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	<title>Comments on: Wie verändert das Internet unser Arbeits- und Denkverhalten?</title>
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	<description>Helge Fahrnberger's rants and raves on social software, life, and everything</description>
	<lastBuildDate>Wed, 25 Jan 2012 21:04:08 +0000</lastBuildDate>
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		<title>By: Das Rauschen wird lauter &#124; Kulturblogger</title>
		<link>http://www.helge.at/2008/08/wie-veraendert-das-internet-unser-arbeits-und-denkverhalten/comment-page-1/#comment-85313</link>
		<dc:creator>Das Rauschen wird lauter &#124; Kulturblogger</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 17:40:46 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Debatten damit aus, natürlich auch und gerade in der sog. Blogosphäre (siehe u.a. hier, hier, hier, hier und [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Debatten damit aus, natürlich auch und gerade in der sog. Blogosphäre (siehe u.a. hier, hier, hier, hier und [...]</p>
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		<title>By: Hannes</title>
		<link>http://www.helge.at/2008/08/wie-veraendert-das-internet-unser-arbeits-und-denkverhalten/comment-page-1/#comment-83248</link>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 16:27:00 +0000</pubDate>
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		<description>Etwas spät, aber vielleicht doch interessanter Diskussionsbeitrag zum Artikel von Nicholas Carr:

http://edgeperspectives.typepad.com/edge_perspectives/2008/08/stupidity-and-t.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas spät, aber vielleicht doch interessanter Diskussionsbeitrag zum Artikel von Nicholas Carr:</p>
<p><a href="http://edgeperspectives.typepad.com/edge_perspectives/2008/08/stupidity-and-t.html" rel="nofollow">http://edgeperspectives.typepad.com/edge_perspectives/2008/08/stupidity-and-t.html</a></p>
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	<item>
		<title>By: weltbeobachterin</title>
		<link>http://www.helge.at/2008/08/wie-veraendert-das-internet-unser-arbeits-und-denkverhalten/comment-page-1/#comment-83007</link>
		<dc:creator>weltbeobachterin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 09:03:52 +0000</pubDate>
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		<description>manual Trackback
http://www.weltbeobachterin.blog.de/2008/08/25/macht-internet-bloed-4633614</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>manual Trackback<br />
<a href="http://www.weltbeobachterin.blog.de/2008/08/25/macht-internet-bloed-4633614" rel="nofollow">http://www.weltbeobachterin.blog.de/2008/08/25/macht-internet-bloed-4633614</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: weltbeobachterin</title>
		<link>http://www.helge.at/2008/08/wie-veraendert-das-internet-unser-arbeits-und-denkverhalten/comment-page-1/#comment-82980</link>
		<dc:creator>weltbeobachterin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 08:22:56 +0000</pubDate>
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		<description>kommt drauf an, wie man das Internet nutzt.
wenn man auf die Suche nur nach Ablenkung ist im Internet, wird man wohl auch nicht im realen Leben immer nur intellektuelle Abhandlungen suchen. Es kommt einfach auf die Bildung und auf die Interesse an. Gut, ich lese auch nicht immer die hochwertigen Aufsätze, da sowas ganz schön anstrengend sein kann. 
Für mich hat das Internet den Vorteil, dass man selektiver aussuchen kann, was einem interessiert. Gut, manchmal geht einem da auch was durch den Lappen. Aber man findet dann immer wieder was neues.
Ich nutze alte und neue Medien gleichzeitig.
Auf dieses Thema bin ich übrigens durch den Blog von Christoph Chorherr gekommen. Auch ich habe überlegt.
Doch es fehlt einfach die Zeit alles zu lesen, was ich gerne würde - außerdem will ich meine Sozialkontakte nicht abbrechen lassen. Mein Blog ist teilweise dazu da, meine Gedanken rauszulassen zu manche Themen, die mir unter den Fingernägel brennen und mal sehen was anderen dazu einfällt. Um Input zu bekommen. Oft sind es dann wirklich nur kurze Notizen, die den Vorteil haben schnell geschrieben zu sein und andere zum denken anregen. Manchmal schreib ich auch längeres und da braucht es wirklich viel Zeit. Vor allem, wenn man wie ich nicht gleich zufrieden ist wie man was geschrieben hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>kommt drauf an, wie man das Internet nutzt.<br />
wenn man auf die Suche nur nach Ablenkung ist im Internet, wird man wohl auch nicht im realen Leben immer nur intellektuelle Abhandlungen suchen. Es kommt einfach auf die Bildung und auf die Interesse an. Gut, ich lese auch nicht immer die hochwertigen Aufsätze, da sowas ganz schön anstrengend sein kann.<br />
Für mich hat das Internet den Vorteil, dass man selektiver aussuchen kann, was einem interessiert. Gut, manchmal geht einem da auch was durch den Lappen. Aber man findet dann immer wieder was neues.<br />
Ich nutze alte und neue Medien gleichzeitig.<br />
Auf dieses Thema bin ich übrigens durch den Blog von Christoph Chorherr gekommen. Auch ich habe überlegt.<br />
Doch es fehlt einfach die Zeit alles zu lesen, was ich gerne würde &#8211; außerdem will ich meine Sozialkontakte nicht abbrechen lassen. Mein Blog ist teilweise dazu da, meine Gedanken rauszulassen zu manche Themen, die mir unter den Fingernägel brennen und mal sehen was anderen dazu einfällt. Um Input zu bekommen. Oft sind es dann wirklich nur kurze Notizen, die den Vorteil haben schnell geschrieben zu sein und andere zum denken anregen. Manchmal schreib ich auch längeres und da braucht es wirklich viel Zeit. Vor allem, wenn man wie ich nicht gleich zufrieden ist wie man was geschrieben hat.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Kewagi</title>
		<link>http://www.helge.at/2008/08/wie-veraendert-das-internet-unser-arbeits-und-denkverhalten/comment-page-1/#comment-82957</link>
		<dc:creator>Kewagi</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 07:49:33 +0000</pubDate>
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		<description>Das liegt ein Irrtum vor - kein Medium macht die Menschen doof (auch wenn ich &quot;Free Rainer&quot; ansonsten mag) - sie sinds im Schnitt einfach, was mit mangelnder Bildung zu tun haben mag, oder auch nicht.

