Versucht Thalia, kleine Buchhandlungen zu zerstören?
June 25, 2010Seit zwei Tagen kursiert auf Facebook und per Email ein Text der Seniorchefin des kleinen Verlag Ennsthaler, der am Stadtplatz meiner Heimatstadt Steyr eine Buchhandlung betreibt. In diesem Text wirft Frau Ennsthaler dem deutschen Buchhandlungsriesen Thalia (knapp 300 Filialen) höchst unsaubere Methoden vor:

Leider hat Thalia jetzt sein begehrliches Auge auf uns geworfen. Sie hätten einfach mehr Umsatz, wenn es unsere Buchhandlung nicht gäbe, wenn sie unseren Standort hätten. Sie haben uns vor einem Jahr ein Angebot gemacht, wir haben kurz überlegt und dann abgelehnt. (..) Der deutsche Geschäftsführer kam in unser Haus zu einem Vorstellungsbesuch, wie er sagte. Leider war dieser Besuch kein höflicher, wie wir dachten. Entweder wir verkaufen oder sie bestellen nichts mehr bei uns. Mein Mann hat ihn höflich aber bestimmt hinausgeworfen. (..)
Wir sind jetzt als Verlag und Auslieferung in den Computern von Thalia gesperrt. Als Kunde könnt Ihr keine Bücher mehr von uns bei Thalia kaufen. (..) Sie haben jetzt die Vorgehensweise verschärft, indem sie Keile zwischen uns und unseren Autoren treiben. Sie erklären unseren Autoren, wenn sie ihre Werke direkt an sie liefern, dann verkaufen sie die Bücher. Sie rufen die Verlage an und versuchen direkt zu bestellen, mit der Begründung, sie nehmen keine Bücher mehr von Ennsthaler an. Sie haben den Bücherpaketdienst angerufen und angewiesen, keine Bücher mehr zuzustellen, die von uns kommen. Sie zwingen also die Verlage, vertragsbrüchig zu werden und direkt zu liefern oder die Auslieferung zu wechseln. So sitzen wir ganz schön in der Zwickmühle.
Der Geschäftsführer von Ennsthaler hat mir die Echtheit des Textes bestätigt. Ob die Vorwürfe zutreffen oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls braucht die Sache ganz dringend Öffentlichkeit, Konzerne dieser Größenordnung müssen öffentlich kontrolliert werden. Spread the word!
Genau das versucht Thalia offenbar zu verhindern: Zwei Blogs, die den Brief ebenfalls veröffentlicht hatten, haben ihn inzwischen offline genommen. Auf einem davon ist zu lesen: “Der Blogeintrag wurde aus aktuellem Anlass in seinem vollen Umfang vorübergehend vom Netz genommen.” (Anmerkung: Dieser Blogbeitrag hier ist medienrechtlich überprüft worden, und ich bin nicht bereit, beim ersten Gegenwind einzuknicken. Noch immer nicht.)
In Wolfgangs Blog ist der Brief noch vollständig zu lesen.
Auf Facebook hat die Thalia-Filiale Steyr eine Gegendarstellung (Link inzwischen offline, s.u.) veröffentlicht, in der sie die Vorwürfe zurückweist:
Zur Zeit wird in verschiedenen Quellen behauptet, dass Thalia die Fa. Ennsthaler aufgrund eines gescheiterten Kaufangebotes boykottieren würde. (..) Herr Ennsthaler hat im Mai die Lieferantenbeziehung zu Thalia abgebrochen, sucht nun mit äußerst fragwürdigen, kreditschädigenden Mitteln den Weg in die Öffentlichkeit. Wir können diesen Schritt nicht nachvollziehen und bedauern diese Entwicklung sehr. Thalia hat sich seit längerem bemüht, eine für beide Seiten positive Lösung zu finden, sowohl was die Lieferantenbeziehung, als auch, was den Standort in Steyr angeht. Im Zuge dessen wurden auch gemeinsame Überlegungen über eine Buchhandlung am Ennsthaler-Standort in Steyr angestellt, die jedoch über die Planungsphase nicht hinausgegangen sind. Es gab zu keinem Zeitpunkt ein Kaufangebot.
Täusche ich mich, oder wird den Hauptvorwürfen in dieser Darstellung nicht explizit widersprochen? Ich habe Thalia auf ihrer zu diesem Zweck eingerichteten Facebook-Seite jedenfalls um Klarstellung gebeten (Link inzwischen offline, s.u.). Die Firma Thalia ist auch herzlich eingeladen, ihre Sicht der Dinge hier in den Kommentaren kund zu tun.
Thalia ist in Steyr bereits Marktführer, doch die Buchhandlung Ennsthaler hat die bessere Lage, mitten am Steyrer Stadtplatz (Foto rechtes Gebäude).
Update 26. Juni:
- Thalia hat auf meine Fragen reagiert (Link inzwischen offline, s.u.) und bittet dabei um Geduld übers Wochenende.
