Was wurde eigentlich aus Openstreetmap Ouagadougou?
January 27, 2010Oder: Ab dieser Woche wird vor Ort gemapped!

Vor 15 Monaten habe ich hier dazu aufgerufen, mitzuhelfen, die Millionenstadt Ouagadougou auf Openstreetmap zu kartografieren – und viele machten mit. Durch die schnellen Erfolge und das Feedback (unter anderem von Zeit Online und den ORF-Nachrichten) motiviert, haben wir uns vorgenommen, daraus druckfähige PDFs zu machen, die wir lokalen Druckereien zur Verfügung stellen, mit denen diese dann in Form von Faltplänen Geld verdienen können. Denn immer noch gibt es kein brauchbares Kartenmaterial dieser Stadt zu kaufen. Doch der aktuelle Status ist zwar großartig, aber es fehlen noch viele Straßennamen und andere Details.
Das wird sich jetzt ändern: Meine Kollegen von Laafi werden die diese Woche beginnende Projektreise 2010 – ich bleibe in der Kälte:-( – dazu nutzen, das Stadtzentrum zu komplettieren. Über Wallking Papers habe ich solche PDFs erstellt, auf der die Gruppe handschriftliche Notizen machen kann, die anschließend eingebaut werden. Obige Übersichtskarte zeigt, welche Zone wir uns zur Fertigstellung vorgenommen haben.
Der nächste Schritt danach ist, druckfähige und schöne PDFs zu erstellen. Kennt sich jemand gut mit Mapnik aus und kann uns beim Rendern (und v.a. beim grafischen Gestalten der Karte und ihrer Elemente) helfen? Vielleicht können wir ja auch die Rendering-Definitionen von Map Kibera nutzen – einem ähnlichen Projekt für einen Teil von Nairobi. Ist jemand von euch in diesen Dingen fit?
Wer’s bis hier geschafft hat, darf mit Moped fahren gehen – très cool!







Super Sache, Gratulation!
War von der aktuellen Haiti Crisis Map auch schwer begeistert…
MFG Hannes
Also mit Mapnik kenn ich mich ganz gut aus, auch wenn ich damit bis jetzt nie Offline-Maps gerendert hab. Mein Referenz-Projekt: http://www.openstreetbrowser.org/ – abgesehen von den Icons sind Kartenstil und Applikation von mir entwickelt.
Apropos Haiti-Crisis-Map: Derzeit gibts auch http://haiti.openstreetbrowser.org/ mit entsprechendem Kartenmaterial.
Stephan.
[...] Insgesamt überwiegen die positiven Aspekte des Projekts OpenStreetMap natürlich. Bei der Erdbebenkatastrophe auf Haiti konnten Hilfsorganisation so auf aktuelle Daten zurückgreifen, die es sonst in dieser Form nicht gab. In Gegenden, in denen kommerzielle Anbieter von Kartenmaterial keinen Nutzen einer genaueren Erfassung sehen, liefert OpenStreetMap erstmals überhaupt genaue Karten (vgl. das Projekt zur Kartographierung der Hauptstadt Burkina Fasos Ouagadougou). [...]