Ja, im Netz sind kürzere Texte häufiger als epische Traktate, aber das hat eher mit einem generellen Kommunikationswandel zu tun, als mit einem mentalen Schaden. Und nach 10 Jahren online bin ich immer noch mehr als in der Lage, ein dickes Buch zu lesen - das ist einfach nur eine Zeitfrage, und Zeit wird nun mal knapper, wenn man der Kindheit entwachsen ist.

Das Ganze hat etwas von der Comic-Debatte der 1950er - sicher, es gibt Webseiten, die keinen intellektuellen Wert haben, aber auch das ist keine Frage des Mediums.

Alles in Allem: Panikmache, Saure Gurken-Story, und das übliche Gelaber neophober Deppen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das liegt ein Irrtum vor &#8211; kein Medium macht die Menschen doof (auch wenn ich &#8220;Free Rainer&#8221; ansonsten mag) &#8211; sie sinds im Schnitt einfach, was mit mangelnder Bildung zu tun haben mag, oder auch nicht.</p>
<p>Ja, im Netz sind kürzere Texte häufiger als epische Traktate, aber das hat eher mit einem generellen Kommunikationswandel zu tun, als mit einem mentalen Schaden. Und nach 10 Jahren online bin ich immer noch mehr als in der Lage, ein dickes Buch zu lesen &#8211; das ist einfach nur eine Zeitfrage, und Zeit wird nun mal knapper, wenn man der Kindheit entwachsen ist.</p>
<p>Das Ganze hat etwas von der Comic-Debatte der 1950er &#8211; sicher, es gibt Webseiten, die keinen intellektuellen Wert haben, aber auch das ist keine Frage des Mediums.</p>
<p>Alles in Allem: Panikmache, Saure Gurken-Story, und das übliche Gelaber neophober Deppen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Reinhard</title>
		<link>http://www.helge.at/2008/08/wie-veraendert-das-internet-unser-arbeits-und-denkverhalten/comment-page-1/#comment-82956</link>
		<dc:creator>Reinhard</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 07:48:13 +0000</pubDate>
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		<description>Das Medium an sich macht nicht &quot;doof&quot; so wie ein Gewehr an sich noch nichts Negatives ist. Es ist, wie bei manchen Pflanzen, die Dosierung die zwischen Heilwirkung und tödlichem Gift entscheidet. Und die Dosierung bestimmt jeder selber, wieviel, wie oft, wie stark liegt im Bereich der Selbstverantwortung. Und die ist seit der Erfindung der Rechtschutzversicherung scheinbar vom Aussterben bedroht.

