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Für einen Artikel über Marketing 2.0 (wunderbare Welt der 2.0-Buzzwords), der demnächst erscheinen wird (Update: siehe hier), habe ich mich wieder mal an einer Definition von “Web 2.0” versucht:

Web 2.0 (seltener auch: Social Media) ist ein missverständlicher Begriff, mit dem die einen das „Mitmach-Web“, andere einen neuen Börsenhype und wieder andere einfach den massiven Einsatz von Javascript meinen. Der Begriff wurde vom US-Verleger Tim O’Reilly geprägt und beschreibt eigentlich die Entwicklung des Internets vom Publikationsmedium zur Software-Plattform, unter Nutzung von Netzwerkeffekten durch große Benutzerzahlen („kollektive Intelligenz“). Aus dieser eher technischen Sicht ergibt sich ein komplett neues Netzverständnis, das von Offenheit und über organisatorische und technische Grenzen hinausgehender Kollaboration geprägt ist.

Dieser Paradigmenwechsel betrifft in der Folge fast alle Branchen – auch und besonders jene, die mit dem Begriff Web 2.0 wenig anzufangen wissen: Sei es die seit 200 Jahren bestehende Brockhaus-Enzyklopädie, die 2008 zum letzten Mal in gedruckter Form erscheinen wird, da ihr mit Wikipedia eine Web-2.0-Plattform in nur sieben Jahren den Rang abgelaufen hat – oder die kleine Pension im Wintersportort, deren Gäste ihre Buchungsentscheidung nicht mehr auf Empfehlung des Reisebüros, sondern auf Basis von Online-Berichten und Bewertungen anderer Kunden treffen.

Blog 2.0 by Hugh McLeod

Related: Kann “Mitmach-Web” einfach nicht mehr hören, Cartoon (cc) by Hugh McLeod.


 

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12 Comments
#43030 MasterOfDesaster says on February 22, 2008 at 3:43 pm
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web2.0 is trying to do good, the second time :)

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#43440 lukas zinnagl says on February 24, 2008 at 5:50 pm
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ist es nicht ganz banal und einfach seit der wortprägung von o’reilly

user generated content

in allein sienen facetten und ausprägungen?

lg
lukas

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#43556 Helge says on February 25, 2008 at 12:27 am
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@Lukas: Ganz und gar nicht. User generated content gibt’s auch ohne / gab’s auch vor Web 2.0.

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#43560 lukas zinnagl says on February 25, 2008 at 12:49 am
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ok, das war mir nicht bewusst. gibts da vielleicht konkrete beispiele?

vielleicht könnte man es dann aber letztendlich als einen umbruch von marginalem zu beständigem und überall vorkommenden user generated content?!

lg
lukas

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#43561 Helge says on February 25, 2008 at 12:54 am
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@Lukas: Es gab Foren, Chats, Gästebücher, dann das Usenet, etc. Lies dir O’Reillys Definition durch, ist spannend.

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#43562 lukas zinnagl says on February 25, 2008 at 1:02 am
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ah sehr gut, danke!

das mit foren, chats, etc. lass ich nicht gaaanz so gelten. das waren zwar schon immer aspekte des web, aber nie zentrale inhalte. es ist ja so dass ganze revenuestreams über ugc anvisiert werden und das ganze so zu zentralen webinhalten wird.

aber das sollten wir in persona mal besprechen beim nächsten barcamp oder so ;)

gute nacht einstweilen
lukas

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#121691 Tim says on December 20, 2008 at 10:42 am
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Hey woher haste die Information mit dem Brockhaus? Gibt es da irgendwo nen Artikel zu oder so?

Viele Grüße
Tim

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#121707 Helge says on December 20, 2008 at 1:53 pm
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@Tim: Siehe Wikipedia:

Laut einer Ankündigung des Unternehmens vom 11. Februar 2008 könnte die 21. Druckausgabe der Brockhaus Enzyklopädie von 2006 die letzte sein.

„Die Zeit, in der man sich eine hervorragende Enzyklopädie von anderthalb Meter Umfang ins Regal stellt, um sich dort herauszusuchen, was man wissen will, scheint vorbei zu sein“, sagte der Verlagssprecher Klaus Holoch.