- Inzwischen berichten auch ORF.at und die OÖN.
- Ein Artikel (PDF) im Magazin der Süddeutschen vom letzten Oktober lässt vermuten, dass das Auslisten von Verlagen von Thalia systematisch als Druckmittel gegen Verlage eingesetzt wird (Danke Richard für den Hinweis).
- Thalia Steyr streitet auf Facebook ab (Update: Thalia dürfte alle seine Postings inzwischen wieder entfernt haben) , Anwälte auf die beiden Blogposts angesetzt zu haben. “Diese Behauptungen entbehren jedweder Grundlage!” Was sagen die beiden Blogger dazu?
- Die Facebook-Gruppe von Ennsthaler hat mittlerweile fast 1000 Mitglieder. (Update: Die Gruppe wurde inzwischen von “Ennsthaler Steyr” in “David vs. Goliath” umbenannt.)
Update 28. Juni:
- Die Geschichte hat inzwischen – vor allem auf Twitter und Facebook – weite Kreise gezogen. Den Artikel hier haben laut Serverstatistiken übers Wochenende einige Tausend Leute gelesen.
- Einer der beiden Blogger, die ihren Text offline genommen hatten, in einem Kommentar: “Thalia hat uns (..) nicht direkt bedroht, aber (..) eine Rechtsanwaltsklage in Aussicht gestellt, sollte der E-Mail-Text in vollem Wortlaut auf der Seite verbleiben”
- Meine Fragen (Link inzwischen offline, s.u.) an Thalia von Freitag sind nach wie vor (Montag 13h) unbeantwortet, obwohl man dort Samstags zu weiteren Fragen aufgefordert hatte: “Wir werden die Anfragen und Antworten sammeln und schnellstmöglich beantworten. Gerne posten Sie hier Ihre Fragen weiter!” Die Facebook-Gruppe dürfte übrigens von einer PR-Agentur im Namen von Thalia geführt werden.
Update 28. Juni 18:00:
Die Agentur von Thalia hat mir eben per Email folgende Stellungnahme geschickt:
Aktualisierte Stellungnahme zu Thalia Steyr/Ennsthaler
Linz/Steyr, 28.6.2010
In verschiedenen Online-Quellen wird derzeit behauptet, dass Thalia die Fa. Ennsthaler boykottieren würde. Wir nehmen dazu wie folgt Stellung:
Die Fa. Ennsthaler betreibt einen Buchverlag und eine Buchhandlung in Steyr. Mit dem Buchverlag bestand eine langjährige Lieferantenbeziehung, die Herr Ennsthaler im April 2010 abgebrochen hatte.
In einem heute von Josef Pretzl, Geschäftsführer von Thalia Österreich, geführten Telefonat wurde dem Wunsch von Herrn Ennsthaler, die Geschäftsbeziehung zu Thalia wieder aufnehmen zu wollen, entsprochen. Es werden ab sofort von Thalia wieder Bestellungen erfolgen.
Herr Ennsthaler bestätigt die Wiederaufnahme der Geschäftsbeziehungen. Auch wenn Thalia darauf besteht, Ennsthaler nie boykottiert zu haben, habe ich den Eindruck, dass unser öffentlicher Druck hier geholfen hat. Gut wenn sich alle sich wieder lieb haben..
Update 29. Juni:
- Die Facebook-Gruppe “Thalia Steyr” ist verschwunden. (Hier Screenshots – Danke, Stackevil.) Über eine Message auf Facebook (Update: Auch die ist inzwischen verschwunden..) beteuert die betreuende Agentur, dies sei nicht auf Veranlassung von Thalia geschehen. Man bemühe sich um Wiederherstellung. Meine Fragen dort und die Anderer blieben m.W. bis zuletzt unbeantwortet.
- Die Ennsthaler-Gruppe hat inzwischen über 2000 Mitglieder.
Update 4. August:
Spiegel Online berichtet über die Sache.







da bleibt einem ja die spucke weg ….
@helge man kann ja eh sehen wielange sich der t-mobile Store neben dem Thalia gegen über von Stadtplatz1 (3) Konditorei-Cafe Schmidt, Carl Fischer, gehalten hat.
Klingt eher wieder nach einem “wenn du nicht tust was wir wollen” freunderlwirtschafts-steyrer Völkerball.
freunderlwirtschafts steyrer Voelkerball wird da wohl ned stimmen, eher kapitalismus, und dass wahr eigentlich ja mit dem Verkauf des Landesverlages an Thalia schon abzusehen, so funktioniert dass heute, und wenn dann Thalia viele kleine uebernommen hat, wird er von Amazon uebernommen, aber die spenden ja e fuer Burkina Faso solange bis dort alle lesen koennen und bei Amazon einkaufen…
oarge gschicht, thalia is für seine aggressiven methoden bekannt – aber das ist nicht mehr competitive thinking, das ist einfach mobbing von der billigsten sorte.
und nein, die gegendarstellung ist keine – sie sagt: ja, so wars, aber wir sehen das anders, weil wir haben recht und wir sind nicht glücklich drüber dass das jetzt in der öffentlichkeit diskutiert wird.
