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Dieses Interview mit Bernhard Lehner vom Wiener Inkubator i5invest habe ich für den Werbeplanung.at-Guide 2009 geführt, der am 26. Februar erscheinen wird.

bernhard-lehnerBernhard, 123people.com wird gerade erst ein Jahr alt, gratuliere zum Geburtstag! Kannst du den Dienst kurz beschreiben?

Bernhard Lehner: 123people findet frei im Internet verfügbare Infos über Personen mittels Echtzeitsuche. Die Suchergebnisse, darunter Fotos, Videos, Telefonnummern, Weblinks, Dokumente, Profile aus Social Networks und noch einiges mehr, werden übersichtlich strukturiert dargestellt. Damit ist 123people so etwas wie das multimediale Telefonbuch der Generation Internet.

Was ist euer Business-Modell?

Bernhard Lehner: Zum einen generieren wir Umsätze über klassische Online-Werbung, zum anderen hat der Traffic, den wir verteilen, natürlich einen gewissen Wert für unsere Partner, die relevante Services anbieten.

Zum Beispiel?

Bernhard Lehner: Zum Beispiel Ärzteverzeichnisse, Gelbe- und Weiße-Seiten-Anbieter, Reputationsmanagement-Anbieter oder Social Networks.

123people.at ist nur eine von vielen Domains, die ihr betreibt. Wie ist eure Internationalisierungsstrategie?

Bernhard Lehner: Derzeit sind wir in sieben Ländern online: Neben Österreich, Deutschland und der Schweiz – in diesen Ländern feiern wir jetzt den ersten Geburtstag – sind dies die USA, UK, Frankreich und, in wenigen Tagen, Spanien. Da länderspezifische Datenquellen und Partner für uns enorm wichtig sind, haben wir uns für diese Multi-Domain-Strategie entschieden. Sieben Länder haben wir jetzt in knapp einem Jahr gelauncht – diesen Speed werden wir im zweiten Lebensjahr deutlich erhöhen.

Seit kurzem seid ihr ÖWA-gelistet – und habt aus dem Stand den vierten Platz der Einzelangebote erobert (nach Unique Clients). Wieviel von diesem Erfolg macht eure Suchmaschinenoptimierung aus?

Bernhard Lehner: Suchmaschinenoptimierung war von Beginn an ein wesentlicher Bestandteil unserer Marketing- und Produktstrategie. Wobei wir uns da nicht wesentlich von 90 Prozent aller anderen kommerziellen Seiten unterscheiden – Suchmaschinentraffic ist generell enorm wichtig. Aber auch Word-of-Mouth und klassische PR und Social Media treibt den Traffic. Und natürlich arbeiten wir intensiv daran, die Quote der wiederkehrenden User und Traffic, der direkt auf 123people landet, noch weiter zu erhöhen.

123people-Links sind in Google-Ergebnisseiten derzeit omnipräsent, oft sogar mehrfach mit euren unterschiedlichen Länderdomains. Von Google hört man jedoch immer wieder dass “Suchergebnisse innerhalb von Suchergebnissen” unerwünscht seien. Ist die Traffic-Party bald vorbei?

Bernhard Lehner: Der Traffic von Suchmaschinen ist weiterhin wichtigster Trafficmotor für alle Websites. Wir sind überzeugt, dass wir Added Value für die User liefern und damit suchmaschinenkonform sind. Wir haben eine gesunde User-Basis, viele Partner, die uns Traffic schicken und, auf hohem Niveau, noch viel Potenzial mit PR- und Marketingmaßnahmen. Alles in allem, denke ich, eine ganz gute Mischung.

Der Markt der Personensuche ist mit Wink.com, Spock oder Yasni heiß umkämpft – warum sollte gerade 123people überleben?

Bernhard Lehner: In meiner Wahrnehmung hat 123people das schärfste Profil: Wir wollen schlicht die beste Personensuche im Internet bei maximalem Datenschutz anbieten. Ein Schritt weg von Web 2.0, kein Social Networking, pure und schnelle Personensuche. Das können wir am besten, und die User werden das weiter goutieren.

