small world 1 – the tennis-pro and i
July 21, 2005as seth godin just blogged a truely unlikely coincidence, i thought i might blog similar ones i’ve experienced. thus: small world 1 – the tennis-pro and i.
years ago a man and a woman come to sit by each other on a british airways flight from somewhere to somewhere. as they notice their accents they switch to german right away. both happen to be from austria. she: “where are you from?” he: “linz.” she: “what a conincidence, i’m from steyr!” (50km away.) he: “well, actually i grew up in steyr, too.” she: “it’s such a small world! speaking of it: in 1980 my son (ex-ATP-tennis-pro peter feigl) played a tournament in lagos, nigeria. when afterwards they were having dinner in a restaurant a little boy walks up and says ‘grüßgott herr feigl’. he happened to be from steyr, too, and my son knew him and his parents, who at that time lived in nigeria, from the local tennis club.”
he: “i’ve heard this story before, the boy is my nephew..”
as you might have guessed already the boy was me and the guy on the plane my uncle. so far small world 1. stay tuned for small world 2 – where autologin can lead to..
photos from the maldives
July 20, 2005conny and i just returned from some relaxing days on the maldives. i planned to do more underwater photos but my digital ixus has drowned :-(.
Entwicklungshilfe abschaffen!
July 6, 2005Der Spiegel veröffentlicht anlässlich der aktuellen Afrika-Diskussion ein Interview mit James Shikwati, kenianischer Wirtschaftswissenschafter (per Email von Katrin Rohde). Provokant fordert Shikwati, Entwicklungshilfe gehöre eingestellt:
Wenn die Industrienationen den Afrikanern wirklich helfen wollen, sollten sie endlich diese furchtbare Hilfe streichen. Jenen Ländern, welche die meiste Entwicklungshilfe kassiert haben, geht es am schlechtesten. (…) Es werden riesige Bürokratien finanziert, Korruption und Selbstgefälligkeit gefördert, Afrikaner zu Bettlern erzogen und zur Unselbständigkeit. Zudem schwächt die Entwicklungshilfe überall die lokalen Märkte und den Unternehmergeist, den wir so dringend brauchen. (..) Ein kenianischer Bauer kann seine Hacke gleich aus der Hand legen, mit dem Uno-Welternährungsprogramm kann niemand mithalten. Und weil die Bauern unter diesem enormen Druck eingehen, hat Kenia auch keine Reserven, wenn nächstes Jahr tatsächlich eine Hungersnot entsteht – ein ganz simpler, aber folgenschwerer Kreislauf. (..) Was sollen diese Kleiderberge? Hier friert niemand, stattdessen werden unsere Schneider arbeitslos. Ihnen geht es wie den Bauern. So kostengünstig kann niemand aus der afrikanischen Billiglohnwelt sein, dass er mit den gespendeten Produkten mithalten könnte. 1997 waren in Nigeria 137.000 Arbeiter in der Textilindustrie tätig, im Jahr 2003 waren es noch 57.000. Und so sieht es überall aus, wo überschäumende Hilfsbereitschaft auf fragile afrikanische Märkte trifft.
Bravo, das musste auch mal gesagt werden. In Burkina Faso ist es ebenso: Ein mächtiger bürokratischer Komplex rund um den diktatorischen Machthaber ist mithilfe milliardenschwerer Entwicklungshilfe einzementiert. Kaum etwas kommt bei den Menschen am Land und in den Elendsvierteln an. In gutem Glauben gespendete Kleidung aus Europa hat längst lokale Textiltraditionen und -wirtschaft verdrängt, subventierte Baumwolle aus den USA macht burkinische Baumwolle unverkäuflich, und jegliche zwischenstaatliche Entwicklungshilfe vergrößert die Abhängigkeiten.
