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La diferencia

September 29, 2007  

Algunas cosas las diriges, algunas cosas te dirigen a tí. A veces la diferencia solo se distingue después.

BarCamp Wien dieses Wochenende!

September 25, 2007  

Das dritte Wiener BarCamp wird kommendes Wochenende stattfinden, erstmalig zweitägig und in (nach dem One Smartspace letztes Jahr und dem WerkzeugH im Juni) den Microsoft-Büros. Bin schon sehr gespannt!

BarCamp Vienna September 2007

Ich werde entweder was über “Das Low-Cost-Startup: Fehler, Erfolgsfaktoren und Learnings von Bikemap.de” erzählen (war übrigens vor kurzem im WDR in den Abendnachrichten, hab ich ganz vergessen zu bloggen) oder den Vortrag “King and Queen: Clarity and Virality” halten, das Thema wollte ich immer schon mal machen. Präferenzen in die Kommentare. (Allerdings: Ein kleines Restrisiko besteht noch, dass ich am Wochenende doch nicht kann..)

Wie gut soziale Medien zur Communitybildung taugen, zeigt das Beispiel: Smi hat die Idee zum BarCamp im Juli 2006 in den Raum gestellt, ich habe daraufhin das Wiki aufgesetzt und schon war ein Stein im Rollen. Daraus enstand eine relativ große Community mit regelmäßigen Barcamps in Wien (und anderen Städten), die sich seither außerdem auch auf diversen Webmontagen, OpenCoffeeClubs, Webplauschs, ThinkAlouds oder Pl0gbars trifft – echt erfreulich! Und das Baby ist flügge geworden – ich hab diesmal nicht mal mitorganisiert und kann die Sessions voll genießen. Wiki + Unconference = rocks.


Wenn sich einer der führenden Informatiker des Landes kritisch mit Googles Wissensdurst und der daraus resultierenden Datenschutzproblematik beschäftigt, ist das grundsätzlich zu begrüßen. Hermann Maurer, Dekan der Grazer Informatikfakultät, tut das in seinem Aufsatz “Google- Freund oder Feind?” ausführlich. (Siehe iicm.tugraz.at bzw. hier.) Der Text erschien in abgewandelter Form auch in der “Presse” und im renommierten Wissenschaftsmagazin Informatik Spektrum.

Wenn Mauer dabei den Dienst “Google Docs” fälschlich als “Google Files” und das Motto “Don’t be evil” als “Do no evil” bezeichnet, ist das harmlos. Dass er sich aber in apokalyptische Mutmaßungen versteigt, für die er jegliche Belege schuldig bleibt, ist eines Wissenschaftlers ziemlich unwürdig. Ein Beispiel:

Google mag z.B. durchaus in der Lage sein, die bevorstehende Wertveränderung von Immobilien in einer bestimmten Weltgegend mit 99% Sicherheit durch Analyse der vorliegenden Daten zu bestimmen. (..) Es ist zu bezweifeln, dass unser Wirtschaftssystem einen „Mitspieler“ aushält, der die (nähere) Zukunft immer genauer kennt!

Gut, dass Maurer Fantasie hat, ist ja bekannt. (Hervorhebung von mir.)

Richtig abstrus wird es, wenn er die jährlichen Aprilscherze aus Mountain View für bare Münze nimmt und allen Ernstes gegen Gmail Paper und Google TiSP (“Toilet Internet Services Provider”) zu Felde zieht. Die Firma P1 Privat GmbH bezeichnet er dabei als Googles Partner in der Umsetzung von Gmail Paper, diese ist aber lediglich Sieger im Markenrechtsstreit um gmail.de und damit Gegner, nicht Partner. Maurer, der immer wieder moniert, dass zur Recherche nur noch Google und Wikipedia herangezogen würden, schafft offenbar nicht einmal das.

Nur, warum drucken eine Qualitätszeitung und ein wissenschaftliches Journal so einen Mist? Weil er von einem Dekan stammt?