Als Anhänger von WYSIWYG Theorie - what you see is what you get - erfolgt also die Bedeutungskonstruktion im Kopf des Betrachters, gut, schlecht, richtig, falsch ist contextabhängig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Medium an sich macht nicht &#8220;doof&#8221; so wie ein Gewehr an sich noch nichts Negatives ist. Es ist, wie bei manchen Pflanzen, die Dosierung die zwischen Heilwirkung und tödlichem Gift entscheidet. Und die Dosierung bestimmt jeder selber, wieviel, wie oft, wie stark liegt im Bereich der Selbstverantwortung. Und die ist seit der Erfindung der Rechtschutzversicherung scheinbar vom Aussterben bedroht.</p>
<p>Als Anhänger von WYSIWYG Theorie &#8211; what you see is what you get &#8211; erfolgt also die Bedeutungskonstruktion im Kopf des Betrachters, gut, schlecht, richtig, falsch ist contextabhängig.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Hannes</title>
		<link>http://www.helge.at/2008/08/wie-veraendert-das-internet-unser-arbeits-und-denkverhalten/comment-page-1/#comment-82440</link>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2008 19:18:05 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe den Artikel von Nicholas Carr vor ein paar Wochen gelesen und er hat mir zu denken gegeben, denn ich stimme ihm zu, das wir durch das Internet immer mehr nur ganz kurze Texte, Gedankenfetzen, Blogeinträge oder wie immer wir das auch nennen wollen, lesen. Dadurch fällt es uns immer schwerer, uns auf längere Texte zu konzentrieren, Bücher zu lesen, Texte, die viele Facetten eines Themas zu beleuchten versuchen, aufzunehmen. 

Zumindest die These von Nicholas, die mich veranlasst hat, über meine eigenen Gewohnheiten nachzudenken und die hier einfach mal reintippe:

1. Ich schaue schon seit 10 Jahren kaum fern (ich muss ja Freunde oder meine Eltern besuchen, denn selbst habe ich keinen). Wenn doch, dann will ich mir einfach mal eine Folge aus &quot;Sex in the City&quot; (heisst doch so, oder?) anschauen, damit ich verstehe oder zumindest ein bisschen nachvollziehen kann, über was denn auch viele meiner Freunde denn da reden,

2. Die Tageszeitung habe ich auch vor kurzem nach vielen Jahren abbestellt, die tägliche Wiederholung von jämmerlichen Politikgequatsche und Unwettern auf rosa Papier sollte einem nicht das Frühstück verderben und schon gar nicht die Laune am Morgen.

3. Blogs lese ich seit dem es sie gibt, wohl irgendwie fast 10 Jahre lang (helma.at und langreiter.com gibt es bzw. gab es schon vor sehr vielen Jahren). Und sie stellen die interessanten Abzweigungen im Netz dar, das, worüber man selbst nicht stolpert, das, was sonst nirgendwo behandelt, diskutiert wird. 

4. Vielleicht sollte ich noch kurz erwähnen, das ich Onlinezeitungen so gut wie gar nicht anschaue - das schnelle Konsumieren von Schlagzeilen ist ja nicht mal unterhaltsam.

5. In letzter Zeit habe ich begonnen, Blogs zu lesen, die wenige, aber dafür sehr lange Artikel haben. Warum? Weil sie einfach mehr Essenz haben, weil sie nicht blosse Unterhaltung sind, sondern die Inhalte Neuland für meinen Kopf, Widersprüche zu meinen Gedanken beinhalten (ja, ja, ich bin so alt, das ich sie sogar ausdrucke, wenn sie zu lange sind, um sie dann in der Badewanne und nicht am Bildschirm zu lesen).

6. Und ich lese Bücher, mehr als jemals zuvor. Sachbücher, Literatur, alles mögliche. Nur keine Zeitung, Online Zeitung oder einer der Blogs, die mehr als einen Artikel pro Tag posten.

