Erklär mir mal Twitter, bitte
April 26, 2008Peter: “Musst mir mal Twitter RICHTIG erklären, inkl Motivation. Kann keinen Spaß erkennen.” (Hier mein Twitter-Account, ich freue mich über Follower.)

Twitter muss man nutzen um es zu verstehen. Und man braucht Follower und Leute (Freunde), denen man selbst folgt. Vielleicht nicht weltbewegend für mich zu wissen, dass Thomas gerade vom Kindergeburtstag kommt, Luca Palatschinken macht, Angelo in Bonn ist, Markus golfen geht, Mikee Hangover hat oder Christian im Supermarkt online ist. Aber um Weltbewegendes geht’s bei Twitter selten, eher darum mitzukriegen, was Freunde gerade so treiben. (Manchmal geht’s um Weltbewegendes, wie dieser Tweet “Arrested“, der den Twitterer in der Folge aus einem ägyptischen Gefängnis befreite.)
Hier ein paar Anekdoten aus den letzten Wochen:
- Ich habe Hunger und lese diesen Tweet von Ritchie. Also auf ins WerkzeugH, schließlich steht auf der Webcam was Leckeres (was sich als unzutreffend erweist). Wurde jedenfalls noch ein gemütlicher Abend. Ich hatte quasi im Augenwinkel gesehen, dass die drei im WerkzeugH sind und bin dazugekommen.
- Martin Röll fragt seine Follower in einem Tweet nach Web2.0-Beispielen aus dem NGO-Bereich, ich antworte mit fünf, die mir eben einfallen. Martin bedankt sich per Private Message (“d helge”) und verwendet das Material in seinem Seminar.
- Esther Schneeweisz, Dave Dempsey, Johannes Grenzfurthner und andere verabreden sich per Twitter zum sonntäglichen Dirty Chai (siehe auch Flickr-Group) in der Mariahilferstraße und laden ihre Follower ein. War letzten Sonntag dabei. Morgen wieder.
- Hannes ist am Griller-Putzen und fragt, ob wer Lust auf Grillen hat. Ich habe, andere auch. Mittlerweile hat das Mem um sich gegriffen und auch ein eigenes Logo gekriegt. Nice, freue mich auf den 9. Mai.

Die soziale Funktion, die Twitter damit erfüllt, bezeichnet man als “Peripheral Vision”, also als Dinge im Augenwinkel wahrnehmen. Über meinen Twitter-Account kriegen andere mit, was ich gerade tue (so ich das gerade will), ohne dass sie dem gesonderte Aufmerksamkeit zukommen lassen müssten (wie es bei meinem Blog notwendig ist). Die derzeit 85 Leute, die meine Tweets abonniert haben, sehen diese auf ihrer Twitter-Homepage – oder wo auch immer sie Twitter konsumieren (per SMS, Instant Messaging, Twitter-Client oder was auch immer). Und es ist auch kein Problem, viele Tweets zu “verpassen” – schließlich sehe ich auch nicht, was gerade hinter mehr passiert, wenn ich meinen Kopf zur Seite drehe.
Man muss Twitter also selber ausprobieren um das zu verstehen. Und das Twitter-Universum ist endlos, Stichworte: Twirhl, Hashtags, Twitterfeed, Twitterific, Twittervision, Twubble, etc.
Freu’ mich auf euer Gezwitscher!
Abschließend noch “Twitter in plain English”:
Illustration (cc) by Hugh McLeod, Twitter






