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Letzte Woche war ich unter dem etwas großspurigen Titel “Mit dem Internet die Welt verändert” bei Alois Schörghuber im Ö1 Nachtquartier zu Gast. Hier die Aufzeichnung:

Die Themen:
(Auf Vimeo sind die Zeitangaben klickbar, aber erst wenn das ganze Video geladen ist)

03:18 – Blogging, Social Media
05:15 – Abgrenzung zu Journalismus
06:50 – ♬ Kutiman: Mother of all Funk Chords
11:25 – Die disruptive Kraft des Netzes
17:00 – “Wie verändern Sie die Welt mit dem Internet?”
18:50 – Anrufer 1: Wird die Rolle des Internets in der ägyptischen Revolution überschätzt?
21:50 – Anrufer 2: These, dass Internet ähnliche Rolle zukommt wie Erfindung des Buchdrucks
23:40 – Wikipedia
27:30 – Laafi und Laafi.at/Amazon
29:40 – ♬ Sour: 日々の音色
32:50 – Zur Facewall von ORF Contra
34:30 – Anrufer 3: Angst vor dem Internet
37:00 – Warum das Internet unsere Gesellschaft demokratischer macht
38:50 – Wie sehr wir negative Auswirkungen von Veränderung überschätzen
41:20 – ♬ Clazz: This is magic
42:50 – A comment a day
44:00 – Kobuk
47:20 – Wer finanziert Journalismus?

Ich wollte auch das vielversprechende Buch “Soziale Bewegungen und Social Media” (by Kellerabteil) empfehlen, aber irgendwie hat das Gespräch einen anderen Verlauf genommen. Sei hiermit nachgeholt.


Deutschlandradio sendete letzte Woche einen Beitrag über Grassroots-Kartografie, samt einem heiseren Interview, das Jan Rähm mit mir zu Openstreetmap Ouagadougou und zu Google Mapmaker geführt hat:  

 

Die Datenqualität von Ouaga ist jetzt so weit, dass wir drucken können. Demnächst werden wir bei Toursprung ein druckfähiges PDF produzieren, das dann an Druckereien in Ouaga geht. Hier der aktuelle Status:

OpenStreetMap (mapnik) map of the area around 12.37453, -1.52367


Oder: Ab dieser Woche wird vor Ort gemapped!

OSM-Ouaga-Overview

Vor 15 Monaten habe ich hier dazu aufgerufen, mitzuhelfen, die Millionenstadt Ouagadougou auf Openstreetmap zu kartografieren – und viele machten mit. Durch die schnellen Erfolge und das Feedback (unter anderem von Zeit Online und den ORF-Nachrichten) motiviert, haben wir uns vorgenommen, daraus druckfähige PDFs zu machen, die wir lokalen Druckereien zur Verfügung stellen, mit denen diese dann in Form von Faltplänen Geld verdienen können. Denn immer noch gibt es kein brauchbares Kartenmaterial dieser Stadt zu kaufen. Doch der aktuelle Status ist zwar großartig, aber es fehlen noch viele Straßennamen und andere Details.

Das wird sich jetzt ändern: Meine Kollegen von Laafi werden die diese Woche beginnende Projektreise 2010 – ich bleibe in der Kälte:-( – dazu nutzen, das Stadtzentrum zu komplettieren. Über Wallking Papers habe ich solche PDFs erstellt, auf der die Gruppe handschriftliche Notizen machen kann, die anschließend eingebaut werden. Obige Übersichtskarte zeigt, welche Zone wir uns zur Fertigstellung vorgenommen haben.

Der nächste Schritt danach ist, druckfähige und schöne PDFs zu erstellen. Kennt sich jemand gut mit Mapnik aus und kann uns beim Rendern (und v.a. beim grafischen Gestalten der Karte und ihrer Elemente) helfen? Vielleicht können wir ja auch die Rendering-Definitionen von Map Kibera nutzen – einem ähnlichen Projekt für einen Teil von Nairobi. Ist jemand von euch in diesen Dingen fit?

Wer’s bis hier geschafft hat, darf mit Moped fahren gehen – très cool!

Weihnachten mit Laafi

November 27, 2009  

Als ich vor acht Jahren zum kleinen Verein Laafi gestoßen bin, war unser Jahresbudget um die 10.000 Euro, die wir im erweiterten Freundeskreis auftreiben konnten. Jetzt liegen wir schon bei 42.000 Euro, mit denen wir Gesundheitsprojekte in Burkina Faso finanzieren (übrigens noch immer komplett ohne Verwaltungs- und Reisekosten), und das ist schon deutlich schwieriger aufzustellen.