7. Abschliessend muss ich natürlich zugegeben, im Kaffeehaus lese ich noch immer gerne Die Zeit, eventuell den Falter usw. usf. Wenn nicht, könnte ich nicht wirklich in Wien leben..


Mein Verhalten mag im Gegensatz zu der These von Nicholas stehen, aber ich denke, das es dies nicht wirklich tut. Ich bin jetzt dreist und behaupte, der Zeit einfach ein bisschen voraus zu sein mit meinem Rezeptionsverhalten, vielleicht, weil mir das Internet 1993 über den Weg gelaufen ist, vielleicht, weil ich mich für viele Dinge interessiere, vielleicht, weil mir das Gequatsche der Massenmedien auf den Nerv geht, wahrscheinlich, weil es beabsichtiges Schüren von Emotionen ist, um die Auflage zu steigern. Information im Fernsehen oder einer Zeitung, das ist doch wirkliches Minderheitenprogramm. Wie heisst es doch so schönes, only bad news are good news!

Warum das Gequatsche der Massenmedien soviel Zuspruch findet, hat Douglas Rushkoff vor ein paar Jahren in einem Vortrag auf Einladung der Mobilkom so wunderbar beantwortet: all die Massenmedien (und da nehme ich jetzt die meisten Blogs mit vielen Besuchern nicht aus), sind Unterhaltung, pur Unterhaltung. D.h. Rohstoff, um mit unseren Nachbarn zu schwätzen, miteinander zu reden und am Ende, völlig reduziert, miteinander ins Bett zu gehen, um uns fortzupflanzen (war übrigens wirklich ein großartiger Vortrag, würde heute auf youtube oder so gepostet werden mit vielen, vielen Hits!). Inhalt hin oder her, am Ende ist er egal. 

