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Seit zwei Tagen kursiert auf Facebook und per Email ein Text der Seniorchefin des kleinen Verlag Ennsthaler, der am Stadtplatz meiner Heimatstadt Steyr eine Buchhandlung betreibt. In diesem Text wirft Frau Ennsthaler dem deutschen Buchhandlungsriesen Thalia (knapp 300 Filialen) höchst unsaubere Methoden vor:

thalia-vs-ennsthaler

Leider hat Thalia jetzt sein begehrliches Auge auf uns geworfen. Sie hätten einfach mehr Umsatz, wenn es unsere Buchhandlung nicht gäbe, wenn sie unseren Standort hätten. Sie haben uns vor einem Jahr ein Angebot gemacht, wir haben kurz überlegt und dann abgelehnt. (..) Der deutsche Geschäftsführer kam in unser Haus zu einem Vorstellungsbesuch, wie er sagte. Leider war dieser Besuch kein höflicher, wie wir dachten. Entweder wir verkaufen oder sie bestellen nichts mehr bei uns. Mein Mann hat ihn höflich aber bestimmt hinausgeworfen. (..)
 

Wir sind jetzt als Verlag und Auslieferung in den Computern von Thalia gesperrt. Als Kunde könnt Ihr keine Bücher mehr von uns bei Thalia kaufen. (..) Sie haben jetzt die Vorgehensweise verschärft, indem sie Keile zwischen uns und unseren Autoren treiben. Sie erklären unseren Autoren, wenn sie ihre Werke direkt an sie liefern, dann verkaufen sie die Bücher. Sie rufen die Verlage an und versuchen direkt zu bestellen, mit der Begründung, sie nehmen keine Bücher mehr von Ennsthaler an. Sie haben den Bücherpaketdienst angerufen und angewiesen, keine Bücher mehr zuzustellen, die von uns kommen. Sie zwingen also die Verlage, vertragsbrüchig zu werden und direkt zu liefern oder die Auslieferung zu wechseln. So sitzen wir ganz schön in der Zwickmühle.

Der Geschäftsführer von Ennsthaler hat mir die Echtheit des Textes bestätigt. Ob die Vorwürfe zutreffen oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls braucht die Sache ganz dringend Öffentlichkeit, Konzerne dieser Größenordnung müssen öffentlich kontrolliert werden. Spread the word!

Genau das versucht Thalia offenbar zu verhindern: Zwei Blogs, die den Brief ebenfalls veröffentlicht hatten, haben ihn inzwischen offline genommen. Auf einem davon ist zu lesen: “Der Blogeintrag wurde aus aktuellem Anlass in seinem vollen Umfang vorübergehend vom Netz genommen.” (Anmerkung: Dieser Blogbeitrag hier ist medienrechtlich überprüft worden, und ich bin nicht bereit, beim ersten Gegenwind einzuknicken. Noch immer nicht.)

In Wolfgangs Blog ist der Brief noch vollständig zu lesen.

Auf Facebook hat die Thalia-Filiale Steyr eine Gegendarstellung (Link inzwischen offline, s.u.) veröffentlicht, in der sie die Vorwürfe zurückweist:

Zur Zeit wird in verschiedenen Quellen behauptet, dass Thalia die Fa. Ennsthaler aufgrund eines gescheiterten Kaufangebotes boykottieren würde. (..) Herr Ennsthaler hat im Mai die Lieferantenbeziehung zu Thalia abgebrochen, sucht nun mit äußerst fragwürdigen, kreditschädigenden Mitteln den Weg in die Öffentlichkeit. Wir können diesen Schritt nicht nachvollziehen und bedauern diese Entwicklung sehr. Thalia hat sich seit längerem bemüht, eine für beide Seiten positive Lösung zu finden, sowohl was die Lieferantenbeziehung, als auch, was den Standort in Steyr angeht. Im Zuge dessen wurden auch gemeinsame Überlegungen über eine Buchhandlung am Ennsthaler-Standort in Steyr angestellt, die jedoch über die Planungsphase nicht hinausgegangen sind. Es gab zu keinem Zeitpunkt ein Kaufangebot.

ennsthaler-stadtplatzTäusche ich mich, oder wird den Hauptvorwürfen in dieser Darstellung nicht explizit widersprochen? Ich habe Thalia auf ihrer zu diesem Zweck eingerichteten Facebook-Seite jedenfalls um Klarstellung gebeten (Link inzwischen offline, s.u.). Die Firma Thalia ist auch herzlich eingeladen, ihre Sicht der Dinge hier in den Kommentaren kund zu tun.

Thalia ist in Steyr bereits Marktführer, doch die Buchhandlung Ennsthaler hat die bessere Lage, mitten am Steyrer Stadtplatz (Foto rechtes Gebäude).

Update 26. Juni:

  • Thalia hat auf meine Fragen reagiert (Link inzwischen offline, s.u.) und bittet dabei um Geduld übers Wochenende.
  • Inzwischen berichten auch ORF.at und die OÖN.
  • Ein Artikel (PDF) im Magazin der Süddeutschen vom letzten Oktober lässt vermuten, dass das Auslisten von Verlagen von Thalia systematisch als Druckmittel gegen Verlage eingesetzt wird (Danke Richard für den Hinweis).
  • Thalia Steyr streitet auf Facebook ab (Update: Thalia dürfte alle seine Postings inzwischen wieder entfernt haben) , Anwälte auf die beiden Blogposts angesetzt zu haben. “Diese Behauptungen entbehren jedweder Grundlage!” Was sagen die beiden Blogger dazu?
  • Die Facebook-Gruppe von Ennsthaler hat mittlerweile fast 1000 Mitglieder. (Update: Die Gruppe wurde inzwischen von “Ennsthaler Steyr” in “David vs. Goliath” umbenannt.)

Update 28. Juni:

  • Die Geschichte hat inzwischen – vor allem auf Twitter und Facebook – weite Kreise gezogen. Den Artikel hier haben laut Serverstatistiken übers Wochenende einige Tausend Leute gelesen.
  • Einer der beiden Blogger, die ihren Text offline genommen hatten, in einem Kommentar: “Thalia hat uns (..) nicht direkt bedroht, aber (..) eine Rechtsanwaltsklage in Aussicht gestellt, sollte der E-Mail-Text in vollem Wortlaut auf der Seite verbleiben”
  • Meine Fragen (Link inzwischen offline, s.u.) an Thalia von Freitag sind nach wie vor (Montag 13h) unbeantwortet, obwohl man dort Samstags zu weiteren Fragen aufgefordert hatte: “Wir werden die Anfragen und Antworten sammeln und schnellstmöglich beantworten. Gerne posten Sie hier Ihre Fragen weiter!” Die Facebook-Gruppe dürfte übrigens von einer PR-Agentur im Namen von Thalia geführt werden.

Update 28. Juni 18:00:

Die Agentur von Thalia hat mir eben per Email folgende Stellungnahme geschickt:

Aktualisierte Stellungnahme zu Thalia Steyr/Ennsthaler

Linz/Steyr, 28.6.2010

In verschiedenen Online-Quellen wird derzeit behauptet, dass Thalia die Fa. Ennsthaler boykottieren würde. Wir nehmen dazu wie folgt Stellung:

Die Fa. Ennsthaler betreibt einen Buchverlag und eine Buchhandlung in Steyr. Mit dem Buchverlag bestand eine langjährige Lieferantenbeziehung, die Herr Ennsthaler im April 2010 abgebrochen hatte.

In einem heute von Josef Pretzl, Geschäftsführer von Thalia Österreich, geführten Telefonat wurde dem Wunsch von Herrn Ennsthaler, die Geschäftsbeziehung zu Thalia wieder aufnehmen zu wollen, entsprochen. Es werden ab sofort von Thalia wieder Bestellungen erfolgen.

Herr Ennsthaler bestätigt die Wiederaufnahme der Geschäftsbeziehungen. Auch wenn Thalia darauf besteht, Ennsthaler nie boykottiert zu haben, habe ich den Eindruck, dass unser öffentlicher Druck hier geholfen hat. Gut wenn sich alle sich wieder lieb haben..

Update 29. Juni:

  • Die Facebook-Gruppe “Thalia Steyr” ist verschwunden. (Hier Screenshots – Danke, Stackevil.) Über eine Message auf Facebook (Update: Auch die ist inzwischen verschwunden..) beteuert die betreuende Agentur, dies sei nicht auf Veranlassung von Thalia geschehen. Man bemühe sich um Wiederherstellung. Meine Fragen dort und die Anderer blieben m.W. bis zuletzt unbeantwortet.
  • Die Ennsthaler-Gruppe hat inzwischen über 2000 Mitglieder.

Update 4. August:

Spiegel Online berichtet über die Sache.


 

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71 Comments
#223598 stackevil says on June 25, 2010 at 10:28 pm
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da bleibt einem ja die spucke weg ….

@helge man kann ja eh sehen wielange sich der t-mobile Store neben dem Thalia gegen über von Stadtplatz1 (3) Konditorei-Cafe Schmidt, Carl Fischer, gehalten hat.

Klingt eher wieder nach einem “wenn du nicht tust was wir wollen” freunderlwirtschafts-steyrer Völkerball.