Wir sind Dekan

In seinen Vorträgen (PDF) beflegelt Hermann Maurer gerne Blogger:

Heute, wo am Web (sic!) jeder dieselbe Reichweite hat, zählt das Wort eines Experten genau so viel wie das Stammeln eines Idioten

Dass sich die Aussage als richtig erwiesen hat, dürfte Maurer freuen. Dass er sich selbst dabei nicht auf der Seite der Experten findet, vermutlich weniger. Wie Smi schon sagt: Manchmal ist es Zeit aufzuhören bevor es peinlich wird.


Ich habe Peter genötigt, mir aus Boston ein iPhone mitzubringen. Aber dass er die Phones in einem Kinderschuhgeschäft gekauft hat, macht mir jetzt ein bisschen Sorgen..

Peter und die iPhones
Foto © Peter

PS. Bitte jetzt keine Entsperranleitungsfragen..! Dafür gibt’s Google.

Weblogs gegen Provinzposse

September 17, 2007  

Ihre Problemlösungskompetenz bewies letzte Woche die steirische Landesrätin Bettina Vollath, die die darbende FH Kapfenberg aufwerten wollte, indem Sie in einer Nacht- und Nebel-Aktion die erfolgreichen Grazer Design- und Journalismus-Studiengänge der FH Joanneum nach Kapfenberg verlegen wollte. (Kapfenberg hat 22.000 Einwohner und liegt fernab jeglicher Urbanität im krisengeschüttelten Mürztal. Was auch die Beliebtheit der dortigen FH-Studiengänge erklären dürfte.) Besonders traurig ist auch, dass der geplante Start des Studiengangs “Web Publishing”, der sich mit sozialen Medien beschäftigen sollte, im gleichen Atemzug abgesagt wurde.

Doch genau dieses “Web Publishing” in sozialen Medien zwang Vollath einzulenken: Studierende und Lehrende brachen in ihren Weblogs eine (für Grazer Verhältnisse) Flut von Protestbeiträgen los, deren Argumente von etablierten Medien und von der Opposition aufgeriffen wurden, was die Landesrätin letzten Endes zum Einlenken zwang.

We the Media
Cover von “We the Media” (Dan Gillmor). Photo (cc) J.J. Merelo

Ein Lokalkolumnist leicht wehleidig in der Kleinen Zeitung:

In den diversen Weblogs zum Thema “Fachhochschule” stolpert man ständig über “Provinz”, “Kaff”, “Hinterstinkenbrunn” und andere wenig schmeichelhaften Bezeichnungen.

Komisch, ich kann keine Weblogbeiträge finden, auf die das zuträfe – was aber natürlich nicht heißt, dass Kapfenberg kein Kaff ist. (<-- Das nennt man Self-Fulfilling Prophecy, Herr Lokalkolumnist.) Nebenbei taten Frau Vollath alle Unrecht: Sie hatte die FH Joanneum bislang halt nur mit einer Fernuni verwechselt, denn dem Standard sagte sie, dass “im neuen Kommunikationszeitalter Distanzen wohl keine Rolle spielen sollten”.

Das Match Weblogs gegen Sovietmanier steht jedenfalls 1:0 – DAS ist das neue Kommunikationszeitalter.


Am Freitag war ich erstmals auf den jährlich stattfindenden Schönbrunner Tourismusgesprächen, die dieses Jahr unter dem Thema “Marketing für Communities – Hype oder Chance?” standen.

Allein die Tatsache, dass sich die Branche auf ihrem jährlichen und sehr prominent besetzten Treffen so gut wie ausschließlich mit dem Internet beschäftigt, ist ein gutes Zeichen. Laut Florian Bauhuber von tourismus-zukunft.de ist Österreich dem Nachbarn im Norden damit meilenweit voraus – auch wenn Warnungen wie diese der Leiterin der Tourismus-Sektion im Wirtschaftsministerium, Elisabeth Udolf-Strobl, von Unkenntnis und Verunsicherung zeugen:

Die Unabhängigkeit der Bewertenden führt dazu, dass die Bewertungen extrem subjektiv sind.