Abschliessend zur Frage, ob das Internet doof macht: nein. Denn doof sind nur diejenigen, die nicht in der Lage sind, das zu reflektieren, was sie lesen, egal ob Blog, Zeitung oder Buch. Und das verändert sich meiner Meinung nach nicht durch das Internet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe den Artikel von Nicholas Carr vor ein paar Wochen gelesen und er hat mir zu denken gegeben, denn ich stimme ihm zu, das wir durch das Internet immer mehr nur ganz kurze Texte, Gedankenfetzen, Blogeinträge oder wie immer wir das auch nennen wollen, lesen. Dadurch fällt es uns immer schwerer, uns auf längere Texte zu konzentrieren, Bücher zu lesen, Texte, die viele Facetten eines Themas zu beleuchten versuchen, aufzunehmen. </p>
<p>Zumindest die These von Nicholas, die mich veranlasst hat, über meine eigenen Gewohnheiten nachzudenken und die hier einfach mal reintippe:</p>
<p>1. Ich schaue schon seit 10 Jahren kaum fern (ich muss ja Freunde oder meine Eltern besuchen, denn selbst habe ich keinen). Wenn doch, dann will ich mir einfach mal eine Folge aus &#8220;Sex in the City&#8221; (heisst doch so, oder?) anschauen, damit ich verstehe oder zumindest ein bisschen nachvollziehen kann, über was denn auch viele meiner Freunde denn da reden,</p>
<p>2. Die Tageszeitung habe ich auch vor kurzem nach vielen Jahren abbestellt, die tägliche Wiederholung von jämmerlichen Politikgequatsche und Unwettern auf rosa Papier sollte einem nicht das Frühstück verderben und schon gar nicht die Laune am Morgen.</p>
<p>3. Blogs lese ich seit dem es sie gibt, wohl irgendwie fast 10 Jahre lang (helma.at und langreiter.com gibt es bzw. gab es schon vor sehr vielen Jahren). Und sie stellen die interessanten Abzweigungen im Netz dar, das, worüber man selbst nicht stolpert, das, was sonst nirgendwo behandelt, diskutiert wird. </p>
<p>4. Vielleicht sollte ich noch kurz erwähnen, das ich Onlinezeitungen so gut wie gar nicht anschaue &#8211; das schnelle Konsumieren von Schlagzeilen ist ja nicht mal unterhaltsam.</p>
<p>5. In letzter Zeit habe ich begonnen, Blogs zu lesen, die wenige, aber dafür sehr lange Artikel haben. Warum? Weil sie einfach mehr Essenz haben, weil sie nicht blosse Unterhaltung sind, sondern die Inhalte Neuland für meinen Kopf, Widersprüche zu meinen Gedanken beinhalten (ja, ja, ich bin so alt, das ich sie sogar ausdrucke, wenn sie zu lange sind, um sie dann in der Badewanne und nicht am Bildschirm zu lesen).</p>
<p>6. Und ich lese Bücher, mehr als jemals zuvor. Sachbücher, Literatur, alles mögliche. Nur keine Zeitung, Online Zeitung oder einer der Blogs, die mehr als einen Artikel pro Tag posten.</p>
<p>7. Abschliessend muss ich natürlich zugegeben, im Kaffeehaus lese ich noch immer gerne Die Zeit, eventuell den Falter usw. usf. Wenn nicht, könnte ich nicht wirklich in Wien leben..</p>
<p>Mein Verhalten mag im Gegensatz zu der These von Nicholas stehen, aber ich denke, das es dies nicht wirklich tut. Ich bin jetzt dreist und behaupte, der Zeit einfach ein bisschen voraus zu sein mit meinem Rezeptionsverhalten, vielleicht, weil mir das Internet 1993 über den Weg gelaufen ist, vielleicht, weil ich mich für viele Dinge interessiere, vielleicht, weil mir das Gequatsche der Massenmedien auf den Nerv geht, wahrscheinlich, weil es beabsichtiges Schüren von Emotionen ist, um die Auflage zu steigern. Information im Fernsehen oder einer Zeitung, das ist doch wirkliches Minderheitenprogramm. Wie heisst es doch so schönes, only bad news are good news!</p>
<p>Warum das Gequatsche der Massenmedien soviel Zuspruch findet, hat Douglas Rushkoff vor ein paar Jahren in einem Vortrag auf Einladung der Mobilkom so wunderbar beantwortet: all die Massenmedien (und da nehme ich jetzt die meisten Blogs mit vielen Besuchern nicht aus), sind Unterhaltung, pur Unterhaltung. D.h. Rohstoff, um mit unseren Nachbarn zu schwätzen, miteinander zu reden und am Ende, völlig reduziert, miteinander ins Bett zu gehen, um uns fortzupflanzen (war übrigens wirklich ein großartiger Vortrag, würde heute auf youtube oder so gepostet werden mit vielen, vielen Hits!). Inhalt hin oder her, am Ende ist er egal. </p>
<p>Abschliessend zur Frage, ob das Internet doof macht: nein. Denn doof sind nur diejenigen, die nicht in der Lage sind, das zu reflektieren, was sie lesen, egal ob Blog, Zeitung oder Buch. Und das verändert sich meiner Meinung nach nicht durch das Internet.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Jörg</title>
		<link>http://www.helge.at/2008/08/wie-veraendert-das-internet-unser-arbeits-und-denkverhalten/comment-page-1/#comment-82414</link>
		<dc:creator>Jörg</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2008 18:49:12 +0000</pubDate>
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		<description>Sorry, aber ich finde den Aufhänger &quot;Internet macht blöd&quot; schon blöd :-) Zumindest auf einer höheren Ebene. Es stellt sich nämlich die Frage Blöd in Bezug worauf? In der Psychologie gibt&#039;s den bekannten Satz &quot;Intelligenz ist das was ein Intelligenztests misst&quot; ... 

Vielleicht ist das was hier als &quot;Blöd&quot; bezeichnet wird einfach nur ein auf die veränderten Umstände (Informationsflut usw.) angepasstes Verhalten? Entsprechend einer anderen Definition von Intelligenz, die diese als den Grad der Anpassung an Umweltgegebenheiten beschreibt.

Ich denke dass es einerseits um den Erwerb neuer Fertigkeiten (filtern, Überblick verschaffen, Erkennen vertrauenswürdiger Quellen, Schaffen von Wissensnetzwerken usw.) geht, und dass andererseits damit auch ein Verlust alter Fertigkeiten (z.B. langes Beschäftigen mit einem Thema) miteinhergehen kann. Vielleicht stehen wir einfach an einer Schwelle, wo wir in bestimmten Situationen noch diese alten Fähigkeiten benötigen, aber eben vermehrt auch neue Fähigkeiten entwickeln müssen.

