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Christoph Chorherr, Van der Bellens Vorgänger an der Spitze der österreichischen Grünen, kam heute mit der Idee zu mir, über sein Blog zu Vorschlägen für Slogans und Sujets für den jetzt plötzlich anbrechenden Wahlkampf aufzurufen. Quasi Kampagnen-Crowdsourcing. In den nächsten 1-2 Wochen entscheiden die Parteigremien, also noch Luft, diese ein bisschen zu beeinflussen.

Rausgekommen sind zwei Grafikentwürfe (siehe unten), bei denen ich mal seine Ideen in Photoshop skizziert hab und sein Blog-Posting Grüne Plakate. Und so soll das ablaufen:

Ihr könnt hier in den Kommentaren Texte/Slogans posten, könnt mir per Email Grafiken schicken oder diese bei euch im Weblog veröffentlichen (und ich verlinke dann drauf). Ich bin sicher, die Grünwähler haben mindestens so gute Ideen wie wir Grünfunktionäre. Wofür soll diese Partei im Wahlkampf stehen? Wofür wollt ihr sie wählen?

Es gibt keine Pokale zu gewinnen, aber dafür das (hoffentlich) gute Gefühl, Strategieentscheidungen der Grünen beeinflusst (oder es wenigstens versucht) zu haben.

Ich weiß noch nicht, wie das genau ablaufen wird, aber die besten Ideen werden hier sicher noch ausführlich diskutiert.

Ich finde die Idee großartig – besonders, weil wohl bei keiner Partei Funktionäre und Wähler so unterschiedlich ticken wie bei den Grünen. Darum hoffe ich, dass das so richtig groß wird. Let’s blogstorm! Werde in den nächsten Tagen auch was dazu zeichnen.

Hier das Bastelergebnis von heut nachmittag:

finanzieren-wir-despoten

Und:

garant-einer-stabilen-regierung

Bin gespannt, ob wir Blogger für sowas überhaupt schon genug Reichweite haben. Ich vermute mal: Ja. :-)


In zwei Tagen ist es soweit, das neue Iphone kommt.

Dass die von Steve Jobs groß angekündigten $199 fürs neue Iphone eine große Mogelpackung sind, war eh zu vermuten. Tatsächlich kriegt man es nicht mehr wie bisher in US-Apple-Shops ohne Vertrag, sondern nur noch mit. Laut Techcrunch kostet es inklusive ATT-Stornokosten dann um die $500, also ca. €320. Mühsam ist es obendrein (Vertrag abschließen, Vertrag kündigen).

iphone 3g

Diesmal muss aber, wer ein entsperrtes Iphone ohne Knebelvertrag will, offenbar nicht in die USA fliegen. Bei Mobistar in Belgien gibt’s ein entsperrtes Iphone ohne Vertrag um wohlfeile €525. (Via Macnotes.)

Noch besser die Schweizer: Bei Swisscom kriegt man ein (gesperrtes) Iphone mit Prepaidkarte – also ohne Vertrag – um 519 Franken, also €322. Natürlich muss man es dann noch entsperren, was vermutlich wieder recht einfach wird, weil irgendjemand die entsprechende Software dafür bastelt. Google-Keywords: Jailbreak unlock iphone.

Übrigens: Entgegen der weit verbreiteten Ansicht ist Entsperren nicht illegal. Man erwirbt Eigentum an dem Ding und kann dann damit machen was man will.

Ich werde wahrscheinlich im Herbst, wenn meine aktuelle Vetragsbindung (damals wegen dem Nokia e61 eingegangen – verrückt, eigentlich) von Iphone 1 auf Iphone 2 umsteigen – und dabei gleich von T-Mobile zu vermutlich Drei wechseln. T-Mobile sucks. Und: Nie wieder längere Vertragsbindungen!

Hat tip an Smeidu und Bodenseepeter für die Tipps.

Update 15.7.: Dem IT-Tech-Blog ist zu entnehmen, dass es auch in Finland ein Prepaidangebot gibt, allerdings kostet das €429. Bei O2 in UK soll noch dieses Jahr eines kommen.


Vor zwei Jahren, im superheißen Sommer 2006, brüsteten sich die Wiener Wasserwerke damit, das kühlste Trinkwasser aller europäischen Metropolen zu liefern: “Selbst in der höchsten Hitzewelle sprudelt das Wasser aus keinem Wiener Hahn mit mehr als zehn Grad Celsius.” (Siehe Presseaussendung.)

Mein erster Gedanke damals: Was für eine Energieverschwendung. Täglich muss ich das Wasser teuer mit meinem ineffizienten Mini-Gaskraftwerk auf erträgliches Niveau erhitzen, um duschen zu können. (Und täglich warte ich mehrere Minuten bei laufendem Wasser, bis diese Temperatur erreicht ist.)

