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die indizien mehren sich, dass freie, öffentliche wireless lan hotspots bald so normal sein werden, wie gratiszeitungen in arztpraxen und erdnüsse in cocktailbars. so erreichen mich als reaktion auf die liste der kostenlosen hotspots in österreich immer wieder anfragen von gastronomen, die bislang dachten ein eigener hotspot sei technisch hoch kompliziert und teuer und damit exklusivangelegenheit kommerzieller anbieter. dabei beschränkt sich die komplexität auf login- und abrechnungsroutinen, die bei freien hotspots wegfallen.

auch hochburgen der kultur wollen sich zunehmend auf freie wlans einlassen, wie zb. diese anfrage des WUK zeigt. christian jahl, der leiter der neuen hauptbibliothek am wiener gürtel, überlegt mittlerweile, dort heuer noch ein freies funknetz zu installieren. ursprünglich war nur ein kommerzielles netz angedacht, die argumente für einen freien zugang (zumal in der hauptbibliothek selbst der viel aufwendigere terminal-zugang gratis ist) haben diesen erst mit ins spiel gebracht.

ich wage eine prognose: in wenigen jahren wird ein großteil der jetzt bei kommerziellen anbietern gelisteten kaffeehäuser kostenlosen zugang anbieten. auf wichtigen öffentlichen plätzen (wie jetzt bereits am linzer hauptplatz) und in öffentlichen gebäuden – schulen, rathäuser, etc. – wird die öffentliche hand freie hotspots bereitstellen. diese werden früher oder später hinter neuen authentifizierungsmechanismen versteckt, die eine nachverfolgbarkeit durch die polizei ermöglicht. in städten schließen sich private user zu freien funknetzen zusammen, indem sie sich gegenseitig roamen und ihre hotspots zt. auch allgemein zugänglich machen. moderne wohnanlagen werden ihren bewohnern WLAN so selbstverständlich und pauschal anbieten wie wasser und müllentsorgung.

kommerzielle anbieter werden ihre netze parallel, aber flächendeckend anbieten und mit anderen technologien der dritten generation (UMTS, etc) sowie GSM und GPRS per “seamless handover” kombinieren. freie hotspots werden damit eher mit notebooks genutzt werden und das bedürfnis abdecken, zb. besprechungen auch mal ins kaffehaus zu verlegen. kommerzielle anbieter werden sich hingegen eher an handheld devices richten, mit denen konvergent und vor allem flächendeckend daten- und voicedienste genutzt werden können. also in erster linie (video-) telefonie, location based services und ein paar wenige applikationen im bereich des multimedia messaging, also zb. das verschicken von digitalen postkarten. sowie, für die jugendliche zielgruppe, online-spiele.


 

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1 Comment
#236909 Bodenseepeter says on October 28, 2010 at 7:45 am
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Aha :)

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