Wieso hört man eigentlich in Bezug auf das Internet immer nur von den negativen psychologischen Faktoren, und so wenig von den positiven? Das wäre mindestens genauso spannend ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sorry, aber ich finde den Aufhänger &#8220;Internet macht blöd&#8221; schon blöd :-) Zumindest auf einer höheren Ebene. Es stellt sich nämlich die Frage Blöd in Bezug worauf? In der Psychologie gibt&#8217;s den bekannten Satz &#8220;Intelligenz ist das was ein Intelligenztests misst&#8221; &#8230; </p>
<p>Vielleicht ist das was hier als &#8220;Blöd&#8221; bezeichnet wird einfach nur ein auf die veränderten Umstände (Informationsflut usw.) angepasstes Verhalten? Entsprechend einer anderen Definition von Intelligenz, die diese als den Grad der Anpassung an Umweltgegebenheiten beschreibt.</p>
<p>Ich denke dass es einerseits um den Erwerb neuer Fertigkeiten (filtern, Überblick verschaffen, Erkennen vertrauenswürdiger Quellen, Schaffen von Wissensnetzwerken usw.) geht, und dass andererseits damit auch ein Verlust alter Fertigkeiten (z.B. langes Beschäftigen mit einem Thema) miteinhergehen kann. Vielleicht stehen wir einfach an einer Schwelle, wo wir in bestimmten Situationen noch diese alten Fähigkeiten benötigen, aber eben vermehrt auch neue Fähigkeiten entwickeln müssen.</p>
<p>Wieso hört man eigentlich in Bezug auf das Internet immer nur von den negativen psychologischen Faktoren, und so wenig von den positiven? Das wäre mindestens genauso spannend &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Florian</title>
		<link>http://www.helge.at/2008/08/wie-veraendert-das-internet-unser-arbeits-und-denkverhalten/comment-page-1/#comment-82238</link>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2008 14:00:32 +0000</pubDate>
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		<description>(Es ist Sonntag, ich hab&#039; einen Kater und keine Lust auf Englisch zu tippen, sorry)

Stimmt, der Noise hat erheblich zugenommen und es gibt eine unüberschaubare Anzahl an Informationen.

Bei mir hat sich die Breite enorm, nun ja, ausgebreitet. Ich lese Artikel aus so vielen unterschiedlichen Themenbereichen, Politik, Informatik, Wirtschaft, Kunst, etc. Allerdings bin ich erst 22 und kann daher nicht genau sagen ob das jetzt am Internet liegt oder ob ich das auch ohne machen würde.
Aber ich merke aus das ich mit gewissen Themen wesentlich gründlicher auseinander setze, einfach weil ich durch das Internet die Möglichkeit habe quasi jederzeit auf jegliche Information zuzugreifen.

Was ich im meinem Freundes- und Bekanntenkreis beobachten konnte ist das Leute die zB auch den ganzen Tag vor dem Fernseher liege und Pro7 oder RTL schauen auch das Internet &quot;anspruchsloser&quot; nutzen, während andere aus Langeweile Wikipedia-Artikel lesen. Aber es gibt natürlich auch noch die, die nach 5 Stunden für die Uni lernen einfach nur mit YouTube-Videos abschalten wollen.