Doch Entwicklungshilfe kann auch anders ausschauen: Zb. stellen UNICEF und Ärzte ohne Grenzen der existierenden Gesundheitsinfrastruktur wichtige Impfstoffe und Medikamente zur Verfügung, was in Ländern ohne Pharmaindustrie keine lokale Wirtschaft schädigt. Viele kleine, private Initiativen (siehe Burkina.at) unterstützen Dörfer bei Investitionen wie Schulen und Krankenstationen, meist mit einem Kofinanzierungsmodus, der Eigeninitiative nicht stört sondern fördert. Obwohl ich Shikwatis Meinung teile, dass es besser wäre, zwischenstaatliche Entwicklungshilfe gänzlich abzuschaffen als den Status Quo beizubehalten, gäbe es meines Erachtens auch für diese eine Existenzberechtigung:
- Bildung: Um die afrikanischen Demokratien und Märkte mit den entsprechend ausgebildeten Arbeitskräften zu versorgen, sollten Bildungsstipendien in sehr großer Zahl vergeben werden. Junge Afrikaner würden in Europa zu Handwerkern, Lehrern und Wissenschaftern ausgebildet, müssten sich aber verpflichten, nach Ablauf der Ausbildung wieder zurückzukehren, um lokale Bildungsstätten aufzubauen. Was uns der malische Parlamentarier von fünf Jahren sagte, stimmt mehr denn je: “Gebt nicht einfach Geld, das fließt in einem armen Land oft in die falsche Richtung, kommt selbst, unterrichtet und baut Schulen.”
- Infrastruktur: Um dem afrikanischen Kontinent die Möglichkeit zu geben, von Almosen unabhängig zu werden, müsste innerkontinentale Infrastruktur geschaffen werden: Bahnlinien, Straßenverbindungen, Telekommunikation. Im Gegensatz zum Status Quo dürften aber nur afrikanische Unternehmen mit der Herstellung betraut werden, um das leidige Spiel mit dem Wertschöpfungsabfluss zu stoppen. Europa müsste sich auf Kofinanzierung und Kontrolle beschränken.
- Positive Diskriminierung: Nach jahrhundertelange wirtschaftlicher Ausbeutung des Kontinents sollte der Mechanismus umgekehrt werden: Afrikanische Produkte werden auf europäischen Absatzmärkten mit einem niedrigen “Negativzoll” subventioniert, umgekehrt werden in Afrika Einfuhrzölle für europäische Grundnahrungsmittel und Textilien gestattet. Außerdem sollte auf Jahrzehnte der Patentschutz für bestimmte Medikamente aufgehoben werden, wie in Südafrika und Indien zum Teil bereits der Fall. Oder wir zwingend die Industrie unserer Länder gleich, ihre Produkte für die Nutzung in Entwicklungsländern unter einer Creative-Commons-Lizenz zu veröffentlichen. Radikal, aber diskutierenswert.
- Politik: Europa müsste strenger darauf achten, Konfliktherde wie im Kongo oder im Sudan nicht weiter über Rohstoffhandel zu finanzieren und könnte das Ausmaß der positiven Diskriminierung – ähnlich wie beim EU-Beitritt – von Menschenrechtskriterien abhängig machen.
- Sprachen: Afrika leidet bis heute an den auf der Berliner Konferenz 1884 willkürlich gezogenen Grenzen, und nach wie vor werden in den meisten Grundschulen Afrikas nur europäische Sprachen unterrichtet. Europa könnte Kulturprogramme finanzieren, die afrikanische Sprachen fördern, um die Koexistenz von in einem Land vereinten Völkern zu unterstützen.
- Zurückziehen: Aus allen “klassichen” Entwicklungshilfeagenden, insbesondere der Lieferung von Hilfsgütern, hätte sich Europa – genau wie Shikwati vorschlägt – vollständig zurückzuziehen.
UPDATE: Caritas-Mann Prüller zum selben Thema: “Was Afrika von uns braucht”
blocks all the schmutz
July 6, 2005“Firefox?” The Rabbi stops and thinks for a minute, rubbing his beard. “Ah yes! The one that blocks all the schmutz.” (via conny)





