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aufbruch in den osten

January 9, 2000

wir stehen erst gegen mittag auf, wir werden wohl länger kein so gemütliches bett mehr kriegen und gehen erst mal was essen. dann machen wir uns langsam auf die socken, wir wollen heute raus aus dieser stadt, richtung osten.

nix wie raus aus nouakchott..

 the 1000 miles long es gibt in mauretanien zwei asphaltierte straßen, die eine wurde kürzlich mit japanischer hilfe fertiggestellt und geht nach atar, also nordosten, die zweite geht 1200 kilometer fast schnurgerade in den osten und heißt route de l’espoir, straße der hoffnung. sie sollte die entlegenen gebiete im osten – aleg, kiffa, nema – an die hauptstadt und an die handelsroute nach dakar anschließen. viele zogen auch auf der straße ihrer hoffnungen aus den nomadengebieten im osten in die müllverseuchten elendsviertel der hauptstadt.

wir wollen richtung osten, um direkt, ohne umweg über den senegal, nach bamako, der hauptstadt malis, zu kommen. heute schaffen wir nur einige hundert kilometer und suchen uns dann einen windgeschützten schlafplatz zwischen den dünen. dabei sanden wir mal so deftig ein, so dass wenigstens eine der beiden schaufeln ein bisschen vom rost befreit wird, die sandbleche sind aber wieder nicht nötig.


 

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