Sollten die Vorwürfe stimmen, könnte das unter Umständen ein Fall für die Bundeswettbewerbsbehörde sein (Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung, Verstöße gegen das Nahversorgungsgesetz).
Aber Achtung: Das ist spekulativ, aber zumindest könnte eine kurze Prüfung des Sachverhalts hier nicht schaden.
Ich habe außerdem noch keinen vollen Überblick über die Sache: Es geht ja nicht nur darum, dass die Buchhandlung als solche in irgendeiner Art und weise angeblich drangsaliert wird, sondern eher um Buchlieferungen, Verlagswesen (die Fa. Ennsthaler ist demnach auch Verleger?) und Anderes. Sehe ich das richtig?
damit wird thalia von mir boykottiert. diese methoden sind menschen-unwürdig. wer so etwas anwendet, ausschließlich für die profitmaximierung, muss ein ziemlich kalter mensch sein, wenn er dann noch schlafen kann. das darf nicht belohnt werden. also geht nicht mehr zu thalia, mehr kann man eh nicht machen.
ein weiteres problem ist (zumindest f… Mehr anzeigenür mich), daß thalia mit seinem angebot fast ausschließlich den massengeschmack bedient. OK, es ist legitim, ein größeres zielpublikum anzusprechen, aber wenn es – und mir kommts langsam, aber sicher so vor – nach dem ausschließlichkeitsprinzip betrieben wird, wirds kritisch. ich will mir vielleicht einen neil stephenson kaufen, und nicht -weils gerade trendy ist – liebesgeschichten im vampirmilieu oder monomanische schwedische kommissare im depressionsrausch verfolgen….
[...] gegen Aussage. David gegen Koliath. Doch ist die Geschäftsbeziehung zwischen dem Kleinverlag Ennstaler und der Buchhandlungskette Thalia sympthomatisch für das [...]
“Als Kunde könnt Ihr keine Bücher mehr von uns bei Thalia kaufen”
Das dürfte zumindest für den Verlag im Moment nicht zutreffen.
Über thalia.de wird mir z.B. “Gelieber Glimmstengel” (ISBN-10: 3-85068-832-1) als lieferbar angezeigt.
Bin aber auch auf schon auf die Reaktion von Thalia gespannt
Ich hab vor einigen Monaten einen Artikel gelesen, der die Vorgehensweise von Thalia noch direkter und detaillierter beschreibt. Leider ist der Artikel, der ursprünglich bei “Jetzt”, dem Portal der SZ publiziert worden war, nicht mehr abrufbar. Einen Auszug hab’ ich allerdings auf dieser Soup gefunden: http://soup.hacksause.de/post/31414195/Es-geht-so-Thalia-l-dt-einzeln
Der eigentliche Artikel stand mal hier: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/487972
War damals schon Grund, dass ich jetzt davon abseh’, bei Thalia einzukaufen. Ob Amazon die bessere Wahl ist, ist eine andere Frage, aber mein Gewissen hat’s wenigstens ein wenig beruhigt.
[...] mittlerweile wenn es um kleinere, regionale Probleme wie im Falle einer Steyrer Buchhandlung (Blog) oder auch um globale Themenbereiche? Zu diesem Thema gibt es auch eine sehr interessante ARTE-Doku [...]
Naja, wie in er Ennsthaler-Steyr “fb gruppe” etwas weiter unter zu lesen war hat Frau Mag. Hartl ja brav herum Telefoniert das jemand die von Createam verfasste Stellungnahme Postet.
“S. A. .: Hier die Stellungnahme von der Firma Createam, der Werbeagentur von Thalia – Frau Mag. Hartl hat mich nach einem Telefonat darum gebeten, es zu posten:
Stellungnahme zu Thalia Steyr/Ennsthaler
Linz/Steyr, 25.6.2010
Zur Zeit wird in verschiedenen Quellen behauptet, …..”
Was ja Werbungs/PR Technisch toll ist… es lebe der Streisand-Effekt auf den Social Media Plattformen für einen Unternehmensberater mag’s dann der Gau sein … ;) & machen sollte es wenn schon ein Anwalt der nicht wirres von u.a. “Mitarbeitern” rein wurstelt …. war wohl ein schnell schuss.
[...] 27. Juni 2010 von Taner Zerstörung kleiner Buchläden? [...]
Echt schrecklich, was Thalia da betreibt – wobei diese ENtwicklung, also hin zu immer weniger immer größeren Ketten/Anbietern ja leider branchenübergreifend stattfindet (man muss sich nur die immer langweiligeren, sich gleichenden Innenstädte anschauen). In meinem Blog hatte ich vor einiger Zeit auch schon über Thalia berichtet:
http://konsumpf.de/?p=6092
Thalia gehört zur Douglas Holding.