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#223604 werna says on June 26, 2010 at 12:31 am
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freunderlwirtschafts steyrer Voelkerball wird da wohl ned stimmen, eher kapitalismus, und dass wahr eigentlich ja mit dem Verkauf des Landesverlages an Thalia schon abzusehen, so funktioniert dass heute, und wenn dann Thalia viele kleine uebernommen hat, wird er von Amazon uebernommen, aber die spenden ja e fuer Burkina Faso solange bis dort alle lesen koennen und bei Amazon einkaufen…

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#223605 Franz says on June 26, 2010 at 12:31 am
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oarge gschicht, thalia is für seine aggressiven methoden bekannt – aber das ist nicht mehr competitive thinking, das ist einfach mobbing von der billigsten sorte.

und nein, die gegendarstellung ist keine – sie sagt: ja, so wars, aber wir sehen das anders, weil wir haben recht und wir sind nicht glücklich drüber dass das jetzt in der öffentlichkeit diskutiert wird.

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#223634 Florian Prischl says on June 26, 2010 at 11:20 am
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Sollten die Vorwürfe stimmen, könnte das unter Umständen ein Fall für die Bundeswettbewerbsbehörde sein (Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung, Verstöße gegen das Nahversorgungsgesetz).

Aber Achtung: Das ist spekulativ, aber zumindest könnte eine kurze Prüfung des Sachverhalts hier nicht schaden.

Ich habe außerdem noch keinen vollen Überblick über die Sache: Es geht ja nicht nur darum, dass die Buchhandlung als solche in irgendeiner Art und weise angeblich drangsaliert wird, sondern eher um Buchlieferungen, Verlagswesen (die Fa. Ennsthaler ist demnach auch Verleger?) und Anderes. Sehe ich das richtig?

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#223636 tja says on June 26, 2010 at 11:26 am
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damit wird thalia von mir boykottiert. diese methoden sind menschen-unwürdig. wer so etwas anwendet, ausschließlich für die profitmaximierung, muss ein ziemlich kalter mensch sein, wenn er dann noch schlafen kann. das darf nicht belohnt werden. also geht nicht mehr zu thalia, mehr kann man eh nicht machen.

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#223640 peter waiter says on June 26, 2010 at 12:31 pm
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ein weiteres problem ist (zumindest f… Mehr anzeigenür mich), daß thalia mit seinem angebot fast ausschließlich den massengeschmack bedient. OK, es ist legitim, ein größeres zielpublikum anzusprechen, aber wenn es – und mir kommts langsam, aber sicher so vor – nach dem ausschließlichkeitsprinzip betrieben wird, wirds kritisch. ich will mir vielleicht einen neil stephenson kaufen, und nicht -weils gerade trendy ist – liebesgeschichten im vampirmilieu oder monomanische schwedische kommissare im depressionsrausch verfolgen….

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#223647 Be-Merken-swert am 26. Juni 2010 « Medien-Monopoly says on June 26, 2010 at 2:03 pm
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[…] gegen Aussage. David gegen Koliath. Doch ist die Geschäftsbeziehung zwischen dem Kleinverlag Ennstaler und der Buchhandlungskette Thalia sympthomatisch für das […]

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#223650 P.M. says on June 26, 2010 at 2:48 pm
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“Als Kunde könnt Ihr keine Bücher mehr von uns bei Thalia kaufen”

Das dürfte zumindest für den Verlag im Moment nicht zutreffen.
Über thalia.de wird mir z.B. “Gelieber Glimmstengel” (ISBN-10: 3-85068-832-1) als lieferbar angezeigt.

Bin aber auch auf schon auf die Reaktion von Thalia gespannt

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#223668 Richard says on June 26, 2010 at 7:08 pm
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Ich hab vor einigen Monaten einen Artikel gelesen, der die Vorgehensweise von Thalia noch direkter und detaillierter beschreibt. Leider ist der Artikel, der ursprünglich bei “Jetzt”, dem Portal der SZ publiziert worden war, nicht mehr abrufbar. Einen Auszug hab’ ich allerdings auf dieser Soup gefunden: http://soup.hacksause.de/post/31414195/Es-geht-so-Thalia-l-dt-einzeln

Der eigentliche Artikel stand mal hier: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/487972

War damals schon Grund, dass ich jetzt davon abseh’, bei Thalia einzukaufen. Ob Amazon die bessere Wahl ist, ist eine andere Frage, aber mein Gewissen hat’s wenigstens ein wenig beruhigt.

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#223703 Die Macht von Bloggern « Haivtinte's Blog says on June 27, 2010 at 12:27 am
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[…] mittlerweile wenn es um kleinere, regionale Probleme wie im Falle einer Steyrer Buchhandlung (Blog) oder auch um globale Themenbereiche? Zu diesem Thema gibt es auch eine sehr interessante ARTE-Doku […]

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#223711 stackevil says on June 27, 2010 at 1:28 am
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Naja, wie in er Ennsthaler-Steyr “fb gruppe” etwas weiter unter zu lesen war hat Frau Mag. Hartl ja brav herum Telefoniert das jemand die von Createam verfasste Stellungnahme Postet.

“S. A. .: Hier die Stellungnahme von der Firma Createam, der Werbeagentur von Thalia – Frau Mag. Hartl hat mich nach einem Telefonat darum gebeten, es zu posten:

Stellungnahme zu Thalia Steyr/Ennsthaler

Linz/Steyr, 25.6.2010

Zur Zeit wird in verschiedenen Quellen behauptet, …..”

Was ja Werbungs/PR Technisch toll ist… es lebe der Streisand-Effekt auf den Social Media Plattformen für einen Unternehmensberater mag’s dann der Gau sein … ;) & machen sollte es wenn schon ein Anwalt der nicht wirres von u.a. “Mitarbeitern” rein wurstelt …. war wohl ein schnell schuss.

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#223767 Ein wenig mehr Öffentlichkeit wagen « PoliticYear says on June 27, 2010 at 9:42 am
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[…] 27. Juni 2010 von Taner Zerstörung kleiner Buchläden? […]

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#223771 Peter says on June 27, 2010 at 10:30 am
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Echt schrecklich, was Thalia da betreibt – wobei diese ENtwicklung, also hin zu immer weniger immer größeren Ketten/Anbietern ja leider branchenübergreifend stattfindet (man muss sich nur die immer langweiligeren, sich gleichenden Innenstädte anschauen). In meinem Blog hatte ich vor einiger Zeit auch schon über Thalia berichtet:
http://konsumpf.de/?p=6092

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#223774 GrandCru says on June 27, 2010 at 11:11 am
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Thalia gehört zur Douglas Holding.
“Die DOUGLAS HOLDING AG ist als Einzelhändler schwerpunktmäßig auf profitable Lifestyle-Segmente mit überdurchschnittlichen Wachstums- und Ertragspotenzialen fokussiert. Diese Aktivitäten sind auf fünf Geschäftsfelder aufgeteilt, die jeweils von einem oder mehreren eigenständigen Unternehmen repräsentiert werden. Den Kern der Unternehmensgruppe bilden dabei die Parfümerien der Marke Douglas. Außerdem ist der Konzern in den Geschäftsfeldern Schmuck (Christ), Bücher (Thalia), Mode (AppelrathCüpper) und Süßwaren (Hussel) engagiert.”
Thalia wird geführt wie ein Supermarkt. Es ist ein reines Handelsunternehmen, zufällig stehen in den Regalen Bücher.
Trotzdem fällt speziell Thalia seit einiger Zeit durch ein extrem rüdes Verhalten auf – gegenüber Verlagen und Konkurrenten.
Bei Thalia kaufen nur noch die Dummen ihre Bücher. Durch die Buchpreisbindung ergibt sich ja aus der Marktbeherrschungsstrategie von Thalia kein Preisvorteil für die Kunden. Vielmehr vereinnahmt der Konzern die erpressten Margenvorteile für sich.
Zudem ist das Sortiment nicht breiter als in kleineren Buchhandlungen, im Gegenteil: Die Sortimentsbreite entwickelt sich bei Thalia rückwärts.
Das wirklich Schlimme an der “Verkettung” des buchhandels sind aber die Rückwirkungen auf die Verlagspolitik. Immer mehr müssen die Verlage darauf achten, Thalia-geeignete Bücher zu publizieren – also Bücher “für die ganze Familie”, wie es so schön heißt.
Solange sie beim Umsatz nichts spüren, wird Thalia so zerstörerisch weitermachen. Also lasst es sie beim Umsatz spüren.

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#223775 Thalia und die fiesen Methoden « EvilEnten Nest says on June 27, 2010 at 11:17 am
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[…] Ein Bericht der alles ordnet und Hintergrundinfos gibt: Helge.at […]

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#223776 angst says on June 27, 2010 at 11:38 am
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das thalia so aggressiv handelt, war mir bislang gar nicht klar. ich werde da nicht mehr kaufen. selbst wenn das ein einzelfall ist – was ich nicht glaube.

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#223781 DRIce says on June 27, 2010 at 12:14 pm
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Ähnliche Artikel über den Buchriesen habe ich schon vor Jahren bei diversen deutschen Tageszeitungen gelesen. Geändert hat sich wohl nicht viel. Da scheint auch keiner eingreifen zu wollen.

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#223782 Martin says on June 27, 2010 at 12:27 pm
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Danke für diesen Artikel — sehr interessant, weil zahlreiche Hintergründe liefernd, ist auch dieser aus der Süddeutschen Zeitung.

