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Für Kurzentschlossene:

Das IAB veranstaltet heute abend eine Podiumsdiskussion zum Online-Wahlkampf, mit Niko Alm, Gerhard Loub, Christoph Chorherr, Thomas Holzhuber, Manfred Lamplmair und mir am Podium. Darf zudem noch einen kurzen Impulsvortrag halten. Es moderiert Martin Staudinger.

Über moralische Verstärkung freu ich mich! 19:00 im Hotel de France. Buffet gibt’s auch ;-)

Update: Slides.

Mir geht’s genau wie Gott

October 17, 2008  

Muss ich lesen! Bestell ich mir gleich. Vorher aber noch drüber bloggen. Und Kaffee trinken. Ah, schon wieder Mittag? Zuerst was essen. Dann aber sicher. (Ich hab bald Geburtstag. Wahrscheinlich hab ich das Buch bis dahin noch immer nicht bestellt – falls noch wer eine Geschenkidee braucht.)

(Via Japhy. Disclaimer: Bestelllink laafifiziert.)


barcamp-vienna

Genau heute vor zwei Jahren fand mit dem BarCamp Wien das erste BarCamp im deutschen Sprachraum statt. Zeit für eine Gründungslegende.

Alles nahm seinen Lauf mit diesem Blogpost von Smi im Juli 2006:

To me it seems that we need something like this in Vienna. Anyone joining me? Some guys from Metalab? Enki? Helge?

Worauf ich mir kurzerhand die Domain barcamp.at schnappte und dort ein Wiki aufsetzte. Dann stießen noch Michael und Smeidu zu uns ins Organisationsteam. Keiner von uns war jemals zuvor auf einem BarCamp gewesen – wir kannten das Format nur aus der US-Blogosphäre, entsprechend neugierig waren wir. Ich erinnere mich an ein Treffen mit einem OpenSpace-Trainer, von dem ich mir das Format erklären ließ. Dass das erste BarCamp, im One-Smartspace (was ist aus dem geworden?), dann zum Startschuss für eine solche Frequenz und Qualität an Veranstaltungen werden würde, hätte sich keiner von uns gedacht.

at-barcamps

Schon ein halbes Jahr darauf organisierte Georg Holzer und Friends das BarCamp Kärnten und wir bauten barcamp.at vom Wiener zum Österreich-Wiki um. Seitdem haben elf BarCamps (in Wien, Klagenfurt, Salzburg, Graz, Traunkirchen und Kaprun) stattgefunden, fünf weitere (neu: Innsbruck und Spittal an der Drau) sind in Vorbereitung. Das nächste steigt in vier Tagen in Wien.

Soviel zum zweifährigen Jubiläum BarCamps in Österreich.

Es ist immer wieder überraschend, wie wenig Arbeit die Organisation einer solchen Unkonferenz macht: Ein Event mit über hundert Teilnehmern lässt sich notfalls mit wenigen Stunden Aufwand hochziehen. Siehe den Leitfaden BarCamp-Organisation.

Außerdem: Der Wert des Netzwerkes der BarCamp-Community ist enorm: Wieviel Kooperationspartner, Mitarbeiter, Kunden und – nicht zuletzt – Freunde ich im BarCamp-Umfeld gewonnen habe, kann ich gar nicht zählen.

Ich glaube, das Format hat noch viel Potential, vor allem auch durch Spezialisierung. Fokussierte BarCamps, die ich gerne besuchen würde, sind zb: EduCamp (Bildung 2.0), WordCamp (zu WordPress), MapCamp (für Karten-Developer), AfricaCamp (Afrika & ICT4D, etc.), noch mehr TourismusCamps, ein EnterpriseCamp (für Enterprise-Software und Knowledge-Management), ein InteractionDesignCamp, etc.

