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Bloggen ist gut fürs Geschäft

Ich werde oft gefragt, warum ich statt einer Business-Website ein Weblog führe, in dem ich zudem meistens offtopic poste. Ich antworte dann immer, dass mir das mehr Aufträge bringt als es eine statische Website würde. Warum das allerdings so ist, konnte ich nicht so genau sagen.

Joshua Porter zitiert in seinem Blog aus dem bereits 1984 erschienenen soziologischen Standardwerk Die Evolution der Kooperation die drei Bedingungen, die notwendig sind, damit zwei Menschen kooperieren:

  • A likelihood of meeting in the future
  • An ability to identify each other
  • A record of past behaviour

Ein Weblog ist genau das, ein “record of past behaviour”. Es bietet das Abbild einer Person – wie sie denkt, wie sie argumentiert und – soweit Projekte beschrieben sind – wie sie arbeitet. Siehe auch Joshuas Posting The Blog is the New Resume.

8 replies on “Bloggen ist gut fürs Geschäft”

1) It’s easy to forget about people you haven’t heard from in a while. You’re not going to give business to someone you don’t (any more) know exists. If you subscribe to a blog, and the person posts, even if you don’t read all the posts in exacting detail, you’re reminded that the person exists.

2) I think it’s good to post “off topic”, as that increases the set of people for whom at least one post is interesting. Which increases the number of subscribers which increases the effect of point 1).

@adrian: While all of this is true I still post what I feel like – and try to avoid strategic posting. Which gets more and more difficult now that the (increasing) number of subscribers visible in the sidebar reminds me of the size of the audience all the time ;-)

Ich glaube zwar nicht, dass deine Beweggründe alleine kommerziell sind, aber deine Erklärung über auswirkungen und Umwegrentabilität ist sicher zutreffend. Kürzlich hab ich wo gelesen, dass jemand bei einem Bewerbungsgespräch zitiert wurde mit “ich BLOGGE, damit ich eine Stimme habe”.

Die Ursachen für Kooperation sind allerdings schon etwas schwieriger. Der hier zitierte Joshua Porter hat sicher Grundlagen geschaffen. Aber wir sollte auch “The Wisdom of Crowds” von James Surowiecki gelten lassen, der Koopertationsprobleme als eine der drei Problemklassen beschreibt. Dort sind diese Aussichten auf unmittelbare Belohnung als Ursache für Kooperation nicht als ausreichend dargestellt. Da gilt es noch mehr, auch kulturellen Überbau, mitzudenken. Auf alle Fälle empfehle ich dieses Buch dazu.

Axelrods drei Punkte sind sicherlich eine Vereinfachung – und ja, ich blogge nicht nur (eigentlich nichtmal hauptsächlich) aus geschäftlichen Gründen.

Surowieckis Wisdom of Crowds war für mich übrigens das Lesehighlight 2006.

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