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die heutige nacht war um einiges wärmer als noch wenige tage zuvor, 600 kilometer weiter nördlich. wir haben es vorerst mal überhaupt nicht eilig, heute ist erst der zehnte und klaus kommt am zwanzigsten in bamako an. da haben wir also noch jede menge zeit, wenn’s sein muss schaffen wir die 1400 kilometer in vier tagen. rund um unseren schlafplatz finden sich alle möglichen spuren: mistkäfer, kleine nager, wanzen, eine wildkatze, ein kamel.

nach gerald’s obligatem kaffee diskutieren wir die möglichkeit, das notebook mit strom zu versorgen. in frankreich haben wir einen genialen adapter gekauft, der es ermöglichte, jeden 220-volt-strecker an den zigarettenanzünder zu hängen. der hat aber leider hitze und sand nicht überlebt. gerald testet alle möglichen spannungszustände und baut dann aus den resten des adapters und dem notebook-netzteil ein bi-kompatibles netzgerät für zigarettenanzünder und steckdose. mini-lötkolben und strumpfschläuche haben sich ja schon der der elektronik-reparieraktion in granada bewährt. es bleibt nur zu hoffen, dass das toshiba-notebook die spannungsschwankungen der autobatterie auch übersteht.

die ‘route de l’espoir’ wird immer hoffnungsloser

 erst nach mittag brechen wir auf und kommen bald nach aleg. nach der vielleicht achten polizeikontrolle seit nouakchott tauchen die ersten schlaglöcher auf. wir wussten, dass die straße in schlechtem zustand ist, aber nicht wie sehr. weite strecken legen wir auf nebenpisten durch sand und über wellblech zurück, oft einen halben kilometer von der eigentlichen straße entfernt. die straße ist fast unpassierbar, manche schlaglöcher waren so tief, dass wir hineingefallene kamele daraus befreien mussten.

 gerald pondering how we could make the dune this time.. als es dunkel wird fahren wir trotzdem weiter, wozu haben wir sonst unsere forstingerspezialweitstrahlscheinwerfer montiert, ausserdem plagt uns das schlechte gewissen weil wir heute erst so wenig kilometer gemacht haben. bald geben wir auf, ohne licht sehen wir die nebenpisten nicht, und auf der straße geht es mit nur 10 km/h voran. wir suchen uns einen beliebigen schlafplatz auf der ebenen, immergleichen steinwüste und ergeben uns dem wind.


 

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