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Niko Alm hat im aktuellen The Gap Magazine einen sehr lesenswerten Text über “Protest 2.0” geschrieben und mich in diesem Kontext auch zu den Grünen Vorwahlen befragt. Hier das ungekürzte Interview:

Die im März gestartete Initiative Grüne Vorwahlen wollte ein bestehendes Statut der Wiener Grünen nützen, wonach Unterstützer der Partei bei den Grünen Vorwahlen stimmberechtigt sind, um möglichst viele Menschen zur Landesversammlung am 15.11. 2009 zu bewegen und dort die Liste für die Gemeinderatswahl mitzuwählen. Die Wiener Grünen akzeptierten entgegen der Annahme der Initiative nur ca. die Hälfte der Unterstützungserklärungen, ohne genau darlegen zu können, warum so viele Sympathisanten abgelehnt wurden. Einer der Initiatoren, Helge Fahrnberger (Bild: © Jakob Polacsek), beantwortet dazu einige Fragen.

Helge-219x300Es gibt zwar Initiatoren, aber eine Kommunikation ist mit den Grünen Vorwahlen nur in ihrer Gesamtheit möglich. Jetzt ist es so, dass viel Vorwähler nicht angenommen wurden. Hätten die Grünen Vorwahlen hier nicht Vertreter mit (Ver)Handlungsvollmacht ausstatten müssen?

Den Grünen hinter verschlossenen Türen irgendwelche Zugeständnisse abzuringen hätte genau das ad absurdum geführt, was wir von ihnen verlangten: Entscheidungen transparenter und unter Einbindung von uns Wählern zu treffen. Daher gab es keine andere Verhandlungsoption, als die Entscheidung der Grünen, jeden Zweiten abzulehnen, transparent zu machen und die Diskussion darüber öffentlich zu führen. Hier war auch der Weg das Ziel: Lieber aufzeigen, wie eine Partei tickt, als ihr in geheimer Absprache was abzuverhandeln.

Haben die Grünen Vorwahlen punkto Organisation einen Punkt verpasst, um mit dem unerwarteten Verlauf anders umgehen zu können?

Es sind im Laufe der Grünen Vorwahlen sicher Fehler passiert: Wir haben zugelassen, dass einzelne Grüne Scharfmacher Gerüchte über einen Putschversuch verbreiten, im Glauben, dass man intern eh unsere Blogs liest, um sich vom Gegenteil zu überzeugen. Auch haben wir uns vielleicht zu bereitwillig vor den Karren von Medien mit eigener Agenda spannen lassen. Trotzdem waren wir zu unserer eigenen Überraschung dem Grünen Landesvorstand organisatorisch und in Sachen Medienarbeit zu jedem Zeitpunkt überlegen. Die Grünen spielten als Gast, für uns war es das Heimspiel. Schade war nur, dass es überhaupt zum Match kommen musste, wir hätten ja auch gemeinsam auf ein Tor spielen können.

Oder wäre es vielmehr alleinige Aufgabe der Grünen, hier die entsprechende Kommunikation richtig aufzubauen?

In einer idealen Welt ja – dann hätten die Grünen die Grünen Vorwahlen als das begriffen, was sie waren: Eine Kampagne für Mitarbeit und Mitbestimmung bei den Grünen. Aber der Landesvorstand stand massiv unter Druck einzelner Funktionäre und war angesichts der Tatsache, dass fast alle Mitglieder selbst für den Gemeinderat kandidieren wollten, erpressbar. Einfach den Wortlaut der Statuten zu vollziehen schien da keine Option mehr zu sein. Das Resultat war ein kommunikatives Fiasko und ein Kampf gegen die eigenen Sympathisanten.

Wie kann aus deiner Sicht, unabhängig von den Grünen Vorwahlen, eine Kommunikation zwischen Netzwerk-Protest/Initiative und hierarchischer Organisation stattfinden? Wer ist verantwortlich für den Bau der Schnittstellen?

