Google this site (~ 2000 pages):

Home
RSS Feed RSS Feed

..predigt Michael Rosenblum, der Vater des Videojournalismus, vor einer Gruppe britischer Zeitungsverleger: “you are in the business of going into your communities, finding the stories, delivering them, and charging advertising for eyeballs.”

Sehenswerte 10 Minuten über den Paradigmenwechsel im Nachrichtengeschäft (und warum schon 9-jährige professionelles Fernsehen machen könnten):

Fortsetzung hier. Via Heinz Wittenbrink.

Werbung auf Facebook wirkt

November 29, 2008  

Ich habe in den letzten Tagen auf Facebook eine Testkampagne für den Laafi-Kalender eingerichtet (eigentlich zwei):

Kalender-Ads

Erste Ergebnisse sind überraschend gut, so kamen in den letzten Stunden 6 Bestellungen über 11 Kalender rein. Die Werbekosten dafür beliefen sich auf €6,62. (Details: 42.086 Ad-Impressions, 54 Klicks zu einem Durchschnittspreis von $0,14.)

Die durchschnittlichen Marketingkosten pro Bestellung belaufen sich also auf €1,1, bei einem Durchschnittsumsatz von €15,5. (Klar, die Zahlen sind noch ein bisschen zu niedrig, um daraus echte Schlüsse zu ziehen, aber der Trend ist überraschend gut.)

Targeting ist übrigens: Weiblich, über 30, Österreich und Deutschland. Mein Cost-per-Click-Oberlimit habe ich bewusst deutlich niedriger angesetzt als von Facebook empfohlen, nämlich bei $0,23 in Deutschland und $0,13 in Österreich.

Lieber wär’s mir ja, sowas nicht machen zu müssen, aber die Kalenderbestellungen tröpfeln derzeit etwas lahm dahin, und wir haben 1.200 Stück gedruckt..


Es predigen eh alle das gleiche, aber kaum wer kann das so prägnant wie Dieter Rappold. Beneidenswert. Anschauen:

Erschienen auf Turi2.de. Leider fehlt da ein Widget, darum hab ich den Sourcecode kopiert. Hoffe, das geht ok. (Via Rivva)

Weil’s genau zum Thema passt und noch ungebloggt ist – die zweite Version meiner Löwen und Ameisen:

Mir ist schon wieder ein Slide eingefallen: “Your Company | Your Customers”.


Peter Eich ist heute in Hannover angekommen, um dort morgen vor vier dutzend hochdekorierten Tourismusdirektoren (Marke Tourismus 1.43) einen Vortrag über Tourismus 2.0 zu halten.

Jetzt ist Peter in Hannover im Hotel Viva Creativo aufgeschlagen (“Viva Creativo” – wtf?) – und muss erst mal €5 fürs WLAN zahlen. Pro Stunde! Hier wird man als Gast also noch umsorgt.

Jetzt schreibt Peter seinen Vortrag halt noch mal um – das Hotel mit dem kreativen Namen eignet sich ja wunderbar als Beispiel. Und es soll ja schon vorgekommen sein, dass sich solche Customer-Gripes über Blogs und Twitter rasend schnell verbreiten. Fünf Euro pro Stunde. Unpackpar..

Die Hotelchefin sitzt übrigens im Publikum. Ihr Gesicht würde ich gerne sehen.. (Dass sie morgens vor dem Vortrag noch ihre Technorati-Stats checkt, nehm’ ich ja nicht an.)

Was mich interessiert: Peter, wer hat dir das Hotel überhaupt empfohlen?

Illustration (cc) Thomas Hawk, thanks for Sharing!

Update: Just vor Peter hielt gestern die Hoteldirektorin ihren Vortrag, und erkläre die Full-Service-All-Inklusive-Strategie des Hotels. Selbst die Minibar ist offenbar gratis. Lediglich bei WLAN sei man ärgerlicherweise bis Jahresende durch einen Lieferantenvertrag gebunden. Danach wird auch das kostenlos.

