschäftsleitung 4 Mrd. (!) Dollar unter den Nagel gerissen hat. Jetzt hat er, unterstützt durch 150.000 Dollar Spenden seiner Leser, mit Rospil.info eine Plattform gestartet, auf der man verteuerte öffentliche Ausschreibungen melden kann und Hinweise auf die Profiteure gesammelt werden. So konnten bereits Vergaben in der Höhe von über $12 Mio. mittlerweile $ 338 Mio gestoppt werden.

Oder Marko Rakar: Sein Blog Pollitika.com, an dem tausende Gastautoren mitschreiben, ist ein wesentlicher Faktor kroatischer Politik. Als Cyberaktivisten eine Liste von über 100.000 vermeintlichen Kriegsveteranen veröffentlichten, die dem kroatischen Staat mehr als eine Milliarde Euro an Veteranenvergünstigungen pro Jahr kosten, bekam Rakar Todesdrohungen und wanderte kurzzeitig ins Gefängnis. Doch eine Täterschaft konnte ihm nicht nachgewiesen werden.

Auch der Ötztaler Bergbauer Markus Willhelm, vor dessen Enthüllungen auf DieTiwag.org das Innsbrucker Establishment zittert, bekommt regelmäßig Material von Whistleblowern, denen die Tiroler Zustände stinken wie ihm. Seine Aufdeckungen reichen vom berühmten „Schweinssager“ des Altlandeshauptmanns über Cross-Border-Leasing-Verträge der Tiroler Wasserkraft bis zu Dokumenten, die zeigen, wie sich Tiroler Unternehmen eine gewogene Berichterstattung erkaufen.

Unbequeme hat es immer gegeben, aber die Rahmenbedingungen haben sich verändert: Datenguerilleros brauchen keine Druckmaschinen, keine Bürgerversammlungen und keine Flugzettel. Öffentlichkeit und Organisation in der Gruppe gibt es heute erstmals auch zum Nulltarif. Es könnte sein, dass bald jeder Konzern, jede Behörde und jede Partei ein paar Unbequeme an der Backe hat.


Armin Thurnher schreibt im aktuellen Falter über Fellner, meinen Titelseitenreisebüro-Artikel und Kobuk als “ein Beispiel musterhafter Aufklärung im Netz”. Thurnher hat sich hierzulande um Medienvielfalt und Gegenöffentlichkeit verdient gemacht wie kein ein Anderer (auch wenn wir Meerschweinchen ihm immer wieder das Gefühl vermittelt haben dürften, er würde seine Aufklärerrolle an uns verlieren), darum freut mich sein Urteil ganz besonders.

Übrigens sind Hans und ich am Montag, den 7.3. auf derStandard.at/Etat zum Chat über das Thema Medienkontrolle geladen. Ich habe mich immer gefragt, ob “vermitteltes” Chatten wirklich funktioniert. Ich werde es nicht rausfinden, ich darf selber tippen :-).
 


Es wäre doch ein schönes (und wunderbar irritierendes) politisches Statement, wenn am 25.02. das neue Christoph & Lollo-Album (inklusive des trefflichen Liedleins “Karl-Heinz” – siehe Video) auf Platz 1 der Ö3-Charts ginge..! Das funktioniert sowohl über CD-Kauf als auch über Downloads. Wenn an diesem Tag (und den darauffolgenden Tagen) die Facebook-Community “zuschlägt”, wird das gelingen!

 

Obiger Absatz erreichte mich heute auf Facebook, zusammen mit dem Link auf die zu diesem Zweck gegründete Facebook-Page und auf einen FM4-Artikel zur Aktion. Doch Facebook-Pages laden nicht zum Musik-Anhören, geschweige denn -Kaufen ein, darum habe ich diese beiden Call-to-Action-Buttons gebastelt und daraus eine kleine Facebook-App für Pages gebaut (hier in Aktion zu sehen), damit alle Betreiber von Facebook-Pages die Aktion unterstützen können (vor allem natürlich die Page zur Aktion selbst):

Wichtig: Kauf erst ab 25.02. möglich!! Bis dahin: Weitersagen!

 

So installierst du die Christoph & Lollo – Facebook-App:

Wer ein paar Minuten Zeit und selbst eine Facebook-Page hat, egal wie klein, kann diese Christoph & Lollo – Facebook-App ganz einfach als Karteireiter installieren. Sieht dann so aus und geht so:

  1. Gehe (als Admin deiner Page eingeloggt) auf diese Applikation.
  2. Klicke dort auf “Zu meiner Seite hinzufügen”. Neben deiner Page auf den Button “Einer Seite hinzufügen” klicken. Dann Fenster schließen.
  3. Gehe auf deine Page, “Seite bearbeiten”, “Anwendungen”
  4. Hier unter “FBML” auf “Zur Anwendung” klicken
  5. In den Titel “Karl-Heinz!” schreiben und in das Textfeld diesen Code kopieren, speichern.
  6. Zurück auf deine Page, hier in der Tab-Leiste aufs Plus, “Reiter hinzufügen” -> “Karl-Heinz!”.
  7. Fertig.

In diesem Sinne: buy, load, post, re-post, double-post! Spread the love! Ich werde die teilnehmenden Pages dann hier auflisten – gebt Bescheid!

