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Eigentlich wollte ich zu Faymann und Failmann nichts schreiben, wurde eh schon alles gesagt. Aber Ö3 wollte eine Wortspende zu Faymanns falschen Facebook-Freunden:

Außerdem schreit Stefan Bachleitners Kritik am Kanzlerdouble Werner Failmann nach Widerspruch. Er kritisiert das Satireprojekt (und die Reaktion der Twittersphäre darauf):

Wo bleiben die Grundregeln jedes demokratischen Diskurses? (..) Wollen wir fröhlich schunkelnd mitklatschen, wenn eine demokratische Institution unseres Landes nachhaltig beschädigt wird?

Ein Kanzler, der eine 6-stellige Summe unseres Geldes dafür ausgibt, sich durch eine (zweite) Homepage sowie eine Smartphone-App – beides völlig ohne Erkenntnisgewinn – huldigen zu lassen, nachdem er viele Millionen Steuergelder auf fragwürdige Art und Weise dazu verwendet hat, sich die Gunst von Printmedien zu kaufen in Printmedien in Szene zu setzen, ein Kanzler, dessen ganzes System auf Korruption gebaut (geschrieben 2008!) ist, MUSS kritisiert werden.

Wenn Kritik zu Konsequenzen führt, wie sie Michael Jeannee (beinahe), Wolfgang Ainetter und Andere, deren Fälle nicht öffentlich sind, erleiden mussten, dann ist es verständlich und begrüßenswert, wenn die Kritik anonym geführt wird. Die Gefahren für die demokratischen Institutionen gehen wohl von anderer Seite aus als von einem anonymen Satireaccount.

Mir tun das Teamkanzler und Angelika Feigl aufrichtig leid, weil sie Prügel für etwas bekommen, für das sie nichts können.

Doch Werner Failmann ist nur der Geist, den Werner Faymann rief.


 

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2 Comments
#274903 Günter Strobl says on November 28, 2011 at 1:46 am
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Hmm – eigentlich wollte ich diesen Blogbeitrag auch nicht kommentieren, aber Dein Mitleid mit Angelika Feigl dürfte aus mehreren Gründen unangebracht sein:

1. Es geht wohl nur in diesem Land (sehen wir mal von den berühmten Bananenrepubliken ab), dass die oben genannte mit dem Innenpolitik-Chef der größten österreichischen Tageszeitung verheiratet ist. Folgte man einem Mindestmaß an politischer Ethik, ginge das nicht.

2. Du erklärst nicht, warum “das Teamkanzler nichts dafür kann”. Immerhin sind sie doch die Experten für Social Media im Bundeskanzleramt, da trage ich doch eine Verantwortung auch für eine etwaige Social Media Strategie. Oder war es der Kanzler Himself, der seine SM-Kampagne entwickelt hat? Ich denke also, dass das Team sehr wohl eine Verantwortung trägt – vor allem auch für das Krisenmanagement.

Und: Das Blöde an dieser Republik ist, dass Satire offensichtlich das einzige Mittel ist (Georg Kreisler schau owa) mit dem man medial bis auf die Wohnzimmercouch durchdringt, ohne die Kronenzeitung besitzen zu müssen. Das macht Figuren wie Failmann zum wohl einzigen wirksamen Mittel für Öffentlichkeitswirksamkeit. Und das hat der echte Bundeskanzler ironischerweise mitzuverantworten!

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#275111 neuwal • Faymann 2.0 – Das Desaster nach einem Monat | neuwal says on November 29, 2011 at 10:04 am
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[…] auch die österreichische Blogszene schweigt nicht: Helge nutzt die Gelegenheit als grundsätzliche Kritik am Stil des Kanzlers und spricht Werner Failmann, […]

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