Die digitale Ohrfeige hat also das falsche Hotel erwischt. Trotzdem, der Nutzen wird für das Hotel überwiegen – und die Botschaft an andere Hotels ist natürlich stark.

Hier Peters (106!) Slides, ein paar davon auch aus meiner Produktion:

Der neue Laafi-Kalender ist da

November 24, 2008  

Dieses Mädl hat an einem sonnigen Abend mit mir “Wetten du erwischt mich nicht mit deiner Kamera” gespielt und dabei mit ihrem Lachen und Glucksen den ganzen Marktplatz angesteckt. Irgendwann war sie dann unaufmerksam und schaute verloren in die Ferne, nur um kurz darauf wieder in Lachen auszubrechen – der Moment des Fotos:

cover 2009

Freut mich sehr, dass es das Cover des diesjährigen Laafi-Kalenders ziert. Wie jedes Jahr verlegt Laafi einen Fotokalender mit Bildern aus Burkina Faso, aus dessen Erlös sich der Großteil der Laafi-Projekte finanziert (wie zb. das Aidshaus).

Es gibt 1.200 Stück, die nur “viral” verbreitet werden, darum: bitte zugreifen, an Onkels & Tanten schenken und vor allem weitersagen, bloggen, twittern und facebooken!!

Zur Bestellung genügt ein Mail mit Adresse und Stückzahl an siehe auch Kontakt-Seite. Kostet €10, ab 2 Stück €9. Versandpauschale €2. Alles weitere steht auf laafi.at/kalender.

Hier die 12 Kalenderblätter:

(more…)

Der Antisemit im Hohen Haus

November 24, 2008  

Karlheinz Klement ist ein komischer Vogel. Er vermutet den Mossad hinter Haiders Alkocrash, hält Homosexualität für eine “Kultur des Todes” und kämpft gegen die Diskriminierung der Männer (der heterosexuellen, wohlgemerkt). Und jetzt richtet er den Juden aus, sie mögen doch bitte aussterben.

Dieser Mann sitzt im österreichischen Nationalrat. Auf seiner Website veröffentlicht Klement einen Artikel im Volltext aus Altermedia, der Site eines ehemaligen Ku-Klux-Klan-Aktivisten, mit dem Titel “Erez Israel gelb vor Neid wegen Volkstrauer bei Haider-Begräbnis”.

Zitat:

Ja, da staunt der Jude. (..) Dabei könnten wir uns schon vorstellen, dass man ihm und seinesgleichen auch ein Staatsbegräbnis bereiten würde, an dem nicht nur Österreich, sondern die ganze Welt teilnehmen würde. Die Juden müssten sich nur dazu entschließen können, möglichst zeitnah und alle auf einen Schlag, gleichzeitig von dieser Welt zu scheiden.

Natürlich distanziert sich der Abgeordnete Klement gleich in der Einleitung ein bisschen von dem Text, aber nicht ohne zwischen den Zeilen zu bedauern, dass er nicht offen zu seiner Gesinnung stehen darf:

Man kann zu dem Artikel – er stammt nicht von mir – stehen wie man will: Er beweist, daß man nichts von oben verordnen kann. Weder Trauer noch Liebe. Wahrscheinlich auf Dauer auch nicht politische Gesinnung.

In Österreicher sitzen also tatsächlich Menschen im Parlament, die sich wünschen, die Juden mögen doch gnädigerweise “von dieser Welt scheiden”. Gut zu wissen.

(Via: Wut im Bauch)


Eben hat Christoph zugesagt, dass ein BarCamp rund um afrikanische Themen in der Walz stattfinden kann, und zwar am 31. Januar 2009: AfrikaCamp Wien.

Das erste AfrikaCamp in Österreich! Und das zweite weltweit – das erste fand im Oktober im Google-Hauptquartier in Mountain View statt.

Hat wer eine Logoidee? Mir schwebt sowas wie ein Baobab-Umriss in der BarCamp-Flamme vor, aber ich bin nicht so der Grafiker. Alles, nur bitte kein so verkitschtes Massai-Schild-Logo wie das aus vom US-AfricaCamp ;-) Logovorlagen gibt’s auf barcamp.org.

