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am morgen geht’s los richtung djénné, wir müssen aber noch den niger überqueren. djenne liegt auf einer großen insel zwischen zwei niger-armen inmitten weiter sümpfe, die zum reisanbau genutzt werden. es gibt hier keine brücke, die fähre ist gerade groß genug für zwei autos und eine hand voll eselskarren.

 an oxen cart was stuck in the niger, we helped out wir müssen fünf meter durch den schlamm um auf die fähre zu kommen. ein eselskarren ist überladen und bleibt stecken. eine eselsstärke und acht mannstärken versagen, unsere 86 pferdestärken ziehen den karren schließlich aus dem dreck.

djénné eine der ältesten städte westafrikas, jahrhundertelang profitierte sie als handelsstadt von ihrer lage an einer der wichtigsten trans-sahara-routen. zentrum und marktplatz werden von der großen, in der typischen sudan-lehmbauweise errichteten moschee dominiert. wir lassen uns von seyni, einem netten führer, die stadt zeigen, mit ihm haben wir auch die chance, ein paar der zweistöckigen stadthäuser von innen zu sehen.

 typical crop storehouse, village and mosque the famous mosque in djenne (mali), built in sudanese clay arquitecture. it is basically being rebuilt every year after the rainy season.am abend geht es weiter richtung mopti; wir müssen zusehen, dass wir bald nach burkina kommen. wir übersehen, dass der tank langsam leer wird und dass es hier nur alle 200 kilometer eine tankstelle gibt. also fragen wir uns bis in das dorf sofara durch, das irgendwo drei kilometer von der straße entfernt in der savanne liegt. tatsächlich finden wir jemand der diesel hat, zwar nur zehn liter, aber das sollte reichen. wir kommen mit einem jungen mann in einem mercedes ins gespräch, er ist der chauffeur von habibou sofara, was soviel heißt wie “freund von sofara”, er ist der vertreter des bezirks im parlament. selbstverständlich könnten wir mit monsieur sofara sprechen, sein ohr gehöre jedem, meint der chauffeur ohne zu zögern.

“gebt nicht einfach geld, kommt selbst und unterrichtet!”

er führt uns in ein größeres haus, der innenhof ist gesteckt voll mit circa 25 erwachsenen und doppelt so viel kindern, man schaut fußball – coup africain. der parlamentarier empfängt uns in seinem schlafzimmer, das wohnzimmer ist der innenhof und der ist schon besetzt. nach austausch der höflichkeiten erzählt uns monsieur sofara von den problemen und anliegen seines landes. wieder kommen aids und beschneidung der frau zur sprache, das hauptproblem des landes sei aber die armut. es sei schwer, einer frau zum schutz vor aids treue und enthaltsamkeit zu predigen, wenn ihr jemand 1000 CFA für eine nacht böte, womit sie ihre familie wieder einen tag mit essen versorgen könne. klaus fragt, welche art internationaler hilfe er sich für mali wünschen würde. sofara: “gebt nicht einfach geld, das fließt in einem armen land oft in die falsche richtung, kommt selbst, unterrichtet und baut schulen. nur 50 prozent der kinder besuchen eine schule, vor zehn jahren waren es erst 20 prozent. mali ist eines der ärmsten lander der welt, wir brauchen bildung, um armut und krankheit zu besiegen.”


 

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