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Ist die Befreiung Natascha Kampuschs 1998 an Grammatikschwäche gescheitert?

Priklopil 1998

(via Peter Pilz, der sich dringend ordentliche Permalinks zulegen sollte)


 

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14 Comments
#38972 maschi says on February 6, 2008 at 5:28 pm
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Mir wird ernsthaft schlecht, wenn ich dabei an meine beiden Töchter denke – das ist dieselbe Polizei, die glaubt mit Trojanern und IMSI Catchern hantieren zu müssen und bei der man es als vereinsmeierter “Freund” offenbar etwas leichter hat. Übel – vor allem weil das doch alles so gut ins alltäglich erlebte Bild hineinpasst: Wos woins? A Anzeige woins? Woins dann a Verleumdungsklage a glei?

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#38975 Helge says on February 6, 2008 at 5:49 pm
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Noch schlechter wird mir, wenn man sich die politische Verantwortung anschaut: Qualitätsmanagement? Kontinuierlicher Verbesserungsprozess? Gusch, mia ham Woin.

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#38979 maschi says on February 6, 2008 at 5:53 pm
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KVP? (K)emma echt (V)oigut in da (P)olitik!

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#38987 haftgrund says on February 6, 2008 at 6:33 pm
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würde petition an pilz für die einführung von permalinks mit unterzeichnen :-)
wollte das dokument auch bloggen, aber …. eben.

zum thema: diese mischung aus unfähigkeit und machtspielarroganz ist demokratiepolitisch von gar nicht zu überschätzender gefahr, hier sind die nahtstellen zu fascho-gesinnung nicht weit.
ciao! haftgrund

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#39051 kritikus.at says on February 6, 2008 at 9:07 pm
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Na Ihr seid ja tolle Detektive, was Ihr alles aus einem Schnippsel eines Aktenvermerkes herauslesen könnt – fast so gut wie CSI :)

Ich würde aber bedenken, dass damals von 700 weißen Kastenwagen die Rede war und das nur die aus der Umgebung von Wien waren (wären zB professionelle Menschenhändler am Werk gewesen, hätten sie wohl – in vielfacher Zahl – aus ganz Europa stammen können). Wieviele von den 700 werden wohl kein besseres Alibi als Prikopil gehabt haben? 200, 300 oder 500? Würdet Ihr allen Ernstes befürworten, dass man aufgrund solcher “Verdachtsmomente” als “dringen verdächtig” eingestuft wird? Abgesehen davon, hätte wohl kaum ein Staatsanwalt bei so einer “Beweislage” so einen Haufen Hausdurchsuchungen (bei denen – wie man heute weiß – das Verlies sowieso nicht gefunden worden wäre) beantragt – und das ist gut so.

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#39054 Helge says on February 6, 2008 at 9:11 pm
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@kritikus: Normalerweise wird in Entführungsfällen jeder Spur so lange nachgegangen, bis sie sich als eindeutig falsch herausstellt. Immerhin war die Sonderkommission zehn Mann hoch, und man hatte acht Jahre Zeit. Da wurde weit kälteren Spuren nachgegangen, also liegt offenbar ein Fehler vor.

Das Problem ist nicht, Fehler zu machen, sondern nichts aus ihnen zu lernen – und stattdessen die Sache aus parteipolitischen Überlegungen unter den Tisch zu kehren.

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#39057 maschi says on February 6, 2008 at 9:26 pm
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@kritikus: Der Hinweis aus 1998, wahrgenommen von einem Polizeihundeführer lautete sinngemäß zusammengefasst: “Weißer Kastenwagen – menschenscheuer Sonderling – sexuelle Vorliebe für Kinder”, inkl. Adresse Priklopils.

Wieviele von den 700 Kastenwagenfahrern werden nach Recherchen eines Polizisten mutmaßliche menschenscheue Pädophile gewesen sein?

Wenn das keinen dringenden Handlungsbedarf begründet, brauch ich aber gar nicht mehr ermitteln. Ich verstehe, dass Frau Kampusch ob dieses Saustalls nun schockiert und entsetzt ist.

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#39060 kritikus.at says on February 6, 2008 at 9:38 pm
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@Helge – Da werden wohl mehr als 10 Leute daran gearbeitet haben. Wenn man jetzt nur die Kastenwagensache ansieht und bedenkt, dass für Prikopil mind. 3 Berichte geschrieben wurden, dann wären das für alle Wägen hier alleine schon mal 2100 Schriftstücke. Nach ein paar Monaten werden alleine 10 Leute gebraucht worden sein, um die anfallenden Akten zu schlichten und durchschaubar zu machen :)

Natürlich muss jede Spur bis zum Ende gegangen werden. Wenn das die einzige “Spur” gewesen wäre, dann wäre sie – da bin ich mir sicher – weiter verfolgt worden. Wir wissen aber nicht, was sonst noch da war. Die Polizei muss bei tausenden Hinweisen gewichten, denn die Ressourcen sind endlich und der Druck war wahrscheinlich sehr groß. Vielleicht sind tatsächlich Fehler passiert, den Übermegaskandal würde ich aber trotzdem nicht sehen…

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#39065 Helge says on February 6, 2008 at 9:49 pm
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@kritikus: Klar waren da mehr als zehn damit beschäftigt, aber zehn waren exklusiv für die Sache abgestellt.

Ein Skandal ist, wenn ein Innenminister entscheidet, einen Fehler unter den Teppich zu kehren, weil Wahlen anstehen. Das ist die politische Basis für das, was ein korruptes System ausmacht: Intrigen auf höchster Ebene; vermeintliche Mörder, die einsitzen, weil ihnen die Polizei Beweise unterschiebt; krankenhausreif geprügelte Flüchtlinge; Polizeifreundevereine. Anders gesagt: Wenn selbst der Minister korrupt ist, wird sich in der Organisation Korruption nicht vermeiden lassen.

Versteh mich nicht falsch, der durchschnittliche Polizeibeamte versieht seine Arbeit sicher tadellos – es geht nicht um Police-Bashing. Im Gegenteil, der ehrliche Polizist leidet am meisten unter solchen Missständen.

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#39066 maschi says on February 6, 2008 at 9:50 pm
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@kritikus: Die eine Sache ist der Fehler.

Die andere Sache ist: Wenn es vor der Wahl 2006 eine Weisung gegeben haben sollte, diesen Dingen nicht weiter nachzugehen, dann ist das ein Skandal, der mich an die “geräuschlose” Einstellung von Strafverfahren in der Ära Broda erinnert. Der politisch motivierte Einsatz des Instruments der Weisung ist durch nichts rechtfertigbar und darf auch nicht verharmlost werden.

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#39067 Helge says on February 6, 2008 at 9:54 pm
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Es ist sowieso traurig, dass hierzulande Staatsanwaltschaften nicht weisungsfrei sind.

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#39068 maschi says on February 6, 2008 at 9:56 pm
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Naja, die Debatte haben wir seit Broda. Auch ein Hinweis auf die Umsetzungsgeschwindigkeit österreichischer Provinzpolitik.

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#39321 Meral / Digitalks says on February 7, 2008 at 9:55 pm
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Tut mir leid, wenn ich jetzt ein etwas entfernteres Kommentar abgeben muss.
Ich finde, den Hinweis mit den Permalinks super.

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#39323 Helge says on February 7, 2008 at 9:58 pm
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@haftgrund + meral: Pilz schreibt per Mail:

vielen dank, ich schau mir das einmal an. lg, pp

Es besteht also Hoffnung.

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