Über Co-Organisatoren und Sponsoren freue ich mich auch sehr!

Update: Das neue Logo ist da und stammt von Walter Krivanek:


google-at

Das hier im Mai veröffentlichte Gerücht, dass Google eine Niederlassung in Oberösterreich plant, wurde heute endgültig per Pressekonferenz in Linz bestätigt.

Die Niederlassung wird, wie schon damals zahlreiche Kommentatoren vermutet haben, “nur” ein Datencenter. Die aus dem Umfeld der Gemeinde Kronstorf immer wieder vehement vertretene Ansicht, Google plane eine neue Europazentrale mit hunderten Arbeitsplätzen, hat sich erwartungsgemäß als Illusion erwiesen. Eine Illusion, die Google möglicherweise eine bessere Verhandlungsposition bescherte.

Für mich bleibt die Sache ein Lehrstück über unsere traurige alte Medienwelt.

 

Update April 2014:

 

Sechs Jahre später: Das Datencenter wurde immer noch nicht gebaut. Der ARTE-Journalist Moritz Metz hat Kronstorf besucht und einen Radio-Beitrag zu den Veränderungen, die die bloße Ankündigung des Datencenters gebracht hat, gestaltet:

 

 


Im Kongo wütet seit über zehn Jahren der weltweit opferreichste Krieg seit 1945, ohne dass die Weltöffentlichkeit groß Notiz von ihm genommen hätte. In erster Linie geht es dabei um Rohstoffe für uns. Rohstoffe wie Coltan-Erz, das vermutlich auch in dem Notebook verarbeitet ist, mit dem ich eben diesen Beitrag schreibe. Mehr auf Wikipedia: Der Kongokrieg

lage-dramatisch

In wenigen Minuten publiziert die NGO Ärzte ohne Grenzen eine Video-Dokumentation des World-Press-Photo-Preisträgers Cédric Gerbehaye, die auf die Lage im Kongo aufmerksam machen will – denn die Lage ist dramatisch. So heißt auch das Projekt, “Lage-dramatisch.org“.

(Via Email von Harald Mayer von Ärzte ohne Grenzen, der mich bittet, darüber zu bloggen – was ich gerne tue.)


unsdiewelt

Mein Cousin Klaus Werner-Lobo diskutiert heute abend in den legendären Ledersesseln des Club 2 mit Denkern und Autoren von Jean Ziegler bis zu einem Vertreter der Industriellenvereinigung über Finanz- und Weltkrise:

Welche Folgen kann eine anhaltende, weltweite Wirtschaftskrise für die soziale und politische Stabilität in den Wohlstandsländern haben? Was würde das für arme Staaten und Schwellen-Länder bedeuten?

23 Uhr, ORF 2.

Klaus hat eben sein neuestes Buch vorgestellt: Uns gehört die Welt. Der Verlag war so nett mir ein Rezensionsexemplar zu schicken – inklusive der Bitte, “zwei Vollbelege Ihrer Besprechung” zu übermitteln. Ich werde mein Bestes tun. Ich lese zwar noch, aber angesichts seines lesenswerten Buches Schwarzbuch Markenfirmen ist eine Leseempfehlung jetzt schon drin.

Jetzt gibt’s was zu gewinnen:

Die ersten fünf, die in ihrem Blog auf das Buch hinweisen und auf diesen Beitrag verlinken, kriegen vom Verlag ebenfalls ein Freiexemplar. (Bitte mailt mir dann eure Postadressen.)

Übrigens: Blogbeiträge (mit sogenannten globalisierungskritischen Themen), die mit “Unsdiewelt” getaggt werden, werden auf Unsdiewelt.com aggregiert.

Update: Die fünf Bücher waren schon nach wenig mehr als einer Stunde weg und gehen an: Stormgrass, Sebastian, Thomas, Stefan und Hadi.

Die anderen 1, 2, 3, 4, 5 (Permalinklos und damit eigentlich unverlinkbar..), 6 waren leider zu langsam – sorry!

Update 21.11.: Bücher wurden heute verschickt.

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
corner