Und was, wenn das Naheliegende eintritt und Google eine eigene Personensuche online bringt? Mit Google Local und Google Accounts existieren ja die besten Voraussetzungen dafür.

Bernhard Lehner: Wir sehen Google nicht als Mitbewerber und sind auch anders aufgestellt. Selbst wenn das von dir beschriebene Szenario eintreten sollte, wird es nicht so leicht sein, lokale Datenquellen und das Deep Web zu integrieren. Letztlich würde in so einem Fall die Qualität der Suchergebnisse und die angebotenen Services entscheiden. Hier sind wir gut positioniert.

Wo siehst du 123people Ende 2010?

Bernhard Lehner: Wir werden unseren Vorsprung als weltweit größtes Personensuch-Service ausgebaut und mit einer Vielzahl von neuen Tools die Qualität der Suchergebnisse verfeinert haben. 123people wird das Synonym für Personensuche – und profitabel sein.

Danke für das Gespräch!


 

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17 Comments
#141514 Thomas says on February 17, 2009 at 1:03 pm
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Ehrlich gesagt denke ich mir, dass 123people Ende 2010 weg vom Fenster ist. Spock zB ist brutal überlegen, und mit dem Schritt “weg vom Web 2.0” wird man denke ich bald von Diensten mit denen die Menschen den Großteils der online über sie verfügbaren Daten verwalten können (zB Facebook könnte sich in diese Richtung entwickeln, ja) überholt werden. Und für einfache Personensuche ohne irgendwas wird Google nicht zu knacken sein (außer Googles Dominanz wird generell gebrochen oder sie verzetteln sich irgendwo brutal, was ziemlich unwahrscheinlich ist).

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#141516 FranzSEO says on February 17, 2009 at 1:05 pm
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>”Suchergebnisse innerhalb von Suchergebnissen” unerwünscht seien.

kleiner feiner unterschied zwischen

aggregierten pages with addded value and additional functionality (offizell OK für Goolge, siehe z.b.: technorati http://www.google.com/search?hl=en&q=site:technorati.com oder 123people)

und

SERPs within SERPs. (not OK, siehe cuil http://www.google.com/search?hl=en&q=site%3Acuil.com)

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#141518 Helge says on February 17, 2009 at 1:14 pm
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@Franz: Ja, derzeit interpretiert Google diesen Unterschied so. Das könnte sich durchaus ändern. Deswegen sind Unternehmen wie 123people von Googles Goodwill und Art der Interpretation abhängig.

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#141858 Uli says on February 18, 2009 at 11:30 am
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>zum anderen hat der Traffic, den wir verteilen, natürlich einen gewissen Wert für unsere Partner, die relevante Services anbieten

und die Qualitaet stuerzt auch ab, die vermeindlichen Herold-Suchergebnisse fuer irgendeinen Namen sind schlichtweg NUR noch ein “generieren von Traffic” zur Herold Seite.

Oder wie sinnvoll ist die Suche nach “Josef” alleine ohne Nachnamen im Telefonbuch?

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#141871 Bernhard Lehner says on February 18, 2009 at 12:10 pm
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@Helge, noch mal danke für´s Gespräch … auch wenn du dir das alte Logo geschnappt hast, wo wir doch auf das neue so mächtig stolz sind ;)

@Thomas: spock.com überlegen? Meinst du qualitativ oder quantitativ? Letzters bestimmt nicht – wir haben allein mit .de und .com mehr Traffic als Spoch (according to alexa oder google trends). Und ersteres … mmhh … schon mal ernsthaft verglichen?

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#141873 Uli says on February 18, 2009 at 12:13 pm
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Update… ok, ich hab mich grad nochmal ein bisschen mit der Seite gespielt, man findet zwar fuer jeden Namen immer noch “Telefonbuch Suche nach xxx xxx ergab 1 Treffer”, aber Herold laesst sich keine eigenen Suchebegriffe mehr einfallen sondern kann mittlerweile zugeben, dass dazu kein Eintrag gefunden wurde.