PS. Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren, die diese letzten 11 BarCamps möglich gemacht haben!

barcamp-sponsoren

Vortragstermine Herbst

September 25, 2008  

Diesen Herbst häufen sich die Vortragstermine. Wem nicht reicht, was ich hier von mir gebe, kann mich da hören:

 
helge-at-castlecamp

Foto (cc) dChris


flyer2008

Kommenden Samstag organisiere ich mit Freunden das mittlerweile traditionelle Afrikafest von Laafi – und würde mich freuen, auch Blogleser dort zu treffen! (Vor allem dich, der du regelmäßig vorbeischaust aber nie kommentierst!) Nachsatz: (Familienfreundlicher) Beginn um 16h, geht bis spät in die Nacht.

Das ganze steigt in der VetMed-Uni in Wien. Etwas ablegen, ich weiß, aber zahlt sich aus: Es spielen Saledo, eine sudanesisch-österreichisch-kanadische Jazz-Pop-Impro-Kombo (sorry, schwer zu beschreiben), die auch letztes Mal schon zu Begeisterungsstürmen geführt haben. Echt hörenswert! Und wie immer gibt’s maghrebinische Spezialitäten, Cocktails und alles was dazugehört. Eintritt ist frei.

Eine Bitte: Schickt die Einladung rum und ladet eure Freunde ein! Hier das Event auf Facebook und Xing zum Weiterschicken.

Anfahrt mit Öffis: U6 bis Floridsdorf, Straßenbahnlinie 26 Richtung Oberdorfstraße bis VetMed oder U1 bis Kagraner Platz, Straßenbahnlinie 26 in Richtung Strebersdorf bis VetMed.

Aja: Der Reinerlös kömmt wie immer unseren Projekten zugute, hauptsächlich dem Aidshaus Ouagadougou.

Update: Hier die Details:


Ich hab’ echt mit mir gehadert, ob ich diesmal wieder (wie ein paar mal in den 90ern) liberal wählen soll. Viel spricht dafür: Ich halte die Liberalen, zumindest die die ich kenne, für einen Haufen intelligenter, moderner und reformfreudiger Menschen, die vor allem etwas beherrschen, was mir in der Politik meistens abgeht: Den Mut zu differenzieren anstatt dumm zu polemisieren.

(Danke übrigens für die vielen Argumente für grün oder liberal in den Kommentaren zu meiner Frage!)

Zwei Gründe haben zu meiner (knappen) Entscheidung für Grün und gegen LIF geführt:

1. Korruption: Viele Afrika-Reisen haben mich sehr für das Thema Korruption in allen Spielarten sensibilisiert. Siehe auch “Die SPÖ ist korrupt bis auf die Knochen“. So sehr ich Herrn Haselsteiner für einen interessanten Kopf halte – der Geruch der ihn und Alexander Zach rund um Geschäfte in Ungarn umgibt – siehe Armin Wolf: “Ich habe den falschen Beruf” – schmeckt mir nicht.

2. Energie: Bildung, Zuwanderung, Steuerreform, Teuerung, Soziales – sind ja alles wichtige Themen. Aber es gibt ein Thema, das unseren Wohlstand und Lebensstil mehr denn alles andere beeinflussen wird und gefährdet: Energie. Nicht mal die Grünen widmen dem genügend Raum, aber das LIF garantiert zu wenig. Nur eine grüne Regierungsbeteiligung bringt Chancen auf einen Energieminister Christoph Chorherr. Wie das ausschauen würde, zeigt sein zweiter Videoblog-Beitrag:

Trotzdem hoffe ich, dass das LIF den Einzug schafft! Bin aber recht zuversichtlich.

Was wählt ihr (nicht) und warum?

Nachsatz: Was ich allerdings schon ziemlich cool finde, ist dass das LIF sich nicht scheut, automatisch auch auf negative Blog- und Twitter-Postings zu verlinken. Auf diesmal-lif.at, Handschrift Christopher Clay.

diesmal-lif

Ich wurde hausbesucht

August 24, 2008  

Daniel Gebhart hat mich zu Hause besucht (hier Info zum Projekt). Und mein Stöckchen schmeiß ich auf Patrizia und Veronika. Bin schon sehr gespannt, wohin es noch reisen wird – werde berichten.

Und das war der Hausbesuch:

Ich bekomme Hausbesuch

August 20, 2008  

Daniel K. Gebhart, der Fotograf meines Vertrauens (siehe hier und hier) hat ein neues Fotoprojekt: Hausbesuche.