Und: Ich persönlich passe mich oft an meine Gesprächspartner an, StudiVZ-Kommentare schreibe ich auch im Dialekt während ich hier auf Hochdeutsch und mit korrekter Grammatik schreibe (zumindest versuche ich es). Aber es ist ähnlich wie in der direkten Kommunikation: man selbst passt seine Ausdrucksweise immer den äußeren Gegebenheiten und den Gesprächspartner an.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(Es ist Sonntag, ich hab&#8217; einen Kater und keine Lust auf Englisch zu tippen, sorry)</p>
<p>Stimmt, der Noise hat erheblich zugenommen und es gibt eine unüberschaubare Anzahl an Informationen.</p>
<p>Bei mir hat sich die Breite enorm, nun ja, ausgebreitet. Ich lese Artikel aus so vielen unterschiedlichen Themenbereichen, Politik, Informatik, Wirtschaft, Kunst, etc. Allerdings bin ich erst 22 und kann daher nicht genau sagen ob das jetzt am Internet liegt oder ob ich das auch ohne machen würde.<br />
Aber ich merke aus das ich mit gewissen Themen wesentlich gründlicher auseinander setze, einfach weil ich durch das Internet die Möglichkeit habe quasi jederzeit auf jegliche Information zuzugreifen.</p>
<p>Was ich im meinem Freundes- und Bekanntenkreis beobachten konnte ist das Leute die zB auch den ganzen Tag vor dem Fernseher liege und Pro7 oder RTL schauen auch das Internet &#8220;anspruchsloser&#8221; nutzen, während andere aus Langeweile Wikipedia-Artikel lesen. Aber es gibt natürlich auch noch die, die nach 5 Stunden für die Uni lernen einfach nur mit YouTube-Videos abschalten wollen.</p>
<p>Und: Ich persönlich passe mich oft an meine Gesprächspartner an, StudiVZ-Kommentare schreibe ich auch im Dialekt während ich hier auf Hochdeutsch und mit korrekter Grammatik schreibe (zumindest versuche ich es). Aber es ist ähnlich wie in der direkten Kommunikation: man selbst passt seine Ausdrucksweise immer den äußeren Gegebenheiten und den Gesprächspartner an.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Ton Zijlstra</title>
		<link>http://www.helge.at/2008/08/wie-veraendert-das-internet-unser-arbeits-und-denkverhalten/comment-page-1/#comment-82223</link>
		<dc:creator>Ton Zijlstra</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2008 13:25:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.helge.at/?p=1195#comment-82223</guid>
		<description>@Andreas,
true, our tools should help us better. But at the same time my own shift in information filtering strategy, i.e. focussing on relationships with people, not the content, but the pipeline so to speak has proven to scale enormously for me. I look at dynamics in my communities, and regardless of the amount of info that flows through those communities, those patterns are of the same &#039;size&#039; in terms of cognitive overhead for me.

At the same time I would like more semantically smart patternhunters I can &#039;send out to get stuff&#039;. We certainly need much more clever visualization techniques.

But it starts with letting go of the notion that you need to see/read everything. It is all a river that I dip my toes in. If there is something important there it will be there tomorrow as well. I am not afraid to miss anything, simply because I am sure I will miss most. It is therefore more important to choose my actions to the best of my information and prepare to adapt, embrace uncertainty, as new info comes in. That requires self awareness, self reflection and self knowledge of core values much more than information tools. And self reflection scales per definition, as it only needs to include yourself, as well as direct colleagues for a task at hand. Abundance in information is such a different domain than scarcity to operate in.

As you say we are currently approaching that abundance mainly with strategies from the scarcity-era. Which is like speaking louder if someone can&#039;t hear you because he is deaf, to apply strategies harder because they failed when applied before.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Andreas,<br />
true, our tools should help us better. But at the same time my own shift in information filtering strategy, i.e. focussing on relationships with people, not the content, but the pipeline so to speak has proven to scale enormously for me. I look at dynamics in my communities, and regardless of the amount of info that flows through those communities, those patterns are of the same &#8216;size&#8217; in terms of cognitive overhead for me.</p>
<p>At the same time I would like more semantically smart patternhunters I can &#8216;send out to get stuff&#8217;. We certainly need much more clever visualization techniques.</p>
<p>But it starts with letting go of the notion that you need to see/read everything. It is all a river that I dip my toes in. If there is something important there it will be there tomorrow as well. I am not afraid to miss anything, simply because I am sure I will miss most. It is therefore more important to choose my actions to the best of my information and prepare to adapt, embrace uncertainty, as new info comes in. That requires self awareness, self reflection and self knowledge of core values much more than information tools. And self reflection scales per definition, as it only needs to include yourself, as well as direct colleagues for a task at hand. Abundance in information is such a different domain than scarcity to operate in.</p>
<p>As you say we are currently approaching that abundance mainly with strategies from the scarcity-era. Which is like speaking louder if someone can&#8217;t hear you because he is deaf, to apply strategies harder because they failed when applied before.</p>
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