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English version below

Der gestrige Fall rund um das Google-Zitat ist lustig, und meine Sympathien gehören dabei eindeutig Peter Glaser. Aber Dirk von Gehlen hat auch nicht Unrecht, wenn er fragt, “wann es eigentlich zu einer Selbstverständlichkeit wurde, verschickte Mails ans Licht der Web-Öffentlichkeit zu zerren”.

Und da ich auch schon für das Veröffentlichen eines (wenn auch anonymisierten) Emails kritisiert wurde, habe ich mir dazu jetzt eine Policy überlegt (um sie auf der Kontaktseite verlinken zu können):

  1. Ungefragte Werbe- und PR-Mails von mir unbekannten Menschen sehe ich (da an große Gruppen gesendet) als öffentlich an
  2. Bei Mails, die einfach zu lustig sind, um sie der Welt vorzuenthalten, kann ich mich möglicherweise nicht beherrschen: 1, 2, 3.
  3. Wer mich um (unbezahlte) Recherche- oder Beratungsleistung bittet, darf damit rechnen, dass ich das nicht nur für ihn, sondern gleich für alle tue – und dabei das Mail (anonymisiert) blogge: 1, 2, 3, 4.
  4. Wer mir ans Bein pinkelt oder mich mit Klage bedroht, darf sich nicht wundern, wenn ich zurückpinkle: 1, 2. (Hier bitte nicht unbedingt mit Anonymisierung rechnen.)
  5. Und: Massenmails sind sowieso eine Art der Veröffentlichung, keine private Kommunikation. Sowie waffenscheinpflichtig.

 
Andere Emails werden nicht gebloggt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann ja auf die Blogability hinweisen ;-)

 
English summary:

I don’t blog personal emails without permission. Possible exceptions:

  • Unsolicited emails with commercial contents are regard as public due to their large range of recepients
  • Emails that are too funny to deprive the world of them. (No worries, anonymised.)
  • Folks asking me for unpaid research or consulting may reckon to see me sharing that with the world. Mails anonymised again.
  • Whoever threatens to sue me or gets abusive may see their mails published. See this poor guy.
  • Last but not least: Mass mailings don’t count for personal correspondence.

 

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4 Comments
#76600 Bodenseepeter says on August 14, 2008 at 4:38 pm
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Deine Policy in Ehren, am Ende dreht sich die Welt auch juristisch nicht um dich, sondern um die Rechtslage ;)

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#76609 Helge says on August 14, 2008 at 5:00 pm
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@Peter: Die meisten Beispiele sind nicht privat, sondern entweder geschäftlich (Bitten um Ratschläge) oder öffentlich (Massenmails). Und bei der Kategorie “Ans Bein pinkeln” gehe ich das Rechtsrisiko eben ein.

Aber es stimmt, zb. den Geografielehrer würde ich heute nicht mehr ohne Rückfrage bloggen. Note to self: Öfter mal um Erlaubnis fragen.

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#179196 Tackelberz » Linkketten says on June 21, 2009 at 2:06 pm
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[…] meiner Email Blogability Policy erlaube ich mir, Ihnen öffentlich zu […]

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