“Die DOUGLAS HOLDING AG ist als Einzelhändler schwerpunktmäßig auf profitable Lifestyle-Segmente mit überdurchschnittlichen Wachstums- und Ertragspotenzialen fokussiert. Diese Aktivitäten sind auf fünf Geschäftsfelder aufgeteilt, die jeweils von einem oder mehreren eigenständigen Unternehmen repräsentiert werden. Den Kern der Unternehmensgruppe bilden dabei die Parfümerien der Marke Douglas. Außerdem ist der Konzern in den Geschäftsfeldern Schmuck (Christ), Bücher (Thalia), Mode (AppelrathCüpper) und Süßwaren (Hussel) engagiert.”
Thalia wird geführt wie ein Supermarkt. Es ist ein reines Handelsunternehmen, zufällig stehen in den Regalen Bücher.
Trotzdem fällt speziell Thalia seit einiger Zeit durch ein extrem rüdes Verhalten auf – gegenüber Verlagen und Konkurrenten.
Bei Thalia kaufen nur noch die Dummen ihre Bücher. Durch die Buchpreisbindung ergibt sich ja aus der Marktbeherrschungsstrategie von Thalia kein Preisvorteil für die Kunden. Vielmehr vereinnahmt der Konzern die erpressten Margenvorteile für sich.
Zudem ist das Sortiment nicht breiter als in kleineren Buchhandlungen, im Gegenteil: Die Sortimentsbreite entwickelt sich bei Thalia rückwärts.
Das wirklich Schlimme an der “Verkettung” des buchhandels sind aber die Rückwirkungen auf die Verlagspolitik. Immer mehr müssen die Verlage darauf achten, Thalia-geeignete Bücher zu publizieren – also Bücher “für die ganze Familie”, wie es so schön heißt.
Solange sie beim Umsatz nichts spüren, wird Thalia so zerstörerisch weitermachen. Also lasst es sie beim Umsatz spüren.
[...] Ein Bericht der alles ordnet und Hintergrundinfos gibt: Helge.at [...]
das thalia so aggressiv handelt, war mir bislang gar nicht klar. ich werde da nicht mehr kaufen. selbst wenn das ein einzelfall ist – was ich nicht glaube.
Ähnliche Artikel über den Buchriesen habe ich schon vor Jahren bei diversen deutschen Tageszeitungen gelesen. Geändert hat sich wohl nicht viel. Da scheint auch keiner eingreifen zu wollen.
Danke für diesen Artikel — sehr interessant, weil zahlreiche Hintergründe liefernd, ist auch dieser aus der Süddeutschen Zeitung.
›An der Kette‹ berichtete im letzten Jahr über massive Ausbreitung und Arbeitsweise von Thalia: http://seb4.net/dnIa5Z
Ich hab auch in Deutschland diese vielen Thalia-Filialen in verschiedenen Städten bemerkt – viele ehemals “freie” Buchläden haben plötzlich Thalia am Eingang stehen.
Wenn man den Markt beherrscht, kann man auch Druck ausüben und so noch marktbeherrschender werden.
Wenn man Differenzen mit einem marktbeherrschenden Unternehmen hat, kann man ihm das öffentlich vorwerfen und dem Unternehmen so schaden. (Besonders, wenn das Unternehmen ohnehin schon diesen Ruf hat.)
Was genau hier zutrifft, sollte geklärt werden, bevor irgendwer hier zu einem Boykott aufruft.
Ich jedenfalls hole mir meine Bücher immer noch beim Buchhändler meines Vertrauens. Und solange der Service gut bleibt, ist es mir egal, ob ich damit eine Einzelperson oder eine Kette bezahle.
Nur das sich Bücher aus dem Ennsthaler Verlag durchaus bei Thalia finden…
[...] Aufschrei der sich gerade durch ein paar Blogs und Twitter zieht mit der Frage, ob Thalia versuche kleine Buchhandlungen systematisch zu zerstören (natürlich tun sie das, sie sind ein Buchkaufhaus, das ist ihr Geschäftsprinzip, Konzentration [...]
[...] einen kleinen Verlag und Buchhandel Ennsthaler gerichtet haben. Als diese ablehnten sei es dann – so ein hier nachzulesender Bericht der Geschäftsführung – der Verkauf von Büchern des Verlages in Thalia Buchhandeln eingestellt worden. Zu dem [...]
Auch wenn ich es nicht gutheißen kann, wenn Thalia wirklich systematisch kleiner Buchhandlungen kaputtmachen wollte, sehe ich den vorliegenden Fall eher kritisch.
Meine bisherige Erfahrung zeigt mir halt, dass man zwar offiziellen Unternehmensaussagen erstmal nicht unbedingt glauben sollte, aber andererseits genießen Menschen, die sich selbst als “Schamanin” bezeichnen, bei mir auch nicht gerade einen Glaubwürdigkeitsvorsprung.
