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Reines Wiener Blut

August 14, 2010

Heute Mittag im Brunnenviertel:

Es widerstrebt mir, die Nazikeule auszupacken, aber “Wiener Blut” und “Zu viel Fremdes”, das erinnert halt doch sehr an den “Wochenspruch der NSDAP” in der Woche vom 21. November 1938, keine zwei Wochen nach der “Reichskristallnacht” * (Quelle):

Die Verwendung meines FPÖ- / HC Strache-Plakat-Fotos (Originaldatei), auch im kommerziellen Umfeld, ist mit Namensnennung und Link hierher erlaubt.

Update: Die Bedingungen im vorigen Satz waren für unsere Medien offenbar ein bisschen zu kompliziert formuliert: Steht “Gratiszeitung” für “Wir klauen deine Fotos”?


 

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66 Comments
#228806 n says on August 16, 2010 at 8:42 pm
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Vielleicht ist er auch nur enttäuscht keine Wienerin mehr als Freundin zu bekommen. Seit seiner Ex-Frau schauts mit Wiener Blut doch eher mager aus. Hat ihm wohl nicht gut getan.

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#228810 Andreas says on August 16, 2010 at 9:13 pm
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Ignorieren und darüber lachen liegt mir fern. Ich finde es schade, dass solche Plakate toleriert werden und damit die Latte des schlechten Geschmacks wieder um ein Stück tiefer gelegt wurde. Tag für Tag gewöhnt man sich an mehr von diesen Sprüchen, bis es normal ist und noch mehr wegschauen.
Die Angst vor dem Fremden liegt in der Natur des Menschen, was fremd ist sollte sich jedoch niemand von einer Partei erklären lassen.
Zum unteren Plakat: Was ewig lebt ist im Fall von Deutschland nicht das Volk, sondern die Schande.

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#228841 NDM says on August 17, 2010 at 2:08 am
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@christian:

Was die Irrelevanz der NPD auf deutscher Bundesebene angeht – das hat sehr vielschichtige Gründe, und von Bundesland zu Bundesland stellt sich die Lage anders dar. Es ist ja kein Geheimnis, dass sich die Mentalität zwischen Bayern und Ostfriesland und zwischen NRW und Sachsen stark unterscheidet. Zu allen Regionen zu benennen, wie der Rechtsextremismus auftritt, und welche Gegenmaßnahmen erfolgreich sind, würde den Rahmen völlig sprengen.

Dennoch halte ich dieses Thema auch für Österreich nicht für unwichtig, denn wenn die Österreichischen rechten so stark Deutschbezogen sind, dann sollte man sich nicht scheuen, in diesem Kontext auch die Rechten in Deutschland und der Schweiz anzusehen. Bei Gegenstrategien wäre dann zu schauen, welche Gegenaktivitäten erfolgreich waren, sind oder Erfolg versprechen, und ob sie(vllt. mit Anpassungen) auf österreichische Verhältnisse angewandt werden könnten. Ein engagiertes diesbezügliches Projekt wäre mal interessant.

Die Erfolge der FPÖ zeigen jedenfalls, dass der Umgang mit denen auf ein neues Fundament gestellt werden sollte. Vielleicht wäre es auch sinnvoll, wenn die Parteien international ihre Köpfe zusammenstecken, um Erfahrungen auszutauschen und dieses wahrlich internationale Problem anzugehen. SPD mit SPÖ, Ö-Grüne mit D-Grünen, ÖVP mit CDU/CSU, usw. – und besonders wichtig: Die liberalen mit der FDP, denn die FPÖ ist, anders als der Name vermuten lässt, alles andere als liberal. Damit könnte man die FPÖ zusätzlich vorführen. Ihre “Partnerparteien” in Deutschland sind nämlich – allesamt – völlig bedeutungslos und geächtet. Wenn die sich treffen, kann es nur gegen die FPÖ ausgelegt werden.

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#228883 Hans Wurst says on August 17, 2010 at 8:19 am
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@NDM

Die Analyse warum die FPÖ in Österreich so erfolgreich ist, ist schnell gemacht.
Der Grund sind ÖVP, SPÖ und Grüne.
Wären die Parteien attraktiver würde die FPÖ es nie so leicht haben. Die FPÖ ist mehr Symptom als Ursache.
Gut sieht man das daran dass früher Haider als der Erfolgsgrund der FPÖ gesehen wurde, Strache hat in einer ähnlichen politischen Lage (große Koalition) genauso Erfolg obwohl er augenscheinlich wesentlich weniger politisches Talent hat.

Wenn die anderen Parteien mehr an sich arbeiten würden, würde sich schon vieles verbessern.

@Helge
Warum hast du eigentlich deinen Blogeintrag über das Grüne Chaos entfernt? Glaubst du das hilft der Partei?

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#228884 Manuel says on August 17, 2010 at 8:19 am
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Sehr schönes und wahres Plakat, HC weiter so!!! Meine Stimme hast du!

