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Großes Kino:

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Via Karli.

HF grüßt Fake-HC!

August 19, 2008  

Eben kam ein Email: “HC Strache is now following you on Twitter”.

Location: Daham. Köstlich.

strache-twitter

Update: Hab ihn jetzt wieder unfollowed – das ist Müll, keine Satire.


medien-und-kommunikation

Ein Vogerl hat mir gezwitschert, dass Ritchies Verlosung des Buches Medien und Kommunikation von Frank Hartmann nicht auf drei Exemplare beschränkt ist, sondern auch weitere Kommentierende ein Exemplar kriegen. Medientheorieinteressierte: zugreifen!

Disclaimer: Buch-Link ist laafiiziert.


Heute ging die Abstimmung (siehe hier) um die besten Plakateinreichung in die zweite Runde , jetzt wird über eine Shortlist abgestimmt.

Die 15 Plakate auf der Shortlist bestehen allerdings zur Hälfte aus legitim gewählten Vorschlägen, zur anderen Hälfte aus solchen, die am Anfang der Abstimmung ganz unten waren und dann “mirakulös” nach ganz oben kamen. Das sind Plakate, die den Grünen definitiv schaden würden und darum vom wie immer in Wahlkampfzeiten fleißigen politischen Mitbewerbern in lichte Höhen gevotet wurden. Von wegen “Fairnessabkommen”.

Schuld sind die Grünen eh selber, ein nur mit Cookie abgesichertes Voting lässt sich halt auch leicht hijacken. Hab eben mit Chorherr gesprochen, sie sind sich des Problems bewusst, “das halten wir schon aus”.

Die Abstimmung ist jetzt registrierungspflichtig – jetzt wird sich zeigen, wieviele Accounts auf DerStandard.at die anderen Parteien für solche Fälle gesammelt haben.

PS. Mein Faymann hofft wieder auf Stimmen!


English version below

Der gestrige Fall rund um das Google-Zitat ist lustig, und meine Sympathien gehören dabei eindeutig Peter Glaser. Aber Dirk von Gehlen hat auch nicht Unrecht, wenn er fragt, “wann es eigentlich zu einer Selbstverständlichkeit wurde, verschickte Mails ans Licht der Web-Öffentlichkeit zu zerren”.

Und da ich auch schon für das Veröffentlichen eines (wenn auch anonymisierten) Emails kritisiert wurde, habe ich mir dazu jetzt eine Policy überlegt (um sie auf der Kontaktseite verlinken zu können):

  1. Ungefragte Werbe- und PR-Mails von mir unbekannten Menschen sehe ich (da an große Gruppen gesendet) als öffentlich an
  2. Bei Mails, die einfach zu lustig sind, um sie der Welt vorzuenthalten, kann ich mich möglicherweise nicht beherrschen: 1, 2, 3.
  3. Wer mich um (unbezahlte) Recherche- oder Beratungsleistung bittet, darf damit rechnen, dass ich das nicht nur für ihn, sondern gleich für alle tue – und dabei das Mail (anonymisiert) blogge: 1, 2, 3, 4.
  4. Wer mir ans Bein pinkelt oder mich mit Klage bedroht, darf sich nicht wundern, wenn ich zurückpinkle: 1, 2. (Hier bitte nicht unbedingt mit Anonymisierung rechnen.)
  5. Und: Massenmails sind sowieso eine Art der Veröffentlichung, keine private Kommunikation. Sowie waffenscheinpflichtig.

 
Andere Emails werden nicht gebloggt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann ja auf die Blogability hinweisen ;-)

 
English summary:

I don’t blog personal emails without permission. Possible exceptions:


Mein Bruder schickt mir eben über Skype einen Hinweis auf einen Artikel aus dem aktuellen BrandEins. Aber irgendwie haut das nicht hin:

skype-brandeins-permalinks

BrandEins verwendet Session-IDs (&sid=su8713912374880114) in den URLs, die damit nicht als Permalinks taugen. Permalinks sind ein derart simples Konzept, dass man leicht übersieht, dass sie das Fundament des Social Webs darstellen. Ohne Permalinks wäre das Internet wie TV: oberflächlich und vergänglich. Echte Konversation braucht Permalinks.

Session-IDs in URLs zu schreiben ist eine alte Unart, zurückzuführen auf unerfahrene Konzeptionisten (“Kann man diese URL nicht irgendwie kürzer machen?”) und faule Programmierer (“Nein, das ist technisch leider nicht möglich.”).

Ich sehe richtig vor mir, wie’s danach weiterging bei BrandEins:

Chefredakteur ruft Konzeptionisten an: “Du, man kann unsere Artikel gar nicht weiterschicken?!”

Konzeptionist: “Gut, dann bauen wir halt eine Funktion ‘Artikel versenden‘…”

Update: Ein Michael von Brandeins meldet in den Kommentaren (das ging flott!), dass Abhilfe schon in der Pipeline ist.

Sie nennen es Eigentor

August 12, 2008  

Warum die Welt eine Google ist und weitere Vergnügungen. (via Rivva)


Seit Christoph Chorherrs Aufruf an die Blogosphäre, an der Plakatgestaltung der grünen Wahlkampagne mitzuwirken, ist einiges passiert: Die Grünen haben die Ergebnisse der Aktion bei einer Pressekonferenz am 24. Juli der Presse präsentiert. Seither wurden weitere Vorschläge auf Flickr gesammelt. Und seit heute läuft im Rahmen eines Advertorials auf DerStandard.at ein Voting. Die besten drei Plakate sollen dann (geografisch begrenzt) plakatiert werden.

