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 mauritanian cattle uneager to fight der sturm heute nacht vertrieb gerald samt biwaksack ins auto und verbog mein minizelt stromlinienförmig. am morgen besucht uns die heilige familie auf ihren eseln. jesus will gerald’s schlafsack. kriegt er aber nicht.

den vormittag verbringen wir mit hard- und softwareproblemen rund um digitalkamera und notebook. mitten in der steinwüste – weit genug kann man also gar nicht flüchten. ich flicke meine hose – ein gesäß-riss im samantha-fox-stil macht sich in einem islamischen land nicht so gut.

die nächsten 150 kilometer sind hart. die bezeichnung schlaglöcher ist irreführend, ‘schlagasphalt’ – 90% der piste ist schlagloch, der rest inselförmiger asphalt, durchschnittlich 20cm über niveau.

nach 150 kilometer rüttelpiste kommen wir in die provinzhauptstadt kiffa. an der stadteinfahrt eine polizeikontrolle, der polizist verschwindet 15 minuten mit unseren pässen um uns dann mitzuteilen, er müsse mit uns ins polizeikommissariat fahren, wegen den stempeln für unsere pässe. mitten im landesinneren? na gut.

besuch in kottan’s kommisariat

  gerald and i and our beloved little landcruiser das kommissariat ist ein großer, leerer, schmutziger raum mit einem tisch, auf dem ein barfüßiger uniformierter hockt und tee schlärft. am boden sitzen acht polizisten und spielen karten. der rest der mannschaft lungert herum. die atmosphäre ist unangespannt und eher freundlich, ganz anders als im norden, bei der einreise. nach 15minütiger begutachtung der pässe die auskunft, wir müssten zum “chéf”. der chef ist nicht im kommissariat sondern zuhause, schließlich ist er der chef. der chef wohnt in einem großen haus und wir dürfen da nicht hinein. nach einer stunde kommt der polizist wieder und unsere pässe sind um einen unleserlichen stempel reicher.

auf der fahrt zurück zum kommissariat – irgendwer muss den polizisten ja zurückbringen – treffen wir eine französische familie, die diekt von atar über tijika nach kiffa gekommen ist, nur irgendwelchen gps-punkten folgend. zwei erwachsene, zwei kinder, ein hund, zehn tage, tausend kilometer und nur vier andere fahrzeuge getroffen. ziemlich riskant – ein motorschaden wäre ihr ende gewesen. erste regel in der wüste: immer im konvoi fahren.

hundert kilometer nach kiffa suchen wir uns einen entlegenen schlafplatz am rande einer felswand. die vegetation ist hier schon dichter und so finden wir genug holz für ein gemütliches feuer, dafür pisacken uns die kleinen, scharfen kletten ziemlich.


 

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