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Ich brauche eure Hilfe:

Ich wurde eingeladen, als Mitglied des Advisory Boards Projekte für die Kategorie “Digital Communities” des diesjährigen Prix Ars Electronica zu nominieren. Die Kategorie war immer schon meine Lieblingskategorie der Ars, denn ist dort zuhause, wo Spiel und Kunst auf Macht und Politik treffen, wo sich Machtverhältnisse verschieben. Zu den Preisträgern zählen die Wikipedia, die Free Software Foundation, das großartige brasilianische Projekt Overmundo und Wikileaks. (Die von mir konzipierte Plattform Shapeshifters wurde vor zwei jahren auch nominiert, gewann aber nichts.)

Ich möchte schwerpunktmäßig Projekte vorschlagen, die mit Entwicklungszusammenarbeit, Journalismus und/oder Copyleft zu tun haben. Bislang sind mir zwei Projekte eingefallen:

  1. Map Kibera: Die Einwohner von Kibera, Afrikas größtem Slum, erstellen mithilfe der OpenStreetMap gemeinsam die erste Straßenkarte, die jemals von diesem 1 Mio Einwohner zählenden Stadtteil von Nairobi existiert hat. Ähnlich wie OSM Ouagadougou, nur eben unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung.
  2. Das Open Architecture Network: Baupläne und architektonische Konzepte werden unter einer Creative-Commons-Lizenz online verfügbar gemacht und kollaborativ verbessert. Besonders in Katastophenfällen wie derzeit in Haiti kann so ein Maximum an dezentraler Wissensdistribution erreicht werden, um den Betroffenen möglichst schnell Notfalls- und Ersatzquartiere bereitstellen zu können.

Die nominierten Projekte müssen dabei durchaus nicht groß und bekannt sein, die Jury hat in der Vergangenheit auch Projekte gewählt, die erst am Anfang standen. Weitere Ideen? Wen soll ich vorschlagen?

(Foto des Ars Electronica Centers (cc) von Salomao Nunes.)


 

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9 Comments
#207229 Dan says on January 19, 2010 at 3:34 am
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Hi!

Zwei Anregungen zum Nachdenken:

1. Es gibt die eine oder andere Organisation, die Communities in Entwicklungs- und Schwellenländern über Wireless Mesh Networks mit dem Internet verbindet.
Zum Beispiel: http://www.wired.com/science/discoveries/news/2006/08/71608
http://drupal.airjaldi.com/

2. Ich komme nicht umhin, an Thingiverse und Instructables zu denken. Obwohl die Benützer der beiden Sites hauptsächlich Anleitungen und Pläne zum Bau von Dingen, die man nicht mal bei uns unbedingt braucht, teilen, vermute ich, dass online verfügbare Anleitungen und günstige 3D-Drucker in Kombination mit freien 3D-Modellen in Zukunft auch in Entwicklungsländern eine Rolle spielen werden. Da Instructables und Thingiverse beide eher kommerziell betrieben werden würde ich nach einer nichtkommerziellen Alternative mit evtl. sinnvolleren Projekten suchen.

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[…] This post was mentioned on Twitter by Helge Fahrnberger, F Demmer. F Demmer said: RT @muesli Bitte helft mir, Projekte für den Prix Ars Electronica zu nominieren: http://bit.ly/7J6VtH #digitalcommunities […]

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#207277 David says on January 19, 2010 at 11:09 am
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Thingiverse ist toll, ich würde aber sogar versuchen, dem gesamten RepRap-Projekt mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Dabei werden online-Communities (Austausch von Plänen, siehe Thingiverse) mit realen Communities (jeder RepRap soll mindestens 1 weiteren RepRap bauen) verknüpft und Wege in die unabhängige Massenproduktion geebnet, was vor allem jenen zugute kommen kann, die gerade von der kommerziellen Massenproduktion nicht profitieren.

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#207287 Helge Fahrnberger says on January 19, 2010 at 1:08 pm
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Großartige Vorschläge, keep them coming!

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#207295 Tom Schaffer says on January 19, 2010 at 2:20 pm
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spot.us – Projekt für spendenfinanzierten Journalismus.

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#207350 joerg hofstaetter says on January 19, 2010 at 10:16 pm
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ich bin neulich über questionbox gestolpert, ein grossartiges Projekt in Indien!
http://questionbox.org/

Question Box is Open Mind’s initiative that helps people find answers to everyday questions like health, agriculture, business, education and entertainment. It provides easy access to information in hard-to-reach areas and breaks through technology, language and literacy barriers.

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#207356 Helge Fahrnberger says on January 19, 2010 at 11:11 pm
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@Jörg: Questionbox ist ein großartiges Projekt, danke für den Hinweis! Zu Digital Communities passt das aber nicht, dazu müsste die Boxen mit Freiwilligen im Internet verbunden werden – was ich großartig fände!!, was aber, wenn ich das richtig verstanden habe, nicht der Fall ist.

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#207361 joerg hofstaetter says on January 19, 2010 at 11:40 pm
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Die Software ist jetzt open source, ich vermute/hoffe die von dir beschriebene Vernetzung ist der nächste Schritt.

Ich bin schwer beeindruckt von dem Projekt und dem Ansatz wie man in Gegenden wo es so gut wie kein Internet und Telefone gibt den Menschen Zugang zu wertvollen Informationen verschafft.

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#220516 » Map Kibera gewinnt Prix Ars Electronica · Helge's Blog says on May 17, 2010 at 1:37 pm
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[…] Ich muss zugeben, jetzt bin ich ein klein wenig stolz. Ich war dieses Jahr im Advisory Board des Prix Ars Electronica für die Kategorie Digital Communities und habe unter anderen das Projekt Map Kibera nominiert (siehe hier). […]

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