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#141892 Helge Fahrnberger says on February 18, 2009 at 1:04 pm
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@Bernhard: Sorry für die Verwendung des alten Logos – ich erinnere mich irgendwie, dass ich das aktuelle nicht nehmen konnte, weil es auf verlaufendem Hintergrund stand. Ist jetzt aber nicht (mehr?) so, vielleicht hab ich mich auch getäuscht. In der Printausgabe wird es hoffentlich anders gemacht, da sind die Profis zuständig ;-)

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#143415 Blogistan Panoptikum KW08 2009 auf datenschmutz.net says on February 22, 2009 at 10:22 pm
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[…] Guides 2009 einige lesenswerte Interviews geführt: zum Beispiel mit 1-2-3 People’s Bernhard Lehner und Pop-URLs Mastermind Thomas Marban. Mindestens ebenso lesenswert: ein nachdenklich machender […]

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#143551 Das sind die österreichischen Web-2.0-Projekte 2009 · Helge's Blog says on February 23, 2009 at 10:02 am
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[…] den Werbeplanung.at-Guide 2009, der in drei Tagen herauskommt (siehe auch hier, hier und hier) durfte ich auch heuer wieder eine Übersicht zusammenstellen, welche österreichischen […]

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[…] Auf Helge.at findet sich ein Interview mit Bernhard Lehner, dem Pressesprecher von 123people und Helge Fahrnberger spricht dort auch die mögliche Spamproblematik an. Bernhard Lehner ist hier sehr zuversichtlich, dass Google sehr wohl den Mehrwert erkennt. 123people-Links sind in Google-Ergebnisseiten derzeit omnipräsent, oft sogar mehrfach mit euren unterschiedlichen Länderdomains. Von Google hört man jedoch immer wieder dass “Suchergebnisse innerhalb von Suchergebnissen” unerwünscht seien. Ist die Traffic-Party bald vorbei? […]

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#148563 David says on March 13, 2009 at 12:03 am
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Gratuliere zum Geburtstag, wobei ich das Produkt nicht gut finde. Wollt ich mal anbringen …

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#148798 Bernhard says on March 13, 2009 at 9:42 am
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@David: Danke für die Blumen. Warum gefällt dir daa Produkt nicht? lg Bernhard

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#169155 Daniel says on May 6, 2009 at 1:40 am
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Finde 123people ne gute Seite um Personenrecherche zu machen (brauch ich aber sehr selten).

Durchaus neidisch kann man aber auf die SEO-Erfolge sein… ;) Egal, weiter so!

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#178654 meinname says on June 17, 2009 at 12:11 pm
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123people speichert illegal Daten
Personensuchmaschinen, und insbesondere diese, vertreten eine Verschleierungstaktik. Das immer wieder betonte Argument – die Suchmaschine ermöglicht dem User seine im Netz veröffentlichte Informationen zu überblicken – ist doch reine Augenauswischerei.

Die machen Dreck vor unsere Haustüre (z.B aus dem Zusammenhang gerissene Textfetzen, die mitunter als Rufschädigung durchgehen) und wir müssen dann tätig werden, um diesen Dreck zu entfernen oder noch einfacher, das Partnerunternehmen Reputation Defender dafür zu bezahlen (!). (Schutzgeld-)Erpressung?

Was deren Argument aber völlig entkräftet ist allerdings die Tatsache, dass hier Daten doch gespeichert werden!!

Behauptet wird, dass Daten maximal 14 Tage im Zwischenspeicher verbleiben.

Ich weiss aber von mehreren Fällen, dass personenbezogene Daten und Informationen bei 123people abgebildet wurden und das obwohl diese Daten/Informationen schon seit über einem Jahr nicht mehr auf der Orginalquelle existierten! Nachdem darauf hingewiesen wurde, sagte man, man werde die Daten “manuell” löschen. Warum “manuell” löschen wenn die Daten durch eine automatisierte Echtzeitsuche gefunden werden?

