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Morgen beginnt der Jahresauftakt der ÖVP (hier die Selbstdarstellung), und wie schon zum Parteitag letztes Jahr bin ich gemeinsam mit Alexandra, David, Dieter, Georg, Heinz und Tom wieder eingeladen, live vor Ort zu bloggen.

Auch wenn ich grundsätzlich immer noch gut finde, dass die Schwarzen offen auf Blogger zugehen – sorry, das geht diesmal gar nicht. Nicht, weil es immer noch mindestens sieben Gründe gibt, sie nicht zu wählen. Bei den Blauen gäbe es noch viel mehr, trotzdem fiele es viel leichter einer Einladung der FPÖ (ok, ziemlich fiktives Beispiel) zu folgen, denn deren verbale Ausrutscher sind eben nur solche, ohne realpolitische Relevanz.

Die ÖVP dagegen, geführt von Schattenkanzler Schüssel und Polizeiminister Platter, baut den Staat um. Die ÖVP hebelt die Trennung von Exekutive und Judikative aus, hebelt das Parlament aus, propagiert Angst. (Die SPÖ, gelähmt durch den opportunistischsten Kanzler aller Zeiten und den Mangel an Visionären und Denkern in den eigenen Reihen, macht das Stimmvieh.)

So einer Partei, die sich nicht nur außerhalb des Verfassungsbogens (© Andreas Kohl) stellt, sondern die Verfassung auch noch umbaut, kann ich nicht live hinterherbloggen, und sei es noch so kritisch.

Dazu noch einmal der Präsident des Verfassungsgerichtshofes (der hoffentlich bald einschreitet), Karl Korinek:

Ich habe manchmal den Eindruck, wir werden ähnlich stark überwacht wie seinerzeit die DDR-Bürger von der Stasi.

(Quelle)


Falls du ein Internetprovider bist und in letzter Zeit deinen Kunden versehentlich sieben komma fünf Millionen Dollar (in Worten: $7.500.000) zuviel abgebucht hast, dann nimm dir ein Beispiel am Blogbeitrag “Um, Whoops” für gelungenes Krisenmanagement und radikale Offenheit per Corporate-Blog.

Wieder einmal.


Dass Hunde die bellen nicht beißen, dürfte nicht ganz stimmen – zumindest nicht für den niedlichen Schoßhund einer Spaziergängerin, der nur noch Faschiertes war, als man unsere fünf Huskys endlich von ihm runterzog.

Zu uns Zweibeinern waren die Hunde allerdings ausnahmslos mitfewawollegewaschen – hoher Kuschelfaktor. Jedenfalls darf ich mich jetzt getaufter Musher nennen, nach einem gemütlichen Wochenende und 30km mit dem Schlitten (plus 15 mit einem Quad:-) über eisige Waldwege, bei Huskyzüchter Jan Ochozka und seiner bezaubernden Frau Jaroslava in Tschechien. Danke Bodi für den Tipp!

Fotos auf Flickr.

Gruppenbild mit Hund


Die Österreich Werbung gibt anlässlich der Tourismuskonferenz ENTER 2008 den “Social Web Wegweiser für den österreichischen Tourismus” heraus. Martin Schobert hat mich eingeladen, darin meine Einschätzung der Top-10-Erfolgsfaktoren für Social Software zu veröffentlichen. Voilà:

  1. Nische. Haben Sie keine Scheu, ihre Zielgruppe eng zu definieren. Versuchen Sie nicht zum nächsten Facebook, Google oder Ebay zu werden.
  2. Vom Kunden/User rückwärts arbeiten. Alle Funktionen und auch der Business Case müssen aus klar definierten Bedürfnissen abgeleitet werden. Wenn das nicht geht – lassen Sie’s.
  3. Reduktion. Verwerfen Sie die Hälfte Ihrer Feature-Ideen und streichen Sie vom Rest 50% weg. Verwenden Sie maximal 2-spaltiges Layout – um aus Platzmangel gar nicht in Versuchung zu kommen, zu viele Funktionen einzubauen.
  4. Offenheit. Offene Datenstrukturen (Stichworte: RSS, API, Datenexport), offene Kommunikation (Stichwort: Blog), offene Funktionen (ist Log-In-Pflicht wirklich nötig?).
  5. Klarheit. Wenn ein neuer User nicht in 2 Sekunden weiß, was die Website macht, haben Sie ein Problem. Ihre Website sollte nur wenig tun – aber das gut.
  6. Eat your own dog food. Bauen Sie Dienste, die sie selbst gerne nutzen würden, aber nirgendwo finden konnten.
  7. Release early, release often. Gehen Sie schnell und schlank online und lernen Sie aus der Art, wie Ihr Dienst verwendet wird. Haben Sie keine Scheu, Ihre Pläne der Wirklichkeit anzupassen. Werfen Sie über Bord, was sich nicht bewährt.
  8. Wording. Die sorgsame Wahl jedes Wortes, jeder Button-Beschriftung Ihres Dienstes hat hundert Mal mehr Effekt als die dreizehnte Funktion von links, an denen Ihre Agentur seit zwei Wochen bastelt.
  9. Teil des Webs sein. Denken Sie über Ihre Website hinaus, entwickeln Sie für das ganze Web, für Blogs, für Google, für RSS-Reader, etc. Seien Sie nicht einfach nur online, sondern Teil des Webs. Und stellen Sie sicher, dass Ihre Inhalte verlinkt werden können – auf ewig.
  10. Cluetrain. Wenn Sie die 95 Thesen des Cluetrain-Manifests noch nicht gelesen haben – tun Sie’s.

