Google this site (~ 2000 pages):

Home
RSS Feed RSS Feed

Habe dem aktuellen E-Media (Österreichs Computer-BILD) eine “Insider”-Komlumne über @ArminWolf spendiert. Der Text ist zwar E-Media-tauglich aufbereitet, aber ich stehe zu meiner Aussage: Wolf macht das richtig gut – davon könnten sich einige Journalisten, Politiker und andere Twitter-Promis ein Stück abschneiden.

Das Bild ist mit einem Scan verlinkt, unten der Originaltext:

e-media-small

Der mit dem Wolf twittert – Armin Wolf ist sowas wie der Web2.0-Star des neuen Jahres

Twitter, der schnellste Impulsgeber des globalen Nachrichtenstroms (Mumbai!), macht wirklich Spaß. Nicht nur mir, sondern ganz offensichtlich auch ZIB-Anchorman Armin Wolf: Der hat ein Monat nach seinem Start unter Twitter.com/ArminWolf schon 2.000 so genannte Follower. Wir alten Twitterer beobachten den aktuellen Medienrummel samt Promi-Twitterern natürlich skeptisch, aber bei Wolf muss ich sagen: Er macht das richtig gut. Er empfiehlt Texte, die ihn interessieren oder “re-tweetet” Tweets Anderer, wenn er sie für gut hält. Er fragt in die Runde, welche Fragen er Kardinal Schönborn oder Didi Constantini stellen soll (“Habe keine Ahnung von Fussball! Was soll ich fragen?”). Kurz: Er twittert auf Augenhöhe. Wolf selbst sagt – natürlich auf Twitter – die Antwortfunktion sei “das Spannendste an der ganzen Sache”. Wer weiß, wenn er so weiter macht, vielleicht hat er bald den CNN-Anchor Rick Sanchez überholt? Der hält bei 67.000 Abonnenten.

PS. Die Fotografen-Credits hat die E-Media-Redaktion leider unter den Tisch fallen lassen. Foto: Daniel Gebhart.


Seit gestern geistert eine Analyse des sonst eher seriösen Analysten Ross Sandler von RBC durch Zeitungen und Blogs weltweit, nach der Facebook in wenigen Jahren Google überholt haben wird. Der Analyst hat darin hat die Daten von Comscore ausgewertet und hochgerechnet. Eine der Kernaussagen:

Bereits 19 Prozent der Suchabfragen des Internetgiganten [Google] werden von Facebook generiert – das ist ein rasanter Anstieg von neun Prozent aus dem Vorjahr.

(Aus Meedia)

Laut einer Meldung von BusinessInsider werden derzeit bereits 19 Prozent des Gesamttraffic bei Google über Facebook generiert.

(Aus DerStandard.at)

Wer Facebook und Google kennt, wird vielleicht riechen, dass da was fishy ist. Hat sich schon jemand gefragt, wie 19% der Google-Visits von Facebook kommen sollen, wenn auf Facebook gar keine Google-Searchbox existiert? Oder irgendein Link?

statistics often lie

Die Erklärung ist simpel: Comscore wertet lediglich die Surfreihenfolge aus. Wer auf welchen Link geklickt hat, ist unbekannt. 19% der Visits auf Google ist ein Visit auf Facebook vorausgegangen, nicht mehr und nicht weniger sagt diese Zahl aus. Ziemlich unspektakulär, angesichts der großen Verbreitung beider Websites.

Traurig, dass das jede Zeitung blind nachdruckt.

Related: Wie brauchbar sind Studien zur Internetnutzung?

Pic (cc) by mac steve


Der FPÖler Martin Graf der kann was, neuerdings sogar bloggen. Wobei, er lässt bloggen. Unter Unzensuriert.at.

Das ist der Graf, den die Schwarzen und Roten zum dritten Nationalratspräsident gemacht haben, der der im Parlament Mitarbeiter beschäftigt, die beim Aufruhr-Versand rechtsextreme T-Shirts bestellen. Bei dieser kaputten Geisteshaltung kann ich sogar verstehen, dass er ein Bedürfnis nach ungefilterter Kommunikation hat.

Seine Sensibilität gegenüber “Zensur” ist allerdings ein bisschen einseitig: Am 16. um 20:03 habe ich diesen Beitrag kommentiert:

Wieso spricht Martin Graf im Blog von Martin Graf in der dritten Person über Martin Graf? Und wieso steht in Martin Grafs Blog ein anderer Name im Autorenfeld? Hat da jemand das Thema “Blog” nicht ganz verstanden?