Er besucht Menschen zuhause und lässt sich dann weiterreichen, ganz nach Stöckchen-Manier. Mir hat das Stöckchen er selbst zugeworfen (das Projekt startet gerade), heute krieg’ ich Besuch. Und bin nervös.

Aus Daniels erstem Hausbesuch, bei Andy Jackson in Innsbruck:

andy-jackson-by-daniel-gebhart

© Daniel K. Gebhart


English version below

Der gestrige Fall rund um das Google-Zitat ist lustig, und meine Sympathien gehören dabei eindeutig Peter Glaser. Aber Dirk von Gehlen hat auch nicht Unrecht, wenn er fragt, “wann es eigentlich zu einer Selbstverständlichkeit wurde, verschickte Mails ans Licht der Web-Öffentlichkeit zu zerren”.

Und da ich auch schon für das Veröffentlichen eines (wenn auch anonymisierten) Emails kritisiert wurde, habe ich mir dazu jetzt eine Policy überlegt (um sie auf der Kontaktseite verlinken zu können):

  1. Ungefragte Werbe- und PR-Mails von mir unbekannten Menschen sehe ich (da an große Gruppen gesendet) als öffentlich an
  2. Bei Mails, die einfach zu lustig sind, um sie der Welt vorzuenthalten, kann ich mich möglicherweise nicht beherrschen: 1, 2, 3.
  3. Wer mich um (unbezahlte) Recherche- oder Beratungsleistung bittet, darf damit rechnen, dass ich das nicht nur für ihn, sondern gleich für alle tue – und dabei das Mail (anonymisiert) blogge: 1, 2, 3, 4.
  4. Wer mir ans Bein pinkelt oder mich mit Klage bedroht, darf sich nicht wundern, wenn ich zurückpinkle: 1, 2. (Hier bitte nicht unbedingt mit Anonymisierung rechnen.)
  5. Und: Massenmails sind sowieso eine Art der Veröffentlichung, keine private Kommunikation. Sowie waffenscheinpflichtig.

 
Andere Emails werden nicht gebloggt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann ja auf die Blogability hinweisen ;-)

 
English summary:

I don’t blog personal emails without permission. Possible exceptions:


In den letzten Monaten bin ich öfters gebeten worden, auf österreichische Startups/Websites hinzuweisen, das hole ich hiermit nach. Keines der Produkte hat mich restlos überzeugt, darum gab’s dazu keine Einzelpostings. Aber als Übersicht vielleicht interessant. Chronologisch geordnet:

facesearch

Facesaerch.com (man beachte die Falschschreibung) ist die Suchmaske zum relativ unbekannten Filter auf Gesichter bei Google-Images (man hängt dort &imgtype=face an die URL an). Dazu ein von Apple inspiriertes, Javascript-lastiges Interface, das die Sache schöner, aber nicht unbedingt praktischer macht.

Das ganze ist ein Projekt von Franz Enzenhofer, der hier in Wien ein ähnliches Beratungsportfolio anbietet wie ich selbst. Wird Zeit, dass wir uns mal persönlich über den Weg laufen, Franz! (Barcamp?)

Der Dienst ist schön und ganz offensichtlich mit viel Knowhow umgesetzt. Für ein 1-Mann-Nebenbeiprojekt: Alle Achtung!

Ich finde aber Google Image Search in Kombination mit PicLens nachwievor praktischer. Einen Boost könnte Facesaerch übrigens die Ausschaltung der SafeSearch-Option bringen – Porno soll ja Traffic bringen.

youxcity

Heute bat mich Karin Schmollgruber, die youXcity.com (gesprochen: You cross the city) PR-mäßig betreut, was darüber zu schreiben. Bürgerbeteiligung auf Kartenbasis – grundsätzlich eine gute Idee. Die Grünen haben ja mit ihrer Radfalle schon mal gezeigt, dass das ganz gut funktionieren kann. Und als (vermutliches) Businessmodell ist eine Finanzierung durch die öffentliche Hand durchaus vorstellbar.