Noch immer bekommen wir kein Geld von offiziellen Stellen und nur selten von großen Organisationen. Darum geht’s zu Weihnachten bei uns rund. Dieses Jahr haben wir uns gleich drei Sachen überlegt:

header
einsSinnvoll schenken: Schenke einen Ziegelstein für den Ausbau eines ländlichen Kleinspitals – oder andere symbolische Geschenke. Ab €1abrick
zweiAfrika-Fotokalender: Wie jedes Jahr, mit den schönsten Fotos aus den Projektdörfern! Spiralisiert und auf hochwertigem Papier gedruckt. Ein Stück €11coversmall
dreiAmazon-Einkauf:
Wer über Laafi bei Amazon einkauft, spendet 6% der Umsätze an die Projekte in Burkina Faso – kostet gar nix extra!
amazon-button

 

Bitte, bitte hilf uns, das bekannt zu machen! Sag’s deinen Freunden weiter, poste das auf Facebook! Schick’ Emails, oder twittere das!

Eine besondere Bitte geht an die Bloggerkollegen da draußen – bitte bloggt über diese Weihnachtsaktion! Christian, Daniel, Dieter, die fairen Konsumenten, Fliptheflop, Georg, Georg II, Hannes, Heinz, ICT4D, Klaus, Luca, Markus, Oliver, Robert, Sebastian, Smeidu, Stefan, Wolfgang, seid ihr wieder dabei?

Wer obige 1-2-3-Tabelle anzeigen will – einfach bei Georg Sourcecode kopieren! Wer wieder ein grafisches Werbemittel braucht – hier ein Button (im ContentAd-Format):

sinnvoll schenken

HTML-Code dazu:

<a href="http://www.laafi.at/sinnvoll-schenken/"><img src="http://www.helge.at/wp-content/uploads/2009/11/laafi-button.jpg" alt="sinnvoll schenken" title="sinnvoll schenken" width="300" height="250" border="0" /></a>


playpumps
Photo: (cc) by mediamolecule

Sehr geehrte Frau Möllmann,

entsprechend meiner Email Blogability Policy erlaube ich mir, Ihnen öffentlich zu antworten:

Hinter dem Brunnensystem von Playpumps steht ein kommerzielles Unternehmen, die Technologie selbst ist patentiert und darf daher nicht nachgebaut werden. Wäre hier tatsächlich der Wunsch vorrangig, “die Lebenssituation in Afrika zu verbessern”, wie Sie schreiben, dann wären die Playpumps-Pläne als Open-Source-Technologie bzw. unter Creative Commons freigegeben und veröffentlicht. Geld verdienen kann man damit immer noch, nur eben ohne Monopol.

So wurden aber erst 1200 Playpumps-Brunnen in sehr wenigen Ländern installiert, obwohl die Organisation von Schwergewichten wie der CASE Foundation oder Laura Bush unterstützt wird. Geben Sie der Allgemeinheit die Pläne, dann werden solche Brunnen in ganz Afrika entstehen. Dann werden wir die ersten sein, die in Burkina Faso einen Playpump-Brunnen finanzieren!

Ich habe Verständnis, wenn Patentschutz dafür sorgt, Jahrzehnte dauernde Entwicklungskosten beispielsweise neuer Medikamenten wieder hereinzuspielen. Hier wird jedoch die Verbreitung einer zwar guten, aber simplen (und damit billigen) Idee verhindert.

Mit freundlichen Grüßen,
Helge Fahrnberger

Sehr geehrter Herr Fahrnberger,

um die Lebenssituation in Afrika zu verbessern ist vor allem eines nötig: Wasser. Die Aktion „Wasser sammeln!“ unterstützt die gemeinnützige Organisation PlayPumps dabei, eine flächendeckende Versorgung von sauberem Wasser in Afrika herzustellen. Sie können dabei helfen – und zwar vollkommen kostenlos!

