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Eben hat Christoph zugesagt, dass ein BarCamp rund um afrikanische Themen in der Walz stattfinden kann, und zwar am 31. Januar 2009: AfrikaCamp Wien.

Das erste AfrikaCamp in Österreich! Und das zweite weltweit – das erste fand im Oktober im Google-Hauptquartier in Mountain View statt.

Hat wer eine Logoidee? Mir schwebt sowas wie ein Baobab-Umriss in der BarCamp-Flamme vor, aber ich bin nicht so der Grafiker. Alles, nur bitte kein so verkitschtes Massai-Schild-Logo wie das aus vom US-AfricaCamp ;-) Logovorlagen gibt’s auf barcamp.org.

Über Co-Organisatoren und Sponsoren freue ich mich auch sehr!

Update: Das neue Logo ist da und stammt von Walter Krivanek:


Für die Millionenstadt Ouagadougou in Westafrika existieren wie für viele afrikanische Städte keine Straßenkarten, die diesen Namen verdienen. Das Geografische Institut Burkina Faso (IGB) produziert noch den besten Plan, auf dem aber 95% aller Straßennamen nicht verzeichnet sind, und der der Realität auch Jahre hinterherhinkt. Digital liegen überhaupt nur solche Skizzen vor.

Das wird sich sehr bald ändern – mit Openstreetmap. Wir von Laafi haben heute beschlossen, alles daran zu setzen, diese schöne Stadt möglichst schnell zu kartografieren. Genauer: Leute vor Ort auszubilden, die das tun. Peter Eich hat auch schon seine Unterstützung zugesagt. Und vermutlich wird das nicht mal wirklich Geld kosten, nur etwas Zeit.

Ich habe gestern den Anfang gemacht und die Straßen, die ich kenne, mithilfe des Satellitenbildes von Yahoo Maps eingezeichnet. Vorher sah das Zentrum von Ouaga so aus:

ouaga-alt

Der gleiche Ausschnitt sieht jetzt so aus:

ouaga-alt

Aufregend, der Erste zu sein, der eine Millionenstadt kartografiert! Und gedauert hat’s gerade mal eine Stunde. Es gibt noch viele weiße Flecken auf der Welt, an die Arbeit!

(PS für Insider: Das oberste Bild ist ein Mapnik-Rendering – Update kommt ja erst am Mittwoch, das untere Osmarender.)

Update 16. Oktober: Ouaga sieht jetzt so aus (Danke an alle die mithelfen!):

ouaga 16.10.

Siehe auch Peter: Let’s map Africa – but better than Google!

Update 17. Oktober: Mittlerweile gibt es eine Videoanleitung für die User von Burkina.at, sowie eine Wikipage ebendort.


flyer2008

Kommenden Samstag organisiere ich mit Freunden das mittlerweile traditionelle Afrikafest von Laafi – und würde mich freuen, auch Blogleser dort zu treffen! (Vor allem dich, der du regelmäßig vorbeischaust aber nie kommentierst!) Nachsatz: (Familienfreundlicher) Beginn um 16h, geht bis spät in die Nacht.

Das ganze steigt in der VetMed-Uni in Wien. Etwas ablegen, ich weiß, aber zahlt sich aus: Es spielen Saledo, eine sudanesisch-österreichisch-kanadische Jazz-Pop-Impro-Kombo (sorry, schwer zu beschreiben), die auch letztes Mal schon zu Begeisterungsstürmen geführt haben. Echt hörenswert! Und wie immer gibt’s maghrebinische Spezialitäten, Cocktails und alles was dazugehört. Eintritt ist frei.

Eine Bitte: Schickt die Einladung rum und ladet eure Freunde ein! Hier das Event auf Facebook und Xing zum Weiterschicken.

Anfahrt mit Öffis: U6 bis Floridsdorf, Straßenbahnlinie 26 Richtung Oberdorfstraße bis VetMed oder U1 bis Kagraner Platz, Straßenbahnlinie 26 in Richtung Strebersdorf bis VetMed.

Aja: Der Reinerlös kömmt wie immer unseren Projekten zugute, hauptsächlich dem Aidshaus Ouagadougou.