›An der Kette‹ berichtete im letzten Jahr über massive Ausbreitung und Arbeitsweise von Thalia: http://seb4.net/dnIa5Z

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#223786 Heldt says on June 27, 2010 at 1:34 pm
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Ich hab auch in Deutschland diese vielen Thalia-Filialen in verschiedenen Städten bemerkt – viele ehemals “freie” Buchläden haben plötzlich Thalia am Eingang stehen.

Wenn man den Markt beherrscht, kann man auch Druck ausüben und so noch marktbeherrschender werden.
Wenn man Differenzen mit einem marktbeherrschenden Unternehmen hat, kann man ihm das öffentlich vorwerfen und dem Unternehmen so schaden. (Besonders, wenn das Unternehmen ohnehin schon diesen Ruf hat.)

Was genau hier zutrifft, sollte geklärt werden, bevor irgendwer hier zu einem Boykott aufruft.

Ich jedenfalls hole mir meine Bücher immer noch beim Buchhändler meines Vertrauens. Und solange der Service gut bleibt, ist es mir egal, ob ich damit eine Einzelperson oder eine Kette bezahle.

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#223787 Merkste was? says on June 27, 2010 at 1:41 pm
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Nur das sich Bücher aus dem Ennsthaler Verlag durchaus bei Thalia finden…

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#223794 Ishtars Blog » Das System Thalia says on June 27, 2010 at 4:16 pm
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[…] Aufschrei der sich gerade durch ein paar Blogs und Twitter zieht mit der Frage, ob Thalia versuche kleine Buchhandlungen systematisch zu zerstören (natürlich tun sie das, sie sind ein Buchkaufhaus, das ist ihr Geschäftsprinzip, Konzentration […]

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#223826 Will Thalia einen kleinen Verlag ausschalten? : PatJe.de says on June 27, 2010 at 11:04 pm
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[…] einen kleinen Verlag und Buchhandel Ennsthaler gerichtet haben. Als diese ablehnten sei es dann – so ein hier nachzulesender Bericht der Geschäftsführung – der Verkauf von Büchern des Verlages in Thalia Buchhandeln eingestellt worden. Zu dem […]

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#223833 elzoido says on June 28, 2010 at 12:06 am
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Auch wenn ich es nicht gutheißen kann, wenn Thalia wirklich systematisch kleiner Buchhandlungen kaputtmachen wollte, sehe ich den vorliegenden Fall eher kritisch.

Meine bisherige Erfahrung zeigt mir halt, dass man zwar offiziellen Unternehmensaussagen erstmal nicht unbedingt glauben sollte, aber andererseits genießen Menschen, die sich selbst als “Schamanin” bezeichnen, bei mir auch nicht gerade einen Glaubwürdigkeitsvorsprung.

Und wenn ich mal so grob das Programm von Ennsthaler anschaue (Beispiele: “Die Kraft der geistigen Heilung”, “Homöopathie für den Hausgebrauch”), dann stelle zumindest ich fest, dass das keinesfalls ein Kampf ist, an dem ich, egal auf welcher Seite, beteiligt sein möchte. Egal wie edel die grundsätzlichen Ziele auch sein mögen.

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#223850 links for 2010-06-28 « Where is my towel? says on June 28, 2010 at 9:02 am
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[…] » Versucht Thalia, kleine Buchhandlungen zu zerstören? · Helge's Blog Thalia: Schaf im Wolfskin? (tags: weblogs legal) […]

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#223851 Linkdump for 28. Juni 2010 Links synapsenschnappsen says on June 28, 2010 at 9:06 am
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[…] » Versucht Thalia, kleine Buchhandlungen zu zerstören? · Helge’s Blog – Thalia-Shitstorm (Tags: Buchhandel Verlag SocialMedia Facebook Krisenkommunikation Thalia ) […]

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#223856 Rainer says on June 28, 2010 at 12:30 pm
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Hallo Helge, sorry für die späte Antwort, wir wurden von Spam überschwemmt und dein Kommentar auf unserer Seite ist leider irrtümlich da reingeraten.

Antwort auf deine Frage, warum wir unseren Original-Artikel auf reklamebuero.at gelöscht haben:

Auf unserer Website haben wir Freitag vormittag das Thema Ennsthaler/Thalia aufgegriffen und als Beweis für überholte B2B-Denken in einem Blogpost bearbeitet. Im Zuge dessen haben wir auch den E-Mailtext von Regina Ennsthaler in vollem Umfang im Blog publiziert.
Thalia hat uns daraufhin nicht direkt bedroht, aber in einem Telefonat mit einer Vertreterin der betreuenden PR-Agentur wurde unserer Geschäftsleitung eine Rechtsanwaltsklage in Aussicht gestellt, sollte der E-Mail-Text in vollem Wortlaut auf der Seite verbleiben. Es wurde vereinbart, dass wir den Originalartikel vom Netz nehmen, bis wir eine Gegendarstellung des Unternehmens bekommen würden. Danach habe ich den Text des Artikels auf die jetzigen Formulierungen geändert.

Wie schon im Originalartikel betont, wollten wir – im Anschluss an unseren Seth Godin-Artikel von der Vorwoche – den überholten Mechanismus klassischer B2B-Methoden aufzeigen und dass diese Methoden … sagen wir mal … nicht mehr zeitgerecht sind; im Gegenteil, zu schlechter Reputation führen.

Unsere Philosophie im B2B-Bereich gründet sich auf Kundenorientierung und Diskussion – was sich im Social Media-Zeitalter ja fantastisch nützen lässt – und nicht auf Klagsdrohungen. Deswegen haben wir dieses Thema auch aufgegriffen, ohne jetzt ein Naheverhältnis zu Ennsthaler zu haben. (Bis letzte Woche kannten wir den Buchladen gar nicht).

Wie man – nicht zuletzt auch auf deiner Seite schön nachvollziehen kann – ist das Thema noch lange nicht durch, Thalia hat sich offenbar auf den sozialen Medien noch nicht direkt geäußert (Die Facebook-Gruppe »Thalia Steyr« ist m.E. kein offiziell befugter Vertreter des Konzerns). Wir schätzen das als eminenten Fehler ein. Vor allem auch die Aufforderung »mitzudiskutieren« und dann wenig bis gar nicht auf die Anfragen zu reagieren, ist … sagen wir mal … nachlässigst.
Bislang wurde – so weit ich sehe – überhaupt nur ein (marginales) offizielles Statement des Konzerns verlautbart und zwar in den »Oberösterreichischen Nachrichten« vom Samstag 26.6.10: »Für Thalia-Geschäftsführer Josef Pretzl erfüllt ›die Riesenkampagne gegen uns‹ eine Rufschädigung. Ennsthaler habe selber die Lieferantenbeziehung gekündigt: ›Thalia bedauert das sehr, weil wir uns als Plattform für heimische Autoren und Verlage verstehen.‹« Link: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,419799
Was für uns wiederum ein Zeichen für klassisches B2B-Denken ist, wo von Unternehmensebene nur mit einflussreichen (Print-)Medien gesprochen wird und die immer stärker werdende Kraft der Social Medias ausgeklammert wird.
Wie auch immer, wir stehen der Angelegenheit neutral gegenüber, beobachten es aber mit Spannung aus der Sicht modernen Kommunikationsverhaltens weiter.

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#223857 Kurt says on June 28, 2010 at 12:58 pm
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@ Elzoido
Quote: “Meine bisherige Erfahrung zeigt mir halt, dass man zwar offiziellen Unternehmensaussagen erstmal nicht unbedingt glauben sollte, aber andererseits genießen Menschen, die sich selbst als “Schamanin” bezeichnen, bei mir auch nicht gerade einen Glaubwürdigkeitsvorsprung.

Und wenn ich mal so grob das Programm von Ennsthaler anschaue (Beispiele: “Die Kraft der geistigen Heilung”, “Homöopathie für den Hausgebrauch”), dann stelle zumindest ich fest, dass das keinesfalls ein Kampf ist, an dem ich, egal auf welcher Seite, beteiligt sein möchte. Egal wie edel die grundsätzlichen Ziele auch sein mögen.”

Stimmt – mir wäre auch etwas weniger Esoterisches lieber, aber: Ich glaube, dass man von der inhaltlichen Ausrichtung sehr wohl abstrahieren muss. Hier gehts schlicht und ergreifend darum, dass ein Handelsriese mit enormen Möglichkeiten einen kleinen Konkurrenten platt machen will. Wenn ich sage: “Macht nur, solange ihr esoterische / schamanistische / vishnuistische / vegane / finnische (oder was auch sonst immer) Buchhandlungen umbringt, kratzt mich das nicht, aber wehe ihr vergreift euch an (folgen meine Vorlieben)Buchhandlungen, dann werd’ ich bös”, spiele ich das Spiel der anderen Seite mit. Hier gehts wirklich um ein Prinzip, und das kann keine Ausnahme kennen!

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#223868 stefan says on June 28, 2010 at 5:51 pm
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im netz gefunden:
Ennsthaler und Thalia wieder im Geschäft: http://www.buecher.at/show_content.php?sid=94&detail_id=2855

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#223872 Walter says on June 28, 2010 at 7:20 pm
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Ein bisserl muss man da schon auch differenzieren, was die Inhalte betrifft. Ich hab ja prinzipiell nichts gegen “esoterische / schamanistische / vishnuistische / vegane” Bücher. Aber es gibt in dem Bereich eine Menge “Literatur”, die unter dem Deckmantel Esoterik und Weltverbesserung in Wirklichkeit ultrakonservative, rechtsextreme und antisemitische Inhalte verbreitet, und damit muss man sich nicht unbedingt schmücken, wie es der Verlag in der ursprünglichen E-Mail getan hat (z.B. Jan van Helsing).

