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Mir fällt gerade auf, dass Xing offenbar eine fortlaufende Accountnummer in den Profilbildpfaden speichert:

  1. Lars Hinrichs (Xing-Gründer), joined: Sep 2003:
    xing.com/img/users/8/e/9/591eb8417.35.jpg
  2. Ich, joined: Oct 2003:
    xing.com/img/users/8/1/7/665a32fe7.1205.jpg
  3. Ein ganz frischer User:
    xing.com/img/users/c/a/9/7eab5568d.9892706.jpg

Und das hat mich stutzig gemacht: 9,9 Millionen Accounts? Hat doch Xing eben erst bekannt gegeben, die 5-Millionen-Marke überschritten zu haben. Woher kommt diese ungewöhnliche Bescheidenheit? Klar, bei jedem Social Network fallen jede Menge Müllaccounts an, die wieder gelöscht werden – aber gleich 50%? Löscht Xing inaktive Accounts?

Oder möchte man auf den Finanzmärkten gar einen höheren Anteil zahlender Kunden darstellen? (Aktuell 400.000.) Wahrscheinlich ist die Erklärung trivial, aber bei börsennotierten Unternehmen sind solche Beobachtungen manchmal spannend.

Nebenbei bieten die Profilbildpfade Menschen wie mir, denen ein Premium-Account keine monatlichen €5 wert ist, die Möglichkeit, sich die letzten Profilbesucher genauer anzuschauen: Mit der rechten Maustaste auf das Minibild, “View image”, und dann das “_s2” rauslöschen, und schon sieht man das Profilbild in Originalgröße.

Das eigentliche Ziel der Übung war, über das Profilbild auf die Identität zu kommen – ist mir aber nicht gelungen. Anybody?


Ein Rätsel: Vater und Sohn fahren im Auto. Sie haben einen schweren Unfall, bei dem der Vater sofort stirbt. Der Bub wird mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht, in dem ein Chef-Chirurg arbeitet, der eine bekannte Kapazität für Kopfverletzungen ist.

Die Operation wird vorbereitet, alles ist fertig, als der Chef-Chirurg erscheint, blass wird und sagt: “Ich kann nicht operieren, das ist mein Sohn!”.

Frage: In welchem Verwandtschaftsverhältnis stehen der Chirurg und das Kind?

Mit diesem Beispiel zeigt ein Artikel auf ORF Science wie sehr männliche Rollenbilder mit dem generischen Maskulinum im Deutschen verknüpft sind. (Auflösung: Der Chirurg ist die Mutter.)

Trotzdem finde ich Binnen-Is zum Speiben. Zé Do Rocks radikaler Forderung nach einer neuen neutralen Endung (der Leser/die Leserin -> de Lesi) könnte ich mich dagegen sofort anschließen.

Ich glaube, dass es für eine Sprache schlecht ist, nur Bezeichnungen zu kennen, die jeweils ein Geschlecht ausschließen, egal ob tatsächlich (Leserin, Kater) oder gefühlt (Leser, Katze). Wir bräuchten eine biologisch übergeschlechtliche Bedeutung. Englisch hat hier den Vorteil, nur den Artikel “the” zu kennen, sodass einem das Genus des Wortes nicht so bewusst wird.

Solange geschlechtsneutrale Vorschläge à la Lesi von niemand verstanden werden, verwende ich weiterhin das jeweilige grammatikalische “Genus”, unabhängig vom “Sexus” des Beschriebenen. Binnen-Is wird’s auf helge.at also keine geben – Leserinnen die sich von “Leser” nicht angesprochen fühlen, mögen den Grund bitte nicht bei mir suchen.

SauereI

Chapeau!

March 31, 2008  

Großartig:

It’s the hat

Via Werbenews.at

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March 30, 2008  

Gesehen hier:

Enlarge

(Auch wenn das nix gegen unvermeidliche Kommentare helfen wird: Gefunden auf der Suche nach Beispielen von Fotobänden aus Amazons Print-on-Demand-Bude Booksurge. Mit der Amazon übrigens gerade auf ziemlich unappetitliche Weise die Muskeln spielen lässt. Via O’Reilly.)


If the news is important, it will find me

Die New York Times zitiert in einem spannenden Artikel einen US-Studenten über Informationsweitergabe in sozialen Netzwerken. Lesepflicht für jeden Medieninteressierten!

Spannend wie ‘Word of Mouth’ in Medienkonsum und politische Information und Meinungsbildung Einzug hält. Heinz Wittenbrink schreibt mehr zu dem Thema.


Ein etwas eigenartiger Email-Dialog mit einem Lehrer, der mir seine Schule als potentielle Location für ein nächstes BarCamp antrug:

Er:

Ich bin Lehrer an der <snip> und dachte mir, dass ein Barcamp durchaus ins schulische Umfeld passen würde. Warum nicht neue Ideen mit Schule und Unterricht verbinden?

Ich:

wenn wir das nächste barcamp organisieren (dzt. gibts m.W. keinen fixen termin), werde ich eure location in die diskussion einbringen.

gefühlsmäßig würde ich aber eher sagen, dass das wofür schule steht (frontalunterricht) eher schlecht mit barcamps kompatibel ist – wir brauchen hier grassroots-atmosphäre.

Er:

ist für mich ok – auch wenn ich nicht ganz verstehe warum Schule zwangsläufig mit dem Begriff “Frontalunterricht” verknüpft ist ;-)

Ich:

wenn das bei euch anders ist, dann gratuliere ich dir! was aber leider an der verknüpfung der begriffe wenig ändert ;-)

Darauf er:

ahhh…. ja…. ganz klar.
mein Angebot steht sowieso nicht mehr, aber eine Frage hab ich noch:

kann es sein, dass du in einem vorurteilsbehafteten Gedankensystem festgefahren bist, aus dem du nicht mehr ausbrechen kannst/willst?

sorry, aber sowas idiotisches wie deine Ansage hab ich noch nie gehört.