Und wenn ich mal so grob das Programm von Ennsthaler anschaue (Beispiele: “Die Kraft der geistigen Heilung”, “Homöopathie für den Hausgebrauch”), dann stelle zumindest ich fest, dass das keinesfalls ein Kampf ist, an dem ich, egal auf welcher Seite, beteiligt sein möchte. Egal wie edel die grundsätzlichen Ziele auch sein mögen.
[...] » Versucht Thalia, kleine Buchhandlungen zu zerstören? · Helge's Blog Thalia: Schaf im Wolfskin? (tags: weblogs legal) [...]
[...] » Versucht Thalia, kleine Buchhandlungen zu zerstören? · Helge’s Blog – Thalia-Shitstorm (Tags: Buchhandel Verlag SocialMedia Facebook Krisenkommunikation Thalia ) [...]
Hallo Helge, sorry für die späte Antwort, wir wurden von Spam überschwemmt und dein Kommentar auf unserer Seite ist leider irrtümlich da reingeraten.
Antwort auf deine Frage, warum wir unseren Original-Artikel auf reklamebuero.at gelöscht haben:
Auf unserer Website haben wir Freitag vormittag das Thema Ennsthaler/Thalia aufgegriffen und als Beweis für überholte B2B-Denken in einem Blogpost bearbeitet. Im Zuge dessen haben wir auch den E-Mailtext von Regina Ennsthaler in vollem Umfang im Blog publiziert.
Thalia hat uns daraufhin nicht direkt bedroht, aber in einem Telefonat mit einer Vertreterin der betreuenden PR-Agentur wurde unserer Geschäftsleitung eine Rechtsanwaltsklage in Aussicht gestellt, sollte der E-Mail-Text in vollem Wortlaut auf der Seite verbleiben. Es wurde vereinbart, dass wir den Originalartikel vom Netz nehmen, bis wir eine Gegendarstellung des Unternehmens bekommen würden. Danach habe ich den Text des Artikels auf die jetzigen Formulierungen geändert.
Wie schon im Originalartikel betont, wollten wir – im Anschluss an unseren Seth Godin-Artikel von der Vorwoche – den überholten Mechanismus klassischer B2B-Methoden aufzeigen und dass diese Methoden … sagen wir mal … nicht mehr zeitgerecht sind; im Gegenteil, zu schlechter Reputation führen.
Unsere Philosophie im B2B-Bereich gründet sich auf Kundenorientierung und Diskussion – was sich im Social Media-Zeitalter ja fantastisch nützen lässt – und nicht auf Klagsdrohungen. Deswegen haben wir dieses Thema auch aufgegriffen, ohne jetzt ein Naheverhältnis zu Ennsthaler zu haben. (Bis letzte Woche kannten wir den Buchladen gar nicht).
Wie man – nicht zuletzt auch auf deiner Seite schön nachvollziehen kann – ist das Thema noch lange nicht durch, Thalia hat sich offenbar auf den sozialen Medien noch nicht direkt geäußert (Die Facebook-Gruppe »Thalia Steyr« ist m.E. kein offiziell befugter Vertreter des Konzerns). Wir schätzen das als eminenten Fehler ein. Vor allem auch die Aufforderung »mitzudiskutieren« und dann wenig bis gar nicht auf die Anfragen zu reagieren, ist … sagen wir mal … nachlässigst.
Bislang wurde – so weit ich sehe – überhaupt nur ein (marginales) offizielles Statement des Konzerns verlautbart und zwar in den »Oberösterreichischen Nachrichten« vom Samstag 26.6.10: »Für Thalia-Geschäftsführer Josef Pretzl erfüllt ›die Riesenkampagne gegen uns‹ eine Rufschädigung. Ennsthaler habe selber die Lieferantenbeziehung gekündigt: ›Thalia bedauert das sehr, weil wir uns als Plattform für heimische Autoren und Verlage verstehen.‹« Link: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,419799
Was für uns wiederum ein Zeichen für klassisches B2B-Denken ist, wo von Unternehmensebene nur mit einflussreichen (Print-)Medien gesprochen wird und die immer stärker werdende Kraft der Social Medias ausgeklammert wird.
Wie auch immer, wir stehen der Angelegenheit neutral gegenüber, beobachten es aber mit Spannung aus der Sicht modernen Kommunikationsverhaltens weiter.
@ Elzoido
Quote: “Meine bisherige Erfahrung zeigt mir halt, dass man zwar offiziellen Unternehmensaussagen erstmal nicht unbedingt glauben sollte, aber andererseits genießen Menschen, die sich selbst als “Schamanin” bezeichnen, bei mir auch nicht gerade einen Glaubwürdigkeitsvorsprung.
