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Auf der Reboot

May 31, 2007  

Seit gestern in Kopenhagen, auf der Reboot9. Das Programm ist wieder sehr spannend, im Moment sitze ich in einem Talk von Stephanie Booth über babylonische Probleme (While we wait for the babelfish).

reboot9

Das diesjährige Tischfußballländermatch Österreich (Smi und ich) gegen Deutschland (Peter und Björn) haben gestern abend natürlich wieder wir gewonnen. ¡Córdoba!


Seit Jahren hatte ich’s vor, gestern Nacht hat’s auf Initiative von Florian (der dann selber gekniffen hat) geklappt: Ich bin beim Fridaynightskating mitgefahren. 22km quer durch Wien, bis weit nach Mitternacht über extra abgesperrte Straßen auf Ring und Kai in großem Bogen um den Gasometer und am Südbahnhof vorbei am Gürtel zurück ins Zentrum.

Fridaynightskating Mai07

Mit von der Partie waren neben hunderten Skatern auch Micro- und Elektroscooter, Jogger (alle Achtung!) und jede Menge (Liege-, Gratis- und Normal-) Radler. Mein persönliches Highlight war der Zuruf einer Passantin: “Tschuldigung – wogegen seid’s ihr?”

Sensationell. Werd ich sicher öfter machen. Ist jeden Freitag – wer kommt mit?

Hier die Route von gestern auf Bikemap:


Die heutige “Presse” hat Frederic Schneiders Replik auf mein Blogger sind keine Journalisten (ebenfalls abgedruckt) veröffentlicht. Find ich gut.

Nicht zustimmen kann ich Frederic beim Wort “Widerspruch” – den sehe ich nicht. Warum steht hier und auch hier.

Die Presse, Replik.

Ein bisschen komisch ist’s schon, den eigenen Namen “jeden zweiten Tag” in der Zeitung zu lesen ;-)

Emails gegen Stasi 2.0

May 24, 2007  

Die ARGE Daten ruft dazu auf, Regierungsmitgliedern und Parlamentariern zum Thema Vorratsdatenspeicherung per Email die Meinung zu geigen. Jeder, der seine Kommunikation nicht vom Staat überwachen lassen möchte: Mitmachen!

Stasi 2.0 - klein

(Danke an die multiplen Hinweisgeber.)

Keine neue Musik

May 23, 2007  

Wenn du am Yppenplatz sitzt, der Vogel über dir drei Zeilen aus Madonnas ‘Like a Virgin’ (1984) trällert und der Vogel vom Baum gegenüber mit der Titelmusik aus dem Dritten Mann (1949) kontert, dann weißt du, dass es keine neue Musik mehr gibt.

(Oder, wenn du nach zehn Minuten die Lautsprecher im Baum entdeckst, dass du einer Soho in Ottakring-Kunstaktion aufgesessen bist.)

Abgedruckt

May 22, 2007  

Die immer noch etwas angestaubte aber altehrwürdige Presse hat im Feuilleton der heutigen Printausgabe meinen Beitrag Blogger sind keine Journalisten abgedruckt – offenbar um mich damit Lügen zu strafen ;-)

Fangnetz Presse

Die Rubrik “Fangnetz” druckt täglich von der Redaktion ausgewählte Blogbeiträge ab, jeweils mit Zustimmung des Bloggers (Update: Nicht immer). Im Gegensatz zu Don Alphonso, der die Aktion im Wesentlichen deshalb verrissen hat, weil es kein Honorar dafür gibt, ist genau das für mich kein Problem. Bin schließlich kein Berufsblogger und – habe ich das erwähnt? – kein Journalist. Ich freue mich über die Ehre, in Österreichs ältester Tageszeitung zu Wort zu kommen.

Leider sieht der Beitrag durch Fettdruck des ersten Absatzes und Weglassen der Links so aus, als würde ein von Markus Pirchner geführtes Interview folgen. Das Weglassen der Links nimmt den Blogbeiträgen auch einen Teil ihrer Aussage. (Dass das noch nicht mal die Online-Version Links enthält, obwohl vor vier Monaten angekündigt wurde, das zu ändern, ist sowieso komisch.)

