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zehntausend kilometer lang hat uns das waisenhaus begleitet, war immer als ziel mit dabei. also konnten wir gestern gar nicht anders als weiterfahren und standen heute früh gegen eins vor seinen toren in ouagadougou.

 kathrin rohde from the ouagadougou orphanage AMPO and a few of her kids celebrate the arrival of the donated landcruiser. now, almost four years later, the landcruiser is still in use and good shape.am morgen werden wir euphorisch von den kindern des waisenhauses begrüßt, wir sind die helden des tages. alle haben auf das auto gewartet, das ab jetzt dem projekt als rollende werkstatt für die rollstühle behinderter kinder in der region rund um die hauptstadt zur verfügung stellen soll. denn das waisenhaus ist eigentlich viel mehr als das: zum kinderdorf für 120 kinder von sechs bis 18 jahren gehört auch eine schule, eine krankenstation, eine behindertenwerkstatt, ein frauenberatungszentrum, ein marionettentheater und eben die rollstuhlwerkstatt, die mit unserem landcruiser eine fahrende schwester bekommt, mit der auch in der regenzeit abgelegene dörfer erreicht werden können.

AMPO heißt “association -managré nooma- pour la protection des orphelins“. managré nooma war einer der ersten schützlinge von katrin rohde, die hier alle nur “mama” nennen, sein name bedeutet soviel wie “das gute geht nicht verloren”. das erste mal kam katrin, damals besitzerin zweier buchhandlungen im norden deutschlands, vor zehn jahren als rucksacktouristin nach burkina faso. sie kollabierte bei ihrer einreise im büro des zöllners in einem dorf an der grenze zu mali unter fieber und schmerzen. dieser nahm sie mit zu sich nach hause, er und seine frau pflegten sie mit hilfe traditioneller medizin gesund. als katrin nach wochen weiterzog, fragte sie was sie zum dank tun könne. die antwort: “gib uns zehn mark, wir wollen eine schule bauen”. dabei sollte es nicht beleiben, katrin sammelte geld in deutschland, kehrte zurück, baute die schule und danach noch eine zweite.

inzwischen hat katrin rohde ihre existenz in deutschland ganz aufgegeben, ihre buchhandlungen verkauft und in ouagadougou das waisenhaus gegründet. inmitten eines armenviertels betreut sie und ihre mitarbeiter ehemalige straßenkinder, oft noch recht kleine kinder, die sich sonst allein durchs leben schlagen müssten. und es gibt noch genug da draussen. in staubverwehten, müllverseuchten slums werden diese kinder in einer umgebung von gewalt, drogen, müll und aids groß. managré nooma bedeutet für einige von ihnen familie, ausbildung und zukunft. das projekt wird von vielen kleineren und einer hand voll größeren, privaten spendern am leben erhalten, allein zwei TV-beiträge ermöglichten die letzte ausbaustufe, die den bau der krankenstation umfasste.

verein “sahel E.V.”
kontonummer 5785, kreissparkasse plön
BLZ 210 515 80

gegen nachmittag stellt sich heraus, dass der zoll sich nicht erweichen lässt und das auto nicht als schenkung anerkennt, obwohl uns der konsul von burkina faso in österreich, dr. petrus zehndorfer, freundlicherweise eine spendenbescheinigung ausgestellt hat. bitte helfen sie, die umgerechnet 10.000 schilling oder 1500 DM aufzubringen und spenden sie an obige kontonummer unter dem kennwort “rollende werkstatt”.

die berichterstattung endet hier, wir bleiben noch ein paar tage in ouaga, und dann geht’s mit dem flieger nach paris.


 

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