Also bitte nach diesem (meinem) Vorschlag Ausschau halten und kräftig voten:

mein gruenplakat

Die Aktion (meine bisherigen Beiträge zur Sache: 1, 2, 3, 4, 5) hat beeindruckende Ausmaße angenommen (~170 Plakatentwürfe) und breites Eche in Mainstream-Medien hervorgerufen.

Die Umsetzung enttäuscht allerdings etwas:

Bei den Plakatvorschlägen im Voting fehlt das Wichtigste, nämlich die Namen der Macher. Eine elendslange Scrollliste mit fixer Sortierung führt zwangsläufig dazu, dass die obenstehenden Plakate überproportional viele Stimmen kriegen. Und es gibt auch keine Möglichkeit für die Macher, gesondert für ihren Beitrag (und damit die Gesamtaktion) Werbung zu machen – dazu fehlen einfach die Permalinks. Da bleibt viel Potential auf der Strecke. Und zuletzt sind die Grünen was Kampagnen-Crowdsourcing betrifft mittlerweile ein bisschen übermütig – siehe Klingeltöne.

Unterm Strich bleibt auch das Gefühl, dass die Aktion ihren Grassroots-Charakter verloren hat und ein bisschen von der Partei selbst vereinnahmt wurde. Wobei ich dabei nicht sagen kann, ob und wie ich’s anders machen würde.

À propos Wahl: Maschi hat einen sehr lesenswerten Vorschlag, das Wahlsystem zu ändern.

Update: Andreas Klinger hat sich offenbar Max’ Überlegungen angeschlossen und schlägt statt einem Wahlplakat eine Facebook-Applikation vor.


Diese Anfrage erreicht mich von Zsuzsanna K.:

“Die Meinungsführer in Blogs und ihre Positionierung im Medienbereich” lautet der vorläufige Titel meiner Magisterarbeit, die ich am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Hauptuni Wien schreibe.

Für meine Magisterarbeit bitte ich Sie als Blogger eine kurze Frage zu beantworten:

Wer ist/sind nach Ihrer Meinung Opinion Leader unter den BloggerInnen im deutschsprachigen Raum?

bloggers

Diese Frage würde ich gerne algorithmisch beantworten: Frank Westphal verfolgt seit über einem Jahr die Blogosphäre, derzeit an die 2.500 Blogs, und analysiert Themen, Linkstrukturen und Zeitachse der Beiträge. Aus den Daten der letzten 100 Tage errechnet er einmal täglich den Leitmedien-Index. Daraus ergeben sich als Opinion Leader unter deutschsprachigen Bloggern folgende Namen:

Die Liste ist durch die Einschränkung auf wenige Tausend Blogs statistisch sicher nicht einwandfrei, außerdem lässt sie die Wirkung von Bloggern auf Offline-Medien außer acht. Sie entspricht aber ungefähr auch meiner Wahrnehmung.

Die Österreicher unter den Top 200 sind:

Das Wort “Meinungsführerschaft” ist in dem Zusammenhang allerdings mit Vorsicht zu genießen, es gibt in der deutschsprachigen Blogosphäre (von Österreich ganz zu schweigen) noch keine Blogs, die Minister stürzen oder Aktienkurse purzeln lassen.

Illustration (cc) Hugh McLeod


Seit es in Österreich BarCamps gibt (Was ist das?), organisieren sich diese über eine MediaWiki-Installation auf barcamp.at. Da ich dieses Wiki hoste, und da in Deutschland die BarCamp-Szene beim Organisieren offenbar lieber auf Mixxt.de setzt, bin ich immer wieder gefragt worden, warum wir das nicht auch tun.

mixxt-vs-wikiway

Eric Eggert, einer der Organisatoren der Webmontage (die ebenfalls ein Wiki verwenden), erklärt in seinem Weblog, warum ein Umstieg auf Mixxt keine gute Idee ist.

Ich möchte aus der Sicht von BarCamps noch hinzufügen: Ein Dienst wie Mixxt funktioniert nach dem Lock-In-Prinzip und stellt Gruppen/Vereinen/etc. Infrastruktur zur Verfügung, die sonst mit Mühen und Kosten verbunden wären. Zulasten der Offenheit. (Und bitte kommt mir jetzt nicht mit der OpenID-Unterstützung..!)

BarCamps leben zwar auch davon, in geschlossenen Kommunikationsmedien wie Facebook oder Twitter empfohlen und weiterverbreitet zu werden. Mixxt zähle ich hier bewusst nicht dazu, Mixxt ist kein Kommunikationsmedium, sondern will Veranstaltungen eine Website geben. Diese Website, über die die Veranstaltung dann abgewickelt wird, muss jedoch offen sein – ohne Mitgliedschaft in irgendwelchen Social Networks zu verlangen, und am besten überhaupt ohne Registrierung. Auf barcamp.at funktioniert das recht gut.

BarCamps sind offene Systeme – in jeder Hinsicht. Die damit verbundenen Mühen und Kosten (die mit etwas Knowhow recht niedrig sind) sollten wir auf keinen Fall scheuen. Ich trage mit Hosting und Domainkosten für barcamp.at gerne meinen Teil dazu bei.

In diesem Sinne, Deutschland: Wie wär’s mal mit einem gemeinsamen, offenen Wiki für alle deutschen BarCamps?

Übrigens: Ich kann ja verstehen, dass sich die Unternehmen hinter diesen Plattformen gerne mit BarCamps schmücken würden. Und ich hab auch nichts gegen Mixxt oder Groops (das gerade in München eingesetzt wird). Das sind gute Tools. Aber nicht für BarCamps.

In der Webmontag-Community ist mittlerweile ein Streit um die von manchen als feindliche Übernahme empfundenen Mixxt-Avancen entbrannt: 1, 2, 3, 4, 5, 6.

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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