Selbst der PR-Verantwortliche, Bernhard Lehner, konnte die Orginalquellen nicht finden, anstatt aber einer Antwort, brach er den E-Mail Kontakt einfach ab.

Es wird hier auch gezielt mit der Unwissenheit der Menschen gespielt und auf die Hürden einer zivilrechtlichen Klage gesetzt. Die erste Aufforderung zur Löschung der personenbezogenen Daten wird zuerst mal abgelehnt. (siehe Standardabsage – wurde schon von einigen Blogusern im Internet veröffentlicht)

Ich empfehle HARTNÄCKIG zu bleiben, eine Unterlassungsaufforderung zu schicken und gegebenenfalls den Anwalt einzuschalten.

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#178656 Bernhard Lehner says on June 17, 2009 at 12:30 pm
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Lieber “Meinname”, ohne jetzt auf alle Details eingehen zu wollen: Die Daten, die angeblich bei uns gespeichert sind, stammen wahrscheinlich aus den Caches der Suchmaschinen;

Wir sperren umgehend Links, wenn User diese Bitte an uns herantragen; Daten löschen können wir leider nicht, da ja nix gespeichert ist.

Und: ja, es kann schon mal passiere, dass ich Mails nicht persönlich beantworte, für die ja unser Customer Care zuständig ist. Die Damen dort sind auch viel kompetenter und schneller als ich ;) …

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#178982 meinname says on June 19, 2009 at 3:17 pm
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Herr Bernhard Lehner haben Sie ein Brett for dem Kopf oder können Sie vor lauter PR-Blablub und Textbausteinen nicht mehr vernünftig denken?

SIE haben den Email-Verkehr, nachdem SIE mich kontaktiert haben (!), abgebrochen. Und just zu diesem Zeitpunkt als ich Sie zum wiederholten Male aufgefordert habe mir doch bitte die betreffenden Daten im Google-Cache zu zeigen. (mit Ihrem Einverständnis veröffentliche ich den email-verkehr sehr gerne?)

Das konnten Sie bis heute nicht, weil diese Daten schon vor Monaten von der Orginalquelle gelöscht wurden und auch im Google-Cache nicht mehr existierten.
Nur auf 123people wurden meine Daten angezeigt.
Das heisst also, dass Sie personenbezogene Daten nicht nur wie behauptet 14 Tage zwischenspeichern, was per se schon rechtswidrig ist, sondern über lange Zeiträume speichern!!!

Und dass Sie umgehend Links sperren, wenn “User” an Sie herantreten, ist schlicht und einfach gelogen. Sie kennen doch die erste Absagemail aus den typischen Textbausteinen selbst am Besten. (siehe z.B. http://gehirnspueler.twoday.net/stories/5561693/ )

Sie sollten eventuell ihr Berufsbild noch einmal überdenken. Dass PR Arschkriecherei und die Verbreitung von Lügen bedeutet, wäre nicht zwingend notwendig. Lernen Sie doch was Anständiges!

Personensuchmaschine 123people verletzt systematisch den Datenschutz und Persönlichkeitsrechte

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#179072 Bernhard Lehner says on June 20, 2009 at 11:42 am
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Mein lieber, anonymer Freund, ich habe ja nie behauptet, E-Mails immer zu beantworten. Manchmal kommt ein Punkt, bei dem Argumentieren über einem gewissen Kanal keinen Sinn macht – vor allem, wenn es sich um Dinge handelt, die, noch einmal, unser Support viel besser beantworten kann.

Sehr gerne führe ich die Diskussion mit Ihnen weiter, meine Nummer finden Sie unter anderem über 123people oder auf einer der Presseinfos.

Halten Sie (anonyme) persönliche Beleidigungen und haltlose Unterstellungen für notwendig oder ist das einfach das Niveau Ihrer kommunikativen Kapazität?

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