Je klarer eine Organisation definiert hat, wo und wie ihre Kunden, Wähler oder Einwohner andocken können, desto besser. Im Bereich der Bürgerbeteiligung gibt’s seit vielen Jahren funktionierende Modelle, selbst wenn die Kommunen oft nicht die Konsequenz besitzen, sie anzuwenden. Auch moderne Organisationen wie der T-Shirt-Hersteller Threadless.com oder die Enzyklopädie Wikipedia haben ihre Partizipationsmöglichkeiten sehr genau definiert und stellen diese in einem ständigen Erneuerungsprozess laufend zur Diskussion. Konsumenten fordern zunehmend Mitsprache auch dort ein, wo sie noch nicht vorgesehen ist. Mit den Mitteln des Internets ist es eben einfacher denn je, “zurückzureden” und sich mit Gleichgesinnten zu organisieren. Die meisten Organisationen sehen das als Bedrohung, dabei ist es eine riesige Chance.

Wo siehst du Parallelen zwischen #unibrennt und den Grünen Vorwahlen?

Der wesentliche Unterschied zwischen den Uniprotesten und den Grünen Vorwahlen ist, dass die Uniproteste nicht wie wir inhaltliche und organisatorische Einschränkungen vorgaben. Bei den Grünen Vorwahlen haben wir von Anfang an sehr genau definiert, dass es unser Ziel ist, möglichst viele Menschen zu wahlberechtigten Vorwählern zu machen. Alles andere war explizit Nicht-Ziel, dabei haben wir uns auch an der Funktionsweise der Wikipedia orientiert. Auf diese Art haben wir jede Möglichkeit ausgeschlossen, uns zu einer Initiative für oder gegen bestimmte Inhalte oder Personen zu machen – wir waren einfach nur der kleinste gemeinsame Nenner der frustrierten Grünwähler. Bei den Uniprotesten ist es umgekehrt, hier entstand ein fast unerfüllbarer Forderungskatalog und ein Engagement in Richtungen wie Antifaschismus, Feminismus oder gewerkschaftlicher Solidarität. Zu meiner Überraschung und Freude sind die Proteste an diesem Interessensspektrum noch nicht zerbrochen. Ein Beweis dafür, dass beharrliches Engagement in Plena, Wikis und Arbeitsgruppen selbst in schwierigen Ausgangslagen zum Kompromiss führen kann. Nur braucht das halt extrem viel Zeit. Wer die nicht hat, muss einen Fokus vorgeben.

Was schätzt du, war für die Verbreitung der Grünen Vorwahlen essentiell und in welchem Ausmaß?

Bei den Grünen Vorwahlen gab es einen Gradmesser in schwarz auf weiß für den Erfolg unserer Maßnahmen, nämlich die Anzahl der neuen Vorwahlregistrierungen: So wissen wir heute, dass ein 8-Minuten-Beitrag im ORF-Report oder ein Artikel im Profil zwar gut fürs Ego ist, aber sonst überraschend wenig bringt. Der Report-Beitrag brachte gerade mal 20 neue Unterschriften, auch der Traffic auf unserer Website war überraschenderweise nicht höher als bei einem Artikel auf DerStandard.at. Am wichtigsten waren die sieben oder acht Infoabende, die fast ausschließlich über Twitter und Facebook beworben wurden. Telefonate und Emails im Hintergrund fanden nur vereinzelt statt, die meiste Organisationsarbeit wurde über Twitter erledigt. Das hatte gleichzeitig den Vorteil, dass sich immer wieder neue Leute einbrachten und nicht der Eindruck entstand, hier wird im Hinterzimmer was ausgemauschselt. Die Grünen Vorwahlen hätte es ohne Telefon, SMS, Facebook und selbst ohne Massenmedien geben können – aber ohne Blogs und Twitter wären sie undenkbar.

Weihnachten mit Laafi

November 27, 2009  

Als ich vor acht Jahren zum kleinen Verein Laafi gestoßen bin, war unser Jahresbudget um die 10.000 Euro, die wir im erweiterten Freundeskreis auftreiben konnten. Jetzt liegen wir schon bei 42.000 Euro, mit denen wir Gesundheitsprojekte in Burkina Faso finanzieren (übrigens noch immer komplett ohne Verwaltungs- und Reisekosten), und das ist schon deutlich schwieriger aufzustellen.