Ich denke, Printmedien müssen sich dringend Wege einfallen lassen, mit Hypertext umzugehen. Dezente Unterstreichungen und URLs in den Fußnoten (die mit einem Service à la Tinyurl gekürzt werden könnten) wären eine Möglichkeit.

Das neue!

May 21, 2007  

Dank Ernsts und Hannes’ Anstrengungen haben wir seit heute ein neues Projektfahrzeug für Burkina Faso (von uns selbst privat finanziert). Jetzt muss es nur noch dorthin überstellt werden. (Nein, diesmal nicht von mir.)

Ein Name für das Auto wird noch gesucht – Vorschläge?

Auto ohne Namen


Nachdem ich schlechte Tastaturen, Akkus und Softwareoberflächen zu nervig fand, habe ich mich jahrelang allen Smart- und Alleskönnerphones verweigert und stattdessen irgendwelche Billignokias verwendet. Jetzt probier’ ich’s wieder mal – mit einem Nokia E61 – und bin begeistert.

E61

Gestern habe ich mir etwas Zeit genommen und das Ding erforscht. Nachdem ich die T-Mobile-gebrandete Firmware runtergeschmissen (wie das geht steht hier) und ein paar Tools installiert habe, funktioniert alles wie erhofft. Das Handy ist zwar hässlich, hat aber das Zeug zum persönlichen Wunderwuzzi:

 

Hier noch ein paar Screenshots (gemacht mit diesem Tool):

E61 Browser

E61 Skype

E61 Maps

E61 Calendar


Markus Pirchner hat im Nachgang der ÖVP-lädt-Blogger-zum-Parteitag-Aktion mit der in der Partei dafür verantwortlichen Generalsektretärin Michi Mojzis über die Aktion ein Interview geführt.

Während Mojzis das Thema Social Media in einem Ausmaß verstanden hat, das mich überrascht (“Wir werden mithilfe der Blogs unsere Kritikfähigkeit verbessern”), sitzt sie einem massiven Missverständnis auf. Denn auf Markus’ Frage nach dem Warum antwortet sie:

Blogger sind eine neue Form von Journalisten.

Diese Ansicht ist genauso falsch (auch wenn es vereinzelt Blogs gibt, die sich in Richtung eines journalistischen Mediums entwickeln) wie leider verbreitet. Blogger sind keine Journalisten. Blogger sind Bürger, Konsumenten, bzw. in diesem Kontext Wähler.

Wähler die ihre Meinung immer schon kund getan haben: Beim Stammtisch, in der Rauchpause am Arbeitsplatz, beim Grillen mit den Schwiegereltern, in der Straßenbahn. Wähler sind keine amorphe Masse, die ihre Meinung nur am Wahltag und bei Meinungsumfragen kundtun. Das ganze nennt sich Mundpropaganda, also Empfehlungsmarketing im Netzwerk (Wikipedia) – und beeinflusst Wahlen seitdem es Wahlen gibt.

Geändert hat sich nur das Medium unserer Mundpropaganda, mit zwei Konsequenzen:

 

Nur weil wir schreiben und ein Medium nutzen, sind wir noch lange keine Journalisten. Der Dialog, den Politiker führen, wenn sie mit Bloggern kommunizieren, ist ein Dialog mit Wählern. Wähler der neuen Sorte, if you wish.

Das Missverständnis “Blogger sind Journalisten” führt dann auch zu verrückten Konsequenzen wie dem Anfang März bei den deutschen Nachbarn in Kraft getretenen Telemediengesetz, das Bloggern u.a. die journalistische Sorgfaltspflicht auferlegt und sie damit noch weiter abmahnwütigen Rechtsanwälten ausliefert.

Update an die RSS-Leser: Interessante Diskussion in den Kommentaren.
Update 2: Dieser Beitrag wurde (als wollte man sagen: Blogger sind doch Journalisten ;-) in der “Presse” vom 22.5. abgedruckt.

Pachelbel-Paranoia

May 18, 2007  

Eine hörenswerte Anklage gegen ein 300 Jahre altes One-Hit-Wonder:

Wikipedia kennt noch ein paar Dutzend weiterer Copycats.

(via Ferndand0)

Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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