Ich lade dich herzlich ein dir die Lehrpläne der Schultypen HLW und HLM anzusehen um festzustellen wieviel Theorie- und Praxisfächer es gibt, und dich ein wenig mit aktuellen Bestrebungen im Schulsystem auseinanderzuestzen, um festzustellen, dass es viele Versuche gibt nicht nur Frontalunterricht zu bieten (aber bewußt *auch*, denn auch Frontalunterricht muss manchmal sein) und dich mit ein wenig mehr Weltoffenheit neuen Ideen zu stellen – denn dafür steht ein BarCamp.

Aber es ist natürlich auch eine Möglichkeit, zwanghaft Fuck-off-style mit “grassroots-Atmosphäre” gleichzusetzen und Fuck-the-System-Denken als Voraussetzung für Innovativität zu sehen.

Schulen sind eine Vorstufe zur Universität und damit zur Wissenschaft und zum Gedankenaustausch. Was, wenn nicht das, wäre eine passende Location für ein BarCamp??????

FM4 über Weblogs

March 26, 2008  

Nachdem mir nicht nur ein paar Wiener sondern auch Lola aus dem fernen Pforzheim gesteckt haben, dass letzten Freitag Helge.at auf FM4 erwähnt worden sei, habe ich mich auf die Suche gemacht und bin auf diese Folge von Reality Check gestoßen (und zwar in den FM4 Podcasts) zum Thema “Welcome to Planet Blog“:


(© radio fm4)

Am Beginn erzählt Jorn Barger, der Erfinder des Wortes “Weblog”, aus den frühen Tagen des Bloggens. Über ihn schrieb Wired einst, er hätte sich mit dem Schild “Coined the word weblog, never made a dime” als Obdachloser durchschlagen müssen.

Anschließend (-11:50) wird techPresident-Gründer Micah Sifry, der ältere Bruder von Technorati-Gründer David, über die Rolle von Blogs im US-Präsidentschaftswahlkampf interviewt.

Zuletzt (-8:30) kommt der hauseigene Dave Dempsey (remember?) zu Wort, der kenntnisreich über den globalen Dialog in Blogs und seine Auswirkungen erzählt. Auf die Frage nach seinen österreichischen Lieblingsblogs nennt er (-1:40) Max’ Wissen belastet (ist auch auf meiner Blogroll, lesenswert) und Helge.at, “which is very much ‘this interests me and I’ll write about it'”. Cool.

Dave erwähnt dann auch noch Blögger.at – aber ohne den Namen zu nennen, weil nicht ganz klar ist, wer dahinter steckt und mit welchen Motiven. In der Hinsicht gibt’s tatsächlich Verbesserungspotential, würde ich sagen.


PornoschauerInnen befinden sich als KonsumentInnen (..) am Ende einer Kette aus Mechanismen rund um Ausbeutung und Gewinnmaximierung wie H&M-EinkäuferInnen, McDonalds- und Chiquita-Bannen-EsserInnen, Ikea-BastlerInnen und Adidas- oder Nike-SchuhträgerInnen.

.. so Walters Plädoyer für bewussteren Pornokonsum, oder dagegen, je nach Lesart. Ritchie will überhaupt gleich bessere Pornos und besseren Feminismus.

Aber in einem Punkt sind sich vermutlich alle einig:

tentacle porn

Pic (cc) by h.wren

Sliderocket rocks.

March 25, 2008  

Wer noch zweifelt, dass das Netz das Betriebssystem der Zukunft ist, der hole sich jetzt einen Betatest-Account bei Sliderocket. Da kann Powerpoint einpacken. Rocks!

Im Fullscreen-Modus anschauen:

(via thobu)


Die Heilige Dreispaltigkeit

Wir haben uns nach langer Diskussion dazu durchgerungen, von der Heiligen Dreispaltigkeit abzugehen.

Mit dieser Aussage überraschte mich gestern der Relaunchverantwortliche einer großen, in diesem Lande identitätsstiftenden Website. “Heilige Dreispaltigkeit”, köstlich. Drei- oder gar vierspaltige Layouts sind eine der großen Geißeln des Webs. Nicht nur, dass sie schwer unübersichtlich sind, sie verleiten auch mächtig zu irgendwelchen unwichtigen Nebenfeatures – die Spalten wollen ja schließlich befüllt werden. Umgekehrt zwingen gar einspaltige Layouts zum absoluten Fokus auf die Kernfunktion, können also zb. in der Planungsphase einer Website ein nützlicher Katalysator sein.

4 Spalten auf 2 Spalten

Ebenfalls diese Woche ergab ein Gespräch mit einem Onlinemedium, dass eine ihrer vier Spalten (die sich durch die vertikale Ausrichtung von Bild und Text in der Hauptspalte sogar wie fünf Spalten anfühlen) nur aufgrund einer Werbeform entstanden sei, die halt nicht breiter ist. Also habe man eine zweite Mittelspalte eingerührt, um den Platz zu füllen (Die Angst vor Whitespace..). Eine gemeinsam erarbeitete Reform der Navigationslogik machte dann noch die vertikale Sekundärnavigation obsolet – was eine weitere Spalte einspart. Ergebnis des Gesprächs war also (unter anderem) eine Reduktion der Spaltenzahl von vier auf zwei, horray.

Ich habe angeboten, auf mein Beratungshonorar zu verzichten, wenn 2 Monate nach der Spaltenreduktion die Verweildauer nicht signifikant gestiegen ist – bei sonstiger Verdopplung. Sie haben abgelehnt ;-)

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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