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My grandfather once told me that there are two kinds of people: those who work and those who take the credit. He told me to try to be in the first group; there was less competition there. (Indira Ghandi)

Klaus Bechtold ist einer aus der ersten Gruppe. Mit sehr viel Know-How und persönlichem Engagement hat er in den letzten Jahren GPSies.com (gesprochen “Gypsies”) aufgebaut. Mit Klaus haben wir einen Mitbewerber, der sein Handwerk wirklich versteht und immer wieder clevere technische Lösungen für Probleme findet, an denen wir ebenso tüfteln – und das bewundernswert schnell. Hut ab.

GPSies - Tracks for Vagabonds

Auf der anderen Seite gibt es die Leute von Elements.at, einer eigentlich angesehenen Agentur aus Salzburg mit namhaften Kunden. Die halten offenbar nicht ganz so viel von ehrlicher Innovation: Sie haben mit ihrer Plattform Trailinio.com nicht nur das Konzept von GPSies kopiert, auch viele Details sehen GPSies sehr ähnlich. Gelinde ausgedrückt. Wenn ihr schon so schamlos bei GPSies abkupfert, sagt wenigstens Danke.

Klaus nimmt’s mit Humor:

Achja, meine lieben Trailinios, viel Spaß beim nachbauen ;-) – ihr kopiert ja sonst auch alles…

Imitation is just a form of flattery. Außerdem ignorieren User schlechte Kopien üblicherweise eh.

Endlich: Skype am iPhone

April 16, 2008  

Mit Fring – nice!

fring


Ein zitierenswerter Kommentar zu einem unabhängig davon sehr lesenswerten Artikel von Christoph Chorherr im Standard:

Ich will die oberste Geschoßdecke dämmen. Da muss ich Dämmmaterial am Dachboden auflegen. Materialkosten < 1000 EUR im Baumarkt. NÖ fördert sowas. Allerdings muss ich dafür einen Professionisten für's Auflegen der Dämmplatten und einen Bankkredit auf 10 Jahre nehmen. Der Professionist verlangt mit Material 3000,- EUR. Der Kredit verteuert das auf ca. 5000,- EUR. Dafür bekomme ich dann 1500,-EUR Förderung. Mit Förderung kostet's mich insgesamt 3,500,- Ohne Förderung (Eigenbau) 1000,- Wer wird da gefördert? Ich nicht, wie die NÖ-Landerregierung meint, sondern der Profi und die Bank. Und das mit meinem Geld.

Keine Ahnung, ob die Angaben stimmen – zu meinem Bild (zugegebenerweise gut gepflegte Vorurteile) vom Förderdschungel passen sie jedenfalls.

(via CCs Blog)


Zur aktuellen Diskussion um das Standard-Interview mit Efgani Dönmez eine Replik auf Tom Schaffers “Muss das sein?“:

Tom, ich bin bei deiner Broderkritik weitgehend bei dir, wie du weißt. Im konkreten Fall finde ich deine Kritik allerdings weit überzogen und wenig sachlich.

Ich halte es wie du für problematisch, wenn gerade immer wieder die Retter des christlichen Abendlandes aus CSU, FPÖ, ÖVP oder der Broderecke gegen Moscheen, “Hassprediger” oder sonstige Schreckensgespenster wettern – zudem oft aus fadenscheinigen Gründen. Im Gegenzug finde ich es begrüßenswert, wenn Christen die eigenen Reihen an die Werte der Aufklärung erinnern. An die eigene Nase fassen.

Jetzt sitzt da einer im Bundesrat, der Moscheen von innen kennt, auf Türkisch gehaltene Predigten versteht und aus einer türkischen Familie stammt. Wunderbar, wenn der seinen eigenen Background kritisch betrachtet und die Frage stellt, wie’s um die Werte der Aufklärung in der türkischen Community bestellt ist. Solche bräuchte es mehr – besonders, wenn man wie unter Österreichern und Türken gleichermaßen so schnell als “Nestbeschmutzer” beschimpft – oder umgekehrt des “Appeasements” bezichtigt wird, wenn man Dinge mal differenziert sieht.

keule

Lassen wir doch die Broderismuskeule im Sack und setzen uns sachlich mit dem auseinander, was Herr Dönmez zu sagen hat.

Nur bedingt in dem Zusammenhang aber unbedingt ein Lesetipp: Herrn Maschis “Fick doch die Politik“.

