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Wenn man dem Youtube-Blog glauben darf, verkaufen sich Monty-Python-DVDs um sagenhafte 23.000 Prozent besser als noch vor ein paar Monaten.

Begonnen hat alles mit dem selben Riesenproblem, vor dem alle Musik- und Videokünstler derzeit stehen: Die Konsumenten nehmen deren Inhalte und stellen sie massenhaft im Internet, ohne dass die Künstler irgendwas dafür bekämen.

Die meisten kämpfen dagegen juristisch an: Prince beispielsweise ließ eine Mutter verklagen, die die ersten Tanzschritte ihres Babies zu aus dem Nebenraum dröhnender Prince-Musik gefilmt und online gestellt hatte.

Nicht so Monty Python (letzten November):

Jetzt haben sie den Salat. Dreiundzwanzigtausend Prozent davon. Wenn der Wind of Change weht, bauen die einen Windschutz, die anderen aber Windmühlen.

(via Netzwertig)

Wir sind Obama

January 20, 2009  

Obamiconisiert euch und postet das Ergebnis!

Via Fontblog.


Ein interessantes Beispiel, wie kaputt unser Rechtssystem ist, liefert gerade meine 11-jährige Nichte: Bei einer Aufführung ihrer Musikschule sang sie eine Nummer von James Blunt nach und stellte das Video davon auf Youtube – wo es prompt wegen Rechteverletzung gelöscht wurde.

Nach ihrem Protest über das “Dispute”-Formular stellte Youtube das Video wieder her, denn die Verwendung gilt in den USA als Fair Use, was eine Verwendung für “nonprofit educational purposes” erlaubt.

In Österreich ist meine kleine Nichte jedoch eine böse Gesetzesbrecherin. Die Veröffentlichung auf Youtube ist hierzulande ein Akt von Piraterie, denn so etwas wie “Fair Use” gibt es hier nicht.

Schlimmer noch, auch die Aufführung selbst war illegal, denn nach § 56c des Urheberrechtsgesetz steht “dem Urheber ein Anspruch auf angemessene Vergütung” selbst dann zu, wenn die Aufführung im Rahmen eines Unterrichts stattfindet. In Deutschland wurde wenigstes genau für solche Fälle (Schule + beschränkter Personenkreis) eine Ausnahme eingebaut.

Die Schutzrechte, die ursprünglich dazu gedacht waren, Kreativität und Innovation zu fördern, tun mittlerweile genau das Gegenteil, denn sie wurden immer wieder verschärft und werden dem Internet nicht gerecht. Eine Totalreform ist überfällig, aber auch hier passiert das Gegenteil: Übermächtige Lobbies drängen unter dem Vorwand der Terrorabwehr auf die Festplatten unserer Kinder.

Und jetzt das – überaus hörenswerte! – Corpus Delicti (Gesang ab Minute 1):

Siehe auch: Ein-Mann-Boybands und die Schieflage unseres Rechtssystems

PS. Keine Rechtsauskunft. Reine Laienmeinung. Widerspruch bitte in die Kommentare.


Anruf bei der Telefonzentrale der ÖBB:

Ich: “Ich habe vor 2 Monaten eine Vorteilscard bestellt und noch nicht gekriegt.”
Callcenter: “Dafür gibt’s eine eigene Nummer.”
Ich: “Zu der Sie mich sicher verbinden können.”
Callcenter: “Nein. Die haben eine eigene Servicenummer.”
Ich: “Ist aber kein gutes Service mit Ihrer Servicenummer, wenn ich mich da nochmal neu in eine Warteschleife stellen muss.”
Callcenter: “Das kann ich leider nicht ändern.”
Ich: “Aber Sie könnten’s aufnehmen und weitergeben.”
Callcenter: “Für Beschwerden gibt’s eine eigene Servicenummer, soll ich Ihnen die geben?”

(Illustration © The Cartoon Blog)


Peter Eich ist heute in Hannover angekommen, um dort morgen vor vier dutzend hochdekorierten Tourismusdirektoren (Marke Tourismus 1.43) einen Vortrag über Tourismus 2.0 zu halten.