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#223874 Judith says on June 28, 2010 at 8:26 pm
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Bei Thalia überrascht mich das gar nicht. Erst vor drei Monaten musste ich eine sehr unschöne Geschichte miterleben, in dem ein Herr [gelöscht. HF.] vom Thalia Veranstaltungsmanagment eine Autorin unter fadenscheinigen Ausreden kurzfristig wieder ausgeladen hat, und sich weigerte, das bereits gekaufte Zugticket der Autorin zu bezahlen. Der Mailverkehr zwischen der Autorin und dem Herrn ist so eine bodenlose Frechheit, dass ich beim Lesen vor Wut einen knallroten Kopf bekommen habe. Ich wollte die Autorin überreden, die Mails zu posten – aber sofort hat sie von ihren Vertriebsleuten eine Warunung bekommen, dass das wohl das Ende jeglicher Vertriebsmöglichkeiten für diese sehr sehr kleine Nische in Österreich bedeuten würde…

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#223877 stackevil says on June 28, 2010 at 11:50 pm
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hm jetzt wirds mal wieder zeit für eine Schluss-mit-Lustig Webseitn…

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#223890 elsa says on June 29, 2010 at 8:12 am
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es wäre zu schön um wahr zu sein, dass thalia nun aufgegeben hat und ennsthaler ungestört weiter arbeiten kann. ich glaube das erst wenn die nächsten 10 jahre in ruhe vorbei sind. deshalb gibt es nur eines (und da ist es egal, ob frau ennsthaler sich als schamanin bezeichnet oder esoterisches mag – ich halte übrigens nicht viel davon), bücher nur bei ennsthaler kaufen und die buchhandlung damit unterstützen – und das fällt mir sowieso nicht schwer, weil ich das ambiente in der buchhandlung mag und die angestellten freundlich, effizient und geduldig sind.

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#223895 verneinender geist says on June 29, 2010 at 10:55 am
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auch die marktwirtschaft ist nur ein abbild von der gesellschaft. ellbogen gibt es da wie dort.

was jetzt wirklich dran ist an der geschichte, wissen wohl nur die handelnden akteure, allen anderen sei geraten, sich mit schlussfolgerungen zurückzuhalten. ich kann mir auch nicht vorstellen, dass da “nichts” war, aber wenn man etwas nicht genau weiß, sollte man im zweifelsfall lieber schweigen.

und wenn ich mir das programm von ennsthaler ansehe, frag ich mich sowieso, wes geistes kind man sein muss, um dort etwas zu bestellen.

ein bisschen van helsing gefällig?

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#223898 stackevil says on June 29, 2010 at 1:31 pm
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@helge schau mal wer da guck, deine frage inkl der ganzen Thalia Steyr Facebook page sind brav gesäubert worden.

aber es gibt ja http://cdn.basedrive.org/59c2120cd09b8cf0f3bb064d26bf1a4b/

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#223914 Dan says on June 29, 2010 at 6:32 pm
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Man muss sich aber schon ansehen, wes Geistes Kind die Bücher sind, um die es hier eigentlich geht:

Aus der E-Mail:
“wir liefern deutsche Verlage, wie Arun, Jan van Helsing, Nietsch und viele andere Verlage in Österreich aus”
(http://siniweler.twoday.net/stories/6397064/ )

Wikipedia über Jan van Helsing:
Jan Udo Holey (* 22. März 1967 in Dinkelsbühl) ist ein Autor geschichtsrevisionistischer[1], verschwörungstheoretischer[2] und esoterischer[3] Bücher, der teilweise unter dem Pseudonym Jan van Helsing auftritt. 1996 wurden seine zwei Bücher über Geheimgesellschaften wegen antisemitischer Volksverhetzung durch die Staatsanwaltschaft Mannheim beschlagnahmt und in der Folge Anklage gegen den Autor vor dem Landgericht Mannheim erhoben[4], das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz ordnet Holey als Rechtsextremisten ein.[5]

apabiz.de über den Arun Verlag:
Der Arun Verlag veröffentlicht rechte und extrem rechte Bücher, die auch von rechtsextremistischen Buchdiensten vertrieben werden.
(http://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/Arun-Verlag.htm)

Der Nietsch-Verlag wiederum publiziert allerlei esoterischen Schwachsinn.

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#223935 blabla says on June 29, 2010 at 10:13 pm
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Weder Amazon noch Thalia, nutzt die kleine Buchhandlung um die Ecke bevor sie gefressen wird. Und ganz ehrlich, was sollte so eine kleine Auslieferung wie Ennsthaler davon haben so einen Markt auszuschließen? Think about!

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#224033 Nachtrag zu Thalia : PatJe.de says on June 30, 2010 at 3:31 pm
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[…] auf den Streit zwischen Thalia und Ennsthaler gibt es eine Entspannung. Helge Fahrnberger – der Autor des ursprünglichen Artikels – hatte eine Email erhalten, nach der die Geschäftsbeziehungen zwischen Thalia und […]

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#224062 ich says on June 30, 2010 at 9:43 pm
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thalia ist super!!!

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#224114 Der virtuelle Farbeimer « reklamebüro blog says on July 1, 2010 at 1:19 pm
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[…] Worten wurden keine Antworten auf die Fragen der User gegeben (siehe Picdump bzw. bei Helge Fahrnberger). Die wichtigsten Statements waren dann zwei Presseaussendungen, die auf der Pinnwand publiziert […]

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[…] aus dem Ennstal, die mit Thalia ins Gehege gekommen ist. Der Fall ist auf Helges Blog dokumentiert (http://www.helge.at/2010/06/versucht-thalia-kleine-buchhandlungen-zu-zerstoren/) ´Dies ist ein spannendes Beispiel, welches aufzeigt dass mit den traditionellen Mitteln der […]

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#225085 michael says on July 10, 2010 at 2:01 pm
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Interessant finde ich in der Mail der Frau Schamanin* den Satz “Sie (Thalia, Anm.) haben uns vor einem halben Jahr ein Kaufangebot gemacht, wir haben kurz überlegt und dann abgelehnt.”

Dass dieser Sturm im Netz ausgebrochen ist, liegt also einzig daran, dass das Angebot von Thalia zu niedrig war. Wäre der Betrag vielleicht doppelt oder dreimal so hoch gewesen, dann wäre irgendwann einmal “Thalia” statt “Ennsthaler” über dem Geschäftseingang gestanden, ein paar Menschen hätten sich gewundert und das Verschwinden des Familienunternehmens bedauert. Aber der moralinsaure Zeigefinger von Frau Ennsthaler, mit dem sie die Mail getippt hat, und die Entrüstung auf Facebook wären dann bestimmt ausgeblieben.

Auch ich finde die Methoden von Thalia unschön, aber einen Persilschein sollte man Ennsthaler auch nicht ausstellen.

* die für eine Verlegerin eklatante Rechtschreibschwächen aufzeigt, wenn man den ganzen Text liest. Oder sollte ich schreiben “wen man den ganzen Text liest”?

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#225835 Dominik says on July 15, 2010 at 10:31 am
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Warum sollte es im Buchhandel anders sein, als im Lebensmittel- oder Schuh-Handel?

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#227812 pmai says on August 7, 2010 at 11:33 am
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Wer kennt Thalia nicht, die diese rüde Geschäftspraktiken anwendet, um unliebsame Konkurrenz auszuschalten. “Der Buchhandel für die Dummen”? Dumm sind die Kunden nicht. Auch sie werden bald merken, dass der kleine Buchhandel nebenan doch besser ist, weil Klasse anstatt Masse mehr einfach mehr zählt. Erst für kurzem habe ich von einem Kunden ein Informationsblatt einer Thalia Filiale bekommen, dass ein bestimmter Titel nicht von Thalia bestellt werden könne. Ich habe den Titel für den Kunden bestellt, und siehe da, ruckzuck war der Titel da, das war eine Verlagsbestellung.

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#228358 Tobbsn says on August 12, 2010 at 9:56 am
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Ich zitiere hier mal aus der Antifa-Netzwerk-Info des OÖ. NETZWERK GEGEN RASSISMUS UND RECHTSEXTREMISMUS:

“Ein Konflikt zwischen der Buchhandelskette Thalia und der Steyrer Buchhandlung Ennsthaler hat – auch unter AntifaschistInnen – zu einer Welle der Solidarisierung mit Ennsthaler geführt. Thalia soll versucht haben, durch wirtschaftlichen Druck die Übernahme von Ennsthaler zu erzwingen. Doch selbst wenn diese Darstellung zutrifft, gab und gibt es für AntifaschistInnen keinerlei Grund, die Steyrer Buchhandlung zu unterstützen. Denn diese vertreibt nicht nur Bücher aus dem weit rechts stehenden Arun-Verlag, sondern auch die berüchtigte antisemitische Weltverschwörungsliteratur des Jan van Helsing (Pseudonym für Jan Udo Holey). Helsing wird auch vom deutschen Verfassungsschutz als Rechtsextremist eingestuft. Dass die Familie Ennsthaler nicht weiß, was sie da unters Volk bringt, ist auszuschließen. Es gilt also VOR jeder Solidarisierung kritisch nachzufragen …

(Hinweis: In der Diplomarbeit „Rechtsextremismus und Verlage in Österreich“ von Ralf Drack wird ausführlich auf Ennsthaler eingegangen.)”

