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fetischmarkt in ségou

January 22, 2000

am vormittag sind wir wieder in ségou und haben hunger, also auf ein chef-sandwich ins le golfe. klaus und ich bummeln durch den markt um stoffe zu kaufen, wir finden bunte stoffe, mit traditionellen westafrikanischen mustern oder modernen motiven wie handys oder transistorradios bedruckt, andere stoffe sind grob gewebt und mit erd- und pflanzenfarben bemalt.

beim stoffkaufen stoßen wir zufällig auf den fetischmarkt. fetische dienen dazu, den verlauf der dinge positiv zu beeinflussen. diese “gris-gris” sollen, am körper in form von amuletten getragen vor krankheit, hexenzauber, unfruchtbarkeit oder böser magie schützen. oft wird der marabout, das geistige (islamische und traditionell-religiöse) oberhaupt des dorfes konsultiert, der zur heilung und abwehr einen bestimmten fetisch empfiehlt. wir finden kaurimuscheln, krokodilköpfe, schlangenhäute, tote papageien, schildkrötenpanzer und -köpfe, hühnerkrallen, getrocknete frösche, affenschrumpfköpfe, leopardenpfoten, ziegenhäute, schafshörner, bestimmte steine, münzen, farbpulver, ketten, ringe und sonstiges zubehör. fotografieren “is an absolute no-no here” wie der reiseführer lonely planet meint, also fehlt das foto an dieser stelle.

spät brechen wir aus ségou auf, schaffen noch 220 kilometer und suchen uns kurz vor djénné einen schlafplatz nahe den sümpfen des niger-binnendeltas. selber schuld, denn bald suchen uns schwärme von mosquitos heim.


 

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