Leider nur sehr dürftig umgesetzt. Klarer Fall von Gerümpeltotale und von neu erfundenen Interface-Elementen, mit denen sich der User rumschlagen muss.

123people

Heute fand ich 123people.com erstmals echt nützlich, als ich für ein Maturatreffen Hinweise auf verschollene Ex-Mitschüler gesucht habe – was für sechs von sieben recht gute Ergebnisse brachte. Die Personensuchmaschine zapft dabei Quellen an, die man als versierter Internetuser auch selbst probiert hätte – aber das Ganze geht dann doch einiges schneller.

Sie liefert bei der Suche nach Österreichern bessere Ergebnisse als andere Personensuchmaschinen, da einige lokale Quellen angebunden sind. Doch der österreichische Markt ist für so ein Nischenprodukt zu klein, international ist das Gedränge dicht und 123people liefert keine besseren Ergebnisse als andere.

123people ist ein Produkt des Inkubators i5invest. Das 123people-Blog wirkt eher ausgestorben – Stefan, any News?

emailcharity

Emailcharity.com ist ebenfalls ein Projekt von i5invest. Vereinfacht gesagt: User sollen grafische Werbe-Signatures in ihre Emails einbauen, deren Vermarktung NGOs ihrer Wahl zugute kommt.

i5-Gründer Markus Wagner hat mich mal um Feedback gebeten, damals habe ich ihm geschrieben:

Hier auf kritische Masse zu kommen ist eine Herausforderung. Ich habe mir kurz überlegt, ob ich so ein Werbemittel für meine eigene NGO in meinen Emails haben wollen würde – eher nicht.

Für andere NGOs: Definitiv nicht. Außerdem blocken m.W. die meisten Email-Clients Remote Images (“web bugs”) per default. Abgesehen davon, dass das das Businessmodell grundsätzlich beeinträchtigt, würde ich als User nicht wollen, dass bei meinem Empfänger ständig entsprechende Fehlermeldungen aufpoppen.

Ich habe (außer von i5-Leuten) noch nie ein Mail mit Emailcharity-Signatur gekriegt, das sagt auch schon einiges über den Erfolg aus.

presentify

Presentify.com ist eine österreichische Variante der ebenfalls sehr dicht besiedelten Einladungs- und Event-Organisier-Website-Landschaft. Dahinter steckt ein junger Oberösterreicher, Sebastian Moser, der, sollte Presentify nicht aufgehen, sicher noch mit spannenden Projekten von sich reden machen wird.

Im Großen und Ganzen ist die Sache sauber umgesetzt, das genaue Featureset ist Geschmackssache. Wäre da nicht eine Sache – der absolute Liebestöter: Anstatt auf “gradual engagement” zu setzen, wird man mit einer Registrier-Hürde konfrontiert. Viel besser machen das Doodle oder Pingg.

prooms

UPDATE:
Jörg Hofstätter bittet mich per Twitter, auch noch ein paar Zeilen über Prooms.com zu schreiben, ebenfalls ein österreichisches Produkt. Prooms steht für “Private Rooms” und ist sowas wie der Missing Link zwischen Couchsurfing und Hotels. Man kann hier seine Wohnung – oder auch nur eine Couch oder ein Zimmer – tageweise an Reisende vermieten. Die Bezahlung erfolgt unkompliziert in bar vor Ort; um die Provision für Prooms kümmert sich der Vermieter. Prooms deckt damit eine echte touristische Marktlücke ab und stiftet ganz klaren Nutzen. Auf der Negativseite stehen wieder eine massive Registrierungshürde und noch recht unterentwickelte “Reputation Systems” (Lesetipp), also Möglichkeiten für den Vermieter, abzuschätzen, wen man sich da in die Wohnung holt. (Couchsurfing kriegt das zb. sehr gut hin.) Beides – und möglicherweise noch zu geringe Bekanntheit – führt dazu, dass das Angebot an vermietbaren Objekten noch etwas dünn ist.


Und weil ich grad beim erbetenen Schreiben bin: Mirjam Mieschendahl möchte gerne auf das BarCamp für Frauen (Geheimtipp für geekige Single-Männer!) am 30. August in München hinweisen.

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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