Noch immer bekommen wir kein Geld von offiziellen Stellen und nur selten von großen Organisationen. Darum geht’s zu Weihnachten bei uns rund. Dieses Jahr haben wir uns gleich drei Sachen überlegt:

header
einsSinnvoll schenken: Schenke einen Ziegelstein für den Ausbau eines ländlichen Kleinspitals – oder andere symbolische Geschenke. Ab €1abrick
zweiAfrika-Fotokalender: Wie jedes Jahr, mit den schönsten Fotos aus den Projektdörfern! Spiralisiert und auf hochwertigem Papier gedruckt. Ein Stück €11coversmall
dreiAmazon-Einkauf:
Wer über Laafi bei Amazon einkauft, spendet 6% der Umsätze an die Projekte in Burkina Faso – kostet gar nix extra!
amazon-button

 

Bitte, bitte hilf uns, das bekannt zu machen! Sag’s deinen Freunden weiter, poste das auf Facebook! Schick’ Emails, oder twittere das!

Eine besondere Bitte geht an die Bloggerkollegen da draußen – bitte bloggt über diese Weihnachtsaktion! Christian, Daniel, Dieter, die fairen Konsumenten, Fliptheflop, Georg, Georg II, Hannes, Heinz, ICT4D, Klaus, Luca, Markus, Oliver, Robert, Sebastian, Smeidu, Stefan, Wolfgang, seid ihr wieder dabei?

Wer obige 1-2-3-Tabelle anzeigen will – einfach bei Georg Sourcecode kopieren! Wer wieder ein grafisches Werbemittel braucht – hier ein Button (im ContentAd-Format):

sinnvoll schenken

HTML-Code dazu:

<a href="http://www.laafi.at/sinnvoll-schenken/"><img src="http://www.helge.at/wp-content/uploads/2009/11/laafi-button.jpg" alt="sinnvoll schenken" title="sinnvoll schenken" width="300" height="250" border="0" /></a>


Morgen abend werde ich auf Einladung der Grünen Wirtschaft in Innsbruck mit Eva Lichtenberger (Abg. zum EU-Parlament), Georg Tomandl (Tonstudiobetreiber) und Volker Plass (Bundessprecher der Grünen Wirtschaft) über Urheberrecht diskutieren. Ich glaube, ich soll die Rolle des Piraten einnehmen..

19:30 in der Orangerie im Kongresshaus. Danach gibt’s Party. Good Ol’ Prrate Parrty!

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Hier noch ein Rückblick auf den Digiday09 (inkl. Video meines Vortrages, leider tw. mit kaputtem Ton).

Update: TU Wien und Grüne Wirtschaft Innsbruck added.

Update 2: Slides des TU-Vortrags:


Heute werde ich im Standard zum Kopf des Tages geadelt. Nicht dass das nicht auch das Ego streichelt, aber der Sache wird es nicht gerecht. Der Kopf des Tages sind in Wirklichkeit eine ganze Menge Köpfe: Das sind vor allem Jana Herwig, Martin Schimak und Michael Schuster, die schon zu einer Zeit dabei waren, als wir noch geglaubt haben, wir müssten zuerst ein “Manifest für eine neue Politik” verfassen, und die Vorwahlen in mühsamer Arbeit aus der Taufe gehoben haben. Kurz nach Start sind dann noch Max Kossatz und Nicky und Gerald Bäck zum Organisationsteam gestoßen und haben ganz wesentlich zum Erfolg beigetragen. Dazu gab es noch sehr viele Leute, die Sachen organisiert haben, im Freundeskreis Vorwähler-Registrierungen gesammelt haben oder mitgedacht und -diskutiert oder einfach nur einen Antrag abgeschickt haben. Danke!

Die Medien haben mich zu Beginn als “Face” der Initiative ausgesucht, vermutlich weil ich das bekannteste Blog der drei Initiatoren hatte und – dem Alfabet sei dank – in deren Aufzählung an erster Stelle stand. Dass sich Ideen besser vertreten und bekannt machen lassen, wenn man eine Person mit ihnen verbindet, kann man gut finden oder nicht – aber schwerlich bestreiten. Genau dieses Thema ist bei den Grünen sehr heikel – mehr als jede andere Partei haben sie ein gespaltenes Verhältnis zu starken Einzelpersonen (Stichwort “Silberrücken”), und wollen lieber als Kollektiv wahrgenommen werden. Ein ganz wesentlicher Grund, warum es die Grünen Vorwahlen grünintern so schwer hatten – zielen diese doch auf einen Wettkampf der besten Köpfe um einen Platz auf der Kandidatenliste ab. Das wäre irgendwann einen eigenen Blog-Beitrag wert.