Ich würds ja gern nützen, aber leider lies sich mein tweet nicht in optisch und/oder technisch akzeptabler Form an die Stelle pflanzen, wo ich jetzt mit dem Alternativtool “Frazr” meine Aktivitäts-Meldungen raushaue.
Frazr ist halt nur der Abklatsch-Klon von Twitter aus dem Hause Samwer. Und um den ist es nicht sonderlich gut bestellt, was man so hört. Traffic sinkt (im Gegensatz zu Twitter), Businessmodell ist (wie bei Twitter) keins in Sicht. Ich hoffe, du hast Backups.. ;-)
Unlängst hat eine Person, der ich über Twitter folge, vorgeschlagen eine Unterscheidung zwischen “privaten” (persönliche(r) Status/Befindlichkeit) und “beruflichen” (fachspezifische Infos) Nachrichten machen zu können. Würde das auch für sinnvoll halten. Denn neben der von dir hier primär behandelten Funktion des Persönlichen-Status/Ort-Mitteilens wird Twitter von vielen auch dazu verwendet, Themen kurz zu behandeln/kommentieren (bzw. auf diese hinzuweisen) welche ansonsten im Blog wahrscheinlich nicht gebracht werden würden, daher oftmals das Einbauen in die Sidebar des Blos. Auch das halte ich für eine sinnvolle Verwendung, wobei die Grenzen zwischen diesen beiden Verwendungsarten natürlich oftmals ohnedies fließend sind.
@Andreas: Würde ich mit zwei separaten Accounts lösen. Ich persönlich mische da aber gerne.
Nachtrag: Vor allem würde ich eine Unterscheidung sinnvoll finden, da ich auf diese Weise in meine Sidebar nur die fachspezifischen Infos hineingeben könnte während ich direkt im Twitter-Feed beides hätte.
Ad Georg: Flash-Einbau wie bei Frazr auf rigardi.org sollte eh möglich sein, oder? Oder happerts da am angesprochenen Optischen?
@Helge: Die Lösung mit 2 separaten Accounts habe ich auch schon überlegt. Ist dann halt die Frage, ob das zielführend ist im Hinblick auf die Follower, müsste man sicher testen…
Manueller Trackback: Bodenseepeter twittert nun
einige haben so schöne backgrounds auf der eigenen twitter seite, da fühle ich mich dann gleich wieder als greenhorn.
siehe zB: http://twitter.com/renatomitra oder http://twitter.com/bloggingtom oder … muss mich mal schlauen machen wie das geht, sicher eine Aufwertung des beta grooves.
hab noch immer nicht kapiert was das sein soll, aber jetzt bin ich auch neugierig geworden…
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27830/1.html
[...] Uboot war ziemlich viel: Gratis SMS, Community im Web – und vor allem zu Beginn konzentrierte sich Uboot auf einige SMS-Features. Da gibt es einige Parallelen zu Twitter, dem Service, der die Geeks von Silicon Valley bis Neusiedl fasziniert (siehe Erklär mir mal Twitter, bitte): [...]
@Andi Lindinger:
ja, ist bei twitter möglich. Ich hab die Einbaumöglichkeiten auch alle durch, aber entweder ist das Ergebnis abartig hässlich oder sprengt mir das Design.
Sehr schön und simpel erklärt. Ich hab’s auch erst verstanden als ich es selbst ausprobiert habe.
Ich denke der Erfolg der Plattform liegt gerade in seiner Einfachheit. Zusätzliche Optionen wie z.B. privater und beruflicher Status verkomplizieren nur das System…
[...] Seine Antwort hat in den Blogs eine kleine Runde gemacht, und seitdem twittere auch ich täglich. [...]
[...] dutzenden Plakatvorschläge, u.a. von Smi, Georg, Tom, Jana (deren köstlicher Vorschlag nur den Twitter-Usern was sagen wird, denen aber umso mehr..), Laurenz, [...]
[...] Wer mich um (unbezahlte) Recherche- oder Beratungsleistung bittet, darf damit rechnen, dass ich das nicht nur für ihn, sondern gleich für alle tue – und dabei das Mail (anonymisiert) blogge: 1, 2, 3, 4. [...]
[...] Zusammenfassung von Bodenseepeters Zusammenfassung von Helges Zusammenfassung ist: Über Twitter kann man leicht mit anderen in Kontakt bleiben, quasi aus dem [...]