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#228428 Klaus Ennsthaler says on August 12, 2010 at 6:58 pm
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Stellungnahme der Firma Ennsthaler, Steyr zu den Vorwürfen, rechtsextremes Gedankengut zu verbreiten bzw. der rechtsextremen Szene nahezustehen.

Wir weisen diesen Vorwurf mit aller Entschiedenheit von uns und distanzieren uns klar und deutlich von jeglichem rechtsextremen Gedankengut.

Unsere Firma gliedert sich in 3 wesentliche Sparten. Eine Buchhandlung mit einem Vollsortiment, ein Verlag in dem wir die Themen verarbeiten, die uns wichtig sind und deren Verbreitung wir begrüßen und eine Verlagsauslieferung.
Die Verlagsauslieferung beliefert den gesamten österreichischen Buchhandel und ist für Privatkunden nicht zugänglich.
Wir sind nicht verantwortlich, für die Inhalte, der von uns ausgelieferten Verlage und haben auch keinen Einfluss darauf.

Die Bücher der genannten Verlage, ARUN und AMA DEUS, sind im gesamten deutschsprachigen Buchhandel, aber auch bei allen gängigen Internetbuchhandlungen, erhältlich.
Bitte beachten Sie folgenden Link, der eine ähnliche Thematik zum Inhalt hat.

http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/amazon-verkauft-weiter-rechtsextreme-buecher/1565092.html

Die genannten Vorwürfe, erwecken den Eindruck, wir seien die einzigen oder einer von wenigen, die diese Bücher vertreiben.

Inhaltliche und sachliche Kritik ist absolut zulässig, darf aber nicht darauf abzielen einen Buchgroßhandel oder Vollsortimentsbuchhandlung, die Informationen für einen offenen, demokratischen Diskurs zur Verfügung stellt, als Sündenbock darzustellen.

In unserer Buchhandlung stellen wir unseren Kunden ein Vollsortiment zur Verfügung. Dies umfasst auch Titel des vollen, legalen politischen Spektrums. Als Buchhändler bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit sich über jedes Thema zu informieren und forcieren weder durch Worte oder Taten, die Verbreitung rechtsextremen Gedankenguts.

Das Programm des Ennsthaler Verlages, inhaltlich unter unserer vollen Kontrolle, weist in keiner Art und Weise eine, wie auch immer ausgeformte Nähe, geschweige den Sympathie für Rechtsextremismus auf.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Ennsthaler
Leiter der Buchhandlung
Assistent der Geschäftsleitung
Ennsthaler GmbH & CoKG
Stadtplatz 26
4400 Steyr

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#228616 Daniel Gebhart de Koekkoek says on August 14, 2010 at 7:20 pm
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so wirds wohl auch mit der wagnerschen buchhandlung in innsbruck passiert sein. früher meine lieblingsbuchhandlung. neulich war ich drin und brauchte eine weile bis ich überall die thalia schilder entdeckte und feststellte, dass alles umgekrempelt wurde und komplett an seinem charm verlor. schade drum. werd so schnell nicht mehr in die thalia gehn.

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#229040 Peach says on August 18, 2010 at 5:45 pm
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Ja, so ist halt nun mal leider die Entwicklung. Bald werden wir überall auf der Welt nur noch die gleichen Läden haben, Starbucks, McDonalds, Thalia. Da muss man gar nicht mehr in die Ferien gehen. Schade!

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#229146 Erwin says on August 19, 2010 at 3:34 pm
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War übrigens mW bei Amazon (eigentlich ja auch ein Büchermarkt) genau das gleiche, da ging’s damals um e-books die sie nicht so billig verkaufen durften wie sie wollten, da haben sie sämtliche Artikel dieses Produzenten (oder Wiederverkäufers) aus dem Programm gestrichen – obwohl der quasi nur online vertrieben hat, sprich extrem auf amazon angewiesen war.

Wenn ich mich recht erinner, finde gerade keine Quelle.

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#229607 Imaba45 says on August 24, 2010 at 5:27 pm
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Und was sagt uns das? Als gegen solche Machenschaften nicht zu faul sein, in einen Buchladen zu gehen statt online zu bestellen. Es reicht wirklich, überall die gleichen Läden zu finden, das muss bei Büchern ja nun wirklich nicht auch noch sein. Warum lassen die Großen die Kleinen nicht in Ruhe leben? Es ist doch genug für alle da. Aber die Zeichen der Zeit stehen auf GIER, traurig aber wahr.

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#230162 Max says on August 29, 2010 at 7:09 pm
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Hmm vor etwa 2-3 Monaten hatte ich bereits einen Bericht über Thalias Vorgehen gelesen, finde ihn aber gerade beim besten Willen nicht mehr. Auf jeden Fall ging es auch darum, dass Thalia ja dank buchpreisbindung nichts am Bücherpreis ändern konnte, dafür aber die Verlage ziemlich doll nach unten gedrückt hat, sodass ein Verlag kaum noch etwas verdient. Wollten die Verlage nicht mitmachen, hat thalia einfach den ganzen verlag aus dem Angebot genommen.

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#231390 Timo says on September 10, 2010 at 4:02 pm
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Harte geschichte. Was mein Vorredner sagt stimmt: Die deutschen Innenstädte unterscheiden sich gar nicht mehr voneinander. Früher wusste man anhand der geschäöfte in welcher Stadt man ist und das hatte seinen Reiz!

Aus diesem Grund: Support your local Buchhandlung!

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#231512 Celtic Woman says on September 11, 2010 at 7:00 pm
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Seit der “Kampusch”-Lesung reicht es mir, die Fiale wird einfach gesperrt, ob man als Stammkunde etwas kaufen will, ist denen egal – schon mal was davon gehört, dass die Kunden das Gehalt der Angestellten mit ihren Einkäufen bezahlen. Die Filialleitung kann nicht einmal grüßen – eh klar man ist ja kein Promi. Ich kaufe sicher nichts mehr bei Thalia, auf den Kundenbonus kann ich verzichten – ich sage auch nur support your local Buchhandlung!

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#232669 Daniel says on September 23, 2010 at 8:14 pm
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Wäre echt schade wenn die kleineren Buchläden aussterben würde.

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#234979 Christian says on October 15, 2010 at 12:03 am
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Hallo,

sehr schade, wie unsachlich, einseitig und unreflektiert hier berichtet und gepostet wird (mit wenigen Ausnahmen).
Mich stört weniger, dass ein solches Thema aufgegriffen und diskutiert wird, sondern viel mehr, in welcher Form dies geschieht. Wie sich hier die Dinge zugetragen haben, in diesem Konflikt zwischen Thalia und Ennsthaler, werden wohl nur wahre Insider wirklich wissen – der Rest, also der gesamte Blog, ist reine Spekulation.
Leider scheinen aber viele Leser und Schreiber nicht mehr dazu fähig zu sein, zwischen Realität, Fiktion und Spekulation unterscheiden zu können. Es ist traurig mit ansehen zu müssen, wie wenig hier hinterfragt und reflektiert wird.
Man mag zu Großkonzernen und Unternehmen wie Thalia stehen wie man will, aber es ist einfach unerträglich, wie hier in eine Richtung polemisiert wird. Interessanterweise hat sich Ennsthaler sofort zu einer Rechtfertigung genötigt gefühlt, nicht dem “Rechten Eck” anzugehören und folgendermaßen argumentiert:
“Die genannten Vorwürfe, erwecken den Eindruck, wir seien die einzigen oder einer von wenigen, die diese Bücher vertreiben. Inhaltliche und sachliche Kritik ist absolut zulässig, darf aber nicht darauf abzielen einen Buchgroßhandel oder Vollsortimentsbuchhandlung, die Informationen für einen offenen, demokratischen Diskurs zur Verfügung stellt, als Sündenbock darzustellen.”
Hier stellt sich bei objektiver Betrachtung die Frage, warum man auf gleiche Art und Weise gegen Thalia mobilisiert und im eigenen Interesse diese Mittel nur Gut und Recht sind?

