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Eigenartig. Gestern war ich bei zwei aufeinanderfolgenden Podiumsdiskussionen des Presserats zum Thema Transparenz im Journalismus, bei der ersten im Publikum, bei der zweiten am Podium. Heute das:

Ich hatte Oliver Voigt von “Österreich” aus dem Publikum (!) gefragt, ob er nicht der Meinung sei, dass sich ein mittelmäßiger Kommunalpolitiker unter anderem in seiner Zeitung zum Kanzler gekauft hätte, wie böse Zungen behaupten.

Zumindest soweit ich mich daran erinnere – ich bin kein Politprofi, der seine Aussagen immer Wort für Wort im Griff hat. Schon gar nicht, wenn ich irgendwo im Publikum sitze.

Verwunderlich also, dass ein unprominenter Gast – zu Wort kamen viele bekannte Medienmenschen: Rainer, Reitan, Kalina, Brosz, Fidler, Voigt, Langenbucher, Bauer, etc – mit einer Aussage aus dem Publikum zur Titelstory wird, die dazu mit dem eigentlichen Thema nicht mehr allzu viel zu tun hat. (Ein User fragt zu Recht: “Wer ist Helge Fahrnberger???”) Der hochspannende und preisgekrönte Open Newsroom von Norran.se, den Anette Novak präsentierte, kommt hingegen nur am Rande vor.

Und wann wurde es eigentlich Headline-würdig, wenn irgendein Blogger den Kanzler basht? Da kämen die Medien wohl nicht mit dem Schreiben nach. Kann es sein, dass hier wieder ein Journalist durch mich spricht?

Also liebe Löwelstraße, falls ihr mich klagen wollt und falls es daran noch Zweifel gab: Nein, ich kann den Wahrheitsbeweis, dass sich unser Bundeswerner zum Parteichef und Kanzler gekauft hätte, nicht antreten. Aber nein, ausschließen kann ich es auch nicht, immerhin gibt und gab es eine gewisse Verdachtslage.

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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