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der in wien lebende sudanesische musiker salah adin machte mich vor wochen darauf aufmerksam, dass es in der region dafur keine araber gebe, der konflikt im sudan sei ein konflikt unter sudanesen. im artikel “die nigeria connection” von telepolis zum akuellen flüchtlingsdrama auf der cap anamur kommt dazu ein absatz vor, der sich wohltuend vom gros der medien abhebt:

» die häufig pauschal als “araber” bezeichneten angehörigen der janjaweed rekrutieren sich hauptsächlich aus “baggara” – also “hirtenvölkern” wie den rizeigat oder den misseiria. letztere sprechen die nilo-saharanische sprache tama. die berittenen janjaweed zerstörten bevorzugt die dörfer der um das knappe wasser konkurrierenden hirsebauern, die ebenfalls nilo-saharanische mundarten wie fur oder masalit sprechen. «

ob die pauschalierung zum post-9/11-arab-bashing zu zählen ist oder ob man uns so komplexe ethnologische informationen einfach nicht zumuten will, kann ich nicht beurteilen. jedenfalls geht es mir sowas gehörig auf den keks.


 

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