Welch’ Erkenntnis. Auch der neue Geschäftsführer von Wien-Tourismus, Norbert Kettner, dessen Thema “Alter Wein in neuen Schläuchen?” schon wenig Gutes verhieß, bekleckerte sich nicht mit Ruhm:

Web2.0 bedeutet, dass wir Autonomie verlieren. Wir müssen uns die Frage stellen: Wollen wir das?

Was, Herr Kettner, wenn Sie das nicht wollen? Rufen Sie dann beim Wiener Bürgermeister an und bitten ihn, das Internet zu verbieten? Aber vielleicht steht Kettner, der appellierte, einen Schritt hinter diesen “Moden” zu bleiben, nur durch eine Vielzahl schwachbrustiger Web2.0-Einreichungen aus seiner Zeit als Geschäftsführer des Förderprogramms departure mit dem Begriff Web2.0 auf Kriegsfuß – das könnte ich sogar irgendwie verstehen.

Zum Glück waren drei Vortragende eingeladen, die durch ihre kompetenten Vorträge vermutlich auch beim letzten Zweifler den Groschen zum Fallen brachten:

Wie schwierig eigene Projekte sein können, zeigte Markus Gratzer von MindTake bei der Präsentation von Coolaustria. Trotz Bewerbung auf der Startseite von Austria.info konnte die Plattform seit April nur 250 registrierte User gewinnen. Siehe auch “Coolaustria – Web2.0 alleine reicht nicht“.

Etwas disqualifiziert hat sich Klemens Waldhör, Leiter von Krems Research, der seinen Bauchgefühlen freien Lauf ließ und meinte, 40 Mrd PIs/Monat für Facebook (aus Karins Präsentation) und ähnliche Angaben seien doch alles Fantasiezahlen und komplett unglaubwürdig. Research, then speak.

Der ebenso ausführlichen wie überflüssigen Behandlung von Second Life entkam ich durch Flucht in ausgedehnte Kaffeepausen.

In Summe war durchaus Aufbruchsstimmung zu spüren, was sich beispielsweise durch die Wortmeldung des im Publikum sitzenden Chefs der Kärnten-Werbung zeigte, der verkündete, “in den letzten Minuten entschieden” zu haben, die Stelle eines Web2.0-Managers zu schaffen. Mein Gesamteindruck – im Lichte einer von Hof- und Kommerzialräten durchzogenen Branche: Erfreulich.

Besonders gefreut hat mich, dass Bikemap.de mit Karin und der Geschäftsführerin der Österreich-Werbung, Petra Stolba, gleich von zwei Vortragenden als Positivbeispiel vorgestellt wurde.

Zur Feier des einjährigen Bestehens von Karins Blog gab’s anschließend noch ein kleines Bloggertreffen bei der Gloriette:

Schönbrunner Tourismusgespräche

Von links nach rechts: Martin Schobert, Ed Wohlfahrt, ich, Karin Schmollgruber, Florian Bauhuber. Foto © Florian.

Laizismus statt Larifari

September 9, 2007  

Bildquelle: ORF.at
Wer wiederholt solchen Schwachsinn von sich gibt, für den sollte sein Sachwalter eine dauerhafte Verlegung in ein nettes aber geschlossenes Seniorenheim in Erwägung ziehen. Zumindest aber wird der Bildungsauftrag des gebührenfinanzierten Rundfunks verletzt, indem man Ratzinger unreflektiert Bühne bietet, und die Trennung zwischen Staat und Kirche missachtet, wenn ihm bei einem steuerfinanzierten Megaevent die versammelte Staatsspitze zu Kreuze kriecht.

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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