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In der letzten Zeit habe ich ein paar Mal im Gespräch mit Künstlern oder Mitarbeitern von Kunstagenturen festgestellt, wie unbekannt “Creative Commons” in Kunstkreisen immer noch ist. Dabei sind diese Lizenzen der Schlüssel, um virale Verbreitung von Inhalten zu ermöglichen ohne sich dabei kommerziell selbst ins Bein zu schießen.

Wer auch immer Texte, Bilder, Videos oder andere Inhalte produziert und trotzdem nicht weiß, was “Creative Commons” ist, für den gibt’s jetzt einen netten Imagefilm:

Alle meine Texte und Fotos (auch die auf Flickr) stehen unter der Creative Commons BY-NC-ND – das heißt, meine Inhalte dürfen kostenlos und ohne mich zu fragen für nicht-kommerzielle Zwecke verwendet werden. Einzige Bedingungen: Keine Veränderung und Namensnennung (idealerweise mit Link auf helge.at).

Bei meinem Vortrag vor 70 österreichischen Tourismusdirektoren habe ich kürzlich eindrücklich empfohlen, die in der Tourismusbranche zuhauf verfügbaren Inhalte (hauptsächlich Fotos) mit einer CC-Lizenz zu versehen und zb. auf Flickr zu stellen, um damit zusätzliche Marketingeffekte zu erzielen. Ich bin gespannt, wieviele der anwesenden Regionen/Destinationen das umsetzen.

Mir geht’s genau wie Gott

October 17, 2008  

Muss ich lesen! Bestell ich mir gleich. Vorher aber noch drüber bloggen. Und Kaffee trinken. Ah, schon wieder Mittag? Zuerst was essen. Dann aber sicher. (Ich hab bald Geburtstag. Wahrscheinlich hab ich das Buch bis dahin noch immer nicht bestellt – falls noch wer eine Geschenkidee braucht.)

(Via Japhy. Disclaimer: Bestelllink laafifiziert.)

Staatstrauer-Gesülze

October 15, 2008  

Ich kann dieses “De mortuis nihil nisi bene” und vor allem diese Beweihräucherung von allen Seiten nicht mehr hören.

Zu Lebzeiten Jörg Haiders habe ich mit meiner Meinung schon nicht hinterm Berg gehalten, dass mich ärgerte, dass alles was Haider sagte, automatisch negativ sein soll. Haider thematisierte als Erster viele grundlegende Probleme in Österreich, vor allem die systematische Aufteilung der Republik unter den beiden Großparteien. Haider nannte das Privilegien-Stadl und Freunderlwirtschaft, ich nenne es Korruption. Und ich habe Haider nie für einen Nazi gehalten, wie sonst so viele (siehe Profil-Cover). Vieles in diesem Land, auch viel Positives, ist durch Haiders Druck in Bewegung gekommen.

Andererseits sehe ich nicht ein, warum ich Haider jetzt, wo er tot ist, verklären soll. Er war und bleibt jemand, der ohne Rückgrat Stimmungen bediente, wo es opportun erschien. Er hetzte gegen Ausländer. Er hat zu Wahlzeiten Flüchtlinge (darunter Kinder), die er für straffällig hielt (was sie nicht waren), mitten in der Nacht aus Kärnten abgeschoben. Er hat die Stimmung im Land vergiftet. Er wollte über verfassungsmäßige Minderheitenrechte Volksabstimmungen abhalten und hat die Verfassungsrichter verhöhnt. Die Liste ließe sich sehr lange fortsetzen. Jörg Haider war ein Hetzer und Spalter, das ändert sich auch durch seinen Tod nicht.

Der Kärntner Landeshauptmann, der sich gerne als Saubermann und Vertreter der “Anständigen” aufspielte, hat sturzbesoffen mit 142km/h ein 50er-Schild umgemäht. Niemand wünschte ihm deshalb den Tod, das war ein tragischer Unfall. Können wir das heldenepische Staatstrauer-Gesülze jetzt trotzdem wieder sein lassen und zu Wichtigerem übergehen?

Ps. Robert Misik, “Das Ende einer Dienstfahrt”:

Nomen erat Omen

October 13, 2008  

Phaethon (v. griech.: phaino, Φαέθων, scheinen, der Strahlende) ist in der griechischen Mythologie (..) der Sohn des Helios und der Klymene.

Phaethon erbittet sich, für einen Tag den „Sonnenwagen“ lenken zu dürfen. Helios versucht, seinen Sohn von diesem Plan abzubringen. Jedoch vergeblich. Phaethon besteigt, als die Nacht zu Ende geht, den kostbaren und reich verzierten Sonnenwagen des Vaters.

Das Viergespann rast los und gerät bald außer Kontrolle. Phaethon verlässt die tägliche Fahrstrecke zwischen Himmel und Erde und löst eine Katastrophe universalen Ausmaßes aus.