Wieviel konstruktive Diskussion die Grünen Vorwahlen parteiintern ausgelöst haben, zeigt dieses bemerkenswerte Interview mit Klubobfrau Maria Vassilakou (die wie viele andere Abgeordnete am liebsten alle Vorwähler aufgenommen hätte):

In diesem Sinne: Die Grünen Vorwahlen leben. Das gilt besonders auch für Abgelehnte: Ihr seid trotzdem Vorwähler! Lasst euch nicht entmutigen, ihr wurdet nicht von den Grünen abgelehnt, sondern nur von ein paar Bremsern. Keiner kann euch verbieten, bei den Vorwahlen – als Mitdenkende und -diskutierende – trotzdem dabei zu sein. Meinungsbildend!

PS. Das Standard-Portrait liest sich nicht nur, als hätte es ein ehemaliger Mitschüler aus der Parallelklasse geschrieben, der mich nur aus dem Flurfunk kennt (kein Wunder, weil es auch so ist. Nix für ungut, Gerald ;-), sondern enthält auch ein paar Fehler: Ich war nicht Mitbetreiber von uboot.com sondern dort nur angestellt. Auch war mir das Lehrplan-Einhalten meines Turnlehrers egal – ich bin nur nicht hingegangen, weil ich keine Lust auf Fußball hatte (wär’ heute auch anders).


Ich habe schon so oft darüber geschrieben, wie ich mir partizipative(re) Demokratie, auch unter Nutzung des Internets vorstelle. Jetzt versuchen wir (also Martin, Jana und ich) etwas Konkretes: Grüne Vorwahlen.

gvw-green

Die Statuten der Wiener Grünen lassen etwas zu, von dem nur niemand weiß: Jeder, auch Nicht-Mitglieder dürfen bei der Erstellung von Kandidatenlisten mitbestimmen. Bedingung ist nur eine vorherige Registrierung. Also beste Voraussetzungen für Vorwahlen.

Was wir jetzt machen, zugegebenermaßen ohne die Grünen groß um Erlaubnis gefragt zu haben: Wir rufen diese Vorwahlen aus, unter Ausnutzung der Statutenregelungen.

In den letzten Monaten ist viel passiert, was mich als Grünwähler an den Grünen stört: Die nicht gezogenen Schlüsse aus der Nationalratswahlen im Herbst beispielsweise oder verpasste Chancen bei der Europawahl.

Am Tag nach der Nationalratswahl habe ich skizziert, wie ein partizipativer Wahlkampf der Grünen für mich ausschauen müsste:

Wo waren die [20 Mandatare] im Wahlkampf? Wer sind die überhaupt? Während des ganzen Wahlkamps waren sie beispielsweise auf der Grünwebsite kaum auffindbar, geschweige denn irgendwo als Person präsent. (Und bitte kommt mir jetzt nicht mit Presseaussendungen und Ständen in Fußgängerzonen – das ist sowas von antiquiert, davon krieg’ ich Ausschläge.)

Wo sind die öffentlichen Hearings, die Personen-vor-wahlkämpfe um die besten Listenplätze? Wo sind die innovativen Quereinsteiger wie parteifreie Solarenergieunternehmer, Koriphäen aus Wissenschaft und Wirtschaft oder junge, smarte Studenten?

Dazu stehe ich noch immer. Zwingen wir die Grünen zu mehr Offenheit!


dhl

Irgendwie ist die Adressliste der Leute, die sich die Blogeinträge zuschicken lassen (RSS-Post-Abo) plötzlich leer, und ein Backup gibt es leider keins. Darum die Bitte an alle alten Abonnenten (oder die es werden wollen), tragt euch hier neu ein. Danke.


maptheq

Als Qype vor kurzem ihre API veröffentlichten, haben wir überlegt, was wir damit anstellen können.