Mit zwei Jahren Verspätung habe ich meinen Gedanken von damals, man könnte das Wasser ja bewusst vorwärmen (indem man es beispielsweise auf den 180km Wegstrecke aus den Alpen stärker der Außentemperatur aussetzt – da fällt den Technikern sicher was ein), durchgerechnet. Hier das Google Spreadsheet dazu:

Die Einsparungen wären wesentlich – mit 20 32 Mio. Euro (allerdings Einsparungen der Bürger, nicht der Stadt) pro Jahr rechnen sich auch größere Investitionen relativ schnell. Im Vergleich – das kürzlich gebaute Kleinkraftwerk Nußdorf hat 15 Mio. Euro gekostet und produziert nur ein Achtel Dreizehntel der hier einsparbaren Energie.

Das wär doch was für Stadt- und Energiepolitiker Chorherr – was sagt der dazu?

PS. Will nicht ausschließen, dass ich mich hier irgendwo kapital verrechnet hab. Zweckdienliche Hinweise in den Kommentaren..

Update 5.7.: Der Text hat in den Kommentaren eine lebhafte Diskussion entfacht, wunderbar. Hans hat detaillierte Verbrauchsstatistiken aus Wien ausgegraben, die zeigen, dass durchschnittlich nicht 45 sondern 74 Liter pro Tag erwärmt werden (Körperpflege, Waschmaschine, Geschirrspüler). Ich hab die Rechnung entsprechend aktualisiert, was das Modell natürlich noch viel attraktiver macht.

Mir geht es um den Gedanken, dass das Wasser nicht durch bauliche Maßnahmen bewusst auf diesem niedrigen Niveau gehalten werden soll, sondern umgekehrt. Möglicherweise lassen sich durch einfache Wärmetauscher über die Luft Erwärmungen erzielen.

Vielleicht nicht gleich 7 Grad. Aber: Schon ein halbes Grad Erwärmung spart Energie in der Höhe der Leistung des Kraftwerks Nußdorf (das weithin als klimapolitisch wichtige Maßnahme gelobt wurde).

Update 7.7.: Ok, viele Kommentatoren haben mich überzeugt, dass 15° warmes Leitungswasser doch vielleicht zuviel des Guten ist. Ich senke meinen Vorschlag also auf eine Erhöhung um zwei auf zehn Grad. Brächte immer noch eine Einsparung von 111.000 MWh (das Vierfache des Kraftwerks Nussdorf!) und 9,3 Mio € pro Jahr. Vielleicht lässt sich dieser Gedanke ja bei der nächsten anstehenden baulichen Veränderung am Transportweg mitdenken.


Die Tour-de-France startet morgen und wir hoffen, dass wir mit Bikemap marketingmäßig etwas mitsegeln können. Ein User hat die gesamte Tour auf Bikemap nachgezeichet und jetzt steht sie nicht nur dort, sondern als Widget überall zur Verfügung. Hier das Widget der Königsetappe, samt interaktivem Höhenprofil (mit der Maus übers Profil gehen):

Überhaupt haben Widgets, also einbettbare Karten, einen enormen Anteil am Erfolg von Bikemap, Runmap und Inlinemap: An Spitzentagen sehen um die 4000 Unique Users die Widgets in diversen Blogs und anderen Websites. Vor allem auch Hotels und touristische Regionen haben Bikemap-Widgets als wertvolle Ergänzung ihrer Websites entdeckt.

So gesehen kann ich nur jedem raten, der eine soziale Webplattform betreibt, sich Gedanken über die Einbettbarkeit seiner Inhalte in andere Websites zu machen. Ein echter Erfolgsmotor.

Hier noch das Widget mit allen Tour-de-France-Etappen:


Ein Ausritt in meine Mobilfunkvergangenheit: Vor knapp vier Jahren führte T-Mobile Deutschland Push-to-Talk ein, eine Walkie-Talkie-Funktion für Handys. Ein Mobilfunkbetreiber, den ich damals beriet, versprach sich von der Technologie Big Business im Jugendmarkt. Meine Analyse des Produkts war hingegen weniger optimistisch: Push-to-Talk, a delicate issue.

Heute, vier Jahre später, hat T-Mobile das Produkt wieder eingestampft. Wesentliche Verbreitung hat es nie gefunden. (Übrigens ganz im Gegensatz zu Erfinder Nextel, wo PTT seit 1996 erfolgreich im Programm ist.)

pttcomic

Interessant jedenfalls der offensichtliche Widerspruch im Hause T-Mobile: Während man mit PTT einen Datenkanal für Voice (teuer) zu vermarkten suchte, verbietet man iPhone-Nutzern genau das aus angeblicher Angst um die Netzqualität: IPhone: T-Mobile blockiert Instant Messaging und VoIP.

Die tatsächlichen Gründe liegen auf der Hand: Man fürchtet das Unvermeidliche, nämlich zum Wireless ISP degradiert zu werden und um Voice- und vor allem Roaming- und SMS-Umsätze umzufallen.

Pic (cc) Gizmodo


Die Journalistengewerkschaft arbeitet gerade an einem BlogHandbuch in Wikiform, man will unter dem Motto “Gegenöffentlichkeiten schaffen” Betriebsräte zum Bloggen bewegen.

Enthält auch für Nicht-Gewerkschafter brauchbare Infos, beispielsweise einen Artikel zur Impressums- bzw. Offenlegungspflicht für Blogs, aus österreichischer Sicht. Habe gleich mein Impressum überarbeitet. (Ob das wohl Englisch sein darf?)

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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