Update: Hier die Details:


Eine spannende und erfrischende Diskussion brandet gerade bei Robert Basic, der gefragt hat, warum Multi-Ehen verboten sind, also zb. eine Frau + zwei Männer oder umgekehrt. Robert:

1:1 Ehe: Einer geht arbeiten, der andere bleibt zu Hause. Kinder? Deswegen entweder gar keine oder sehr spät (empf. Einkommensverlust). 2:1 entspannt das Ganze.

Auf Reisen durch Westafrika kommt einem zwar auch ab und zu eine polygame Ehe unter (zb. dieser Herr hier lebt auf seinem Hof mit seinen vier Frauen und nach letzter Zählung 13 Kindern zusammen), aber die wesentliche Beobachtung in dem Zusammenhang betrifft was Anderes: Das System “Einer geht Geld verdienen, der Andere kümmert sich um Kinder und Haushalt” ist in Afrika unbekannt. “Familie” und “Haushalt” umfasst immer mehrere Generationen und vor allem auch Onkel, Cousinen, Schwiegersöhne, Großtanten.

open-for-sandwiches

Konkret bedeutet das, dass sowohl Einkommen als auch (finanzielle und sonstige) Probleme immer auf die Großfamilie verteilt werden, egal ob poly- oder monogam. Es gilt als tabu, sein Geld nur für sich selbst, Frau und Kinder zu verwenden (wie es bei uns als tabu gilt, seine Umgebung mit seinen Problemen zu belästigen). Umgekehrt werden Aufgaben wie Kinderbetreuung immer auf die Großfamilie verteilt.

Für uns Individualisten klingt das natürlich grauenhaft, aber meine Wahrnehmung ist, dass in einem afrikanischen Land gänzlich ohne soziales Netz vielleicht sogar weniger Menschen durch selbiges fallen oder aufgerieben werden als bei uns. (Bitte hängt mich jetzt nicht – ist immer jeweils in Relation zu sehen!) Die Großfamilie – der Begriff umfasst in Dörfern sogar die Nachbarn – fängt das alles auf. Übrigens ein möglicher Erklärungsansatz für die ewige Frage, warum die Menschen in Afrika soviel fröhlicher sind als bei uns.

In dem Sinne finde ich es absolut notwendig, alternative Familienstrukturen zu ermöglichen – rechtlich, vor allem aber auch öffentlich-moralisch. Das nordeuropäische hyperindividualistische Lebensmodell mit Sozialstaatsabfederung führt zu Bevölkerungsschrumpfung, Zukunftsängsten und alleinerziehenden Working-Poors.

Das Verbot von Vielehen ist genauso abschaffenswert wie das Verbot von Homoehen. Auch wenn ich mir für mich persönlich nicht nur das Zweite nicht vorstellen kann, aber vielleicht bin ich auch nur zu sehr von der christlich-konservativen Gesellschaft geprägt.

Im Übrigen ist gar nicht gesagt, dass das auch etwas mit sexuellen Beziehungen zu tun haben muss – die brauchen die Rechtsform eh am allerwenigsten und passieren auch so schon. Es geht um einen rechtlichen Rahmen für andere Familien-Patchwork-Modelle.

(Picture (cc) sp3ccylad, thanks for sharing!)

Der humanglobale Unfall

April 7, 2008  

<klarstellung datum='11-04'> Das Wortspiel “Der humanglobale Unfall” kritisiert nicht das Magazin “Der humanglobale Zufall” – das ich noch gar nicht kenne – sondern die gängige Entwicklungshilfepraxis. Eben kam ein Anruf von Herrn R., der das missverständlich fand. </klarstellung>

Sg. Herr R.,

Die Organisation Laafi versendet nicht nur keine Hilfspakete, wir halten solche auch für kontraproduktiv, Abhängigkeit schaffend und einfallslos.

Hier zwei Lesetipps:

Spiegel.de: “Streicht diese Hilfe”
Zeit.de: Afrikas Frust mit seinen Helfern

Beste Grüße aus Wien,
Helge Fahrnberger


To: Laafi
Subj.: Presseanfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Journalist erstelle ich momentan für das neue Magazin namens “Der humanglobale Zufall” (Springer-Verlag, erste Ausgabe am 21. April 2008) eine Weltkarte.