Der Kommentar wurde bis heute, drei Arbeitstage später, nicht freigeschalten. Verträgt auch überhaupt keine Kritik, der Graf.



jmdn frienden (v)

Jemanden, dessen Hand man irgendwann geschüttelt hat, auf Facebook, StudiVZ, etc. als Freund hinzufügen.

jmdn facebooken (v)

Siehe →jmdn frienden.

jmdn unfrienden (v)

Die als unfreundlicher Akt angesehene Tätigkeit des Entfernens aus der Freundesliste auf Facebook & Co von Menschen, von denen man keine Ahnung hat, wo man deren Hand geschüttelt haben soll.
Auch: Tätigkeit des Entfernens aus der Freundesliste von Menschen, die man liebt, die einen jedoch anstatt dieses Gefühl zu erwidern durch penetrante Zurschaustellung von Zweisamkeit in Text- und Bildform quälen.

jmdn xingen (v)

Jemanden auf Xing suchen. Beispiel: Die (den) süße(n) Kleine(n) von der Messeparty gestern xingen, an deren (dessen) Namen man sich nicht erinnert. [Um Beweise für die Gerüchte, wonach Xing.com zwei Dutzend süße Kleine beschäftigt, die durch Präsenz auf Messepartys den Umsatz mit Premiumaccounts ankurbeln, wird gebeten.]

jmdn von der Blogroll schmeißen (v)

Die als unfreundlicher Akt angesehene Tätigkeit des Entfernens eines aus reiner Höflichkeit auf die öffentliche Leseliste des eigenen →Blogs hinzugefügten, gänzlich langweiligen →Blogs.

emailen (v)

Bezeichnung einer veraltenen Kommunikationsform, die noch von Menschen genutzt wird, die nicht wissen, dass diese Funktion durch Pinwandnachrichten auf Facebook oder Xing-Kontaktanfragen ersetzt wurde.

jmdn [selten: jmdm] followen (v)

Jemand auf Twitter der eigenen Leseliste hinzufügen, meist nicht in der Absicht, die →Tweets dieser Person zu lesen, sondern entweder um auf die eigene Existenz aufmerksam zu machen oder in der Hoffnung, die Zahl der eigenen →Follower zu erhöhen.

jmdn unfollowen (v)

Als unfreundlicher Akt angesehene Tätigkeit des Entfernens eines an Logorrhoe leidenden Zeitgenossen aus der eigenen Leseliste auf Twitter.

etw twittern (v)

Eine maximal 140 Zeichen umfassende Beobachtung mit Nachrichtenwert aus dem persönlichen Tagesablauf verkünden (“Guten Morgen!”).

Tweet (m)

Kurznachricht von meist überregionaler Bedeutung, Ergebnis von →twittern

etw re-tweeten (v)

Weitersenden von →Tweets Anderer mit dem Ziel, selbst re-tweetet zu werden, um mehr →Follower zu gewinnen.

Follower (m)

Benutzer von Twitter, der einen selbst auf der Leseliste hat, meist nicht um einen tatsächlich zu lesen, sondern um →zurückgefollowed [auch: zurückgefollowt] zu werden.

jmdn zurückfollowen (v)

Akt der Freundlichkeit, der das Gefühl vermittelt, jemandes →Tweets zu lesen, der einem dieses Gefühl ebenfalls vermittelt hat. Geht meist dem →Unfollowen voraus.

Blog (n)

Bezeichnung einer veralteten Publikationsform im Internet, die vor allem von Personen genutzt wird, die außer Stande sind, sich auf 140 Zeichen zu beschränken.

Blog (m)

Synonym zu →Blog (n), dessen Verwendung den Verwender augenblicklich als jemanden outet, der den Begriff erst wenige Jahre kennt. Löst bei Verwendern von →Blog (n) das Gefühl von Überlegenheit und den Austausch wissender Blicke aus.

jmdn subscriben(v)

→Blog eines Menschen der eigenen Leseliste hinzufügen, meist um später festzustellen, dass der Konsum seiner Inhalte einen dem erhofften Austausch von Geschäftsbeziehungen oder Körperflüssigkeiten auch nicht näherbringt.

jmdn unsubscriben (v)

→Blog eines gänzlich langweiligen Menschen wieder aus der eigenen Leseliste entfernen. Die Tätigkeit gilt als unfreundlicher Akt. Die Überprüfung erfolgt regelmäßig unauffällig im Gespräch durch Aufbau auf zuvor nur per Blog bekanntgegebener Informationen.

Fail Whale (m)

Weltweit letzte Walart, die nicht vom Aussterben bedroht ist.

Jmdn in den Spamfilter schmeißen (v)

Tätigkeit des Markierens der Emails von Menschen als Werbung, deren überbordender Mitteilungslust man in Hinkunft zu entgehen hofft, zumindest bis diese einen auf Twitter entdecken.

jmdn taggen (v)

Markieren des Gesichtes einer anderen Person auf einem auf Facebook geladenen Foto. Funktion, die dazu zwingt, sich regelmäßig in Facebook einzuloggen, um die Tags auf allen kompromittierenden Fotos zu entfernen, die freundliche Mitmenschen auf einen gesetzt haben.

etw teilen (v)

Etwas weitersenden, mitteilen. Die bis zur nächsten Auflage des Duden falsche Übersetzung von “share” auf Facebook.


 

Update 1. August 2009: Es geschehen noch Zeichen und Wunder – Facebook hat “teilen” in “posten” umbenannt.

Praktische Übungen:
 

 

 

So starb Marty McFly

March 14, 2009  

Dieses Comic musste ich einfach übersetzen:

mcfly

(via Microsiervos)


Beitrag zu einer guten Aktion aus aktuellem Anlass (täglich grüßt das Murmeltier) – gestartet von Harald und Jana.

frog

Ps. Hier gehts zum Frosch.
PPs. Foto: Daniel Gebhart.