Und wenn ich mal so grob das Programm von Ennsthaler anschaue (Beispiele: “Die Kraft der geistigen Heilung”, “Homöopathie für den Hausgebrauch”), dann stelle zumindest ich fest, dass das keinesfalls ein Kampf ist, an dem ich, egal auf welcher Seite, beteiligt sein möchte. Egal wie edel die grundsätzlichen Ziele auch sein mögen.”
Stimmt – mir wäre auch etwas weniger Esoterisches lieber, aber: Ich glaube, dass man von der inhaltlichen Ausrichtung sehr wohl abstrahieren muss. Hier gehts schlicht und ergreifend darum, dass ein Handelsriese mit enormen Möglichkeiten einen kleinen Konkurrenten platt machen will. Wenn ich sage: “Macht nur, solange ihr esoterische / schamanistische / vishnuistische / vegane / finnische (oder was auch sonst immer) Buchhandlungen umbringt, kratzt mich das nicht, aber wehe ihr vergreift euch an (folgen meine Vorlieben)Buchhandlungen, dann werd’ ich bös”, spiele ich das Spiel der anderen Seite mit. Hier gehts wirklich um ein Prinzip, und das kann keine Ausnahme kennen!
im netz gefunden:
Ennsthaler und Thalia wieder im Geschäft: http://www.buecher.at/show_content.php?sid=94&detail_id=2855
Ein bisserl muss man da schon auch differenzieren, was die Inhalte betrifft. Ich hab ja prinzipiell nichts gegen “esoterische / schamanistische / vishnuistische / vegane” Bücher. Aber es gibt in dem Bereich eine Menge “Literatur”, die unter dem Deckmantel Esoterik und Weltverbesserung in Wirklichkeit ultrakonservative, rechtsextreme und antisemitische Inhalte verbreitet, und damit muss man sich nicht unbedingt schmücken, wie es der Verlag in der ursprünglichen E-Mail getan hat (z.B. Jan van Helsing).
Bei Thalia überrascht mich das gar nicht. Erst vor drei Monaten musste ich eine sehr unschöne Geschichte miterleben, in dem ein Herr [gelöscht. HF.] vom Thalia Veranstaltungsmanagment eine Autorin unter fadenscheinigen Ausreden kurzfristig wieder ausgeladen hat, und sich weigerte, das bereits gekaufte Zugticket der Autorin zu bezahlen. Der Mailverkehr zwischen der Autorin und dem Herrn ist so eine bodenlose Frechheit, dass ich beim Lesen vor Wut einen knallroten Kopf bekommen habe. Ich wollte die Autorin überreden, die Mails zu posten – aber sofort hat sie von ihren Vertriebsleuten eine Warunung bekommen, dass das wohl das Ende jeglicher Vertriebsmöglichkeiten für diese sehr sehr kleine Nische in Österreich bedeuten würde…
hm jetzt wirds mal wieder zeit für eine Schluss-mit-Lustig Webseitn…
es wäre zu schön um wahr zu sein, dass thalia nun aufgegeben hat und ennsthaler ungestört weiter arbeiten kann. ich glaube das erst wenn die nächsten 10 jahre in ruhe vorbei sind. deshalb gibt es nur eines (und da ist es egal, ob frau ennsthaler sich als schamanin bezeichnet oder esoterisches mag – ich halte übrigens nicht viel davon), bücher nur bei ennsthaler kaufen und die buchhandlung damit unterstützen – und das fällt mir sowieso nicht schwer, weil ich das ambiente in der buchhandlung mag und die angestellten freundlich, effizient und geduldig sind.
auch die marktwirtschaft ist nur ein abbild von der gesellschaft. ellbogen gibt es da wie dort.
was jetzt wirklich dran ist an der geschichte, wissen wohl nur die handelnden akteure, allen anderen sei geraten, sich mit schlussfolgerungen zurückzuhalten. ich kann mir auch nicht vorstellen, dass da “nichts” war, aber wenn man etwas nicht genau weiß, sollte man im zweifelsfall lieber schweigen.
und wenn ich mir das programm von ennsthaler ansehe, frag ich mich sowieso, wes geistes kind man sein muss, um dort etwas zu bestellen.
ein bisschen van helsing gefällig?
@helge schau mal wer da guck, deine frage inkl der ganzen Thalia Steyr Facebook page sind brav gesäubert worden.
aber es gibt ja http://cdn.basedrive.org/59c2120cd09b8cf0f3bb064d26bf1a4b/
Man muss sich aber schon ansehen, wes Geistes Kind die Bücher sind, um die es hier eigentlich geht:
Aus der E-Mail:
“wir liefern deutsche Verlage, wie Arun, Jan van Helsing, Nietsch und viele andere Verlage in Österreich aus”
(http://siniweler.twoday.net/stories/6397064/ )
Wikipedia über Jan van Helsing:
Jan Udo Holey (* 22. März 1967 in Dinkelsbühl) ist ein Autor geschichtsrevisionistischer[1], verschwörungstheoretischer[2] und esoterischer[3] Bücher, der teilweise unter dem Pseudonym Jan van Helsing auftritt. 1996 wurden seine zwei Bücher über Geheimgesellschaften wegen antisemitischer Volksverhetzung durch die Staatsanwaltschaft Mannheim beschlagnahmt und in der Folge Anklage gegen den Autor vor dem Landgericht Mannheim erhoben[4], das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz ordnet Holey als Rechtsextremisten ein.[5]
apabiz.de über den Arun Verlag:
Der Arun Verlag veröffentlicht rechte und extrem rechte Bücher, die auch von rechtsextremistischen Buchdiensten vertrieben werden.
