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.. oder so ähnlich dürfte nach der Befürchtung mancher Grüner die Motivationslage hinter den Grünen Vorwahlen sein.

Eine solche Paranoia legt zumindest diese Aktion nahe, in der jemand von einem Parteicomputer aus versucht hat, über Max Kossatz’ Bannergenerator zb. folgende Texte in den Seitenkopf von Gruenevorwahlen.at zu schleusen:

Ich bin Vorwählerin, weil ich die linken Fundis bei den Grünen loswerden möchte
Ich bin Vorwähler, weil ich den ganzen tag vorm Internet sitze und keine Freunde habe
Ich bin Vorwähler, weil ich von der ÖVP dafür bezahlt werde
Ich bin Vorwähler, weil ich glaube, dass Bloggen Politik ersetzen kann
Ich bin Vorwähler, weil ich linke politik nicht mag
Ich bin Vorwähler, weil mir Heide Schmidt keinen Job verschafft hat
Ich bin Vorwähler, weil mir beim wort Feminismus schlecht wird
Ich bin Vorwähler, weil ich in meinem penthouse sitze und mir fad is
Ich bin Vorwähler, weil ein freies land auch freie märkte braucht
Ich bin Vorwähler, weil Maggy Thatcher mein Vorbild ist
Ich bin Vorwähler, weil Martin Margulies zu links ist

Auch wenn das, das zeigen Einzelgespräche, die Stimmungslage Mancher widerspiegeln dürfte, halte ich das – genauso wie die beiden Gesinnungstests – für eine armselige Aktion eines Einzelnen. (Die zugegebenermaßen über die Wiener Grünen auch etwas aussagt.)

Die Mehrheit der Grünen in Wien, und das muss auch mal betont werden, steht den Grünen Vorwahlen positiv gegenüber und stemmt sich nicht gegen Offenheit. (So zumindest mein Eindruck.) Ich hoffe nur, dass sie sich gegen die militant-paranoide Minderheit durchsetzen kann.

PS. Ich sehe die Gerüchte in grünen Kreisen schon kreisen, einer der Vorwahlen-Initiatoren fordere in seinem Blog eine neoliberale Wende bei den Grünen..


 

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9 Comments
#170263 Angela Stoytchev says on May 10, 2009 at 11:48 pm
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danke helge, dass du nicht der versuchung unterliegst, von zwei oder drei einzelaktionen auf die gesamte organisation zu schließen. auch ich habe von einzelnen vorwählerInnen schon mäßig nette beiträge über die grünen gelesen, versuche aber ebenfalls, diese nicht der gesamten initiative überzustülpen.
schwierig, wenn man einander nicht kennt, nicht gleich das schlechtestmögliche von einander anzunehmen oder in “das andere” reinzuinterpretieren. aber: es kann gelingen, wenn man sich dieses menschlichen schutzmechanismusses (aus dem ja in seiner schlimmen ausformung durchaus auch xenophobie werden kann) bewusst ist. will ich halt glauben.
lg
angela

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#170271 Helge Fahrnberger says on May 11, 2009 at 12:17 am
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@Angela: Würdet ihr offener kommunizieren, wär’ das alles leichter. Bis zu Roberts offenem Brief (den ich als Reaktion auf Ladstätters Gesinnungstest-Debakel verstanden habe) gab’s ja nur Schweigen im Walde. Die von Markus Rathmayr abgesehen Einzigen, die sich zumindest nicht versteckt haben, also Ringler/Schreuder/Chorherr, werden ja angeblich grün-intern als verschwörerische Hintermenschen hinter den Vorwahlen gehandelt, und sitzen allesamt nicht im Vorstand.

Insofern passt auch der Vergleich mit den Vorwählern nicht ganz, von denen äußern sich ja jede Menge, und jeder etwas anders.

