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gimme hope savanna

January 17, 2000  

so, heute ist es aus mit der gemütlichkeit, heute geht’s raus aus bamako. viele ausrüstungsgegenstände, die wir nicht brauchen, lassen wir im les arbres, am zwanzigsten müssen wir ja wieder hier sein. da kommt klaus und trifft tags darauf den präsidenten des mali’schen presseverbandes zum frühstück.

 large baobab and a little landcruiser wir machen uns auf den weg richtung segou, einer kleinstadt 240 kilometer niger abwärts. an der ersten polizeikontrolle an der stadtausfahrt von bamako will niemand unsere pässe sehen, dafür werden wir höflich gefragt, ob wir einen soldaten in die kaserne in ségou mitnehmen. es macht den anschein, als würde man auch ein nein akzeptieren, also sagen wir ja. der soldat war noch nie so schnell in ségou, wir noch nie so schnell durch die nächsten straßensperren.
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nix tun die zweite

January 16, 2000  

 friendly kids also in bamako wir sind einfach viel zu früh dran. klaus kommt am 20. mit dem flugzeug in bamako an und wir sind eine ganze woche zu früh angekommen. vor allem die wüstenstrecke nach nouakchott und die piste nach mali haben wir zeitlich überschätzt. was uns aber gar nicht stört, anstrengend war’s ziemlich, schließlich haben wir 7500 kilometer in den rädern, davon mehr als tausend abseits befestigter straßen.

schon wieder lassen wir es uns heute gut gehen und tun nichts außer schlafen, essen, durch bamako bummeln und ein paar fotos knipsen.

wir grüßen alle unsere arbeitskollegen in wien, die ins büro gehen, wenn’s noch dunkel ist und rauskommen, wenn’s wieder dunkel ist. tröstet euch, bei dem wetter ist’s im büro eh gemütlicher.

12 kilo roter staub

January 15, 2000  

nach einem späten frühstück kommt das auto dran. es ist in einem unbeschreiblichen zustand. innen komplett verstaubt, es gibt keine ritze, die nicht mit dickem, rotem staub zugeklebt wäre. also räumen wir das gesamte auto aus, alle ausrüstungsgegenstände werden einzeln gewaschen und geputzt, das auto kommt dann in eine der vielen “waschanlagen” am rand der straße, nicht viel mehr als zwei junge burschen und ein wasserschlauch.
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nix tun

January 14, 2000  

heute haben wir nichts getan. in der hängematte gelegen, im pool geschwommen (ja, das hotel hat einen pool!), was essen gegangen. im hotel treffen sich afrikanische musiker zum jammen, und auch sonst ist immer was los.
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alles rot

January 13, 2000  

geldwechsel, einreiseformalitäten und marktbummel dauern bis drei uhr nachmittags. die bank hat zwar zu, man wechselt uns trotzdem unsere französischen francs in CFA zum offiziellen kurs von eins zu hundert, ohne provision. CFA ist die gemeinsame scheinwährung der ehemals französischen kolonien in westfrika, und daher gibt es weder währungsrisiko noch bankprovisionen. D-mark und schilling sind zwar genauso scheinwährungen, so modern wie westafrika ist man in europa trotzdem nicht, die provisionen sind seit dem euro höher denn je.
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our campsite in the southern mauritanian desert am morgen können wir sehen, an welchem ort wir hier gelandet sind: am rande einer 50 meter hohen felswand, zwischen bäumen und dünen auf einer großen, menschenleeren tiefebene. hat jemand die daktari-folge mit dem leoparden gesehen? da sah’s genauso aus. wir finden wieder jede menge frische spuren im sand, diesmal ist eine große wildkatze dabei. kann bitte wer nachschauen, ob es im südosten mauretaniens leoparden gibt?
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 mauritanian cattle uneager to fight der sturm heute nacht vertrieb gerald samt biwaksack ins auto und verbog mein minizelt stromlinienförmig. am morgen besucht uns die heilige familie auf ihren eseln. jesus will gerald’s schlafsack. kriegt er aber nicht.

den vormittag verbringen wir mit hard- und softwareproblemen rund um digitalkamera und notebook. mitten in der steinwüste – weit genug kann man also gar nicht flüchten. ich flicke meine hose – ein gesäß-riss im samantha-fox-stil macht sich in einem islamischen land nicht so gut.
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die heutige nacht war um einiges wärmer als noch wenige tage zuvor, 600 kilometer weiter nördlich. wir haben es vorerst mal überhaupt nicht eilig, heute ist erst der zehnte und klaus kommt am zwanzigsten in bamako an. da haben wir also noch jede menge zeit, wenn’s sein muss schaffen wir die 1400 kilometer in vier tagen. rund um unseren schlafplatz finden sich alle möglichen spuren: mistkäfer, kleine nager, wanzen, eine wildkatze, ein kamel.
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aufbruch in den osten

January 9, 2000  

wir stehen erst gegen mittag auf, wir werden wohl länger kein so gemütliches bett mehr kriegen und gehen erst mal was essen. dann machen wir uns langsam auf die socken, wir wollen heute raus aus dieser stadt, richtung osten.
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augen auf in nouakchott

January 8, 2000  

eigentlich wollten wir ausschlafen, aber in der früh stehen auf einmal zwei holländer im zimmer, deren alten peugeot wir mal 700 kilometer weiter nördlich aus einem sandfeld gezogen haben. sie haben unseren landcruiser auf der straße stehen gesehen, mit eingeschlagenem seitenfenster.
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Common misspellings: Farnberger, Fahrenberger, Farenberger, Fahnberger, Fahrnleitner, Fahrngruber, Fahrnberg.
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