Des Weiteren ist der gesamte Inhalt dieser Seite stark zu hinterfragen, inhaltlich sowohl bezüglich seiner Relevanz. Ich versuche nun denjenigen, die des Reflektierens und Denkens scheinbar nicht mächtig waren, ein wenig auf die Sprünge zu helfen:
Zitat aus dem Blogbeitrag:
„Der Geschäftsführer von Ennsthaler hat mir die Echtheit des Textes bestätigt. Ob die Vorwürfe zutreffen oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls braucht die Sache ganz dringend Öffentlichkeit, Konzerne dieser Größenordnung müssen öffentlich kontrolliert werden. Spread the word!”
Immerhin hat Herr Helge erkannt, dass die Vorwürfe einer einseitigen, also subjektiven Meinung und Sicht der Dinge entspringen. Gratulation dazu.
Die Echtheit des Textes wurde bestätigt, damit ist aber noch kein Wahrheitsgehalt des Inhaltes gegeben. Wir halten fest: Spekulation, einseitige Darstellung.
Daher stellt sich ganz offen die Frage, warum dieses Thema dringend Öffentlichkeit braucht. In diesem Falle erfolgt die Aufforderung aus einem einzigen Grund: Um den Großen auf die Finger zu klopfen (was bei berechtigtem Anlass absolut zu unterstützen ist!), in diesem Falle Thalia. Hier wird zum ersten Mal bewusst in eine Richtung polemisiert, die Objektivität geht verloren.
Man versucht hier scheinbar mit allen Mitteln einen Klassenkampf zu inszenieren, Groß gegen Klein, ohne den Hauch eines Beweises oder einer Beweislage, die diesen stützen könnte. Wären klare, nachvollziehbare Beweise gegeben, wäre auch dieser Schritt nachvollziehbar, auch die daraus resultierenden Reaktionen.
2. Zitat:
“Genau das versucht Thalia offenbar zu verhindern: Zwei Blogs, die den Brief ebenfalls veröffentlicht hatten, haben ihn inzwischen offline genommen. Auf einem davon ist zu lesen: “Der Blogeintrag wurde aus aktuellem Anlass in seinem vollen Umfang vorübergehend vom Netz genommen.” (Anmerkung: Dieser Blogbeitrag hier ist medienrechtlich überprüft worden, und ich bin nicht bereit, beim ersten Gegenwind einzuknicken.”
Auch hier wird ein ganz natürlicher Schritt, der jedem, der auch nur 5 Minuten darüber nachdenkt, klar werden sollte, negativ und einseitig dargestellt!
Ein Beispiel dazu: Person X wird über Medien einer Handlung beschuldigt, die nicht beweisbar ist oder eventuell auch nie geschehen ist. Welche Reaktion wird folgen?
Schon erraten? Richtig! Man wehrt sich dagegen. Da es sich vermutlich um rufschädigende Inhalte gehandelt hat (nun eine Vermutung meinerseits), mussten die Inhalte entfernt werden. Dieses Recht steht jeder Privatperson, auch jedem Großunternehmen zu. Ob dies nun mit oder ohne Rechtsbeistand geschieht, ist vollkommen irrelevant. Aber auch dies wurde hier ausgeschlachtet und in eine Richtung negativ präsentiert. Erneut wurde die Objektivität mit Füßen getreten.
Zusätzlich wird auch noch unterstellt, dass die Verbreitung von Thalia verhindert und untergraben wurde. Zum einen ist wohl jedem hier bewusst, dass dies nicht möglich ist (vor allem zu dem Zeitpunkt, als die Thematik im Internet schon kursierte – die beiden angesprochenen Blogs!), zum anderen ist dieser Schritt, wie oben von mir bereits erläutert, vollkommen rechtens und nachvollziehbar. Würde ich anderen Ortes diesen Blog in den Dreck ziehen und mit haltlosen Anschuldigungen schlecht machen, würde wohl auch eine Reaktion folgen!!!!!!!!
Ein letztes Zitat:
“Täusche ich mich, oder wird den Hauptvorwürfen in dieser Darstellung nicht explizit widersprochen?”
Du täuscht dich nicht, das ist aber auch gar nicht notwendig. Sie werden auch nicht bestätigt – als einfaches, banales Gegenargument. Thalia muss sich gegenüber dir nicht rechtfertigen, eine Sachverhalts-Darstellung aus der Sicht von Thalia ist mehr als man erwarten konnte (diese ist natürlich auch als einseitig und subjektive zu betrachten und dementsprechend auch zu hinterfragen).
Also ein weiteres, gutes Beispiel dafür, wie hier die Meinungen in eine Richtung gelenkt werden. Diese Fragen, Vermutungen, ja fast schon Verschwörungstheorien werden an ähnlichen Stellen gegenüber Ennsthaler nicht formuliert – das ist subjektiv und anzuprangern.

Warum mache ich mir nun die Mühe, diesen Post zu schreiben? Ganz einfach: Es ist eine krankhafte Unsitte, Inhalte zu verbreiten, die rein spekulativ und nur in eine Richtung gesteuert sind. Das Fehlen der Objektivität ist unverzeihlich, vor allem dann, wenn man mit Unterstellungen und Vermutungen arbeitet und sich die nachfolgenden Reaktionen der Leser ansieht.
Die Antworten zeigen leider, dass nur mehr wenige Menschen tatsächlich über das eben Gelesene nachdenken und sich eine eigene Meinung dazu bilden.
Nur einige, wenige Ausnahmen haben erkannt, dass es sich hierbei um einen subjektiven und einseitig gestalteten Inhalt handelt, der mehr oder minder dem Charakter eines Tatsachenberichtes entspricht. Kaum einer scheint noch fähig oder willens zu sein, das eigene Denkzentrum zu bemühen, um Realität und Fiktion oder Spekulation voneinander trennen zu können.
Mir geht es also darum, den Autor zu mehr Objektivität zu animieren, dann wäre diese Seite auch sehr gut gelungen. Zum anderen möchte ich die Leser und Poster daran erinnern, dass man nicht gedankenlos geschriebene oder gedruckte Inhalte als wahr oder richtig erachten sollte.

Natürlich gibt es zigtausende andere Beispiele und Seiten, wo ich ähnliches hätte formulieren können. Daher dafür eine Entschuldigung meinerseits in Richtung Seitenbetreiber oder Autor – aber hier habe ich es nun mal so geschrieben.

Und noch etwas: Ich bin, weil mir bei nochmaligem Durchlesen dies bewusst wurde, sollte der Eindruck entstehen, weder bei Thalia angestellt noch möchte ich diese in Schutz nehmen. Auch bei diesem Konflikt wird wohl die Wahrheit irgendwo in der Mitte zu suchen sein. Mir ging es einzig und allein um die Darstellung und die Reaktionen dazu.

mfg Christian

P.S. Vielleicht ist dies ja eine Anregung für dich / euch, in Zukunft etwas objektiver zu agieren.

P.P.S. @ Daniel Gebhart de Koekkoek
Zitat: “so wirds wohl auch mit der wagnerschen buchhandlung in innsbruck passiert sein. früher meine lieblingsbuchhandlung. neulich war ich drin und brauchte eine weile bis ich überall die thalia schilder entdeckte und feststellte, dass alles umgekrempelt wurde und komplett an seinem charm verlor. schade drum. werd so schnell nicht mehr in die thalia gehn.”

Die Wagnerische wurde bereits 2006 von Thalia übernommen. Da es sich um deine Lieblingsbuchhandlung handelt und du vor kurzem die Veränderungen bemerkt hast, frage ich mich Folgendes: Hast du eine Sehschwäche oder bist du nur alle 4 Jahre einmal zu Gast in deiner Lieblingsbuchhandlung?
Nur so von Innsbrucker zu Innsbrucker. Mir gefallen die Veränderungen im unteren Stockwerk auch nicht, aber grundsätzlich hat sich an der Angebotsqualität nichts wesentlich verändert.
Ein sehr gutes Beispiel dafür, welche Reaktionen durch diese Berichterstattung hervorgerufen werden – vor allem, weil diese ganz einfach zu entkräften sind und der Realität nicht entsprechen. Ohne direkten Bezug ist diese Aussage auch nicht als wahr oder falsch einzustufen: Der unwissende und nicht reflektierende Leser denkt sich nur: „Schau an, ein weiteres Beispiel, wie Böse und gnadenlos diese Thalia doch ist!“
Aus sicherer Quelle ist hier auch anzumerken, dass die Wagnerische Universitätsbibliothek unter anderem aus finanziellen Gründen eine Übernahme angestrebt hat, zumal auch keine Nachfolge (aus der Familie) möglich war.

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#234980 Christian says on October 15, 2010 at 12:06 am
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Zusatz:

Schon die Überschrift hat die reißerische Qualität der Krone oder Bildzeitung, schon hier wird in eine Richtung gesteuert, schon hier geht sämtliche Objektivität verloren.

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#235666 Helge Fahrnberger says on October 20, 2010 at 12:04 am
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@Christian: Du forderst Objektivität ein, die wirst du hier aber nicht bekommen. Das hier ist ein Blog. Subjektiv. Meine Meinung. (So wie dein Kommentar ganz offensichtlich deine ist.)

Was du hier bekommst, ist Transparenz. Ich lege meine Quellen, mögliche Interessenskonflikte, meinen Namen und meinen Background offen. (Ganz im Gegensatz zu dir übrigens.) Jeder kann und soll sich seine oder ihre eigene Meinung bilden.

So läuft das hier. Love it or hate it.

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#238479 Christian says on November 9, 2010 at 12:22 pm
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Tja,

wenn das so ist, solltest du deine Meinungen stark hinterfragen? Das der Grundtenor in einem Blog immer von Subjektivität bestimmt ist, scheint klar – deswegen muss man aber nicht einseitig schreiben und berichten und vorgefertigte Meinungen bedienen (der Große ist böse, der kleine ist mit allen Mitteln zu schützen!).

Wer hier tatsächlich im Recht ist, wird außer Acht gelassen (ist nicht nachweisbar – vermutlich wissen das nur die Beteiligten), im Grunde genommen wird nicht einmal richtig diskutiert (halbherzig bis gar nicht) – das große Unternehmen Thalia ist auf jeden Fall schuld – das ist es, was mich an der Vorgehensweise stört.