(http://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/Arun-Verlag.htm)
Der Nietsch-Verlag wiederum publiziert allerlei esoterischen Schwachsinn.
Weder Amazon noch Thalia, nutzt die kleine Buchhandlung um die Ecke bevor sie gefressen wird. Und ganz ehrlich, was sollte so eine kleine Auslieferung wie Ennsthaler davon haben so einen Markt auszuschließen? Think about!
[...] auf den Streit zwischen Thalia und Ennsthaler gibt es eine Entspannung. Helge Fahrnberger – der Autor des ursprünglichen Artikels – hatte eine Email erhalten, nach der die Geschäftsbeziehungen zwischen Thalia und [...]
thalia ist super!!!
[...] Worten wurden keine Antworten auf die Fragen der User gegeben (siehe Picdump bzw. bei Helge Fahrnberger). Die wichtigsten Statements waren dann zwei Presseaussendungen, die auf der Pinnwand publiziert [...]
[...] aus dem Ennstal, die mit Thalia ins Gehege gekommen ist. Der Fall ist auf Helges Blog dokumentiert (http://www.helge.at/2010/06/versucht-thalia-kleine-buchhandlungen-zu-zerstoren/) ´Dies ist ein spannendes Beispiel, welches aufzeigt dass mit den traditionellen Mitteln der [...]
Interessant finde ich in der Mail der Frau Schamanin* den Satz “Sie (Thalia, Anm.) haben uns vor einem halben Jahr ein Kaufangebot gemacht, wir haben kurz überlegt und dann abgelehnt.”
Dass dieser Sturm im Netz ausgebrochen ist, liegt also einzig daran, dass das Angebot von Thalia zu niedrig war. Wäre der Betrag vielleicht doppelt oder dreimal so hoch gewesen, dann wäre irgendwann einmal “Thalia” statt “Ennsthaler” über dem Geschäftseingang gestanden, ein paar Menschen hätten sich gewundert und das Verschwinden des Familienunternehmens bedauert. Aber der moralinsaure Zeigefinger von Frau Ennsthaler, mit dem sie die Mail getippt hat, und die Entrüstung auf Facebook wären dann bestimmt ausgeblieben.
Auch ich finde die Methoden von Thalia unschön, aber einen Persilschein sollte man Ennsthaler auch nicht ausstellen.
* die für eine Verlegerin eklatante Rechtschreibschwächen aufzeigt, wenn man den ganzen Text liest. Oder sollte ich schreiben “wen man den ganzen Text liest”?
Warum sollte es im Buchhandel anders sein, als im Lebensmittel- oder Schuh-Handel?
Wer kennt Thalia nicht, die diese rüde Geschäftspraktiken anwendet, um unliebsame Konkurrenz auszuschalten. “Der Buchhandel für die Dummen”? Dumm sind die Kunden nicht. Auch sie werden bald merken, dass der kleine Buchhandel nebenan doch besser ist, weil Klasse anstatt Masse mehr einfach mehr zählt. Erst für kurzem habe ich von einem Kunden ein Informationsblatt einer Thalia Filiale bekommen, dass ein bestimmter Titel nicht von Thalia bestellt werden könne. Ich habe den Titel für den Kunden bestellt, und siehe da, ruckzuck war der Titel da, das war eine Verlagsbestellung.
Ich zitiere hier mal aus der Antifa-Netzwerk-Info des OÖ. NETZWERK GEGEN RASSISMUS UND RECHTSEXTREMISMUS:
“Ein Konflikt zwischen der Buchhandelskette Thalia und der Steyrer Buchhandlung Ennsthaler hat – auch unter AntifaschistInnen – zu einer Welle der Solidarisierung mit Ennsthaler geführt. Thalia soll versucht haben, durch wirtschaftlichen Druck die Übernahme von Ennsthaler zu erzwingen. Doch selbst wenn diese Darstellung zutrifft, gab und gibt es für AntifaschistInnen keinerlei Grund, die Steyrer Buchhandlung zu unterstützen. Denn diese vertreibt nicht nur Bücher aus dem weit rechts stehenden Arun-Verlag, sondern auch die berüchtigte antisemitische Weltverschwörungsliteratur des Jan van Helsing (Pseudonym für Jan Udo Holey). Helsing wird auch vom deutschen Verfassungsschutz als Rechtsextremist eingestuft. Dass die Familie Ennsthaler nicht weiß, was sie da unters Volk bringt, ist auszuschließen. Es gilt also VOR jeder Solidarisierung kritisch nachzufragen …
(Hinweis: In der Diplomarbeit „Rechtsextremismus und Verlage in Österreich“ von Ralf Drack wird ausführlich auf Ennsthaler eingegangen.)”