Mit Ihrer Hilfe fließen monatlich 300 Liter Wasser in Afrika. Dies wird ermöglicht durch die innovative Funktionsweise von PlayPumps. Während auf einem Karussell Kinder spielen, wird Wasser aus dem Untergrund in einen 2,500 Liter Behälter gepumpt. Durch diese Funktionsweise ist das System nicht nur äußert effizient und nachhaltig sondern bringt zusätzlich noch Spaß bei dem Betrieb der Pumpe.

Um zu helfen, besuchen Sie einfach die Website http://www.tamundo.de/wassersammeln.html

Wir hoffen, dass Sie sich für dieses Konzept begeistern können und würden uns sehr über Ihre Teilnahme bei diesem Projekt freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Juliane Möllmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tamundo GmbH


Place de la Femma, Bobo Dioulassou

“Place de la Femme” in Bobo Dioulasso (Burkina Faso), fotografiert 2003.

Substanzreicheres zum Thema gibt es auf DieStandard.at.

AfrikaCamp diesen Samstag

January 30, 2009  

Europas erstes BarCamp rund um Afrika:

Es gibt noch Plätze.

Werbung auf Facebook wirkt

November 29, 2008  

Ich habe in den letzten Tagen auf Facebook eine Testkampagne für den Laafi-Kalender eingerichtet (eigentlich zwei):

Kalender-Ads

Erste Ergebnisse sind überraschend gut, so kamen in den letzten Stunden 6 Bestellungen über 11 Kalender rein. Die Werbekosten dafür beliefen sich auf €6,62. (Details: 42.086 Ad-Impressions, 54 Klicks zu einem Durchschnittspreis von $0,14.)

Die durchschnittlichen Marketingkosten pro Bestellung belaufen sich also auf €1,1, bei einem Durchschnittsumsatz von €15,5. (Klar, die Zahlen sind noch ein bisschen zu niedrig, um daraus echte Schlüsse zu ziehen, aber der Trend ist überraschend gut.)

Targeting ist übrigens: Weiblich, über 30, Österreich und Deutschland. Mein Cost-per-Click-Oberlimit habe ich bewusst deutlich niedriger angesetzt als von Facebook empfohlen, nämlich bei $0,23 in Deutschland und $0,13 in Österreich.

Lieber wär’s mir ja, sowas nicht machen zu müssen, aber die Kalenderbestellungen tröpfeln derzeit etwas lahm dahin, und wir haben 1.200 Stück gedruckt..

Der neue Laafi-Kalender ist da

November 24, 2008  

Dieses Mädl hat an einem sonnigen Abend mit mir “Wetten du erwischt mich nicht mit deiner Kamera” gespielt und dabei mit ihrem Lachen und Glucksen den ganzen Marktplatz angesteckt. Irgendwann war sie dann unaufmerksam und schaute verloren in die Ferne, nur um kurz darauf wieder in Lachen auszubrechen – der Moment des Fotos:

cover 2009

Freut mich sehr, dass es das Cover des diesjährigen Laafi-Kalenders ziert. Wie jedes Jahr verlegt Laafi einen Fotokalender mit Bildern aus Burkina Faso, aus dessen Erlös sich der Großteil der Laafi-Projekte finanziert (wie zb. das Aidshaus).

Es gibt 1.200 Stück, die nur “viral” verbreitet werden, darum: bitte zugreifen, an Onkels & Tanten schenken und vor allem weitersagen, bloggen, twittern und facebooken!!

Zur Bestellung genügt ein Mail mit Adresse und Stückzahl an siehe auch Kontakt-Seite. Kostet €10, ab 2 Stück €9. Versandpauschale €2. Alles weitere steht auf laafi.at/kalender.

Hier die 12 Kalenderblätter:

(more…)


Eben hat Christoph zugesagt, dass ein BarCamp rund um afrikanische Themen in der Walz stattfinden kann, und zwar am 31. Januar 2009: AfrikaCamp Wien.

Das erste AfrikaCamp in Österreich! Und das zweite weltweit – das erste fand im Oktober im Google-Hauptquartier in Mountain View statt.

Hat wer eine Logoidee? Mir schwebt sowas wie ein Baobab-Umriss in der BarCamp-Flamme vor, aber ich bin nicht so der Grafiker. Alles, nur bitte kein so verkitschtes Massai-Schild-Logo wie das aus vom US-AfricaCamp ;-) Logovorlagen gibt’s auf barcamp.org.

Über Co-Organisatoren und Sponsoren freue ich mich auch sehr!

Update: Das neue Logo ist da und stammt von Walter Krivanek:

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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