Unter Transparenz kann man übrigens auch verstehen, abgesehen von Facebook-Quellen und dubiosen Stellungnahmen (orf.at hat meiner Meinung nach teilweise die Qualität der Kronenzeitung adaptiert), dass man beiden Seiten das gleiche Vertrauen / das gleiche Unverständnis / die gleiche Skepsis entgegenbringt – Subjektivität hin oder her.

Eigentlich habe ich, in dem viel zu lange geratenen Post vorab, das alles schon erklärt.

Was für Quellen sollte ich offenlegen, damit du genug Transparenz von meiner Seite hast? Ehrlich gesagt ist dein Kommentar diesbezüglich nicht nachvollziehbar und unnötig, aber bitte, was willst wissen?

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#238483 Christian says on November 9, 2010 at 12:41 pm
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P.S.

Lies dir die Kommentare durch: Das ist es, was mich schlußendlich auf die Palme gebracht hat. Die Leute nehmen alles für bare Münzen, kaum einer denkt noch nach!

Dann wird hier Stimmung gemacht, die nicht mehr nachvollziehen ist – eine negative Meinung / Meldung wiegt so viel wie etwa 7 positive Meldungen – dazu gibt es Marktanalysen, Studien, Erhebungen – das ganze lässt sich auf Unternehmen und Einzelpersonen umlegen.

Keiner schreibt hier rein, dass er freundlich bedient wird, dass man sich um ihn kümmert – plötzlich ist alles negativ, jedem fällt irgendein Scheiß ein!! Weil das passt einfach zum Grundtenor des ganzen Themas. Für Thalia kannst hier vermutlich tausende andere Unternehmen, Namen, was weiß ich was einsetzten!

Für die Antworten bist du leider mitverantwortlich, auch für meine: Bei anderer Berichterstattung hätte ich mich hier wohl nicht so ausgekotzt. Sorry!

Dahingehend solltest deine Subjektivität und deinen Berichterstattungsstil ein wenig hinterfragen – Transparenz ist ja super, reflektieren wäre auch nicht falsch.

Naja, es ist immer leicht, eine Meinung zu äußern, hier in diesem “relativ” privaten Rahmen (auch wenn jeder Zugang hat), auch für mich; Deine Antwort ist mir schlicht weg zu lapidar – “puhu, hier gibt es nur Subjektivittät!”

Gut, diese Aussage ist legitim und möglich, weil keine Konsequenzen drohen. Aber vielleicht kannst du diese Kritik von mir doch zumindest 5 min lang überdenken! Und sie richtet sich ja nicht nur gegen dich als Autor, sondern vor allem auch gegen die Verfasser vieler Kommentare hier.

cy Chris

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#238485 Christian says on November 9, 2010 at 12:43 pm
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Noch mal ich.

Auf den Punkt gebracht: Das hier ist keine Subjektivität, sondern Stimmungsmache! Und viele folgen blindlings und posaunen in gleicher Tonart mit!!

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#238487 Rainer says on November 9, 2010 at 1:05 pm
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Christian meinte: »eine negative Meinung / Meldung wiegt so viel wie etwa 7 positive Meldungen – dazu gibt es Marktanalysen, Studien, Erhebungen …«

Ach ja? Das stimmt so aber nicht, wie eine aktuelle Studie wirklich beweist: http://company.trnd.com/de/ueber-word-of-mouth/downloads/

Die Studie belegt im Gegenteil, dass positive Mundpropaganda stärker wirkt als negative. So konnten sich 89 % der Studienteilnehmer an positive Mundpropaganda-Erlebnisse erinnern, aber nur 7 % an negative.

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#238496 Helge Fahrnberger says on November 9, 2010 at 2:15 pm
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@Christian: Mein Artikel hat ausreichend Quellen und Informationen dafür, dass sich jeder eine Meinung bilden kann. Dir ist das ja auch gelungen. Dafür, wie für seine Kommentare ist jeder selbst verantwortlich, auch du.

Die Transparenz, die ich bei dir vermisse, ist die Bekanntgabe deiner Identität. Nur so kann man sich als Leser deines Kommentars eine Meinung bilden, ob du nicht ev. zb. Thalia-Mitarbeiter – und dadurch einem Interessenskonflikt unterliegst.

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#238594 Christian says on November 10, 2010 at 3:48 am
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Hi!
Vorne weg: Wenn du bis jetzt noch nicht erkannt hast, dass ich kein Thalia Mitarbeiter bin, hast du entweder meine Kommentare nur überflogen oder ich habe mich äußerst unklar ausgedrückt. Zur Wiederholung: Mir geht es weder darum, ob hier Thalia, noch ob Ennsthaler im Recht ist! Ist mir im Grunde genommen auch egal, zumal sich die Sache bereits erledigt hat.

Deine Forderung nach der Bekanntgabe meiner Identität ist lachhaft (das weißt du selber am besten!), da ich wohl kaum Namen, Anschrift, Telefonnummer, Emailadresse, Passnummer und was weiß ich was bekannt geben werde! Warum dürfte wohl klar sein – wird kein vernünftig denkender Mensch machen! Aber netter Versuch deinerseits!
_______________________

Mich stört, dass hier, sowie in vielen anderen Blogs, Foren und sogenannten Online Medien auch, Artikel verfasst werden, die keinerlei Seriosität gewährleisten können. Sie werden als seriös verkauft und auch vehement als seriös verteidigt. Das geschieht leider auch hier.

Du sprichst von Transparenz, ausreichend Quellen und Informationen. Leider ist das nur Augenauswischerei, um den seriösen Eindruck zu wahren.

Deine Quellen sind gelinde gesagt einfach nur schwach (wie auf so vielen anderen Plattformen auch!). Der ganze Artikel basiert auf einem offenen Brief von Frau Ennsthaler. Zumindest hast du geprüft, ob dieser tatsächlich von Frau Ennsthaler verfasst wurde (kannst du das auch beweisen, außer der Bestätigung von Herrn Ennsthaler? – erkennst du die Probleme, die sich ergeben, wenn man genauer nach fragt? – wobei ich dazu geneigt bin, dies zu glauben! – für eine ordentliche Beweisführung bedürfte es einer Unterschrift / eines Originaldokumentes von Frau Ennsthaler!).

Du wartest, wie so viele andere auch, mit andern Blogeinträgen auf, mit Zeitungskommentaren, mit Facebookgruppen – wenn man diesen Verweisen nachgeht, findet man weder neue Inhalte, noch einen Beweis für irgendwas. Folglich sind auch dies schwammige „Quellen“, neue Informationen sind nicht gegeben.
_______________________

Welche Meinung kann man sich nun hier bilden, wenn man den Artikel „kritisch“ betrachtet? Eigentlich nur eine:

„was jetzt wirklich dran ist an der geschichte, wissen wohl nur die handelnden akteure, allen anderen sei geraten, sich mit schlussfolgerungen zurückzuhalten. ich kann mir auch nicht vorstellen, dass da “nichts” war, aber wenn man etwas nicht genau weiß, sollte man im zweifelsfall lieber schweigen“

Leider passiert auf Grund der nach außen hin als seriös dargestellten Berichterstattung, mit sogenannten Quellen und einer Chronologie, aber überwiegend Folgendes:

„Aufschrei der sich gerade durch ein paar Blogs und Twitter zieht mit der Frage, ob Thalia versuche kleine Buchhandlungen systematisch zu zerstören (natürlich tun sie das, sie sind ein Buchkaufhaus, das ist ihr Geschäftsprinzip, Konzentration…“

„das thalia so aggressiv handelt, war mir bislang gar nicht klar. ich werde da nicht mehr kaufen. selbst wenn das ein einzelfall ist – was ich nicht glaube.“

„damit wird thalia von mir boykottiert. diese methoden sind menschen-unwürdig. wer so etwas anwendet, ausschließlich für die profitmaximierung, muss ein ziemlich kalter mensch sein, wenn er dann noch schlafen kann. das darf nicht belohnt werden. also geht nicht mehr zu thalia, mehr kann man eh nicht machen.“

Mein persönlicher Favorit, weil bereits von mir widerlegt und inhaltlich als kompletter Schwachsinn entlarvt:

„so wirds wohl auch mit der wagnerschen buchhandlung in innsbruck passiert sein. früher meine lieblingsbuchhandlung. neulich war ich drin und brauchte eine weile bis ich überall die thalia schilder entdeckte und feststellte, dass alles umgekrempelt wurde und komplett an seinem charm verlor. schade drum. werd so schnell nicht mehr in die thalia gehn.“
_____________________

Und genau diese Kommentare, auch wenn es einige, vernünftige und bedachte Kommentare gab (bedacht im Sinne von: den Inhalt hinterfragend!), haben mich zu meinen Kommentaren veranlasst.