Stellungnahme der Firma Ennsthaler, Steyr zu den Vorwürfen, rechtsextremes Gedankengut zu verbreiten bzw. der rechtsextremen Szene nahezustehen.
Wir weisen diesen Vorwurf mit aller Entschiedenheit von uns und distanzieren uns klar und deutlich von jeglichem rechtsextremen Gedankengut.
Unsere Firma gliedert sich in 3 wesentliche Sparten. Eine Buchhandlung mit einem Vollsortiment, ein Verlag in dem wir die Themen verarbeiten, die uns wichtig sind und deren Verbreitung wir begrüßen und eine Verlagsauslieferung.
Die Verlagsauslieferung beliefert den gesamten österreichischen Buchhandel und ist für Privatkunden nicht zugänglich.
Wir sind nicht verantwortlich, für die Inhalte, der von uns ausgelieferten Verlage und haben auch keinen Einfluss darauf.
Die Bücher der genannten Verlage, ARUN und AMA DEUS, sind im gesamten deutschsprachigen Buchhandel, aber auch bei allen gängigen Internetbuchhandlungen, erhältlich.
Bitte beachten Sie folgenden Link, der eine ähnliche Thematik zum Inhalt hat.
http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/amazon-verkauft-weiter-rechtsextreme-buecher/1565092.html
Die genannten Vorwürfe, erwecken den Eindruck, wir seien die einzigen oder einer von wenigen, die diese Bücher vertreiben.
Inhaltliche und sachliche Kritik ist absolut zulässig, darf aber nicht darauf abzielen einen Buchgroßhandel oder Vollsortimentsbuchhandlung, die Informationen für einen offenen, demokratischen Diskurs zur Verfügung stellt, als Sündenbock darzustellen.
In unserer Buchhandlung stellen wir unseren Kunden ein Vollsortiment zur Verfügung. Dies umfasst auch Titel des vollen, legalen politischen Spektrums. Als Buchhändler bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit sich über jedes Thema zu informieren und forcieren weder durch Worte oder Taten, die Verbreitung rechtsextremen Gedankenguts.
Das Programm des Ennsthaler Verlages, inhaltlich unter unserer vollen Kontrolle, weist in keiner Art und Weise eine, wie auch immer ausgeformte Nähe, geschweige den Sympathie für Rechtsextremismus auf.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Ennsthaler
Leiter der Buchhandlung
Assistent der Geschäftsleitung
Ennsthaler GmbH & CoKG
Stadtplatz 26
4400 Steyr
so wirds wohl auch mit der wagnerschen buchhandlung in innsbruck passiert sein. früher meine lieblingsbuchhandlung. neulich war ich drin und brauchte eine weile bis ich überall die thalia schilder entdeckte und feststellte, dass alles umgekrempelt wurde und komplett an seinem charm verlor. schade drum. werd so schnell nicht mehr in die thalia gehn.
Ja, so ist halt nun mal leider die Entwicklung. Bald werden wir überall auf der Welt nur noch die gleichen Läden haben, Starbucks, McDonalds, Thalia. Da muss man gar nicht mehr in die Ferien gehen. Schade!
War übrigens mW bei Amazon (eigentlich ja auch ein Büchermarkt) genau das gleiche, da ging’s damals um e-books die sie nicht so billig verkaufen durften wie sie wollten, da haben sie sämtliche Artikel dieses Produzenten (oder Wiederverkäufers) aus dem Programm gestrichen – obwohl der quasi nur online vertrieben hat, sprich extrem auf amazon angewiesen war.
Wenn ich mich recht erinner, finde gerade keine Quelle.
Und was sagt uns das? Als gegen solche Machenschaften nicht zu faul sein, in einen Buchladen zu gehen statt online zu bestellen. Es reicht wirklich, überall die gleichen Läden zu finden, das muss bei Büchern ja nun wirklich nicht auch noch sein. Warum lassen die Großen die Kleinen nicht in Ruhe leben? Es ist doch genug für alle da. Aber die Zeichen der Zeit stehen auf GIER, traurig aber wahr.
Hmm vor etwa 2-3 Monaten hatte ich bereits einen Bericht über Thalias Vorgehen gelesen, finde ihn aber gerade beim besten Willen nicht mehr. Auf jeden Fall ging es auch darum, dass Thalia ja dank buchpreisbindung nichts am Bücherpreis ändern konnte, dafür aber die Verlage ziemlich doll nach unten gedrückt hat, sodass ein Verlag kaum noch etwas verdient. Wollten die Verlage nicht mitmachen, hat thalia einfach den ganzen verlag aus dem Angebot genommen.