Tipp: Wenn ihr auf eurer Page den Link zu eurem eigenen Page-Tab posten wollt, müsst ihr Facebook austricksen und den Link über Bit.ly kürzen – sonst ändert Facebook den Link auf die Vorderseite.

(Disclaimer: Ich kenne Christoph & Lollo nicht und habe auch sonst keine finanziellen Interessen an dieser Aktion. Die Amazon-Provision aus obigen Links fließt an die Afrikaprojekte des gemeinnützigen Vereins Laafi.)

Update: Die Liste der teilnehmenden Facebook-Pages (Fan-Zahlen zum Zeitpunkt des Updates):


Endlich hat auch Österreich ein Twitter-Mem: #Grassermovies. Von mir gibt’s ein Supernackt-Plakat (weitere Plakate bei Georg):

 


Wer Wikileaks besser verstehen will, sollte das “Crypto Anarchist Manifesto” von Tim May aus dem Jahre 1988 (!) lesen. Da es keine gute deutschsprachige Version gibt, habe ich es übersetzt:
 

Das Krypto-Anarchistische Manifest

 

Ein Gespenst geht um in der modernen Welt – das Gespenst der Krypto-Anarchie.

Computertechnologie steht kurz davor, Einzelnen und Gruppen die Möglichkeit zu geben, miteinander auf völlig anonyme Weise zu kommunizieren und zu interagieren. Zwei Menschen können Nachrichten austauschen, Geschäfte führen und elektronische Verträge schließen, ohne jemals den echten Namen oder die Rechtspersönlichkeit des anderen zu erfahren. Interaktionen über Netzwerke werden durch umfassendes Umleiten von verschlüsselten Datenpaketen und manipulationssichere Boxen mit nahezu unknackbaren kryptographischen Protokollen nicht nachverfolgbar sein. Reputation wird von zentraler Bedeutung sein, in Geschäftsbeziehungen sogar weit wichtiger als die Bonitätsbewertungen von heute. Diese Entwicklungen werden die Natur der staatlichen Regulierung, die Möglichkeiten von Besteuerung und Kontrolle wirtschaftlicher Kreisläufe und die Möglichkeiten, Informationen geheim zu halten völlig verändern, ja sogar den Charakter von Vertrauen und Reputation.

Die Technologie für diese Revolution – und es wird sicherlich sowohl eine soziale als auch eine ökonomische sein – existiert theoretisch schon sein einem Jahrzehnt. Die Methoden basieren auf Asymmetrischer Verschlüsselung, Zero-Knowledge-Proof-Systemen sowie verschiedenen Softwareprotokollen für Interaktion, Authentifizierung und Verifizierung. Der Fokus lag bisher auf akademischen Konferenzen in Europa und den USA, die stark von der National Security Agency überwacht wurden. Doch erst seit kurzem haben Computernetzwerke und Personal Computer ausreichend Leistung, um diese Ideen praktisch durchführbar zu machen. Und die nächsten zehn Jahre werden genügend zusätzliche Geschwindigkeit bringen, um die Ideen wirtschaftlich machbar und im Wesentlichen unaufhaltbar zu machen. (..)

Der Staat wird natürlich versuchen, die Verbreitung dieser Technologie zu bremsen oder zu verhindern, unter Hinweis auf die nationale Sicherheit, die Verwendung der Technologie durch Drogenhändler und Steuerhinterzieher sowie aus Furcht vor gesellschaftlichem Zerfall. Viele dieser Bedenken werden zutreffen: Krypto-Anarchie wird es erlauben, nationale Geheimnisse sowie illegales und gestohlenes Material frei zu handeln. Ein anonymisierter und computerisierter Markt wird sogar verabscheuungswürdige Marktplätze für Attentate und Erpressung ermöglichen. Verschiedene kriminelle und ausländische Elemente werden CryptoNet aktiv nutzen. Das jedoch wird die Verbreitung der Krypto-Anarchie nicht aufhalten.

So wie die Technologie des Buchdrucks die Macht mittelalterlicher Gilden einschränkte und soziale Machtstrukturen veränderte, so werden kryptologische Methoden die Natur von Konzernen und von staatlichen Eingriffen in wirtschaftliche Abläufe grundlegend verändern. Zusammen mit den entstehenden Informationsmärkten wird die Krypto-Anarchie einen liquiden Markt für jegliches Material schaffen, das sich in Worten und Bilder fassen lässt. Und genau wie die scheinbar unbedeutende Erfindung von Stacheldraht das Einzäunen riesiger Ranches und Farmen ermöglichte und so für immer die Auffassung von Land- und Besitzrechten im westlichen Grenzland veränderte, so wird die scheinbar unbedeutende Entdeckung aus einem obskuren Zweig der Mathematik zur Drahtschere werden, die den Stacheldraht nieder reißt, der um geistiges Eigentum liegt.

Erhebt euch, ihr habt nichts zu verlieren außer euren Stacheldrahtzäunen!

Timothy C. May, 1988

Die Übersetzung wurde um einen Satz mit unwesentlichen Details zu Technologie der 80er-Jahre gekürzt. Wikipedia-Links von mir. Bild: (cc) xkcd

Übrigens: Die Gründe für die 2010 immer noch fehlende massentaugliche Unterstützung für Verschlüsselung in den Emailclients dieser Welt ist angesichts dieses Texts meines Erachtens so bedauernswert wie nachvollziehbar. Wäre einen eigenen Artikel wert.

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
corner