Ergebnis: Wir haben die API nach den geokodierten Restaurant- und Café-Daten abgefragt und stellen die (mithilfe unserer Kartentechnologie Maptoolkit) auf Karten dar: www.maptheQ.com. Das schöne daran ist, dass sich der Aufwand, den wir in Bikemap & Co gesteckt haben, bei solchen Projekten bezahlt macht: MaptheQ war mit Minimalaufwand umsetzbar. (Im Toursprung-Blog gibt’s übrigens eine Aufzählung der Funktionen.)

Schön ist Feedback wie das von Christian Langreiter (ja, dem) auf Twitter:

chl-maptheq

Bin schon gespannt, wie es Qype-Gründer Stephan Uhrenbacher gefällt – so der neben dem Kampf um die neuen Farben mit seiner Community (Qype wurde eben neu gelauncht) Zeit findet. ;-)

Freue mich über Feedback zur Site, auch über kritisches! Ein “known issue”: Mit eingeschaltenem Firebug ist MaptheQ (wie die meisten Ajax-Anwendungen) seeehr langsam. Da müssen wir noch eine Warnung einbauen, so viel Gmail das auch macht.


Vor vielen Jahren kommen ein Mann und eine Frau an Bord einer British-Airways-Maschine von irgendwo nach irgendwo ins Gespräch. Sie merken den jeweiligen deutschen Akzent und sprechen auf Deutsch weiter – beide sind zufälligerweise aus Österreich. Sie: “Woher sind Sie?” Er: “Linz.” Sie: “Ich aus Steyr.” Er: “Ah, da bin ich aufgewachsen.” Sie: “Die Welt ist ein Dorf! Meinen Sohn hat sogar einmal, 1980 nach einem Tennisturnier, irgendwo in Westafrika in einem Restaurant ein kleiner Bub mit ‘Grüß Gott Herr Feigl’ angesprochen. Seine Eltern und mein Sohn spielten im selben Tennisclub in Steyr.”

Sagt der Mann: “Die Geschichte kenne ich, das war mein Neffe.”

Diese Anekdote habe ich hier schon einmal erzählt, vor drei Jahren. Heute haben wir meinen Onkel in Linz begraben. Er kam letzten Montag in einer Lawine in der Steiermark ums Leben. Auf einem Hang, auf dem selbst die Bergretter bei Lawinengefahr Touren zu gehen pflegten, weil er als sicher galt.

gernot-werner

Mein Onkel war die Drehscheibe unserer Großfamilie, der keinen Geburtstag vergaß und allen hilfsbereit zur Seite stand. Obwohl er auf die 80 zuging, stürzte er sich per Kajak über meterhohe Wasserfälle, machte laufend Fortbildungen als Tauchlehrer und Schilehrwart, ging Touren, reiste quer um den Globus und schaffte doppelt soviele Klimmzüge wie ich. Ab und zu fragte er mich per Skype um Rat, wenn er ein Computer-Problem hatte. Zuletzt konnte ich ihm immer weniger helfen, weil Fragen wie “Welches Werkzeug würdest zu zum Ghosten von Festplatten verwenden?” mein Knowhow übersteigen.

Hier 2007 in einer Schlucht im Engadin:

Von ihm stammen auch die einzigen im Internet auffindbaren Strophen der böhmischen Version von Schillers Taucher – aus der auch die Wendung “Ein echter Wiener geht nicht unter” kommt.

Gernot, wir werden dich vermissen!


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Morgen werden Christian Spanring und ich im Rahmen von Digitalks 8 etwas über Geo-Services erzählen.. allerdings nur für bereits Angemeldete – die Veranstaltung ist ausgebucht. Aber Digitalks richtet sich eh an Einsteiger, also nicht an die Leser dieses Blogs ;-)

Wir werden den Bogen von den frühen Tagen der webbasierten Kartenapplikationen über die ersten Mashups mit Start von Google Maps, die Mashups und Location-based Services der Gegenwart bis zum großen, gesellschaftspolitischen (Aus)Blick auf das Thema spannen. Wenn’s ein Video davon gibt, poste ich es hier – Slides werden wir keine verwenden.

Update: Hier das Video – danke fürs Filmen, Luca!

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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