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#228890 Toni Kuzmić says on August 17, 2010 at 9:28 am
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Ein Plakat ist so gut wie das Ausmaß der Reaktion drauf.
Das ist das Kalkül hinter solchen Plakaten.
Man hätte die Forderung nach einem Migrationsstopp auch nüchtern und sachlich formulieren können aber dann ist das Echo geringer und damit der Werbewert.
Das Plakat ist vom Marketing-Gesichtspunkt zu sehen.
Es geht immer um das selbe:
Aufmerksamkeit auf ein Produkt ziehen.
Hier ist das Produkt politisch und heißt H.C.
Nicht umsonst gestalten Agenturen neben Politkampagnen auch Kampagnen für Waschmittel, Hundefutter, Autos, Margarine, Küchenrollen, Klopapier, etc.

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#228914 Christina says on August 17, 2010 at 3:37 pm
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Das Plakat ist echt.
Habe es heute morgen in Nähe der Favoritenstr. gesehen.

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[…] geben, berechtigte Rassimusvorwürfe zu bagatellisieren – denn vom wortwörtlichen ‘reinen Wiener Blut‘ haben schließlich nur die KritikerInnen […]

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#228961 roman g says on August 18, 2010 at 2:23 am
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Musik : http://www.youtube.com/watch?v=OMrwcix41sY
Text:

Heast, wos hod dea Bua
Wos brauchda fira Medizin
Geh schau, geh schauda wos au
I waaß genau

Hetzn und valetzn, des derf ned einegehn
Eich wiads wia Hauptfett aufstön
Volle Wäsch ind Waund, wiad des schee
Da Jörg foad oh
Da HC kummd
A Skandal wiad inszeniert
Mita Bledheit von die Leid wiad imma wieda spekuliert

Man ruft den
Doktor, Doktor
Der Wiener sieht rot
Doktor, Doktor
Ana frogd- “Is der tot?”

Blaue Bruat
Hod ka Aunung von an Wiena Bluad
Die san so link, i kumm in Wut
H.C. erkennen – tut –
Do nutzt a ka Muezzin
Fia drei Finga wird ka Preis verliehn
Effn san moralisch übablim
Mit grinsn, fäuln und liagn
Do nutzt a ka Muezzin
Oh, oh, oh…
Heast die san da oag
Seit zwa Joa is eana Meista hin
Ooohh

Strache, Mölza, Rosnkraunz, gehts doch ham
Kickl, Scheuch, Vilimski, oda foats aund Bam
Graf, Gudenus, …jedes einzelne Relikt
Des aus an Oibtram kummt
Stop retour inn Kriag gheats gschickt

Man ruft den
Doktor, Doktor
Warum diese Not?
Doktor, Doktor
I sog: “Naziverbot!”

Braune Bruat
Mit Hian und Vastaund haum die nix am Hut
Nur fias vahetzn do sans imma guad
Aufs Plakat wiad gspiem
Ka Prestige fia Wien
In eanan Budn hauns drin
Midn Schläga aufd leere Bian, sehr intim
Im Stehn, im Foin, im Liegn
Ka Prestige fia Wien

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#229128 » Mein Fehler, Herr Graf · Helge's Blog says on August 19, 2010 at 1:04 pm
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[…] Previous: Reines Wiener Blut | Mein Fehler, Herr GrafAugust 19, 2010 Tweet var flattr_wp_ver = '0.8'; var flattr_uid = […]

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[…] Fahrnberger took a picture (below, click for bigger version) of a billboard of the Austrian party FPÖ, and commented on the text that seemed to be quite similar to that of a Nazi-poster from 1938. He also posted the original 1938 poster on his blog on August 14. […]

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#229778 Jemand says on August 26, 2010 at 12:52 pm
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Schon mal was von freier Meinungsäußerung gehört?
Oder fällt nur Eure Meinung darunter?
Was ist aus dieser Welt geworden. Eine Gruppe von Leuten sagt, was sie denkt und das Netz reagiert wie vorhersehbar …
Eines Tages seid Ihr die Diffamierten … und dann?

Wählt sie nicht – alles andere ist unmoralisch und/oder ungesetzlich.

Oder habt Ihr Angst, der Rest der Bevölkerung könnte so denken wie diese Gruppe? Und Ihr seid in der Minderheit?

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#230797 „Race is an issue“ — Die Sache mit dem Blut at meszner says on September 4, 2010 at 1:36 pm
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[…] sehr der Protest gegen das “Wiener Blut”-Plakat der FPÖ auch zu begrüßen ist, ein Problem habe ich dann doch damit. Da gibt es mittlerweile […]

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[…] der Stimmen für eine Blut-und-Boden-Partei, Risse durch die Gesellschaft entlang der Thesen eines Thilo Sarrazin, in der […]

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#244151 Waldi der Vogel says on December 21, 2010 at 12:19 pm
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Und was meint der Herr Schreiber, warum “Wiener Blut” in Anführungszeichen gesetzt ist?

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#270546 Ostheimer Webdesign says on October 16, 2011 at 11:44 pm
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Rückblickend betrachtet hat sich nicht viel geändert. Er ist immer noch da und die Plakate führten nicht zum gaaaaanz oben angekündigten Aufstand.
Freuen wir uns auf die nächste Wahl?
Ich nicht.

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