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#170281 Angela Stoytchev says on May 11, 2009 at 1:02 am
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@helge: an deinem vorwurf ist durchaus was dran.

obwohl twitter, facebook und blogs bei weiten teilen der grünen nicht als “kommunizieren” angesehen werden, weil man sich da ja nicht direkt an die adressaten richtet, sondern die adressaten quasi selbst schauen müssen, ob eine nachricht für sie dabei ist (von den eventuell vorhandenen technischen möglichkeiten mal abgesehen). viele kennen die blogs etc, auf denen das thema abgehandelt wird, nicht einmal.

was ich sagen will ist: ja, wir sind nicht die schnellsten und ja, wir haben ein problem damit kontroversielle debatten “in die öffentlichkeit” zu tragen, sprich: lieber vorher intern diskutieren und dann mit einer meinung nach außen gehen. hat vorteile, hat aber – siehe unsere kommunikationsprobleme miteinander – auch nachteile. aber auch wenn wir langsam sind, wir lernen schon auch dazu.

wir werden versuchen, die kommunikation zu verbessern und euch/dich darf ich bitten, nicht zu vergessen, dass für (noch) weite teile der bevölkerung und somit auch der grünen die von euch hauptsächlich genutzten kommunikationswege unerforschtes neuland sind.

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#170283 Helge Fahrnberger says on May 11, 2009 at 1:09 am
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@Angela: Jana hatte eine Idee, dass wir mal einen Workshop gemeinsam machen, wo wir Knowhow-Transfer organisieren, in beide Richtungen. Wir könnten all das, was du oben beschreibst – Stichwort Medienkompetenz – einbringen. Ich glaube, Jana wird noch was darüber bloggen, demnächst.

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#170288 Angela Stoytchev says on May 11, 2009 at 1:39 am
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@helge: gute idee!

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#170309 petra galkova says on May 11, 2009 at 3:29 am
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helge, die idee von jana ist ausgezeichnet. und schon im voraus: vielen dank für das angebot!

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#170363 Grüne Konter says on May 11, 2009 at 9:14 am
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Das muss man über Helge wissen.

zu Hause bei ihm hängen posters von Margarethe Thatcher und Ronald Reagan.
Außerdem wurden mir Fotos zugespielt die Helge und Gio Hahn in der Lobau zeigen, mit Gio Hahn ein kuvert in der hand habend.
Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm
Helge hat eine spezialsatellitenantenne mit der er fox-news empfängt.
Aus unpersönlichen gesprächen weiß ich, dass er ein afficionado von reaganomics is.
Wir wissen was das heißt: brutale supply-side-economics.
Helge ist ein Reborn Neo-Con. I sog’s eich.
Wacht doch auf!!!!
Die grünen vorwahlen sind ein coup d’ etat auf partyebene.
Die Kommunisten bei den grünen sollen rausgeputscht werden.
Natürlich will Helge das Kommando übernehmen. was sonst.
Lasst euch nicht einlullen von sagern wie:
“wir wollen nur a bissl vorwählen , sonst nichts” Da lachen doch die hühner und auch die hähne, inklusive Gio Hahn.

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#170390 Robert H. says on May 11, 2009 at 11:17 am
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“Ich bin Vorwählerin, weil ich die linken Fundis bei den Grünen loswerden möchte”

Bestehen die Grünen denn nur aus Fundis? Wo sind denn die Realos? Sehen sich “Fundis” durch diese Aktion bedroht?

Vielleicht erzeugt die Aktion Grüne Vorwahlen deswegen so viel Echo, weil die Sympathisanten und beteiligten Personen nicht von einer Partei berechenbar sind?

Neben einer Sympathie für Grün (ein weiter Begriff) ist die Affinität zum Netz der Zusammenhalt – daraus eine leicht angreifbare Gruppe zu zimmern ist wohl nicht leicht.

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#170392 Helge Fahrnberger says on May 11, 2009 at 11:22 am
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@Robert: Die Affinität zum Netz ist aber auch ein Trugschluss, denn geschätzt (mindestens) die Häfte der Vorwähler hat mit dem Netz nicht viel am Hut. Nur dass sich die naturgemäß auch nicht in Blogs & Co äußern und damit nicht wirklich wahrgenommen werden, von den Infoabenden abgesehen.

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