Wikipedia, Phaethon.

Das Social Web im Tourismus

October 10, 2008  

Im Rahmen der Vorbereitung auf einen Vortrag beim “Top-Seminar” des Bundes österreichischer Tourismusmanager habe ich viel über die Rolle des “Social Web” im Entscheidungsprozess über eine Reisebuchung nachgedacht – und wie man diesen in den Kontext anderer Kanäle stellen kann.

Rausgekommen ist dieses Slide, das den Wirkungsgrad des Social Web in Relation zu Direct Marketing, Old Media, Online Marketing und klassischen Webauftritten stellt:

social-web-tourismus

Hier in groß. Wichtig – Social Media schafft die Rückkoppelung zwischen letzter und erster Zeile: Die Reisefotos und -empfehlungen des einen Gastes sind die Aufmerksamkeitsimpulse des anderen.

Hier alle Slides:

Wie immer beeindruckend fand ich Eds und Martins anschließende Doppelconference zum gleichen Thema. Great Show!


Für die Millionenstadt Ouagadougou in Westafrika existieren wie für viele afrikanische Städte keine Straßenkarten, die diesen Namen verdienen. Das Geografische Institut Burkina Faso (IGB) produziert noch den besten Plan, auf dem aber 95% aller Straßennamen nicht verzeichnet sind, und der der Realität auch Jahre hinterherhinkt. Digital liegen überhaupt nur solche Skizzen vor.

Das wird sich sehr bald ändern – mit Openstreetmap. Wir von Laafi haben heute beschlossen, alles daran zu setzen, diese schöne Stadt möglichst schnell zu kartografieren. Genauer: Leute vor Ort auszubilden, die das tun. Peter Eich hat auch schon seine Unterstützung zugesagt. Und vermutlich wird das nicht mal wirklich Geld kosten, nur etwas Zeit.

Ich habe gestern den Anfang gemacht und die Straßen, die ich kenne, mithilfe des Satellitenbildes von Yahoo Maps eingezeichnet. Vorher sah das Zentrum von Ouaga so aus:

ouaga-alt

Der gleiche Ausschnitt sieht jetzt so aus:

ouaga-alt

Aufregend, der Erste zu sein, der eine Millionenstadt kartografiert! Und gedauert hat’s gerade mal eine Stunde. Es gibt noch viele weiße Flecken auf der Welt, an die Arbeit!

(PS für Insider: Das oberste Bild ist ein Mapnik-Rendering – Update kommt ja erst am Mittwoch, das untere Osmarender.)

Update 16. Oktober: Ouaga sieht jetzt so aus (Danke an alle die mithelfen!):

ouaga 16.10.

Siehe auch Peter: Let’s map Africa – but better than Google!

Update 17. Oktober: Mittlerweile gibt es eine Videoanleitung für die User von Burkina.at, sowie eine Wikipage ebendort.


Hallo Besucher von Zeit Online – zum behandelten Blog-Artikel gehts hier lang:
Der Erste sein, der eine Millionenstadt kartografiert

 
 

Am BarCamp Wien dieses Wochende habe ich gemeinsam mit Christian Spanring Openstreetmap vorgestellt. Aus der Abteilung “How to recognise the future when it lands on you”. (Falls es noch Zweifel gibt: Dieses Projekt wird Umfang und Impact in der Größenordung der Wikipedia einnehmen. Kein Scheiß jetzt.)

Hier die Slides:

Herzlichen Dank an Peter Eich, von dem ein großer Teil dieser Slides stammt!

Update: Luca hat mitgefilmt – ist allerdings sehr leise, nur mit voll aufgedrehten Boxen zu verstehen:

Goodbye, VDB!

October 3, 2008  

250px-alexander_van_der_bellen

Tom Schaffer findet die richtigen Worte zum Abschied Alexander Van der Bellens:

Der Mann mit dem Bart, der Österreichs Politik in den letzten 11 Jahren erträglich gemacht hat, hätte mit anderen Parteien eine Absolute ansteuern können, mit den Grünen waren es immerhin Höhenflüge.


Dialog mit Hannes Offenbacher auf Twitter:

qype-hannes


Gestern saß ich mit Freunden im Expedit, da fiel mir das aktuelle Profil (das “seriöse Nachrichtenmagazin des Landes” – © Klenk – das ich wegen inhaltlicher Schwäche seit Jahren nicht mehr abonniert habe) in die Hände:

profil-cover

Bei allem Bedauern über das Wahlverhalten meiner Landsleute – aber das Cover ist der journalistische Tiefpunkt dieses Magazins. Reduktion auf Heizwert.

Profil reiht sich damit nahtlos in die Reihe der Spalter, Hetzer und populistischen Polarisierer in diesem Land ein, auf Augenhöhe mit Haider, Strache und Wolf Martin. Bravo, Profil.

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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