In den letzten Wochen sind mir unglaublich sehenswerte Videos untergekommen (ich besitze keinen Fernseher..), ich hatte aber keine Zeit darüber zu bloggen. Darum mach ich’s jetzt wie Knallgrau und veröffentliche die Videos hier als “Helge.at-TV” :-)

In allen geht es irgendwie um das spannenste aller Themen: Die Zukunft.

 
Das Handy der Zukunft

In diesem TED-Talk von MIT-Forscherin Pattie Maes geht es viel mehr als nur um das “Handy der Zukunft”: Es geht um Augmented Reality, es geht um dauerhaften Zugang zur “Cloud”, der einzigen Maschine die künstliche Intelligenz besitzt und die über 100% Uptime verfügt. (Das wäre wieder ein anderes Thema..)

(via Tom Schaffer)

Dieses Video illustriert, wie dringend wir radikal moderne Verfassungsbestimmungen brauchen, die die Bürgerrechte von Grund auf neu definieren und Überwachungsmöglichkeiten von Behörden und Unternehmen ganz klar beschränken. Plus entsprechende, weisungsfreie Kontrollinstanzen. Ansonsten sehe ich nur zwei Alternativen, nämlich die totale Überwachung oder die persönliche Entkoppelung von dieser Informationsgesellschaft. Beides sind Horrorvorstellungen, die uns von der offenen Gesellschaft wegführen.

 
Die Medienlandschaft der Zukunft

Clay Shirky (dem ich bei dieser Gelegenheit einen deutschen Wikipedia-Eintrag spendiert habe) im Gespräch mit Journalist/Blogger Thomas Knüwer über die Zukunft der New York Times und von Printmedien im Allgemeinen.

Eine Auswahl seiner Thesen: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die NY Times ihre Papieredition einstellt. / Publikationen der Zukunft werden entweder hyperlokal oder global ausgerichtet sein. / Nie in der Geschichte der Menschheit wurde für Inhalte bezahlt, es wurde immer nur für die Übermittlungsmethode (Papier, CDs..) bezahlt. Und heute kostet Übermittlung nichts mehr. / In 5 Jahren wird die Mehrzahl der News-Verbreitung durch Unternehmen erfolgen, die im 20. Jahrhundert noch gar nicht existiert haben.

 
 
Inmitten der Kernschmelze

Dieses Video dauert länger, nämlich eine Stunde. Spannend wie ein Krimi erzählt “Inside the Meltdown”, eine Dokumentation des quasi-öffentlich-rechtlichen Senders PBS, wie es zur aktuellen Finanzkrise kam. (An Qualität wie Verfügbarmachung im Internet könnte sich der ORF eine Scheibe abschneiden. #anlorenz)

Die Doku beleuchtet zwar die Vergangenheit, erzählt uns damit aber auch viel über die Zukunft. Pflichtprogramm für jeden, der die Wirtschaftskrise verstehen will.

 
 
Kutiman

Der Künstler Kutiman benützt nur ein Instrument: Youtube. Und illustriert damit wieder einmal wie wenig das geltende Urheberrecht in diese Welt passt. Auf Youtube gibt’s übrigens jede Menge weitere Kostbarkeiten von Kutiman. Würde mir sofort eine CD von ihm kaufen – wenn ich mir nicht vorgenommen hätte, bis 2011 keine Tonträger mehr zu kaufen.

(via Rivva)

 
 
PS.

Vielleicht mache ich das öfter so – so eine Videosammlung ist schon was Schönes :-)


Place de la Femma, Bobo Dioulassou

“Place de la Femme” in Bobo Dioulasso (Burkina Faso), fotografiert 2003.

Substanzreicheres zum Thema gibt es auf DieStandard.at.


maptheq

Als Qype vor kurzem ihre API veröffentlichten, haben wir überlegt, was wir damit anstellen können.

Ergebnis: Wir haben die API nach den geokodierten Restaurant- und Café-Daten abgefragt und stellen die (mithilfe unserer Kartentechnologie Maptoolkit) auf Karten dar: www.maptheQ.com. Das schöne daran ist, dass sich der Aufwand, den wir in Bikemap & Co gesteckt haben, bei solchen Projekten bezahlt macht: MaptheQ war mit Minimalaufwand umsetzbar. (Im Toursprung-Blog gibt’s übrigens eine Aufzählung der Funktionen.)

Schön ist Feedback wie das von Christian Langreiter (ja, dem) auf Twitter:

chl-maptheq

Bin schon gespannt, wie es Qype-Gründer Stephan Uhrenbacher gefällt – so der neben dem Kampf um die neuen Farben mit seiner Community (Qype wurde eben neu gelauncht) Zeit findet. ;-)

Freue mich über Feedback zur Site, auch über kritisches! Ein “known issue”: Mit eingeschaltenem Firebug ist MaptheQ (wie die meisten Ajax-Anwendungen) seeehr langsam. Da müssen wir noch eine Warnung einbauen, so viel Gmail das auch macht.

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
corner