Zur Erinnerung – Zitat aus meinem ersten Kommentar:

„Natürlich gibt es zigtausende andere Beispiele und Seiten, wo ich ähnliches hätte formulieren können. Daher dafür eine Entschuldigung meinerseits in Richtung Seitenbetreiber oder Autor – aber hier habe ich es nun mal so geschrieben.“

Des Weiteren:

„Warum mache ich mir nun die Mühe, diesen Post zu schreiben? Ganz einfach: Es ist eine krankhafte Unsitte, Inhalte zu verbreiten, die rein spekulativ und nur in eine Richtung gesteuert sind. Das Fehlen der Objektivität ist unverzeihlich, vor allem dann, wenn man mit Unterstellungen und Vermutungen arbeitet und sich die nachfolgenden Reaktionen der Leser ansieht.
Die Antworten zeigen leider, dass nur mehr wenige Menschen tatsächlich über das eben Gelesene nachdenken und sich eine eigene Meinung dazu bilden.“

Und:

„Mir geht es also darum, den Autor zu mehr Objektivität zu animieren, dann wäre diese Seite auch sehr gut gelungen. Zum anderen möchte ich die Leser und Poster daran erinnern, dass man nicht gedankenlos geschriebene oder gedruckte Inhalte als wahr oder richtig erachten sollte.“
________________________

Ein Schlussstrich:

Ein Blog bildet und gibt Meinungen und Gedanken wieder, die genauso hinterfragt werden müssen, wie ein Zeitungsartikel in der Kronenzeitung oder die Aussage eines Politikers. Dies geschieht leider kaum, die Leser nehmen alles für bare Münze und lassen sich von Halbwahrheiten und einseitigen Darstellungen beeinflussen.

Lieber Helge, du hast in einer Antwort an mich geschrieben, dass dieser Artikel deine Meinung wiederspiegelt, also subjektiv formuliert wurde. Nach außen hin (optisch, Aufmachung, Stil – Gesamteindruck) suggerierst du deinen Lesern Objektivität (bewusst oder unbewusst, darüber möchte ich mir kein Urteil bilden). So wird dieser Artikel auch von vielen Menschen wahrgenommen. Die Aufmachung und Präsentation erinnert an einen investigativen Journalismus – der Inhalt kann dem nicht standhalten, zumal du bestätigt hast, dass er deine Meinung wieder gibt. Hierfür fehlt mir auch die entsprechende Notiz im Artikel.

Viele Leser können diesen Unterschied scheinbar nicht erkennen, aus diesem Grund bist du sehr wohl für einige, hier geäußerte Meinung mit verantwortlich. Du bist die Ursache, der Anstossgeber dieser Kommentare – wenn ich einen Sack voll Geld in eine Menschenmenge werfe, mich umdrehe und gehe, bin ich trotzdem für die folgenden Reaktionen mit verantwortlich (beispielsweise wenn sich Leute gegenseitig darum prügeln). “Ursache – Wirkung”

Entscheide dich für einen Stil: Seriös und objektiv, oder ganz offen subjektiv. Dass ist meine Bitte an dich.
_________________________

Den Lesern sei noch einmal gesagt, dass alle Inhalte dieser Art, mündlich, schriftlich, in welchen Medium auch immer, zu bedenken und hinterfragen sind. Wird hier der Inhalt nicht reflektiert, ist es klüger, sich jeden Kommentar zu ersparen. Dann hat man eine vorgefertigte Meinung einer anderen Person 1 zu 1 übernommen – ein bedenklicher Prozess, der Manipulation Tür und Angel öffnet!

Allerdings möchte ich hier nicht jedem absprechen, über den Inhalt des Artikels nicht nachgedacht bzw. diesen nicht hinterfragt zu haben. Das entspricht auch nicht der Realität.
________________________

Ein persönliches Statement zum Thema des Artikels: Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass es tatsächlich Druck und Machtspiele von Seiten Thalias gegeben hat! Ich bin auf einige Zeitungsartikel gestoßen, die von solchen Vorgehensweisen berichten, ein wahrer Kern ist hier wohl gegeben.

Andererseits sind auch viele Punkte in der Berichterstattung und Vorgehensweise von Seiten Ennstahlers undurchsichtig: Ich frage mich immer wieder, warum man nicht sofort den direkten Weg an die Öffentlichkeit via auflagenstarker Printmedien gesucht hat? Warum ist man diesen Umweg gegangen (dessen Ausgang mehr als nur offen war), zu einem Zeitpunkt, als man nichts mehr zu verlieren hatte?

Im Zweifelsfall orientiere ich mich emotional auch eher zum „Kleinen“! Inhaltlich und auf Grund von Beweisen kann man hier leider kein Urteil fällen.

Mfg Christian

@ Rainer: Mag sein, dass mein Statement nicht vollends den Tatsachen entspricht. Zu deiner Quelle:

„Mit trnd können Sie Gespräche von Konsument-zu-Konsument zum ersten Mal plan- und messbar als Standardbaustein für Ihr Marketing buchen.
Glaubwürdig, effektiv, schnell und einfach.“

Studien von Unternehmen (hier ein Anbieter von Mundpropaganda / Word-of-Mouth-Marketing) noch dazu offensichtlich aus einem finanziell motivierten Anlass, sind immer zu hinterfragen. Ich habe mir die Mühe gemacht, die Studie etwas genauer zu studieren.

Hier die Fragestellung: Zunächst wurde nach der letzten Quelle gefragt (Internet, Verwandter, Bekannter…), dann die für dein Statement relevante Frage: „Wie positiv kommunizierte die Person?“. Warum nicht: „War die Mitteilung positiv oder negativ?“.

Zudem waren 75 % der Befragten Frauen. Das wird zwar erwähnt, in wie weit sich dies auf das Ergebnis auswirkt (und das wirkt sich aus), wird nicht berücksichtigt.

Daher ist dieses Ergebnis stark anzuzweifeln!! Zumal nach der letzten Empfehlung gefragt wurde, und nicht danach, was tatsächlich stärker in Erinnerung bleibt. Die Auswirkungen auf das Konsumverhalten wurden ebenso wenig erörtert – entscheidender Faktor!!!

Was wiederum erörtert wurde, ist, dass negative Erfahrungen durchschnittlich an eine Person mehr weitergegeben werden – gilt auch nur für Erfahrungen anderer, die man selbst nicht erlebt hat (auch hier kann natürlich die Frauenquote das Ergebnis stark verfälschen).

Mir scheint daher, auf Grund der Ungereimtheiten, dass hier bewusst in eine Richtung gesteuert wurde, nicht unüblich für ein Unternehmen.

Natürlich rein “Spekulativ”!

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[…] Hier hat Helge Fahrnberger die Misere des kleinen Buchhändlers Ennsthaler zusammengefasst und zitiert aus einem Brief des Unternehmens: […]

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#238658 Helge Fahrnberger says on November 10, 2010 at 1:41 pm
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@Christian: Von meiner Seite ist alles gesagt.

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#238660 Christian says on November 10, 2010 at 2:17 pm
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@Helge – das dachte ich mir schon: Keine Antwort ist auch eine Antwort. Wenn sich nur einer hier meine Worte ein wenig zu Herzen nimmt, bin ich schon glücklich. Schade, vermutlich hast du keine Zeit?

@ Kommentar Gegendruck… ???? Was willst du damit sagen?? Ich habe den ganzen Brief gelesen, nicht nur einen 10 % Auszug, falls du daraufhin abzielst. Habe mich auch dazu geäußert!

Gruß Christian

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#238712 Helge Fahrnberger says on November 10, 2010 at 8:02 pm
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@Christian: Nicht weil ich keine Zeit hätte, sondern weil schon alles gesagt ist.

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#238740 Christian says on November 11, 2010 at 12:42 am
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@Helge: Gut, dann von meiner Seite auch.
Fand übrigens den Artikel über Herrn Graf und Wiener Blut sehr gut.

Daher: Nicht alles persönlich nehmen (fällt wohl schwer), vielleicht habe ich mich wirklich an der falschen Stelle übertrieben ausgelassen. Mich haben eher die Reaktionen verärgert, das Verhalten / Reaktionen mancher Leser, als der Inhalt und die Aufmachung.

Gruß Christian

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#239420 Rettungszeichen says on November 17, 2010 at 10:20 am
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Das alte Problem: Wenn man selbst nicht betroffen ist befindet sich die Wahrheit gerne irgendwo zwischen den gegensätzilchen Aussagen. In meiner Heimatstadt hat Thalia inzwischen auch verschiedene Buchhändler mit 2 Filialen (in weniger als 1 km Luftlinie Entfernung) das Wasser abgegraben.
Fakt ist allerdings: Das Angebot von Thalia ist besser als bei den Vorgängern!

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#241211 Volker Schaefer says on December 2, 2010 at 10:01 pm
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Ich denke kleine Buchhändler können nie direkt mit großen Ketten konkurrieren, egal ob online (Amazon) oder offline (Thalia).

Da müssen die kleinen Buchhändler sich schon was besonders einfallen lassen. z.B. Wohnzimmeratmosphäre, besondere Beratung oder ähnliches.

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#243464 » Medienkontrolle per Social Media, ein Interview · Helge's Blog says on December 16, 2010 at 11:34 pm
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[…] auch Wähler an den Gatekeepern vorbei öffentliche Kritik üben können. Und wie das Beispiel von Ennsthaler / Thalia zeigt, das größte Social Network der Welt ist Email. So hat es begonnen, das kann jeder. Und in […]

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#263199 klaus ennsthaler | NAHPORTRAIT says on July 20, 2011 at 3:16 pm
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[…] erlebte vor wochen die überraschenden auswirkungen netz-medialer anteilnahme, erfuhr eine webweite welle der solidarität / urlaubshafte begegnung in der engein steyr / ein sehr positiv gestimmter, offenherziger […]

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