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#121710 Tim says on December 20, 2008 at 2:22 pm
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Ah Super vielen dank für die schnelle Antwort!!!

Beste Grüße aus Köln =)

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#226902 Monika E. König says on July 29, 2010 at 9:25 pm
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Lieber Helge,

Du schreibst (2008): “Web 2.0 (seltener auch: Social Media)”. Würdest Du jetzt (2010) immer noch sagen, der Begriff Web 2.0 sei der öfter gebrauchte… oder haben sich beide sogar von einem Synonym weg entwickelt und bezeichnen nun andere Inhalte?

Mich würde Deine Meinung interessieren.

Beste Grüße

Monika

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#235100 Abdou Ramani says on October 15, 2010 at 4:45 pm
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Hallo,
kann jemand mir erklären, was Web 2.0 ist.
ich muss eine Präsentation über Web 2.0. Oder gibt’es eine webseite, wo ich gut Dokumentation finde.
Ich bedanke mich

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#254434 theresa sophie says on March 29, 2011 at 1:45 pm
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Ich finde, man kann das Web grundsätzlich recht gut mit der Wirtschaft oder der Politik vergleichen …

Das Web 1.0. entsprach mehr einem Monopol / einer “Diktatur” – einer bietet etwas an und diejenigen die das Angebot annehmen, haben nur diese eine Wahlmöglichkeit.
In der Zeit des Web 1.0. ergaben sich dadurch Vorteile als auch Nachteile. Positiv war vielleicht, dass die Inhalte die veröffentlicht wurden, einfacher kontrollierbar waren und “gefährliches Material” nicht so einfach publiziert werden konnte. Negativ zu bewerten ist allerdings, dass derjenige der Info zur Verfügung stellt, eine Art Monopol besitzt und die Leute keine anderen Meinungen als diese eine zu Gesicht bekommen (wenn sie nicht andere Quelle als das Web heranziehen).
Wann immer es irgendwo ein Monopol gibt (oder eine “Diktatur”) drängen die Menschen nach etwas, das “besser” ist – mehr Freitheit, Wahlmöglichkeit, Mitbeteilung schafft –> offener Markt / Demokratie

Das Web 2.0. entspricht nun mehr dem Wirtschaftsmarkt den wir jetzt haben, oder der politischen Form die immer mehr angestrebt wird (Demokratie). Die Leute wollen eine Auswahlmöglichkeit haben, die Leute möchten mitbestimmen.
Durch dieses “Mitbestimmungsrecht” ist eine enorme Masse an Information zusammengekommen, die nun nicht mehr so einfach zu kontrollieren ist. Das hat auf der einen Seite dazu geführt, dass sich Personen die die veröffentlichten Infos nutzen, aus verschiedenen Quellen schöpfen und sich eine Meinung bilden können, aber auf der anderen Seite auch dazu, dass viele Inhalte veröffentlicht sind, die nicht für jedermann geeignet sind oder die mehr Schaden als Nutzen anrichten. In der Wirtschaft konkurrieren Firmen und bringen Billigstware ohne Qualität auf den Markt – und das ist mit der Information im Netz nicht viel anders.

Gerade das enorme Angebot verlangt von Nutzern, Kunden, Bürgern, etc. dass man sich kritisch mit dem auseinander setzt was geboten wird. Leider ist es so, dass man sich auf die Sinnhaftigkeit, Vertrauenswürdigkeit, das Verantwortungsbewusstsein etc. die/das ein Ersteller in seine Information legt nicht mehr vertrauen kann, daher ist es umso wichtiger, selbst verantwortungsbewusst zu handeln. ….
In der Wirtschaft würde man nicht blind einem Autohändler vertrauen – man holt sich mehrere Angebot. In der Politik überprüft man (hoffentlich) ganz genau wem man seine Stimme schenkt. Warum nicht auch im Web? …. Im Web 2.0. das so viele Möglichkeiten bietet – gute als auch schlechte – ist ein kritischer Blick mindestens genauso wichtig.

Der Vergleich ist jetzt vielleicht sehr metaphorisch – war aber das Erste was mir in den Sinn gekommen ist lächelnd

Hier noch ein Link zu sinnvoller Info (ist allerdings auf englisch) lächelnd
http://resources.kaboose.com/safe-surf/parents-intro.html

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