Jetzt ist Peter in Hannover im Hotel Viva Creativo aufgeschlagen (“Viva Creativo” – wtf?) – und muss erst mal €5 fürs WLAN zahlen. Pro Stunde! Hier wird man als Gast also noch umsorgt.

Jetzt schreibt Peter seinen Vortrag halt noch mal um – das Hotel mit dem kreativen Namen eignet sich ja wunderbar als Beispiel. Und es soll ja schon vorgekommen sein, dass sich solche Customer-Gripes über Blogs und Twitter rasend schnell verbreiten. Fünf Euro pro Stunde. Unpackpar..

Die Hotelchefin sitzt übrigens im Publikum. Ihr Gesicht würde ich gerne sehen.. (Dass sie morgens vor dem Vortrag noch ihre Technorati-Stats checkt, nehm’ ich ja nicht an.)

Was mich interessiert: Peter, wer hat dir das Hotel überhaupt empfohlen?

Illustration (cc) Thomas Hawk, thanks for Sharing!

Update: Just vor Peter hielt gestern die Hoteldirektorin ihren Vortrag, und erkläre die Full-Service-All-Inklusive-Strategie des Hotels. Selbst die Minibar ist offenbar gratis. Lediglich bei WLAN sei man ärgerlicherweise bis Jahresende durch einen Lieferantenvertrag gebunden. Danach wird auch das kostenlos.

Die digitale Ohrfeige hat also das falsche Hotel erwischt. Trotzdem, der Nutzen wird für das Hotel überwiegen – und die Botschaft an andere Hotels ist natürlich stark.

Hier Peters (106!) Slides, ein paar davon auch aus meiner Produktion:


Bodenseepeter über die Vergesslichkeit:

1. Vergesslichkeit stärkt den Willen
2. Vergesslichkeit macht fit
3. Vergesslichkeit lehrt die Ruhe im Sturm zu bewahren
4. Vergesslichkeit schärft die Rhetorik
5. Vergesslichkeit spart Geld
6. Vergesslichkeit spart Zeit
7. Vergesslichkeit macht Freude
8. Vergesslichkeit lehrt Niederlagen zu akzeptieren

(Erschreckend: Zu jedem einzelnen dieser Punkte fällt mir sofort eine Anekdote aus meinem eigenen Leben ein..)


Der User “Levinator25” entdeckt im Spiel “Tiger Woods PGA Tour” einen Fehler, bei dem man Tiger auch auf Wasser spielen lassen kann. Er stellt ein Video mit dem hämischen Namen “Jesus Shot” auf Youtube, es wird 680.000 Mal angesehen.

Wie reagiert Spielehersteller EA? Seht selbst:

Anzahl Views: 2,5 Mio. Davon können sich alle Marketingabteilungen was abschneiden: Monitor and react with a human voice. Muss aber nicht immer so teuer sein ;-)

(via Website-Boosting, via Rivva)

Ein Gespräch mit Isaac Mao

November 7, 2008  

Für das aktuelle Gap habe ich ein Skype-Gespräch mit Isaac Mao geführt – und dort wird vollmundig angekündigt, die Aufnahme davon wäre hier zu hören. Sorry, da ist die Audio-Qualität vor.

Isaac ist ein spannender Gesprächspartner – und inspirierend: Das Gespräch hat mich darauf gebracht, über Löwen und Ameisen nachzudenken.

Hier die Übersetzung des Transskripts:

(more…)

The Austrian Take: Obamoida!

November 6, 2008  

Bam Oida, Americans! Much better than last time.

bam oida

(Shirt from the Tupalo Shop)


Hier zwei echt sehenswerte Videos von zwei Ein-Mann-Boybands von Youtube. Was die beiden Herren gemeinsam haben:

Sie sind beide Gesetzesbrecher, moderne Piraten, die die Intellectual Property von Medienkonzernen verletzen.

Und jetzt ein weniger unterhaltsames aber umso wichtiges Video eines Talks von Larry Lessig, der genau davon spricht: Was falsch ist an unserem Rechtssystem, das die beiden Youtube-User zu Gesetzesbrechern macht. Anschauen:

(Boybands via Spreeblick und Nerdcore)

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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