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frau burgstaller hat sich in der debatte um die ladenschlusszeiten mit einer vernüftigen idee zu wort gemeldet: 24-stunden-öffnung für kleine geschäfte. geschäftsleute sollen die möglichkeit haben, ihr geschäft zu beliebigen zeiten (also auch am umstrittenen sonntag) zu öffnen, solange keine angestellten sondern nur der unternehmer und seine familie im geschäft stehen.

die idee, kleine geschäfte zu bevorzugen, finde ich hervorragend, allerdings würde ich die frage anders lösen: ich würde den ladenschluss für shops mit einer verkaufsfläche von unter 100 oder 150qm vollkommen freigeben, unabhängig ob angestelltes personal verkauft oder nur der chef selbst.

denn für mich überwiegen die vorteile gegenüber den nachteilen ganz eindeutig: die innerstädtische nahversorgung würde ganz neue impulse bekommen (stichwort greißlersterben), die stadtentwicklung würde profitieren, da in vielen der leerstehenden geschäfte neue greißler einziehen würden, der verkehr würde entlastet, da sich durch die nahversorgung wege verkürzen und letztlich würde auch der arbeitsmarkt profitieren, da kleine verkaufsflächen personalintensiver sind als große.

wie das beispiel von london und brüssel zeigt, wo meist marrokaner und pakistani die szene kleiner gemischtwarenläden dominieren, würden in erster linie zuwanderer diese chance wahrnehmen und unternehmer werden, was wiederum auch bei der integration positive effekte hätte.

also, nehmt den tankstellen die domäne der 24h-nahversorgung wieder weg und gebt sie den zuwanderern, dort ist sie besser aufgehoben.


 

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2 Comments
#53 run says on July 7, 2004 at 10:23 am
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du sprichst aus meinem herzen..in wien angekommen ,, 1 monat ohne wohnung auf der universitt gewohnt. was meinst du wie ich nachts um 3 stundenlang im 2.bezirk rumgeirrt bin um ein liter milch zu kaufen. erfolglos.

ich kann es immer noch nicht fassen das in einer stadt vom kaliber wiens es fast unmglich ist zwischen 2 und 5 uhr morgens abseits von tankstellen einzukaufen. unglaublich.

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#54 bernhard t. says on July 17, 2004 at 2:44 am
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kann mich deiner forderung nur anschliessen. lebe seit 6 monaten in buenos aires und hier gibt es an fast jeder ecke einen kiosco, der 24 stunden offen hat… supermaerkte gibt es hier kaum, da man lebensmittel und sonstige dinge, die man so benoetigt, beim kiosk ums eck kaufen kann. und das zu jeder tages- und nachtzeit.

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