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Als ich mit Peter im Winter auf dem Weg von Ghana nach Burkina Faso war, lernten wir an der Grenze (mit der wunderbar doppeltdeutigen Verabschiedung, siehe Foto) einen ghanaischen Mitarbeiter des West Africa Trade Hubs kennen, der am Weg zu einer Antikorruptionskonferenz in Ouagadougou über die in Westafrika so häufigen Straßenkontrollen war.

byebye safe journey (©: West Africa Trade Hub)

Bei Elodie lese ich gerade, dass die Organisation jetzt einen Report veröffentlicht hat, der die Straßenkorruption auf internationalen Transportrouten dokumentiert. Dazu haben sie LKW-Fahrer ein halbes Jahr Daten sammeln lassen. So müssen LKWs in Mali pro hundert Kilometer an vier bis fünf Straßensperren durchschnittlich $25 Schmiergeld zahlen. Ein Spediteur berichtet, dass er vom wichtigen Regionalhafen Lomé nach Bamako und zurück (ca. 2500km) 600$ an Schmiergeld kalkulieren muss, von den unzähligen Stunden Zeitverlust ganz zu schweigen. Was das für die Wirtschaft dieser Länder bedeutet ist klar.

Roadblocks Ouaga (©: West Africa Trade Hub)

Wir zahlen auf unseren Fahrten durch Westafrika an diesen Checkpoints so gut wie nie Bakshish, das kostet allerdings bisweilen Zeit und Nerven. Außerdem dürften PKW-fahrende Weißnasen nicht die Haupteinnahmequelle sein, das sind die LKWs, die man nicht ohne was abzudrücken weglässt. Diesbezüglich am korruptesten habe ich übrigens Mali in Erinnerung, gefolgt von Ghana.

(Image credit and ©: West Africa Trade Hub)


 

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