Pic (cc) by Wbs_70

Kurz gezwitschert

April 12, 2008  

Seit ein paar Wochen verwende ich Twitter wieder mehr. Ist ja doch lustig.


Eben kam ein Newsletter von Businesslive. Auch wenn ich den ziemlich sicher nicht explizit bestellt habe (Newsletterallergie), hatte der – statt wie das nächste Mal zu Spamfiltertraining zu führen – den gewünschten Effekt, dass ich mich wieder mal einloggen wollte.

Zu schnell gedacht – keine der üblichen Username-Passwort-Kombinationen funktioniert. Gewünscht ist der “Mitgliedsname” – also vielleicht doch Vor- und Nachname? Auch Fehlanzeige. Erst ein Blick auf das Registrierungsformular (90% der User wären hier schon ausgestiegen) bringt Antwort:

Um die Sicherheit Ihrer Daten nicht zu gefährden, wählen Sie bitte ein Passwort, das mindestens 6 Zeichen lang ist und aus Buchstaben, sowie mindestens einer Zahl oder einem Sonderzeichen besteht.

Ah, Sonderzeichenpflicht. So nach dem Motto, es möglichst anders machen als alle anderen Websites, der User möge sich gefälligst anstrengen. Wenn jemand wissen will, wie man die eigenen User am effektivsten aussperrt, der möge sich daran ein Beispiel nehmen. Besser wäre: Die Sicherheit des Passworts beim Registrieren per Javascript überprüfen und dem User Feedback geben, wie er das Passwort (optional) sicherer machen kann.

Die Positionierung und den Zweck dieses neuen “Karrierenetzwerkes” habe ich auch noch nicht ganz verstanden. Die Verknüpfung einer Stellenbörse mit einem Social Network wirkt etwas bemüht, vielleicht liegt’s aber auch an der elenden Überfüllung mit Funktionen.

Da das ein Projekt von Holtzbrinck Elab ist, deren Blog ich gerne lese und die auch sonst ihr Handwerk verstehen, bin ich da registiert, sonst hätte ich das gar nicht wahrgenommen. Wahrscheinlich nur die üblichen Anlaufprobleme. Trotzdem: Innovation sieht anders aus.

Pic (cc) by Darwin Bell


Der neueste Clou von Google heißt App Engine, auf den ersten Blick ein Konkurrent für die Amazon Web Services, also quasi Hosting für Webapplikationen. Als solches ist die Engine durch technische Einschränkungen zwar (noch) deutlich weniger attraktiv als Amazon, aber dafür ist das Hosting von 500 mb mit bis zu 5 Mio monatlichen Seitenaufrufen kostenlos – damit sind die IT-Kosten für ein Startup auf Null gesunken.

google app engine

Soweit, so unaufregend. Das Spannendere an der App-Engine ist die Integration mit der existierenden Google-Landschaft, vor allem mit Google Accounts. Wer sein Startup auf der App-Engine startet, tut das nicht nur günstig, sondern bietet hunderten Millionen Google-Usern die Möglichkeit, den Dienst ohne Registrierung und doch personalisiert zu nutzen. (Siehe zb. diese kleine To-Do-Listen-Applikation.) Was natürlich auch Nachteile hat, Stichwort “Who owns the user”.

In der Folge ergeben sich Integrationschancen, die an die Facebook-Plattform erinnern lassen: Was spricht dagegen, dass Google (bzw. iGoogle) die Funktion einnimmt, die die Facebook-Homepage hat, also Aktivitäten von “Friends” in allen Engine-Apps, Google-eigenen und OpenSocial-Applikationen Dritter in einem Newsfeed darzustellen?

Wie lange wird es dauern, bis dich deine User fragen, wann denn deine Website auch über Google (und Facebook) zu nutzen sein wird? Und warum man sich bei dir nicht mit dem Google-Account einloggen kann?

Außerdem wird Google die eigenen Dienste schrittweise für die App-Engine aufbereiten: Maps, Spreadsheets, Wiki, Writely, Blogger, Youtube, Calendar, etc. werden dann besonders einfach (alle haben ja jetzt schon eine API) in der App Engine verwendbar sein, vielleicht so einfach wie man jetzt in Yahoo Pipes Mashups basteln kann. Vor allem aber sollen Apps-Entwickler Geld verdienen können – und mit ihnen Google: Werbung über Adsense, Zahlungen mit Checkout.

