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gimme hope savanna

January 17, 2000

so, heute ist es aus mit der gemütlichkeit, heute geht’s raus aus bamako. viele ausrüstungsgegenstände, die wir nicht brauchen, lassen wir im les arbres, am zwanzigsten müssen wir ja wieder hier sein. da kommt klaus und trifft tags darauf den präsidenten des mali’schen presseverbandes zum frühstück.

 large baobab and a little landcruiser wir machen uns auf den weg richtung segou, einer kleinstadt 240 kilometer niger abwärts. an der ersten polizeikontrolle an der stadtausfahrt von bamako will niemand unsere pässe sehen, dafür werden wir höflich gefragt, ob wir einen soldaten in die kaserne in ségou mitnehmen. es macht den anschein, als würde man auch ein nein akzeptieren, also sagen wir ja. der soldat war noch nie so schnell in ségou, wir noch nie so schnell durch die nächsten straßensperren.

ségou, alte kolonialstadt am niger

die straße führt uns durch wunderschöne savannenlandschaften mit mächtigen baobabs (affenbrotbäumen) und durch strohbedeckte lehmhüttendörfer. ségou ist eine ruhige, freundliche handelsstadt am niger, von den franzosen im kolonialstil erbaut. wir haben ziemlich hunger, verbringen den halben nachmittag in der snack-bar le golfe und verdoppeln dort den tagesumsatz. heute ist markttag und in der stadt herrscht reges treiben. eselsfuhrwerke und handkarren transportieren haushoch getürmte stoffballen, kalabassen aus riesenkürbissen und andere waren vom und zum markt. den bekommen wir nicht mehr zu sehen, wir sind viel zu hungrig und es ist schon dunkel.

einige kilometer außerhalb auf der straße nach mopti biegen wir an einer beliebigen stelle rechts ab und fahren durchs gebüsch tief in die savanne; in der nähe eines mächtigen baobabs suchen wir uns einen schlafplatz. sternenhimmel und richard-attenborough-“die serengeti darf nicht sterben”-geräuschkulisse sind eindeutig besser als deckenventilator und straßenlärm eines hotelzimmers.


 

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