Ich möchte abbilden, wie viele Hilfspakete/ Hilfslieferungen aus Deutschland in die Welt gehen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir folgende Fragen beantworten:

1) Wie viele Hilfspakete hat Ihre Organisation im Jahr 2007 versendet/überbracht/verteilt?

2) In welche Länder gingen diese Lieferungen? Bitte Angaben in etwa in Prozent.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Schöne Grüße
T.R.

Related: Entwicklungshilfe abschaffen

Laafi-Afrika-Kalender 2008

December 5, 2007  

Wie jedes Jahr gibt unser kleiner Verein Laafi einen Fotokalender heraus, mit dem wir einen großen Teil unserer Projekte in Burkina Faso finanzieren. Der Kalender kostet €10, bzw. ab 2 Stück €9. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle Tanten und Onkels ;-)

Bestellung per Email über laafi.at/kalender. Wir haben dieses Jahr doppelt so viele gedruckt wie sonst (nämlich 1.200), darum: Bitte weitersagen!! Titelfoto und ein paar Monatsblätter sind übrigens von mir :-)

Laafi-Kalender 2008

Und wer lieber Bücher oder Musik schenkt, kann über laafi.at/amazon die Verkaufsprovision seiner Amazon-Einkäufe Laafi zukommen lassen. Der Preis erhöht sich dadurch nicht.

 

Danke fürs Weiterbloggen an Daniel, Fabian und Peter. Wer auf Facebook für den Kalender Werbung machen will, kann seine FB-Freunde hierzu einladen.


Als ich mit Peter im Winter auf dem Weg von Ghana nach Burkina Faso war, lernten wir an der Grenze (mit der wunderbar doppeltdeutigen Verabschiedung, siehe Foto) einen ghanaischen Mitarbeiter des West Africa Trade Hubs kennen, der am Weg zu einer Antikorruptionskonferenz in Ouagadougou über die in Westafrika so häufigen Straßenkontrollen war.

byebye safe journey (©: West Africa Trade Hub)

Bei Elodie lese ich gerade, dass die Organisation jetzt einen Report veröffentlicht hat, der die Straßenkorruption auf internationalen Transportrouten dokumentiert. Dazu haben sie LKW-Fahrer ein halbes Jahr Daten sammeln lassen. So müssen LKWs in Mali pro hundert Kilometer an vier bis fünf Straßensperren durchschnittlich $25 Schmiergeld zahlen. Ein Spediteur berichtet, dass er vom wichtigen Regionalhafen Lomé nach Bamako und zurück (ca. 2500km) 600$ an Schmiergeld kalkulieren muss, von den unzähligen Stunden Zeitverlust ganz zu schweigen. Was das für die Wirtschaft dieser Länder bedeutet ist klar.

Roadblocks Ouaga (©: West Africa Trade Hub)

Wir zahlen auf unseren Fahrten durch Westafrika an diesen Checkpoints so gut wie nie Bakshish, das kostet allerdings bisweilen Zeit und Nerven. Außerdem dürften PKW-fahrende Weißnasen nicht die Haupteinnahmequelle sein, das sind die LKWs, die man nicht ohne was abzudrücken weglässt. Diesbezüglich am korruptesten habe ich übrigens Mali in Erinnerung, gefolgt von Ghana.

(Image credit and ©: West Africa Trade Hub)


Die Fotos von der Tour von Peter und mir durch Togo, Ghana und Burkina Faso sind online: Westafrika 2007

Beim Friseur in Lomé

Das neue!

May 21, 2007  

Dank Ernsts und Hannes’ Anstrengungen haben wir seit heute ein neues Projektfahrzeug für Burkina Faso (von uns selbst privat finanziert). Jetzt muss es nur noch dorthin überstellt werden. (Nein, diesmal nicht von mir.)

Ein Name für das Auto wird noch gesucht – Vorschläge?

Auto ohne Namen


Der Landcruiser, den ich vor 7 Jahren nach Burkina Faso überstellt habe (Reisebericht, Fotos), gibt langsam seinen Geist auf. Darum suchen wir Ersatz für den Projekteinsatz in Burkina Faso: Laafi sucht Geländewagen

Gerne auch mit einem (Teil-)Sponsoring-Modell ;-)

Der alte Landcruiser

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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