Die “Web x.x”-Revolution wird vielleicht nicht mehr auf erfahrene Software-Architekten angewiesen sein, sondern von technisch versierten Usern selbst orchestriert. Und Google möchte ganz klar, dass diese Revolution in ihrer Infrastruktur stattfindet – und der User seinen wertvollen Sozialen Graphen auf Google abbildet. Das ist die schöne neue Google-Welt.

Der humanglobale Unfall

April 7, 2008  

<klarstellung datum='11-04'> Das Wortspiel “Der humanglobale Unfall” kritisiert nicht das Magazin “Der humanglobale Zufall” – das ich noch gar nicht kenne – sondern die gängige Entwicklungshilfepraxis. Eben kam ein Anruf von Herrn R., der das missverständlich fand. </klarstellung>

Sg. Herr R.,

Die Organisation Laafi versendet nicht nur keine Hilfspakete, wir halten solche auch für kontraproduktiv, Abhängigkeit schaffend und einfallslos.

Hier zwei Lesetipps:

Spiegel.de: “Streicht diese Hilfe”
Zeit.de: Afrikas Frust mit seinen Helfern

Beste Grüße aus Wien,
Helge Fahrnberger


To: Laafi
Subj.: Presseanfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Journalist erstelle ich momentan für das neue Magazin namens “Der humanglobale Zufall” (Springer-Verlag, erste Ausgabe am 21. April 2008) eine Weltkarte.

Ich möchte abbilden, wie viele Hilfspakete/ Hilfslieferungen aus Deutschland in die Welt gehen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir folgende Fragen beantworten:

1) Wie viele Hilfspakete hat Ihre Organisation im Jahr 2007 versendet/überbracht/verteilt?

2) In welche Länder gingen diese Lieferungen? Bitte Angaben in etwa in Prozent.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Schöne Grüße
T.R.

Related: Entwicklungshilfe abschaffen


˙ɹǝƃƃolq ɹǝsɹǝʌɹǝd uıǝ uıq ɥɔı :uǝqǝƃnz ɐɾ s,ɥɔı uuɐʞ ʇzʇǝɾ

Flip (via Webmaster-Blog, zufällig via Twingly)

WordPress updaten hilft!

April 6, 2008  

Nachdem ein lustiger Zeitgenosse am 1.April mein unversperrtes Notebook dazu genützt hat, mein Blog ein bisschen zu verzieren, dürfte es mich kurz danach (oder davor) tatsächlich erwischt haben: Zuerst fiel mir auf, dass der von Google kommende Traffic deutlich weniger wurde. Als dann ein Besucher über MSN-Search auf der Suche nach “common mortgage delinquency reporting” zu mir kam, war klar, dass da was nicht stimmt.

Spam-Filter
Pic by (and with) Bodenseepeter

Mein Fehler – ich hätte WordPress up-to-date halten sollen. So hat jemand eine Sicherheitslücke dazu genutzt, WordPress zu cracken und an jede Seite eine Zillion unsichtbarer Spamlinks anzuhängen. Wodurch ich jetzt mit einem Google-Bann belegt, also aus dem Index geflogen bin. (Übrigens interessant, dass man in den Google Webmaster Tools auf 404s und andere Fehler hingewiesen wird, nicht aber auf Spamlinks und einen Google-Bann.) Mal schauen, wie lange das hält. Eine Auto-Antwort spricht von mehreren Wochen:

We’ve received a request from a site owner to reconsider the following site for inclusion in our index: http://www.helge.at/

We’ll review the site. If we find that it’s no longer in violation of our Webmaster Guidelines, we’ll reinclude the site in our index. Please allow several weeks for the reconsideration request. We do review all requests, but unfortunately we can’t reply individually to each request.

Nach dem letzten Update-Desaster, der mich mehrere Tage Arbeit gekostet hat, hatte ich einfach zuviel Respekt vor einem neuerlichen Upgrade. Wider Erwarten ohne Grund – das Update von helge.at, toursprung.com und laafi.at dauerte nur wenige Minuten, dank dem wunderbaren WordPress Automatic Update Plugin, und funktionierte ohne gröbere Probleme.

WordPress 2.5 ist übrigens rundum empfehlenswert. Vor allem die Funktion, Plugins automatisch und ohne FTP upzudaten, ist für faule Menschen wie mich recht angenehm.

Update 11.4.: Der Google-Bann scheint heute, 5-6 Tage danach, geliftet zu sein – helge.at findet sich wieder im Index.

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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