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wenn michael vesely die österreichische telco-branche analysiert, gibt es selten gnade: im artikel “der blinde fleck der mobilfunker heißt daten” fragt er sich – und da bin ich vollkommen bei ihm – wie man dermaßen auf der leitung stehen kann. denn die netzbetreiber kriegen das daten-thema einfach nicht auf die reihe, eine mischung aus gier und fehleinschätzung scheint den blick auf die enorme nachfrage zu vernebeln. oder glaubt heute noch jemand ernsthaft daran, dass etwa die millionenschwere übernahme von metronet durch t-mobile (die ein irrwitziges preisrittern mit der mobilkom für sich entschieden hat) ein marktfähiges produktportfolio nach sich ziehen wird?

die hardware-hersteller sind hier ebenso am holzweg – oder ziehen zumindest die logische konsequenz aus der unfähigkeit der betreiber: während heute kein handy mehr ohne kamera und – mit anderen herstellern meist inkompatiblen – sonderfeatures auf den markt kommt, sind kaum welche in der lage, normale webpages darzustellen (von “vernünftiger darstellung” rede ich dabei noch gar nicht). das internet reicht wohl nicht zur killerapplikation? verstehe, die lahmen wap-portale der netzbetreiber sind also spannender.

aber auch MMS, ein format nicht ganz ohne erfolgspotential, obwohl es – keine gute voraussetzung – mit dollarzeichen in den augen konzipiert wurde, will und will nicht abheben. denn die gier zu ambitionierter businesspläne scheint selbst die erinnerung an die erfolgsfaktoren der frühen SMS-phase zu trüben: gratis versand aus dem web (und bitte, jetzt nicht an one.at, A1.net & co denken!), monatliche gratiskontingente (wie in deutschland im viel profitableren sms-markt üblich) und eine reduktion der features auf hardware-unabhängige könnten bereits wunder wirken.

ps. danke, michael, für den hinweis auf meine liste freier hotspots in dem artikel :-)

update: stolpere gerade über einen artikel, der das thema auch ganz gut illustriert: “verstümmelte musik-downloads zu horrendem preis bei t-mobile


 

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1 Comment
#57 christof@home says on July 15, 2004 at 6:04 pm
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@ "verstmmelte musik-downloads zu horrendem preis bei t-mobile"
– solange die endgerte-hersteller keine boxen einbauen, die eine musikwiedergabe mit halbwegs vernnftiger audio-qualitt ermglichen, ist es egal ob das file 60, 120 oder 240 sekunden lang ist. es ist nicht zu gebrauchen wenn es klingt wie eine verhungerte bontempi-orgel aus den 80er jahren. t-zones ist generell eine uerst schwache plattform –> produkte & preis/leistung sowieso.

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