Dazu durfte ich noch eine Case-Study zu Bikemap als erfolgreiche Travel-2.0-Plattform verfassen. Und Ed hat eine praktische Anleitung für Reputation-Management geschrieben, die ebenfalls im Wegweiser erscheinen wird.


Dem Beispiel von Matt Cutts folgend gibt’s erstmals die Zugriffsstatistiken von helge.at für das vergangene Jahr:

Statcounter 2007

2007 haben 134.000 Besucher (“unique visitors”) für 326.000 Page-Impressions gesorgt. 2006 war die Zahl der PIs allerdings doppelt so hoch (663.000), da meine Foto-Galerien damals noch statisch waren und deutlich schneller luden. Zu sehen Anfang Jänner 2007, als die alten Seiten noch online waren. Da muss ich mich irgendwann mal drum kümmern, die laden eindeutig zu langsam. Quelle: Statcounter.

Statcounter 2007

Die Zahl der RSS-Abonnenten messe ich erst seit Februar, sie ist seitdem von ca. 100 auf ca. 400 gestiegen (lt. Feedburner):

Feedburner 2007

Die meistgelesenen Posts des vergangenen Jahres waren:

Und zum Schluss noch eine traurige Zahl: Akismet hat im vergangenen Jahr genau 51.520 Spam-Kommentare abgefangen.


Ist’s euch über Weihnachten auch so gegangen wie mir? Diskussionen mit Verwandten, in denen ihr eine .. gewisse Hilflosigkeit ob des alten “Ich hab ja eh nix zu verbergen”-Arguments gespürt habt?

Viele Aktionen, auch die unserer Eselsohren, mobilisieren ja lediglich die bereits Überzeugten – aber wie überzeugt man die Offliners? Die Nixzuver-Bergers? Die ÖVP-Wähler? Die Kronenzeitungsleser und Terrorfürchter?

Die ARD (chapeau!) hat einen Beitrag gedreht, der das ganz gut erledigt:

(Video auf Youtube, via SalonWiki)

Zwei Sachen kommen im Video noch zu wenig raus (falls wer ein Aufklärungsvideo zur viralen Verbreitung drehen will..):

Update 7.1.: Erste Auswirkungen sind in Deutschland, wo seit Jahresbeginn die Vorratsdatenspeicherung in Kraft ist, bereits erkennbar: Ein Beispiel aus einer Anwaltskanzlei und eines aus einer Redaktion. (via netzpolitik.org)


Die vor zwei Wochen gestartete Online-Demo gegen Metternich 2.0 hat deutlich mehr Resonanz gefunden, als ich das erwartet habe:

Bereits 116 Websites zeigen ihre Ablehnung der wachsenden polizeilichen Befugnisse durch das Metternich-Eselsohr an, darunter auch die Blogs der Kabarettgruppe Maschek, des Bestsellerautors Klaus Werner und der Grünenpolitiker Peter Pilz und Marie Ringler (Schade, dass sich in den anderen Parteien keine Dissidenten finden). Dutzende Blogs berichteten über die Aktion, mein Posting dazu schaffte es sogar kurzzeitig aufs Cover von Rivva:

helge.at auf Rivva

Das Eselsohr wird laut Webserver-Statistiken knapp 40.000 mal pro Tag irgendwo eingeblendet und hat damit seit Start der Aktion zehntausende Menschen erreicht. Die parlamentarische Petition, auf die das Eselsohr verlinkt, bringt es mittlerweile schon auf 17.000 Unterstützer.

Peter Pilz über das Eselsohr:

Wie groß der Erfolg [der Petition] wird, bestimmen die, die jetzt mailen, posten, Initiativen bilden und zeigen, welche Möglichkeiten im Netz stecken. Eine der Initiativen heißt Online-Demo. So entstehen die Netze, die der Innenminister mit Argwohn verfolgt.

Danke an alle, die diesen Ball volley genommen haben und bei der Aktion mitmachen! Jetzt müssen wir zu überlegen beginnen, welche Landing Page dieses Eselsohr bekommen soll, wenn die Petition vorrüber ist – um auch längerfristig Ablehnung zeigen zu können.

PS. Nachträglich ein gutes Neues!

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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